Autor Thema: Darmkrebs - Ernährung  (Gelesen 1804 mal)

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Werner

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Darmkrebs - Ernährung
« am: 01. April 2008, 22:14 »
Ernährungsempfehlungen für Darmkrebspatienten

Natürlich sollte die Ernährung des Darmkrebspatienten sich langfristig an der vollwertigen Kost eines Gesunden orientieren. Das heißt: Eine angemessene Energie- und Fettzufuhr, die richtigen Streich- und Zubereitungsfette, eine ballaststoffreiche Kost mit hochwertigem Eiweiß. Befindet sich der Patient jedoch zurzeit in einer Chemo-und/oder Strahlentherapie mit eventuell zahlreichen Nebenwirkungen; wurde aktuell oder vor einiger Zeit ein Teil des Darmes operativ entfernt oder ist der Tumor nicht operabel und führt zu Störungen innerhalb der Verdauung, so ist es unter Umständen erforderlich, spezielle Ernährungsempfehlungen zu kennen und individuell zu nutzen.
Grundsätzlich gibt es keine einheitliche Krebsdiät und auch keine allgemeingültigen Empfehlungen für Darmkrebspatienten. Entscheidend sind immer die individuellen Therapiebedingungen. Gezielte Ernährungs-Tipps müssen sich auf den betroffenen Darmabschnitt, eventuelle Beschwerden und natürlich auch immer auf den Ernährungszustand, das Wohlbefinden und die familiären Ernährungsgewohnheiten beziehen.
Essen ist und sollte Lebensqualität bleiben und nicht mit Angst oder Widerwillen verbunden sein.

Halten Sie Ihr Körpergewicht stabil!
Der Erhalt des Körpergewichts ist entscheidend für den Erfolg der Therapie und für die Lebensqualität. Ein Gewichtsverlust geht mit einem Verlust an der aktiven Muskulatur und daraus folgend mit fühlbarer Müdigkeit und Schwäche einher. Spätestens wenn 10% des Ausgangsgewichtes reduziert wurden, sollte auf die Notbremse getreten und nach möglichen Ursachen geforscht werden. Gehen mehr als 20% des Körpergewichtes verloren, so kommt es meistens zu Schwierigkeiten bei körperlichen Aktivitäten im normalen Alltag (Spazieren gehen, Einkaufen, sich selbst an- und ausziehen, Tätigkeiten im Haushalt …).
Ebenso aufpassen müssen Sie bei starker Gewichtszunahme: Bei einem künstlichem Darmausgang (Stoma) kann sich dadurch die Position des Stomatas verändern!

Energiezufuhr
Der Energiebedarf eines Tumorpatienten kann je nach Therapiestadium bis zu 75% höher sein als im gesunden Zustand. Viele Patienten haben bei der Umsetzung dieser Empfehlung für eine höhere Kalorienzufuhr große Probleme.
Häufige, kleine und kompakte (energiereiche) Mahlzeiten können helfen, trotz Appetitlosigkeit oder körperlichen Beschwerden den Energiebedarf zu decken

Ursachen für Gewichtsverlust
Dem Gewichtsverlust können viele verschiedene Ursachen zu Grunde liegen, die häufig ineinander greifen. Anbei seien nur einige genannt:

Ursachen durch die Erkrankung selbst:

    * Es entstehen im Körper spezielle Substanzen, die Appetitlosigkeit auslösen.
    * Der Energiebedarf in Ruhe (Grundumsatz) ist wesentlich erhöht.
    * Ein Anstieg der Körpertemperatur in bestimmten Therapiephasen führt zu einem größeren Verbrauch von Energie.
    * Es kann zu Veränderungen im Geschmack kommen. Häufig werden Bitterstoffe eher wahrgenommen oder alles schmeckt zu süß.

Ursachen durch eine Chemo- und/oder Strahlentherapie:

    * Die Nebenwirkungen der Krebstherapie (wie z.B. Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfall, Geschmacksstörungen) führen häufig zu einer verringerten Nahrungsaufnahme.

Ursachen durch die Folgen einer Operation:

    * Das Entfernen von Darmabschnitten kann ja nach Ort der Operation Auswirkungen auf die Energie- und Nährstoffaufnahme haben.
    * Wenn ein Teil des Darms entfernt wurde, haben viele Patienten Angst, dass durch Essen und Trinken bestimmte Beschwerden, wie Durchfälle oder Schmerzen, ausgelöst werden können

Allein die unterschiedlichen Ursachen für eine Mangel-Ernährung verdeutlichen, dass keine generellen Ernährungsempfehlungen gegeben werden können. Es ist wichtig, individuelle Möglichkeiten so früh wie möglich durch eine professionelle Ernährungsberatung kennen zu lernen. Dadurch können diätetische Alternativen, die auf eine Normalisierung der Nährstoff-Aufnahme Einfluss nehmen, aufgezeigt werden. Hierbei werden die Nebenwirkungen der Therapie, als auch die Funktionstüchtigkeit des Darms speziell berücksichtigt.

Geri

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Darmkrebs: Positive Familienanamnese verbessert Prognose

Mittwoch, 4. Juni 2008

Boston – Wer Angehörige hat, die an einem Kolorektalkarzinom erkrankt sind, hat Glück im Unglück. Zwar ist sein Risiko erhöht, selbst einen Darmkrebs zu entwickeln. Doch die Chancen, das Krebsleiden zu überleben, stehen nach den Ergebnissen einer prospektiven Beobachtungsstudie im amerikanischen Ärzteblatt JAMA (2008; 299: 2515-2523) deutlich besser als bei Patienten ohne positive Familienanamnese.

Das Kolorektalkarzinom hat eine starke erbliche Komponente. Jeder fünfte bis sechste Patient hat wenigstens einen Verwandten ersten Grades, der ebenfalls an Darmkrebs erkrankt ist oder war. Und zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine positive Familienanamnese das eigene Krebsrisiko verdoppelt, berichtet die Gruppe um Jennifer Chan vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston.

Die Onkologen wollten wissen, wie sich diese positive Familienanamnese auf die Prognose auswirkt. Deshalb werteten sie die Ergebnisse einer früheren Therapiestudie aus. Am Trial 89803 der Cancer and Leukemia Group B (CALGB) hatten 1.087 Patienten mit einem Kolorektalkarzinom im Stadium III (Tx, N1-2, M0) teilgenommen. Da die Tumoren bereits in die lokalen Lymphknoten gestreut hatten, erhielten die Patienten nach der Operation unterschiedliche Chemotherapien.

Ob diese ein späteres Rezidiv verhindern konnten, hing, wie die Analyse der Daten jetzt ergab, in hohem Maße von der familären Häufung des Tumors ab: Den Endpunkt Rezidiv oder Tod erreichten 29 Prozent der Patienten , bei denen wenigsten ein Verwandter ersten Grades ebenfalls an Darmkrebs erkrankt war, gegenüber 38 Prozent der Patienten ohne positive Familienanamnese.

Chan errechnet eine adjustierte Hazard Ratio von 0,72 (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,54-0,96) für das krankheitsfreie Überleben und eine adjustierte Hazard Ratio von 0,75 (0,54-1,04) für das Gesamtüberleben. Dass in diesem wichtigsten Endpunkt das Signifikanzniveau verfehlt wurde, schwächt ein wenig die Aussagekraft der Studie.

Für eine Kausalität spricht indes die „Dosisabhängigkeit“ der Assoziation: Bei Patienten mit einem erkrankten Verwandten ersten Grades sinkt das Risiko auf Krebserkrankung oder Tod um 33 Prozent (multivariate Hazard Ratio 0,77; 0,57-1,04). Sind zwei oder mehr Verwandte erkrankt, ist das Risiko sogar mehr als halbiert (multivariate Hazard Ratio 0,49; 0,23-1,04).

Eine nahe liegende Erklärung wäre, dass Angehörige von Darmkrebspatienten eine intensivere Früherkennung betreiben und sich gesünder ernähren. Diese und andere Möglichkeiten glauben die Autoren jedoch ausschließen zu können.

Boris Pasche von der Northwestern Universität in Chicago überzeugen die Ergebnisse. Sollten sie in weiteren Kohorten bestätigt werden, könnte die Familienanamnese zu einem wichtigen Prognoseparameter für das Kolorektalkarzinom werden, meint der Editorialist, der sich die Frage stellt (ohne sie freilich beantworten zu können), welche genetischen Schutzwirkungen sich hinter der Assoziation verbergen (JAMA 2008; 299: 2564-2565).

Im letzten Jahr hatten die Bostoner Autoren anhand der gleichen Studie herausgefunden, dass eine westliche Diät die Prognose von Darmkrebspatienten deutlich verschlechtert (JAMA 2007; 298: 754-764): Patienten, die sich gesund ernähren und viel Obst und Gemüse, Geflügel und Fisch verzehren, dagegen rotes Fleisch, tierische Fette, Weißbrot und Süßspeisen meiden, haben demnach bessere Chancen den Krebs zu überleben. Ob dies zutrifft, ist ............

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=32599

Links zum Thema

» PDF der aktuellen Studie

» Pressemitteilung JAMA

» Studie CALGB 89803

» PDF der Studie zum Einfluss der westlichen Diät


Tanja

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Darmkrebs - Ernährung
« Antwort #2 am: 03. Juli 2008, 09:25 »


Krebsraten in Europa sinken

BRÜSSEL (dpa). Die Krebsraten in Nord- und Westeuropa sinken einer umfassenden Studie zufolge bei fast allen Tumorarten. Ein wesentlicher Grund sei der Rückgang des Rauchens bei Männern.

Eine Ausnahme bilden dagegen Tumore, die durch Übergewicht gefördert werden, wie Darmkrebs. Zu diesem Ergebnis kommt die Europäische Krebsorganisation ECCO aufgrund aktueller Daten.

« Letzte Änderung: 03. Juli 2008, 09:28 von Tanja »

Josef

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Darmkrebs: Kann Kalzium vorbeugen? Oder ......?
« Antwort #3 am: 18. Juli 2008, 19:23 »
Darmkrebs: Kann Kalzium vorbeugen?

Bisherige Studien sprechen dafür, dass Kalziumpräparate zur Nahrungsergänzung eine vorbeugende Wirkung gegen Darmpolypen haben könnten. Eine verlässliche Antwort, ob Kalzium auch Darmkrebs verhindert, steht aber noch aus.

Darmkrebs entsteht fast immer im Dickdarm oder Kolon. Das Erkrankungsrisiko ist generell niedrig, kann aber zum Beispiel deutlich erhöht sein, wenn bereits bei nahen Angehörigen Darmkrebs gefunden wurde. Darmkrebs entsteht Schritt für Schritt über Jahre hinweg. Eine erste, noch harmlose Stufe sind gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut. Diese Wucherungen werden Polypen oder Adenome genannt. Die weitaus meisten Polypen bleiben klein und harmlos. Einige können aber recht groß werden, und damit steigt das Risiko, dass sich in ihnen Darmkrebs entwickelt. Nach Schätzungen werden nur etwa fünf von 100 Darmpolypen (5%) jemals bösartig. Es dauert etwa fünf bis zehn Jahre, bis sich in einem solchen Polypen Krebs entwickelt.

Forscher vermuten seit Jahrzehnten, dass es einen Zusammenhang zwischen Darmkrebsrisiko und Ernährung gibt. Bislang ist aber unklar, ob sich bestimmte Lebensmittel oder Nahrungsbestandteile zur Vorbeugung nutzen lassen. Kalzium ist einer der Kandidaten, die derzeit genauer wissenschaftlich untersucht werden. Laborexperimente und Tierversuche zeigen, dass Kalzium möglicherweise die Entwicklung von Darmkrebszellen behindert. Kalzium kommt natürlicherweise vor allem in Milch und Milchprodukten vor. Zur Vorbeugung von Darmkrebs werden allerdings relativ hohe Dosierungen erprobt, die durch normale Ernährung nur schwer zu erreichen sind.

Den aktuellen Stand des Wissens beschreibt eine systematische Übersicht von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Cochrane Collaboration. Sie haben alle Studien zusammengesucht, in denen Kalzium gegen Darmkrebs erprobt wurde. Die Ausbeute war begrenzt: Die Wissenschaftler haben zwei Studien gefunden, an denen zusammen mehr als 1.300 Personen teilgenommen haben. Dabei handelte es sich um so genannte randomisiert-kontrollierte Studien. Das Prinzip: Freiwillige Versuchsteilnehmer lassen sich per Los zwei Gruppen zuordnen - nur die eine Gruppe erhält ein Kalziumpräparat, die andere ein kalziumfreies Placebo oder ein anderes Nahrungsergänzungsmittel. An beiden Studien haben Männer und Frauen teilgenommen, bei denen vorher bereits Wucherungen der Darmschleimhaut, so genannte adenomatöse Polypen, gefunden und entfernt worden waren.

In der einen Studie betrug die tägliche Kalziummenge 1.200 Milligramm für ca. vier Jahre. In der zweiten Studie, 2.000 Milligramm für ca. drei Jahre. Nach dieser Zeit wurden dann alle Teilnehmer erneut per Darmspiegelung untersucht, um vergleichen zu können, bei wie vielen Teilnehmern sich neue Polypen entwickelt hatten. Diese Menschen könnten ein höheres Risiko haben, an Darmkrebs zu erkranken.

Das Ergebnis: Sehr wenige Teilnehmer sind innerhalb der drei bis vier Jahre an Darmkrebs erkrankt - unabhängig von der Kalziumzufuhr. Die Anzahl der Krebserkrankungen war zu klein, um Schlüsse ziehen zu können, ob Kalzium das Darmkrebsrisiko vermindern kann. Deutlicher zeichnete sich eine Wirkung auf Polypen ab. Pro 100 Personen, die Kalziumpräparate eingenommen hatten, waren 23 neue Darmpolypen herangewachsen (23%); pro 100 Teilnehmer der Placebogruppe waren es hingegen 29 (29%). Der Unterschied spricht für eine vorbeugende Wirkung, allerdings bleiben die Cochrane-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorsichtig. Eine Maßnahme, die das Wachstum von gutartigen Polypen abbremst, muss nicht unbedingt auch gegen Darmkrebs wirksam sein. Es lohnt sich aber, der Frage weiter nachzugehen.

In einer großen amerikanischen Studie, der Women`s Health Initiative (WHI) Studie wurde untersucht, ob ein vergleichsweise gering dosiertes Kalziumpräparat, das auch Vitamin D enthält, vor Darmkrebs schützen kann. An dieser Studie nahmen mehr als 36.200 Frauen nach den Wechseljahren teil, deren Darmkrebsrisiko nicht besonders hoch ist. Die Teilnehmerinnen nahmen das Präparat im Durchschnitt sieben Jahre lang. In dieser Zeit zeigte sich kein vorbeugender Effekt gegen Darmkrebs.

Allerdings untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Darm der Frauen zu Beginn der Studie nicht sorgfältig, und am Ende der Studie wurden nicht alle Frauen mit Hilfe von eindeutigen Darmuntersuchungen nach Zeichen für Darmkrebs untersucht. Die Dosierung des Kalziums war in dieser Studie geringer als in den Studien der Cochrane-Übersicht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Cochrane-Übersicht schlussfolgerten daher, dass sich die WHI-Studie nicht optimal eignet, um zu klären, ob Kalzium vor Darmkrebs schützen kann oder nicht.

http://www.gesundheitsinformation.de/darmkrebs-kann-kalzium-vorbeugen.483.88.html



Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Geri

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Darmkrebs - Vegetarier haben ein geringeres Risiko und Suppe ......
« Antwort #4 am: 14. November 2008, 12:20 »
Kolonkarzinom: Vegetarier haben ein geringeres Risiko

Experten haben beim gastroenterologischen Fachkongress „Digestive Disease Week“ berichtet, dass Vegetarier ein geringeres Kolonkarzinomrisiko haben und eine fettreiche Suppe als Vorspeise den Hunger beim Hauptgang zügelt. 24.05.2007

Das Risiko, an einem Kolonkarzinom zu erkranken, liegt nach Angaben von Medizinern bei sieben Prozent. Noch immer ist umstritten, welchen Einfluss die Ernährung auf dieses Risiko hat. Indische Forscher haben nun untersucht, ob eine vegetarische Diät dieses Risiko senken kann. 8.877 Inder nahmen zwischen Januar 2000 und Oktober 2005 daran teil. 2.092 dieser Probanden (27 Prozent) waren aus religiösen Gründen seit Beginn ihrs Lebens Vegetarier. 796 der Probanden litten an einem Kolonkarzinom.

Beim Abgleich der Daten zeigten sich klare Zusammenhänge: Das kolorektale Karzinom zeigt eine positive Korrelation mit dem Lebensalter und männlichem Geschlecht, aber eine negative Korrelation mit Vegetarismus und geringem Body-Mass-Index (BMI). Vegetarische Lebensgewohnheiten scheinen also einen gewissen Schutz gegen Kolonkarzinome zu bilden. Der genaue physiologische Zusammenhang ist aber noch immer unklar.

In einer weiteren Studie wurde untersucht, ob eine fettreiche Suppe als erster Gang einer Mahlzeit den Appetit im weiteren Gang des Menüs verstärkt oder vermindert. Jeweils zwölf schlanke und übergewichtige Probanden unterzogen sich diesem Versuch. In zwei Versuchsdurchgängen aßen sie jeweils eine fettreiche oder proteinreiche Suppe mit gleichem Volumen und Kaloriengehalt. Danach konnten sie so viel Pizza essen, wie sie wollten. Die Aktivität des Magens wurde mit Hilfe eines Elektrogastrogramms gemessen.

Sowohl die schlanken als auch die übergewichtigen Probanden griffen weniger zu, nachdem sie die fettreiche Suppe gegessen hatten. Die Kalorienaufnahme im Hauptgang war etwa 20 Prozent weniger, als nach der proteinreichen Suppe. Für Menschen, die abnehmen wollen, mag es daher paradoxerweise gesünder sein, bei einer Vorspeisen-Suppe eher zu fettigen Suppen zu greifen, um den Hunger danach zu dämpfen.

Digestive Disease Week 2007 Abstract 155 und S2191