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http://www.roche.comBRUSTKREBS: HÄUFIG GESTELLTE FRAGENWie hoch sind Anzahl der
Neuerkrankungen (Inzidenz) und das Vorkommen (Prävalenz)
von Brustkrebs in verschiedenen Teilen der Welt?
An Brustkrebs erkranken weltweit mehr Frauen als an jeder anderen Krebsart. Eine von 11
Frauen bekommt irgendwann in ihrem Leben Brustkrebs. Nach Angaben der
Weltgesundheitsorganisation WHO (2003) wird in diesem Jahr an mehr als einer Million
Frauen Brustkrebs diagnostiziert werden.
Weltweit gesehen ist Brustkrebs bei Frauen die häufigste krebsbedingte Todesursache, in
Europa ist es bei Frauen die zweithäufigste Todesursache überhaupt. Etwa fünf bis zehn
Prozent aller Brustkrebsfälle sind erblich bedingt. Die Forschung ist dabei, den
Zusammenhang zwischen dem Krebsrisiko und der Familiengeschichte noch besser zu
verstehen.
Industrialisierte Länder wie Nordamerika, Nordeuropa, Australien und Neuseeland haben die
höchsten Brustkrebsraten. In den Entwicklungsländern finden sich die höchsten
Erkrankungsraten für Brustkrebs in Südafrika, der Karibik, dem westlichen Asien und
Nordafrika. Frauen aus Westafrika und Ostasien haben das geringste Risiko, an Brustkrebs zu
erkranken, obwohl Studien zeigen, dass Frauen, die in eine andere Region ziehen, ihr Risiko
innerhalb von nur einer Generation an das dortige angleichen.
Was bedeutet Brustkrebs für das Leben der Patientinnen?Frauen, die an Brustkrebs sterben, verlieren fast 20 Jahre ihres Lebens. Jedes Jahr gehen in den
USA und Europa ungefähr 2 Millionen verlorene Lebensjahre auf das Konto von Brustkrebs.
Nach der ersten Behandlung streut der Krebs bei 50 Prozent der Frauen in andere Teile des
Körpers. Diese Frauen überleben im Durchschnitt nur 18 bis 30 Monate.
Welche Behandlung gibt es für Brustkrebs?Grundsätzlich hat eine Frau bei Brustkrebs fünf Behandlungsoptionen:
• Die Operation
• Die Strahlenbehandlung (Radiotherapie)
• Die Chemotherapie
• Die Hormontherapie
• Biologische Therapien
Meist kommt jedoch eine Kombination zum Einsatz. Die Art der Behandlung hängt auch vom
Stadium der Erkrankung ab. Brustkrebs kann durch so genannte lokale Therapien und auch
durch systemische Therapien behandelt werden.
Lokale Therapien werden eingesetzt, wenn die Krankheit auf die Brust begrenzt ist. Operation
und Bestrahlung sind lokale Therapien. Wenn der Brustkrebs bereits in andere Regionen des
Körpers gestreut hat, können lokale Therapien eingesetzt werden, um an diesen anderen
Stellen gegen den Krebs vorzugehen – wenn beispielsweise Brustkrebs auch Lunge oder
Knochen befallen hat, kann die Bestrahlung auch dort eingesetzt werden.
Systemische Therapien werden eingesetzt, wenn der Krebs schon viele Teile des Körpers
befallen hat. Chemotherapie, Hormontherapie und biologische systemische Therapien
erreichen alle Regionen des Körpers und wirken dort gegen den Krebs. In manchen Fällen
werden systemische Therapien auch eingesetzt, um eine Verkleinerung des Tumors zu
bewirken, bevor eine lokale Therapie zum Einsatz kommt.
OperationDie Art des chirurgischen Eingriffs hängt vom Stadium der Erkrankung, der Tumorart, dem
Alter der Frau, ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und ihren persönlichen Wünschen ab.
Die beiden hauptsächlichen Vorgehensweisen bei Brustkrebs sind:
• die Lumpektomie, bei der der Tumor und etwas umliegendes Gewebe entfernt werden
• die Mastektomie, bei der die ganze Brust entfernt wird
Um die Chancen auf ein längeres Überleben zu erhöhen, kommen in der Regel nach der
Operation weitere ergänzende Therapien (Bestrahlung, Hormon- oder Chemotherapie) zum
Einsatz.
StrahlentherapieBei der Strahlentherapie wird der Tumor energiereicher Röntgenstrahlung ausgesetzt, die die
Krebszellen zerstört. Sie kommt oft bei Patienten, die lokal behandelt werden, nach einer
Operation (adjuvant) zum Einsatz. Die Nebenwirkungen hängen von der Strahlendosis und
von der Region ab, die bestrahlt wurde. Beobachtet werden Jucken, Rötungen, Austrocknung
oder Schuppung der Haut und Müdigkeit.
ChemotherapieDie Chemotherapie wird üblicherweise intravenös verabreicht, also durch einen Schlauch, der
mit einer Nadel oder einem Katheter in die Blutbahn der Patientin führt. Die intravenöse (oft
als iv abgekürzt) Chemotherapie ist eine systemische Behandlung, bei der das Medikament
über das Blut in fast alle Teile des Körpers gelangt. Die iv Chemotherapie tötet nicht nur
Krebszellen, sondern auch gesunde, sich schnell teilende Zellen im Körper der Frau -
beispielsweise Zellen, die für das Haarwachstum verantwortlich sind.
Die iv Chemotherapie wird in Zyklen eingesetzt. Einem Therapiezyklus folgt dabei eine
Erholungsphase, dann kommt der nächste Zyklus. Am häufigsten ist ein Dreiwochenzyklus,
bei dem die Frauen alle drei Wochen zur Behandlung ins Krankenhaus kommen müssen, aber
es kann auch erforderlich sein, dass eine Patientin wöchentlich ins Krankenhaus muss, um
Injektionen zu erhalten. Je nach Patientin und Erkrankungsstadium kann die Behandlung von
wenigen Wochen bis zu über einem Jahr dauern.
Orale ChemotherapieIn jüngster Zeit wurden bei den Behandlungsmöglichkeiten Fortschritte gemacht, so dass
heute auch Chemotherapien in Form einer Tablette oder einer Kapsel angeboten werden. In
diesem Fall spricht man von oraler Chemotherapie. Bei der oralen Chemotherapie braucht die
Frau keine Injektionen. Die Tabletten werden mit etwas Wasser geschluckt, was für die
Patientin viel angenehmer und weniger belastend ist. Auch werden die Risiken, die mit der iv
Chemotherapie einhergehen, wie Blutgerinnsel, Thrombosen oder Infektionen vermieden.
Die orale Chemotherapie kann zuhause eingenommen werden. Für viele Frauen, die eine orale
Chemotherapie erhalten, ist die Möglichkeit, diese zuhause einzunehmen, einer der
Hauptvorteile. Die Frauen haben das Gefühl, dass ihnen die orale Chemotherapie die Freiheit
gibt, ihr alltägliches Leben ohne Unterbrechung durch häufige Klinikaufenthalte weiter zu
leben. Neun von zehn Frauen bevorzugen die orale Chemotherapie gegenüber der iv
Chemotherapie, weil sie ihnen erlaubt, ihr Leben zu leben, Probleme mit den iv Zugängen zu
vermeiden und ihre Behandlung in der vertrauten Umgebung der Familie durchzuführen.
HormontherapieDas weibliche Hormon Östrogen fördert das Tumorwachstum. Behandlungen mit AntiÖstrogenen,
wie zum Beispiel Tamoxifen, blockieren die wachstumsfördernden Effekte von
Östrogen und können als postoperative Behandlung oder bei Frauen mit metastasiertem
Brustkrebs eingesetzt werden.
Biologische TherapienEine biologische Therapie für Frauen mit Brustkrebs, der gestreut hat, ist Herceptin
(trastuzumab). Herceptin gehört zu einer neuen Klasse von Medikamenten, den
monoklonalen Antikörpern. Wenn Sie mehr über Herceptin erfahren wollen, besuchen Sie
bitte die Website
www.her2status.com
Woraus besteht die Brust?Die Brust besteht hauptsächlich aus Milchdrüsen (Lobuli), von denen die Milchgänge zur
Brustwarze führen. Wenn eine Frau ihr Baby stillt, produzieren die Milchdrüsen Muttermilch.
Jeweils einige Milchdrüsen bilden zusammen ein Drüsenläppchen. Durchschnittlich befinden
sich in jeder Brust 15 bis 20 dieser Drüsenläppchen. Der Rest der Brust besteht hauptsächlich
aus Fett, das Grösse und Form der Brust bestimmt, sowie Lymphbahnen.
Alle genannten Marken sind Marken von Roche
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mündiger Krebspatient finde ich (fast jede) Information sehr wichtig. Was aber für den einzelnen Leser wichtig ist, entscheidet dieser selbst,
z. B. mit Hilfe seines Arztes!