Autor Thema: Wechseljahrsbeschwerden - Es geht auch ohne Hormone  (Gelesen 2303 mal)

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Tanja

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Für Beschwerden während der Menopause gibt es kein Patentrezept. Denn jede Frau reagiert anders auf die Hormonumstellung. Als Alternative zur Östrogenersatztherapie entwickelt der Heilpraktiker oder die Heilpraktikerin für jede Patientin eine individuelle Therapie, die auf ihre ganz persönlichen Probleme abgestimmt ist.

Stuttgart, 8.5.2008. Hitzewallungen, Unruhe, Schlafstörungen oder Depressionen sind nur einige der Beschwerden, die vielen Frauen während der Wechseljahre zu schaffen machen. In solchen Fällen reicht der Heilpraktiker seinen Patientinnen nicht einfach nur ein Rezept über den Tisch mit der Empfehlung „Probieren Sie das doch mal“. Er sieht sich eher als Lotse, der den Frauen dabei hilft, ihre körperliche und seelische Balance wieder zu finden.


Heilpraktiker haben Zeit für eine ausführliche Beratung

„Wir Heilpraktiker gehen davon aus, dass jede Frau die Wechseljahre anders erlebt,“ sagt Dr. Wolfgang Widmaier von der Union Deutscher Heilpraktiker. „Die eine hat vielleicht massive körperliche Beschwerden wie Schweißausbrüche, bei der anderen gerät eher die Psyche aus dem Lot. Ein Arzneimittel, das der einen Patientin hilft, zeigt bei einer anderen Frau möglicherweise kaum Wirkung. Zu Anfang einer Behandlung nehmen wir uns deshalb immer die Zeit für eine sorgfältige Anamnese und entwickeln dann eine maßgeschneiderte Therapie, die auf den drei Säulen Bewegung, Ernährung und naturheilkundlichen Therapien basiert.“

Die Komplementärmedizin bietet analog zur Hormonersatztherapie die Möglichkeit, klimakterische Beschwerden mit Phythoöstrogenen zu behandeln. Diese sekundären Pflanzenstoffe sind keine Hormone, sondern haben lediglich eine ähnliche Struktur. Dadurch lösen sie im Organismus dieselben Effekte aus wie Östrogene. Im Vergleich zu Östrogenen ist die Wirkung jedoch schwächer, wodurch auch weniger Nebenwirkungen auftreten.

Wie die Ernähung den Hormonhaushalt stabilisiert

Der Heilpraktiker oder die Heilpraktikerin wird zunächst empfehlen, die Phythoöstrogene nicht in Form von Präparaten, die die extrahierten Wirkstoffe enthalten, sondern so natürlich wie möglich über die Ernährung aufzunehmen, um eine unnötig hohe Dosierung zu vermeiden. Phythoöstrogene sind vor allem in Soja und Sojaprodukten wie Sojamilch oder Tofu enthalten. Gute Quellen sind außerdem Hülsenfrüchte und Sprossen, Leinsamen, Flachssamen oder Getreide. Darüber hinaus sollte die Ernährung den üblichen Empfehlungen folgen, viel Obst und Gemüse enthalten – besonders Brokkoli – und kalt gepresste Öle statt tierischer Fette verwenden.

Auch regelmäßige Bewegung kann gegen die typischen Beschwerden der Wechseljahre helfen. Muskeltraining beugt Osteoporose vor, Beckenbodentraining hat sich gegen Blasenschwäche bewährt. Ausdauertraining hilft, das Gewicht zu halten, besser zu schlafen sowie Nervosität, Unruhe und eine depressive Stimmungslage auszugleichen.

Frauen-Heilpflanzen können viele Beschwerden lindern

Die Pflanzenheilkunde kennt viele bewährte Medikamente für die Menopause. So gibt es typische Frauen-Heilpflanzen wie die Traubensilberkerze (Cimicifuga), Rotklee, Frauenmantel oder die wilde Yamswurzel. Präparate aus diesen Pflanzen enthalten ebenfalls Phytoöstrogene, jedoch in der natürlichen Kombination mit den anderen Wirkstoffen der Pflanze. Im Mönchspfeffer gibt es Substanzen, die dem Progesteron ähnlich sind. Andere Heilpflanzen werden – als Tee oder Präparate - gegen bestimmte Beschwerden eingesetzt: Salbei bremst Hitzewallungen, Johannniskraut wirkt stimmungsaufhellend, Baldrian und Hopfen beruhigen und helfen bei Schlafstörungen.

Anwendungen aus der Kneipp-Therapie wie Wechselfußbäder oder Güsse entspannen und regulieren den Blutdruck. Gleichzeitig werden Kreislauf und die Temperaturregelung stabilisiert, so dass die Hitzewallungen nachlassen. Die Homöopathie kuriert nicht einfach nur ein Symptom wie Unruhe oder Schlafstörungen, sondern berücksichtigt die individuelle Konstitution um so ein optimal wirkendes Mittel zu finden. Ähnlich geht die Biochemie nach Dr. Schüssler vor, die gegen die Beschwerden bestimmte Schüssler-Salze einsetzt. Weitere Möglichkeiten bieten die Traditionelle Chinesische Medizin oder Techniken wie Yoga und Tai Chi, die Körper und Seele ausgleichen und kräftigen.

Für die Therapie wählt der Heilpraktiker nicht nur die Methoden aus, die medizinisch zu den Beschwerden passen. Er wird auch darauf achten, dass die Patientin die Therapie bejaht und sie sich damit wohl fühlt - wer kein Soja mag, muss also auch keine Sojaprodukte essen.

Kontaktdaten:
Union Deutscher Heilpraktiker
Landesverband Baden-Württemberg
Danneckerstr. 4,
70182 Stuttgart,
Telefon 07 11 - 24 29 64
Fax 07 11 - 2 36 03 26
Internet www.udh-bw.de
E- Mail- Adresse: info@udh-bw.de

Ansprechpartner:
Dr. Wolfgang Widmaier, Union Deutscher Heilpraktiker LV Baden-Württemberg e.V. Tel. 0711- 65 9069. Mobil 0173-8736070
Monika Titze 0711-728 85 00 (Pressearbeit)

Die Union Deutscher Heilpraktiker ist einer der sechs großen deutschen Heilpraktikerverbände. Der Landesverband Baden-Württemberg wurde 1946 gegründet und hat heute ca. 1.700 Mitglieder.

Tanja

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Längere Hormonersatztherapie erhöht Brustkrebsrisiko
« Antwort #1 am: 30. Mai 2008, 21:39 »

28.05.08 |
Studie beweist: Keine Entwarnung für Frauen in Deutschland
News Grafik
Bonn/Heidelberg (ng) – Auch für Frauen in Deutschland ist nun nachgewiesen: Wird eine Hormonersatztherapie über mehr als fünf Jahre eingenommen, erhöht sich das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Das Risiko ist während der Zeit der Hormoneinnahme deutlich erhöht, sinkt jedoch fünf Jahre nach Absetzen der Präparate wieder auf das Ausgangsniveau. Dies ergab eine Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Deutsche Krebshilfe hat diese Studie mit 2,7 Millionen Euro gefördert.

„Nehmen oder nahmen Sie Hormone ein? Wenn ja, welches Präparat und wie lange? Wann wurde die Therapie abgesetzt?“ 3.464 Brustkrebs-Patientinnen und 6.657 gesunde Frauen im Alter von 50 bis 74 Jahren gaben im Rahmen einer großen Studie detailliert Auskunft über die Hormone, die sie zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden einnehmen oder in der Vergangenheit eingenommen hatten. Anlass der Befragung war „MARIE“, eine Fall-Kontroll-Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Ziel dieser Untersuchung, die über sechs Jahre lief und von der Deutschen Krebshilfe finanziert wurde, war, die Auswirkung der Hormone – sowohl allein als auch im Zusammenhang mit anderen Faktoren – auf das Brustkrebsrisiko zu erfassen.

Bei Frauen, die schon einmal Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden eingenommen haben, erhöht sich das Risiko an Brustkrebs zu erkranken um 37 Prozent, gegenüber Frauen, die nie eine Hormonersatztherapie (HT) angewandt haben. Direkt während der Zeit der Hormoneinnahme ist das Risiko sogar um 73 Prozent erhöht. Innerhalb von fünf Jahren nach dem Absetzen der Therapie ist das Brustkrebsrisiko ehemaliger HT-Anwenderinnen wieder auf das der „Nie-Anwenderinnen“ gesunken. „Diese Ergebnisse der MARIE-Studie bestätigen Befunde einer amerikanischen und einer britischen Untersuchung (Women`s Health Initiative Study und Million Women Study), die in den Jahren 2002 und 2003 Aufsehen erregten“, erklärt der Studienleiter Professor Dr. Wilhelm Braendle, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

„Es wurde häufig eingewandt, die Ergebnisse der amerikanischen Studien ließen sich nicht auf Deutschland mit seinen ganz anderen Verschreibungsgewohnheiten übertragen. Daher haben wir die verschiedenen Hormonpräparate, vor allem die unterschiedlichen Gestagene, genau erfasst. Dabei kommen wir zu ähnlichen Resultaten wie die Amerikaner“, fasst Frau Professor Dr. Jenny Chang-Claude, Studienleiterin am Deutschen Krebsforschungszentrum zusammen. „Mit unseren neuen Daten geben wir den Ärzten in Deutschland solide Information an die Hand, um ihre Patientinnen über den Nutzen und die Risiken einer Hormonersatztherapie zu beraten.“ Experten empfehlen den betroffenen Frauen, ihren Arzt konkret danach zu fragen und in jedem Fall regelmäßig zur Krebs-Früherkennung zu gehen.

Die MARIE-Studie bestätigt auch die unterschiedlichen Effekte verschiedener Hormonpräparate: Bezogen auf das Risiko der Nie-Anwenderinnen verdoppelt eine Kombinationstherapie mit Östrogen und Gestagen das Brustkrebsrisiko, eine Östrogen-Monotherapie lässt es dagegen nur um 15 Prozent ansteigen. In beiden Fällen erhöht sich das Risiko aber nur, wenn die Hormone über einen Zeitraum von mehr als fünf Jahren eingenommen wurden.

„Die Hormonersatztherapie hat offenbar auch unterschiedlichen Einfluss auf die verschiedenen Typen von Brustkrebs“, erläutert Braendle. „Das Risiko, an einem der selteneren lobulären oder tubulären Karzinome zu erkranken, steigt unter HT doppelt so stark wie das Risiko der häufigen duktalen Karzinome, die 40 bis 75 Prozent aller bösartigen Tumoren der Brust ausmachen.“


International Journal of Cancer 2008, DOI 10.1002/ijc.23655: Risk of Different Histological Types of Postmenopausal Breast Cancer by Type and Regimen of Menopausal Hormone Therapy. Dieter Flesch-Janys, Tracy Slanger, Elke Mutschelknauss, Silke Kropp,Nadia Obi, Eik Vettorazzi, Wilhelm Braendle, Gunter Bastert, Stefan Hentschel, Jürgen Berger, and Jenny Chang-Claude.

Interviewpartner auf Anfrage!

Projektnr.: 107363/107382

 

Bonn, 28. Mai 2008
 
Abdruck honorarfrei
Beleg erbeten

Jutta

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Hormontherapie in den Wechseljahren
« Antwort #2 am: 18. Juni 2008, 18:28 »

Ob Hormone bei Wechseljahresbeschwerden notwendig sind, hängt vom persönlichen Leidensdruck ab. Welche Hormone
sinnvoll sind und auf welchem Weg diese verabreicht werden, richtet sich dabei nach den individuellen Risikofaktoren.
 
Immer wieder haben in den letzten Jahren neue Veröffentlichungen zum Thema Hormonersatztherapie für Verunsicherung bei Frauen
und Ärzten geführt. Die Entscheidung für oder gegen eine solche Behandlung ist nicht leicht und sollte nach den individuellen Nutzen und
Risiken gefällt werden. In den verschiedenen wissenschaftlichen Untersuchungen kristallisieren sich nach und nach einige stabile Fakten
heraus.

Demnach scheint eine Verabreichung von Östrogenen über die Haut (transdermal) vorteilhaft zu sein, um beispielsweise das Risiko
für die Bildung gefäßverstopfender Gerinnsel (Thromben) niedrig zu halten. Empfohlen wird die transdermale Anwendung von Östrogenen
ebenfalls bei übergewichtigen Frauen, die bereits von sich aus eine erhöhte Thromboseneigung aufweisen.
Vaginale Beschwerden, wie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, können zusätzlich durch eine Lokaltherapie mit Vaginalzäpfchen oder –Creme oftmals gebessert oder sogar beseitigt werden.

In einigen Untersuchungen zeichnete sich ein gewisser Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen bei einem frühen Beginn einer Östrogentherapie ab. Bei Frauen, die im Alter zwischen 50 und 59 Jahren wegen Wechseljahresbeschwerden Östrogene einnahmen, lagerte sich weniger Kalzium in den das Herz versorgenden Blutgefäßen ab. Solche Kalziumablagerungen gelten als Risikofaktor für Herzkrankheiten wie Angina pectoris oder Herzinfarkt. Präventive Maßnahmen, wie körperliche Bewegung, ein gesunder Lebensstil, ausgewogene Ernährung, Blutdruck- und Gewichtskontrolle sowie der Verzicht auf Nikotin senken das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen nachweislich und werden ausdrücklich empfohlen.

Problematisch bleibt die Frage des Brustkrebsrisikos durch die Hormonersatztherapie. Die alleinige Behandlung mit Östrogenen und die Kombination von Östrogenen und natürlichem Progesteron scheinen mit einem geringeren Brustkrebsrisiko einherzugehen als die Kombinationsbehandlung aus Östrogenen und synthetischen Gestagenen. Erste Ergebnisse deuten zudem an, dass über die Haut verabreichtes Östrogen mit einem geringeren Brustkrebsrisiko behaftet zu sein scheint als Östrogene in Tablettenform. Hierzu müssen allerdings noch weitere Untersuchungen abgewartet werden, um endgültige Schlüsse zu ziehen.

Quelle: Nach Presseinformation "Hormontherapie bleibt trotz 'börsianischer Schwankungen' spannend" von Februar 2008 sowie New England Journal of Medicine 2007, 356(25).
Autor: Kathrin Sommer
Stand: 12-06-2008

http://www.special-hormontherapie.de/hormontherapie/aktuelles/studien/content-184003.html

Josef

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Re: Wechseljahrsbeschwerden - Hilft .......?
« Antwort #3 am: 18. Juli 2008, 19:36 »
Prämenstruelles Syndrom: Können Nahrungsergänzungsmittel helfen, die Beschwerden zu lindern?

Kalzium und Vitamin B6 (Pyridoxin) können möglicherweise Stimmungsschwankungen, Brustspannen und andere Beschwerden lindern, mit denen manche Frauen regelmäßig in den Tagen vor ihrer Menstruation zu tun haben.

Als prämenstruelles Syndrom (PMS) bezeichnet man ein Bündel aus körperlichen und psychischen Beschwerden, die etwa eine Woche bis 10 Tage vor Einsetzen der Periode (Menstruation) auftreten können. Häufige Symptome sind zum Beispiel Spannungsgefühle in den Brüsten und im Unterbauch sowie Kopfschmerzen. Viele Frauen fühlen sich an den "Tagen vor den Tagen" deprimiert, gereizt, müde und unkonzentriert.

PMS-Beschwerden klingen nach Beginn der Menstruation meist wieder ab. Sie können manchmal aber auch noch über einige Tage der Periode andauern. Fast alle Frauen haben von Zeit zu Zeit mehr oder weniger starke PMS-Symptome. Bei etwa 5 von 100 Frauen (5 %) treten jedoch regelmäßig starke Beschwerden auf, die ihren Alltag empfindlich stören können.

Die genauen Ursachen für das PMS sind unbekannt. Vermutlich spielen Hormone und andere Substanzen eine Rolle. Frauen mit PMS haben nicht unbedingt einen anormalen Hormonspiegel. Wahrscheinlich reagiert ihr Körper nur empfindlicher auf die Hormone. Häufig wird versucht, PMS-typische Symptome mit hormonellen Mitteln zu lindern, die die Hormonproduktion und den Monatszyklus unterdrücken. Andere herkömmliche Behandlungsmethoden sind die Einnahme entwässernder Medikamente (Diuretika), von Schmerzmitteln oder Mitteln gegen Depressionen.

All diese Medikamente können unerwünschte Wirkungen hervorrufen. Dies ist einer der Gründe, weshalb viele Frauen komplementärmedizinische Produkte, wie pflanzliche Wirkstoffe oder Nahrungsergänzungsmittel, ausprobieren. Manche Frauen finden auch körperliche Bewegung hilfreich, andere wenden Entspannungstechniken an.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Leeds (GB) haben Studien zur Wirkung von pflanzlichen und Nahrungsergänzungsmitteln bei PMS analysiert, um herauszufinden, welche Produkte tatsächlich helfen könnten. Sie suchten nach aussagekräftigen, guten Studien mit Teilnehmerinnen, deren PMS verlässlich diagnostiziert wurde. So war sichergestellt, dass die Beschwerden nicht durch eine Depression oder Angststörung ausgelöst wurden.

Sie fanden 26 randomisierte kontrollierte Studien, darunter Studien zu Kalziumpräparaten, Vitamin B6 (Pyridoxin), Magnesium, Nachtkerzenöl, Mönchspfeffer (Vitex agnus castus), Johanniskraut und Ginkgo biloba. Die teilnehmenden Frauen hatten die Wirkung eines Behandlungsverfahrens täglich während mindestens eines Monatszyklus ausprobiert.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass Kalziumpräparate PMS-Beschwerden möglicherweise lindern können. An den Studien zu Kalzium nahmen über 1000 Frauen teil. Sie hatten während mindestens drei Monatszyklen zweimal täglich zwischen 750 und 1000 mg Kalzium eingenommen.

Die Studien zu Vitamin B6 (Pyridoxin) schlossen über 1600 Frauen mit PMS ein. Auch diese Mittel halfen, die Beschwerden zu lindern. Die Forscherinnen und Forscher zogen den Schluss, dass eine Dosis von regelmäßig etwa 50 bis 100 mg pro Tag die PMS-Symptome vermutlich lindern kann.

Bei beiden Behandlungen müssen die Frauen die Präparate während des ganzen Monats einnehmen - nicht nur, wenn ihre Periode bevorsteht. Ob eine kontinuierliche Einnahme dieser Mittel mit unerwünschten Wirkungen verbunden ist, wurde in anderen Forschungsarbeiten untersucht. Demnach löst Pyridoxin manchmal eine Nervenstörung aus ("periphere Neuropathie"), die zu Schmerzen in den Beinen führen kann. Über unerwünschte Wirkungen von Kalziumpräparaten sagen diese Studien allerdings nichts aus.

Für keins der anderen pflanzlichen Präparate oder Nahrungsergänzungsmittel wurde bisher durch Studien belegt, dass sie helfen können, PMS-Beschwerden zu lindern. Die Studien zu Magnesium und Nachtkerzenöl zeigten widersprüchliche Ergebnisse. Insgesamt sind mehr und verlässlichere Forschungsarbeiten nötig, um Aussagen über die Wirkung der anderen bereits untersuchten Mittel treffen zu können.

Mehr Informationen über pflanzliche Mittel und Nahrungsergänzungsmittel können Sie in unserem Merkblatt nachlesen.

http://www.gesundheitsinformation.de/nl.483.384.html
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Tanja

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Re: Wechseljahrsbeschwerden - Es geht auch ohne Hormone
« Antwort #4 am: 07. September 2008, 18:19 »
Akupunktur bei Wechseljahrsbeschwerden

Sendeanstalt und Sendedatum: BR, Sonntag, 7. September 2008

Hormone auf Achterbahnfahrt

Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, depressive Verstimmungen und Hitzewallungen: das sind nur einige der Symptome der Wechseljahre. Zwei Drittel der Frauen hat leichte bis starke Beschwerden. Bei manchen machen die Symptome das Leben regelrecht zur Qual. Auch die 56-jährige Gabi R. konnte es kaum noch aushalten. "Mir war immer so heiß, das hat sich immer mehr gesteigert, so dass ich totale Schweißausbrüche hatte. Tags und nachts. (...) Ich war beim Einkaufen an der Kasse und dann lief mir plötzlich das Wasser aus den Haaren. Die Leute haben mich angeguckt. Es war wirklich heftig."

Hormonersatztherapie, das kam für sie nicht in Frage. Die Hormone sind zwar effektiv, aber Studien zufolge können sie das Brustkrebs-, Schlaganfall- oder Herzinfarktrisiko erhöhen. Dieses Risiko wollte Gabi R. nicht eingehen. Ihre Gynäkologin Kristin Neudeck wollte es mit ihr auf einem anderen Weg versuchen. Sie wollte es mit der traditionellen chinesischen Medizin versuchen - genauer gesagt mit Akupunktur.

Akupunktur - eine Alternative zur Hormonersatztherapie?

Seit tausenden von Jahren versuchen die Chinese, mit Akupunktur Krankheiten zu verhindern oder zu bekämpfen. Doch können die kleinen Nadeln auch bei Wechseljahrsbeschwerden helfen? Gabi R. war es ein Versuch wert.

Die chinesische Medizin geht von Energiebahnen im Körper aus, den sogenannten Meridianen. Durch sie fließt die Lebensenergie, auch "Qi" genannt. Fließt das Qi nicht mehr einwandfrei, ist man krank, so die chinesische Vorstellung. Die Akupunktur soll den Fluss wieder zum Laufen bringen und ein Gleichgewicht im Körper herstellen.

Gabi R. bekam fünf Akupunkturbehandlungen, dann spürte sie erste Erfolge. Heute hat sie kaum noch Hitzewallungen und auch ihre Verstimmungen sind fast verschwunden. Sie ist nicht die Einzige in der Praxis von Dr. Kristin Neudeck, der die Akupunktur geholfen hat. Dennoch: Akupunktur ist kein Wundermittel, es kann eine Therapieoption sein bei Wechseljahrsbeschwerden, eine eindeutige Aussage zur Wirksamkeit gibt es aber nicht.
Es gibt zwar einige empirische Untersuchungen über die Wirkung von Akupunktur bei Wechseljahrsbeschwerden, aber es fehlen größere repräsentativere Studien. Fakt aber ist: In kleinen Studien wurden häufig positive Effekte auf die Hitzewallungen und die Stimmungslage festgestellt. Zum Teil werden die Wirkungen aber auch auf einen Placeboeffekt zurückgeführt.

Fazit

Jede Frau muss selbst entscheiden, ob die Akupunktur das Richtige für sie ist. Außerdem muss man sich eine Grenze setzten. Die Gynäkologin Dr. Kristin Neudeck: "Wenn es nach der sechsten Sitzung keine Besserung gibt, dann muss man überlegen, ob es nicht die falsche Methode am falschen Menschen ist. Dann muss man die Behandlungsmethode ändern und doch vorübergehend Hormone oder Pflanzenhormone geben und es dann irgendwann noch mal mit der Akupunktur ausprobieren. Man sollte nur nicht endlos akupunktieren, wenn es erfolglos ist."

Eine Akupunktur-Behandlung bei Wechseljahrsbeschwerden ist keine Kassenleistung. Sie kostet rund 40 Euro pro Sitzung. Gabi R. war es das Geld wert, sie lebt heute fast frei von Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen.

Autorin: Katrin Frink