Autor Thema: Nierenkrebs, Hoffnung durch .......  (Gelesen 2336 mal)

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Evi

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Nierenkrebs, Hoffnung durch .......
« am: 27. Mai 2008, 16:38 »

Experimenteller Wirkstoff verdoppelt das progressionsfreie Überleben in Studie mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom

27.5.08
Der experimentelle Wirkstoff RAD001 verdoppelte in einer placebo-kontrollieren Phase-III-Studie, die am 31. Mai auf dem Jahrestreffen der American Society of Clinical Oncology vorgestellt wird, das progressionsfreie Überleben von Patienten mit metastasierendem Nierenzellkarzinom.

Die Daten sollten nicht vor dem Treffen veröffentlicht werden, doch die ASCO hob ein entsprechendes Verbot am Freitag, den 16. Mai, nach Erscheinen eines Berichtes auf. Bis dahin war die Zusammenfassung nicht zusammen mit den Tausenden, die auf der Webseite der Gesellschaft (www.asco.org) vor dem vom 30. Mai bis 2. Juni in Chicago stattfindenden Treffen veröffentlicht worden waren, erschienen.

Nur bei 37 Prozent der Patienten unter RAD001 (Everolimus) war die Erkrankung fortgeschritten. In der Placebo-Gruppe waren es dagegen 65 Prozent, heißt es in der aktuellen Zusammenfassung. Das progressionsfreie Überleben betrug im Median unter RAD001 vier Monate gegenüber 1,9 Monaten unter Placebo (Hazard-Ratio 0,30,p< 0,0001).

Bei allen 410 Patienten in der Studie war bereits eine Behandlung mit Sunitinib und/oder Sorafenib, zwei zielgerichteten Wirkstoffen, die vor Kurzem für die Anwendung bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom zugelassen wurden, fehlgeschlagen. Eine vorherige Behandlung mit Bevacizumab und Interferon war ebenfalls gestattet.

Das Schweizer Unternehmen Novartis Oncology, Hersteller von RAD001, verkündete im Februar, dass die vom Unternehmen finanzierte internationale Studie gestoppt wurde, da sie ihren primären Endpunkt eines signifikant besseren progressionsfreien Überlebens laut einer unabhängigen Überprüfung anhand der Response Evaluation Criteria in Solid Tumors (RECIST) Kriterien erreicht hätte.

Dr. Robert J. Motzer vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center (MSKCC) in New York ist der Hauptautor der Zusammenfassung. Der mTOR (mammalian target of rapamycin)-Inhibitor RAD001 wurde einmal täglich in einer 10-mg-Tablette verabreicht.

Zwischen September 2006 und Oktober 2007 wiesen Forscher in zwölf Ländern randomisiert 272 Patienten der Therapie mit RAD001 und 138 der Therapie mit Placebo zu. Die Behandlungsarme wurden als ausgeglichen beschrieben. Das zusammengefasste Alter lag im Median bei 60 Jahren, und die Anteile der Patienten, die bereits Therapien, die gegen Vascular Endothelial Growth Factor Rezeptoren gerichtet waren, erhalten hatten, waren ähnlich: Sunitib 71 Prozent der Patienten, Sorafenib 55 Prozent, Sunitinib und Sorafenib 26 Prozent.

Die Zusammenfassung meldet, dass die Erkrankung bei 191 (47 Prozent) der 410 Patienten fortgeschritten war. Der größte Nutzen wurde bei Patienten beobachtet, die nach MSKCC-Kriterien eine günstige Prognose hatten, doch alle drei Risikogruppen zeigten mit RAD001 eine Verbesserung. Das progressionsfreie Überleben betrug im Median 5,5 Monate gegenüber 2,2 Monaten bei 118 Patienten mit günstiger Prognose, 3,9 Monate gegenüber 1,8 Monaten bei 231 Patienten mit mittelmäßiger Prognose und 3,6 Monate gegenüber 1,9 Monaten bei 61 Patienten mit schlechter Prognose.

Unerwünschte Ereignisse veranlassten 10 Prozent der Patienten unter RAD001 dazu, das Medikament abzusetzen, und 4 Prozent, die Dosis zu reduzieren. Die häufigsten Toxizitäten waren Stomatitis, Anämie und Asthenie. Das Gesamtüberleben, der sekundäre Endpunkt, wird noch ermittelt. In der Zusammenfassung werden 68 Todesfälle erwähnt.

"RAD001 führte bei Patienten mit mRCC [metastasierendem Nierenzellkarzinom] nach Progression unter anderen zielgerichteten Therapien zu einer statistisch und klinisch signifikanten Verbesserung des progressionsfreien Überlebens gegenüber Placebo und zeigte ein günstiges Sicherheitsprofil", schlossen die Autoren.

Jutta

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4.7.08

Postoperative Nierenkrebspatienten zeigen nach der Impfung mit dem neuen Medikament
Vitespen
kein höheres rückfallfreies Überleben (RFS). Bei Patienten mit einer Erkrankung im Frühstadium
erfordert die eventuelle Verbesserung des RFS auf Grund der Impfung jedoch weitere Untersuchungen,
folgern die Autoren eines online vorab veröffentlichten Artikels.

Die Standardbehandlung eines Nierenzellkarzinoms (Nierenkrebs) beinhaltet die Operation. Dennoch
besteht für eine große Anzahl von Patienten das Risiko eines erneuten Auftretens,
da es keine wirksame ergänzende Therapie gibt.

Dr. Christopher Wood vom M. D. Anderson Cancer Center im US-amerikanischen Houston und Kollegen untersuchten in einer
Phase-III-Studie die Wirksamkeit des neuen Impfstoffs Vitespen als ......... http://www.thelancet.de/artikel/960999

Dietmar E.

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Nierenkrebs - Kosten des Managements von Sunitinib-Nebenwirkungen
« Antwort #2 am: 30. Juli 2008, 18:48 »
28/07/08 Elsevier Von Patrice Wendling

Nebenwirkungen treiben die Kosten einer Sunitinib-Therapie bei Nierenkarzinom in die Höhe

CHICAGO (EGMN) – Bei der Behandlung des Nierenzellkarzinoms sind die Kosten des Managements von Sunitinib-Nebenwirkungen zwei- bis dreimal so hoch wie die, die durch die Toxizität einer Therapie mit Bevacizumab plus Interferon alpha-2a entstehen. Dies zeigt eine in drei europäischen Ländern durchgeführte Studie.

Die Gesamtkosten für Bevacizumab plus Interferon alpha-2a betrugen in Großbritannien 1285 Euro, in Deutschland 1524 Euro und in Frankreich 1938 Euro gegenüber 2136 Euro, 2194 Euro bzw. 5022 Euro für Sunitinib, berichteten Dr. Gerald Mickisch und Mitarbeiter in einem Poster auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology.

In Euro gerechnet stellte dies eine Ersparnis von 851 Euro in Großbritannien, von 670 Euro in Deutschland und 3084 Euro in Frankreich mit Bevacizumab plus Interferon alpha-2a verglichen mit Sunitinib dar. Die vergleichbare Ersparnis allein für die Behandlung unerwünschter Ereignisse von Grad 3/4 lag in den drei Ländern bei 45 Prozent, 23 Prozent bzw. 34 Prozent.

Auch wenn die beiden Regime als ...... http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=11&profileAOIName=Onkologie&articleItemId=403bf7d51e3230c004e3ee57a9df7dfd
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Richi

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Häufiger Nierenkrebs , Hoffnung durch .......
« Antwort #3 am: 15. Januar 2009, 20:47 »

15.01.2009 – ERLANGEN (MedCon)

Die Häufigkeit des Nierenzellkarzinoms (NZK) ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Dabei handelt es sich beim NZK um eine sehr heterogene Erkrankung, bei der verschiedene prognostisch relevante Subtypen unterschieden werden. Auch die von der WHO veröffentlichte Klassifizierung dieser Subtypen wird laufend den neuen Erkenntnissen angepasst.

Die überarbeitete Fassung der WHO-Klassifikation aus dem Jahre 2004 berücksichtigt bei der Subtypeneinteilung des NZK erstmals neben den histopathologischen auch molekulare Charakteristika. Es ist seit einigen Jahren bekannt, dass die häufigsten histologischen Subtypen beim NZK spezifische genetische Veränderungen aufweisen.

Diese genetischen Veränderungen http://www.uro.de/live/navigation/live.php?navigation_id=221&article_id=235051&_psmand=4

Josef

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Re: Nierenkrebs, Hoffnung durch .......
« Antwort #4 am: 26. Juni 2009, 20:32 »


Zeigt eine hypofraktionierte Hochdosisradiotherapie
in simultaner Kombination mit dem Tyrosin-Kinase-
Inhibitor Sorafenib beim progredienten, metastasierten
Nierenzellkarzinom eine Effizienz?

N. Haseke1, T. Stadler1, A. Karl1, R. Wilkowski2, C. Stief1, M. Staehler1
1Urologische Klinik und Poliklinik, Ludwig-Maximilians-Universität München,
2Strahlentherapie, Klinik Bad Trissl, Oberaudorf, Deutschland

http://www.kup.at/kup/pdf/7974.pdf   S.47

Einleitung
Die systemische Therapie beim metastasierten Nierenzellkarzinom
(mRCC) zeigt häufig mit zunehmender Therapiedauer
ein Nachlassen der Effektivität. Die konventionelle Strahlentherapie
bei mRCC wird zur Behandlung lokaler Symptome angewendet,
wobei keine relevanten Anti-Tumor-Effekte festzustellen sind.
In dieser prospektiven Studie wird die Effizienz einer simultanen
Hochdosis-Radiotherapie (HRT) und Sorafenib bei Bulky-Disease
evaluiert.

Material und Methoden
12 Patienten mit progredienter Metastasierung
und Bulky-Disease eines mRCC wurden prospektiv im
Zeitraum 4/07 bis 8/08 simultan bestrahlt und mit Sorafenib (800
mg/die) behandelt. Die hypofraktionierte HRT wurde in 8 Sitzungen
zu je 5 Gy bis zu einer Gesamtdosis von 40 Gy geplant. CT-Restaging
wurde in 10 Wochen-Intervallen nach RECIST-Kriterien durchgeführt.
Die Nebenwirkungen wurden gemäß NCI-CTC Code 3.0
dokumentiert.

Ergebnisse
Das mittlere Alter der Patienten betrug 65 Jahre
(range 31–75). Hauptlokalisationen der Metastasen waren Hirn (3),
Knochen (3), Hilus (1), Lunge (1), Retroperitoneum (1) und ein
Lokalrezidiv. Die mediane Strahlendosis betrug 40 Gy (range 25–
50) in 8 Einzeldosen mit einer durchschnittlichen Therapiedauer von 23
Tagen. Das mediane Follow-up betrug 10 Monate. Nach 3 Monaten
zeigten 2 Patienten eine komplette Remission, 3 Patienten ein partielles
Ansprechen und 5 Patienten eine Stabilisierung der Erkrankung. Bei einem
Patienten kam es zur Progredienz. Die häufigsten Nebenwirkungen
II° waren Übelkeit (2), Hand-Fuss-Syndrom (1), Erythem (1) und Diarrhoe
(1). Hauttoxizitäten traten nicht vermehrt auf.

Fazit
Die kombinierte HRT mit Sorafenib zeigt Effizienz beim
progredienten mRCC. Die Toxizitäten sind gering. Ein komplettes
Ansprechen unter Hochdosis scheint möglich. Weitere Evaluation
des Procederes mit mehr Patienten sollte erfolgen.
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke