Autor Thema: Rauchen, Passivrauchen  (Gelesen 3888 mal)

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Werner

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Nichtrauchen ist cool
« Antwort #15 am: 03. Juni 2008, 09:52 »
 
Anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31.05.08 hat die Ärzteschaft einen einheitlichen Nichtraucherschutz gefordert.

„Die Botschaft muss lauten: Nichtrauchen ist cool!“, so der Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe (Quelle: BÄK v. 31.05.08).

Das Statement der Ärzteschaft überzeugt, lassen sich doch insgesamt die Gefahren des Rauchens nicht leugnen. Ein ebenso konsequentes Eintreten für die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts ist allerdings auch wünschenswert, wenn nicht sogar noch „cooler“! Ein solches gilt insbesondere mit Blick auf die Patientenverfügung.

Neben der gesundheitspädagogischen „Erziehung“ erscheint es sinnvoll, das Selbstbestimmungsrecht in den Fokus der Betrachtungen zu rücken und zugleich an die hohe Selbstverantwortung zu appellieren, die mit der der Wahrnehmung des Selbstbestimmungsrechts korrespondiert. Dies gilt sowohl für das Rauchen, aber auch für weitere existentielle Lebensbereiche.

Nehmen wir der Ärzteschaft die hohe Last und Bürde ab, wonach diese sich dafür verantwortlich fühlen, unseren nachhaltig dokumentierten Sterbewillen in einen Lebenswillen abändern zu wollen. Es reicht völlig zu, wenn die Ärztevertreter schlicht unsere Patientenverfügung akzeptieren und den Patienten nicht mit ihrem höchstpersönlichen Werteverständnis und ihrer Vorstellung von einem gelungenen Sterben konfrontieren.

Lutz Barth


Tanja

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Raucher, 3-fach ärger: "verbrennen sich schneller und heftiger"
« Antwort #16 am: 07. Juni 2008, 13:56 »


Verläufe nach Verbrennungen sind bei Rauchern schlechter

CHICAGO (EGMN) – Verbrennungsopfer, die vor ihrer Verletzung regelmäßig Nikotin konsumiert haben, weisen schlechtere Heilungsverläufe auf als Nichtraucher, wie aus Daten hervorgeht, die bei der Jahrestagung der American Burn Association vorgestellt wurden.

In einer retrospektiven Analyse von 240 Patienten unterzogen sich Raucher signifikant mehr Operationen als Nichtraucher (1,3 gegenüber 0,8) und blieben signifikant länger in stationärer Behandlung (13 gegenüber 9,5 Tage).

Zudem hatten Raucher ein um 85 Prozent erhöhtes Risiko für Infektionen während der stationären Therapie, wie Studienleiter Dr. Neal Doran von der University of California, San Diego, erklärte. Die Infektionsrate lag bei 51 Prozent für Raucher und bei 36 Prozent für Nichtraucher, was einem signifikanten Unterschied gleichkommt.

Die Studie umfasste 80 Patienten mit einem durchschnittlichen Alter von 35 Jahren, die zumindest einmal wöchentlich rauchten, sowie 150 Nichtraucher mit einem Durchschnittsalter von 37 Jahren. Die Gesamthautoberfläche, die von Verbrennungen betroffen war, fiel bei den Rauchern (Durchschnitt 7 Prozent; zwischen 0,5 und 35 Prozent) und Nichtrauchern (Durchschnitt 6 Prozent: zwischen 0,3 und 36 Prozent) ähnlich aus. Die Ursachen der Verbrennungen waren in 50 Prozent der Fälle Flammen, in 20 Prozent der Fälle Verbrühungen, bei 10 Prozent Kontaktverbrennungen und bei den übrigen durch Chemikalien, Teer, Dampf und Sonnenlicht verursacht.

Die Beeinträchtigung der Wundheilung, definiert als Versagen eines Hauttransplantats, unterschied sich zwischen den Rauchern und den Nichtrauchern nicht signifikant (10 gegenüber 3 Prozent), wie Dr. Doran erklärte.

Die Beeinträchtigung der Wundheilung unterschied sich wahrscheinlich statistisch zwischen den Gruppen deswegen nicht, weil es in beiden relativ wenige Fälle von Transplantatversagen gab, und weil ein Transplantatversagen - als Maß für die Wundheilung - ein extrem negatives Ende eines Heilungsprozesses darstellt, erklärte Dr. Doran in einem Interview. Dennoch war die Wahrscheinlichkeit für ein Transplantatversagen bei den Rauchern im Vergleich zu den Nichtrauchern fast viermal höher (Odds Ratio 3,95).

Ältere Studien haben gezeigt, dass Rauchen durch die Auswirkungen der unterschiedlichen chemischen Bestandteile des Zigarettenrauchs - wie Nikotin, Kohlenmonoxid und Blausäure, die alle den Transport von Sauerstoff hin zur Wunde blockieren - ein signifikantes Hindernis für die Wundheilung darstellt.

Aufgrund der längeren Krankenhausaufenthalte waren die Behandlungskosten etwa um 3150 US-Dollar pro Raucher höher, wobei dies nicht die Operationskosten einschloss.

Dr. Doran erklärte, Brandverletzungen stellten aus Sicht der Ärzte einen lehrreichen Moment für diejenigen Patienten dar, die rauchen. Bei Verbrennungsopfern ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Raucher handelt, dreimal höher als in der Gesamtbevölkerung. "Wenn jemand wirklich der Schreck in die Glieder gefahren ist, ist das ein idealer Zeitpunkt für eine motivierende Maßnahme mit ....................
30.5.08 ...... http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=18&profileAOIName=Chirurgie&articleItemId=6853b3df6b805999428e4e8a54b77280

Gitti

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Rauchen, Passivrauchen: Du bist nicht allein ..........
« Antwort #17 am: 08. Juni 2008, 10:01 »
Weltnichtrauchertag: Globale Organisationen schliessen sich zusammen, um das Marketingnetz für Tabakwaren zu durchdringen und Kindern ein rauchfreies Heranwachsen zu ermöglichen

GENF, May 27 /PRNewswire/ --

Am 31. Mai, dem Weltnichtrauchertag, wird die International Union Against Cancer (UICC) gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation einen Aufruf für ein umfassendes Verbot aller Formen der Werbung, Promotion und Förderung von Tabakprodukten starten.

Die meisten Menschen auf der Welt beginnen mit dem Rauchen, bevor sie 18 Jahre alt sind. Beinahe jeder vierte Raucher beginnt bereits im Alter von 10 Jahren. Je jünger Kinder beim ersten Versuch des Rauchens sind, umso wahrscheinlicher ist es, dass sie regelmässige Tabakkonsumenten werden, und umso weniger wahrscheinlicher ist es, dass sie mit dem Rauchen aufhören.

Werbung ist ein Netz, das von der Tabakindustrie bewusst ausgeworfen wird, um Menschen in ein Suchtverhalten zu verführen.

"Es ist an der Zeit, das Marketingnetz für Tabakwaren zu durchdringen und unsere Kinder und Jugendlichen zu befreien", sagte Isabel Mortara, Executive Director der UICC. "Eine der effektivsten Möglichkeiten zum Schutz vor Abhängigkeit, Krankheiten und frühzeitigem Tod ist das Verbot aller Formen der direkten und indirekten Tabakwerbung - einschliesslich der Promotion von Tabakprodukten und des Sponsorships jeglicher Veranstaltungen oder Aktivitäten durch die Tabakindustrie."

Fast die Hälfte der Kinder auf der Welt - 700 Millionen - sind regelmässig den toxischen Auswirkungen des Passivrauchens ausgesetzt - unabhängig davon, ob sie rauchen oder nicht.

Die UICC fördert einen weltweiten Wettbewerb für ein universal anerkanntes Symbol, um Orte zu identifizieren, an denen Kinder keinem Tabakrauch ausgesetzt sind. Das Symbol sollte eine Grafik ohne Wörter und allen Kulturen verständlich sein.

Der UICC-Wettbewerb steht Kindern und Erwachsenen, kreativen Agenturen, Kunstschulen sowie UICC-Mitgliedsorganisationen offen. Der letzte Termin für die Einreichung von Einträgen ist der 30. Juni. Die Gewinner erhält eine Einladung zum World Cancer Congress, der vom 27. bis 31. August in Genf, Schweiz, stattfinden wird, um das Symbol zu präsentieren und einen Geldpreis in Höhe von 5.000 USD in Empfang zu nehmen.

Der Wettbewerb für ein Rauchfreiheitssymbol ist ein Bestandteil der Kampagne "Ich liebe meine rauchfreie Kindheit", die am 4. Februar 2008, dem Weltkrebstag, als das erste ganzjährige Motto in einem fünfjährigen, weltweiten Programm zur Krebsprävention gestartet wurde. Das Programm richtet sich schwerpunktmässig an Kinder und Jugendliche. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.worldcancercampaign.org.

Die International Union Against Cancer (UICC) ist die führende internationale Nichtregierungsorganisation, die sich ausschliesslich für die weltweite Kontrolle von Krebs engagiert und 300 Mitglieder in fast 100 Ländern der Welt vereint. Siehe www.uicc.org.

Weitere Informationen über den Weltnichtrauchertag finden Sie im Internet unter www.who.int.

   
    Website: http://www.worldcancercampaign.org
             http://www.uicc.org
             http://www.who.int

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Evi

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Rauchen und Fettsucht schädigen das Gehör irreversibel
« Antwort #18 am: 10. Juni 2008, 11:07 »

   Lärm am Arbeitsplatz bleibt dennoch die größte Gefahr

   Antwerpen (pte/10.06.2008/10:00) - Sowohl Rauchen als auch Fettleibigkeit
   können zu einem permanenten Hörschaden führen. Wissenschaftler der
   Universiteit Antwerpen http://www.ua.ac.be haben nachgewiesen, dass beide
   Faktoren den Blutfluss im Ohr negativ beeinflussen. Das Ausmaß des
   Schadens hängt dabei direkt mit dem Ausmaß des Übergewichts und der Dauer
   des Rauchens zusammen. Hohe Geräuschbelastung bei der Arbeit bleibt
   jedoch der Hauptrisikofaktor. In einer weiteren Studie der Université de
   Paris http://www.sorbonne.fr und des University College London
   http://www.ucl.ac.uk wurde das Rauchen in mittlerem Alter mit einem
   verschlechterten Gedächtnis in Zusammenhang gebracht. Diese
   Verschlechterung kann ihrerseits zu einem beschleunigten Einsetzen einer
   Demenzerkrankung führen. Details der Studie wurden im Journal of the
   Association for Research into Otolaryngology http://www.aro.org
   veröffentlicht.

   Der Zusammenhang zwischen Rauchen und Hörproblemen wurde bereits von
   früheren Studien hergestellt. Die aktuelle Studie, an der mehr als 4.000
   Männer und Frauen zwischen 53 und 67 Jahren teilnahmen, liefert jedoch
   die bisher überzeugendsten Beweise. Bei allen Teilnehmern wurde ein
   Hörtest durchgeführt. Anschließend wurden sie zur ihrem Lebensstil und
   den Arbeitsbedingungen befragt.

   Erik Fransen, einer der leitenden Wissenschaftler, erklärte, dass das
   Hören hoher Frequenzen bei Rauchern und stark Übergewichtigen
   eingeschränkt war. Diese Schädigung war jedoch bei jenen, die bei der
   Arbeit starkem Lärm ausgesetzt waren, deutlich größer. "Der Verlust der
   Hörfähigkeit ist direkt proportional mit den gerauchten Zigaretten und
   dem BMI." Nach einem Jahr regelmäßigem Rauchen beginne es, immer
   schlimmer zu werden." Besteht eine Schädigung erst einmal, gibt es laut
   BBC auch keine Aussicht auf Besserung. Dabei wird von der Theorie
   ausgegangen, dass das Gehör durch das Rauchen und das überflüssige
   Gewicht auf die gleiche Art geschädigt wird wie andere Organe des
   Körpers.
..............
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080610017

Josef

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Rauchen, Passivrauchen: Demenz
« Antwort #19 am: 10. Juni 2008, 18:26 »
Rauchen macht vergesslich

10.06.08 - Schon in mittleren Jahren kann Tabakkonsum die kognitiven Fähigkeiten verringern. Auch Ex-Raucher schneiden in Tests noch schlechter ab.

Nicht erst im Alter beeinflusst Rauchen die kognitiven Fähigkeiten.

Forscher um Séverine Sabia vom Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale in Villejuif, Frankreich werteten die Daten von 5.388 Londoner Beamten im Alter zwischen 35 und 55 Jahren aus. Deren Rauchgewohnheiten wurden zu Beginn der Studie - im Zeitraum von 1985 bis 1988 - sowie erneut zwischen 1997 und 1999 erfasst.

Zum zweiten Zeitpunkt absolvierten die Studienteilnehmer umfangreiche Tests, in denen Gedächtnisfunktionen sowie kognitive und verbale Fähigkeiten abgefragt wurden. 4.659 der Probanden wurden fünf Jahre später erneut getestet.

Dabei zeigten Raucher insgesamt schlechtere Ergebnisse als diejenigen, die noch nie zur Zigarette gegriffen hatten. Bei Ex-Rauchern waren nur einige Bereiche - vor allem Gedächtnis und verbale Fähigkeiten - im Vergleich zu den Nichtrauchern beeinträchtigt. Allerdings hatten  diejenigen, die das Rauchen während der Studienlaufzeit aufgegeben hatten, auch noch andere Aspekte in ihrer Lebensweise verbessert.
Studie bestätigt höhere Todesrate bei Rauchern

Von den Personen, die zu Beginn der Studie geraucht hatten, verstarben mehr innerhalb des 17-jährigen Follow-up-Zeitraums als unter den Nichrauchern, zudem erschienen Raucher seltener zu den nachfolgenden Tests. Dies erschwere die Forschung in diesem Bereich insgesamt, stellen die Autoren fest.

Sie meinen, dass der Zusammenhang zwischen Rauchen und verminderten kognitiven Fähigkeiten unterschätzt werde, da viele Studien unter genau diesen Verzerrungen leiden würden. Schon leichte Beeinträchtigungen in mittleren Jahren könnten die Entwicklung einer Demenz im Alter beschleunigen ......... http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_allgemeinmedizin_alzheimer_rauchen_12130972705.htm&n=1
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Gitti

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Raucher: Wellness-Wochenenden zu gewinnen
« Antwort #20 am: 11. Juni 2008, 10:37 »
Rauchfrei08 - Geht in die Zielgerade

Utl.: Mehr Luft für RaucherInnen UND NichtraucherInnen =

   Wien (OTS) - Bis Ende Juni ist es noch möglich in doppelter Hinsicht zu gewinnen: Zusätzlich zum gesundheitlichen Gewinn verlost Rauchfrei08 unter allen TeilnehmerInnen die sich bereit erklären mit dem Rauchen aufzuhören oder wenigstens zu reduzieren 2 Wellness-Wochenenden im Gesamtwert von Euro 2000.- Für jeden Teilnehmer wird von den österreichischen Bundesforsten ein Baum gepflanzt.

   Anmeldeformulare und Raucherbroschüren sind in den österreichischen Apotheken sowie unter www.rauchfrei08.at erhältlich.

   Die Überprüfung des Raucherstatus der Gewinner erfolgt durch durch das Nikotin Institut mittels CO-Messung bzw. Harntest. Der Einsatz von zur Raucherentwöhnung zugelassenen Medikamenten zur Erreichung des Ziels ist gestattet.

   Bei Rauchfrei08 handelt es sich um eine Initiative von Apotheker-Kammer, Ärzte-Kammer, Bundesforsten, Bundesministerium für Gesundheit Familie und Jugend, Nicorette, Nikotin Institut, ÖGP, Rauchertelefon sowie der Wiener Krebshilfe.

Rückfragehinweis:
   Nikotin Institut
   Ansprechperson:Univ.-Doz. Dr. Ernest Groman
   Tel.: +43 1 58585 44
   mailto: nicotineinstitute@chello.at
   www.nikotininstitut.at


Werner

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In Deutschland warnt die deutsche Krebshilfe vor einem Rückschritt beim Rauchverbot in Gaststätten! Ganz offiziell!
Und was geschieht in Österreich, mit der Österr. Krebshilfe: Null komma Josef! Im Gegenteil, da soll es sogar
ein rechtskundiges Vorstandsmitglied geben, welches hinaus posaunt: Passivrauchen schadet nicht! Super, und
denen soll man Spenden überweisen? Wozu?



Krebshilfe warnt vor Aufweichung des Rauchverbots

   Osnabrück (ddp). Die Deutsche Krebshilfe warnt vor einer Aufweichung der Rauchverbote in Lokalen. «Wenn die Länderregelungen durch Ausnahmen und Modifizierungen der Rauchverbote noch weiter aufgeweicht werden, bekommt Deutschland beim Schutz vor dem Passivrauchen die rote Lampe in Europa», sagte Krebshilfe-Präsidentin Dagmar Schipanski der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. Jedes Jahr stürben 140 000 Menschen in Deutschland an den Folgen des Rauchens. Flächendeckende Rauchverbote in allen öffentlichen Gebäuden einschließlich der Gastronomie seien der beste Weg, um vor den Gefahren des Tabakrauches zu schützen.

   Die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn wies darauf hin, dass in Frankreich, Irland oder Italien die Zahl der Herzinfarkte nach der Einführung eines konsequenten Nichtraucherschutzes um 10 bis 15 Prozent gesunken sei.

   Das Deutsche Krebsforschungszentrum widersprach der Darstellung, dass Rauchverbote Kneipenwirten generell Umsatzverluste bringen. Nur Niedersachsens Getränkegastronomie habe nach dem Rauchverbot ab September 2007 in einem zuvor schon schlechten Jahr verstärkte Umsatzrückgänge und ein Minus von 22,3 Prozent im vierten Quartal verzeichnet, sagte die Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention, Martina Pötschke-Langer der Zeitung. In Hessen dagegen hätten Kneipen, Bars und Diskotheken mit einem Umsatzminus von 10,3 Prozent im selben Zeitraum genau im Bundesdurchschnitt gelegen. Mit Umsatzeinbußen von 6,8 Prozent lägen Baden-Württembergs Wirte sogar positiv im Trend im Vergleich zum Bundesdurchschnitt.

ddp/roy
« Letzte Änderung: 11. Juni 2008, 21:55 von Werner »