Autor Thema: 1 x 1 bei Blasenprobleme  (Gelesen 1653 mal)

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Geri

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1 x 1 bei Blasenprobleme
« am: 01. Juli 2008, 19:24 »
Harnwegsinfekte vermeiden

Harnwegsinfekte können ernste Folgen haben. Bewusstes Trinken, warme Kleidung und
richtiges Verhalten nach dem Sex schützen vor Blasenentzündungen.
 
Frauen plagen Blasenentzündungen häufiger als Männer

Das Herz hüpft, die Augen strahlen und die Mundwinkel kennen nur eine Richtung: nach oben. Frisch Verliebte genügen einander völlig und kommen aus dem Bett kaum heraus. Doch dem Zauber der ersten Nächte folgt für Frauen oft ein schmerzhaftes Erwachen - auf der Toilette, beim Wasserlassen. Mediziner haben diesen ständigen Druck auf der Blase und das Brennen beim Urinieren „Flitterwochen-Zystitis" getauft. Diese Art von Blasenentzündung (Zystitis) entsteht nämlich, weil Krankheitskeime durch ständigen Sex geradezu einmassiert werden.

Frauen haben bei Harnwegsinfekten insgesamt das Nachsehen – etwa die Hälfte der weiblichen Bevölkerung hat mindestens einmal im Leben damit zu tun. Dafür gibt vor allem es zwei Gründe: Zum einem mündet die Harnröhre bei Frauen in unmittelbarer Nähe zum Darmausgang und zur Scheide, zum anderen ist sie deutlich kürzer als bei Männern und die Erreger haben es nicht so weit.

In der Regel entsteht eine Blasenentzündung durch Darmbakterien, die in die Harnröhre wandern. Von da aus kann es aber noch weitergehen. Breiten sich die Keime ungehindert aus, ist eine Entzündung des Nierenbeckens eine wahrscheinliche Folge. Das ist eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, schon deshalb sollte eine Blasenentzündung immer ernst genommen und behandelt werden. Erstes Mittel der Wahl ist sehr viel zu trinken, am besten Mineralwasser oder Blasentee, um die Harnwege zu spülen. Zusätzlich gilt: warm halten und ausruhen. Bessern sich die Beschwerden nach zwei Tagen nicht, sind ärztliche Hilfe und Antibiotika angezeigt, um die Bakterien zur Strecke zu bringen.

Harnwegsinfekten gezielt vorbeugen

Damit die Harnwege gesund bleiben und eine Blasenentzündung weder das Leben, noch die Leidenschaft beeinträchtigt, kann jeder Mensch einiges tun. Sechs Tipps für den Alltag:

1. Warm halten
Unterkühlung vermindert die Abwehrkraft des Körpers. Keime haben es dann leichter einzudringen und eine Infektion zu entfachen. Daher besonders Unterleib und Füße immer warm halten. Um sich nicht zu verkühlen, nasse Badesachen nach dem Schwimmen sofort ausziehen und Hüfthosen ebenso wie bauchfreie Tops meiden.

2. Abwehr stärken
Eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährung stärkt das Immunsystem und schützt vor Infektionen. Auch Sport, regelmäßige Saunagänge und Wechselduschen kurbeln die Abwehrkraft an. Weiter wichtig sind Ruhe und Ausgeglichenheit. Denn Stress schwächt den köpereigenen Schutz und lässt Keime wachsen.

3. Viel trinken
Zwei bis drei Liter Getränke am Tag sollte jeder zu sich nehmen, um seine Harnwege gut zu spülen und Keime auszuscheiden, bevor sie Probleme machen. Experten empfehlen Wasser, Mineralwasser oder Tees. Wer weiß, dass er zu Blasenentzündungen neigt, ist mit Preiselbeerensaft gut beraten. Er kann eine Erkrankung nachweislich verhindern, indem er das Andocken der Bakterien an die Blasenwand und ein Ausbreiten verhindert.

4. Richtig säubern
Nach dem Stuhlgang immer von vorn nach hinten wischen, damit keine Bakterien aus dem Darm in die Genitalzone gelangen. Übertriebene Intimhygiene vermeiden: Seife, Duschgels und Intimsprays zerstören den natürlichen Schutz von Haut und Scheide und schwächen so die Abwehr von Krankheitskeimen. Lauwarmes Wasser reicht im Allgemeinen zum Waschen aus. Männer sollten ihren Penis täglich bis zur Kranzfurche der Eichel reinigen. Waschlappen und Handtücher oft wechseln, um Keimen kein Reservoir zu bieten.

5. Klug Sex haben
Um zu verhindern, dass durch Geschlechtsverkehr Bakterien in die Harnwege gelangen, sollten Frauen nach dem Sex Wasser lassen. Das spült Keime heraus. Urologen empfehlen, Verhütungsmittel wie ein Diaphragma oder Spermizide zu meiden. Sie können das natürliche Gleichgewicht in der Scheide derart stören, dass Bakterien gut gedeihen und so auch Harnwegsinfekte begünstigen können.

6. Häufig Harn lassen
Den Gang auf die Toilette nicht aufschieben, sondern die Blase regelmäßig entleeren. Häufiges Urinieren befördert Krankheitskeime schnell aus Körper und verhindert, dass sie sich ansammeln können. Auf der Toilette immer aufrecht sitzen, so wird die Blase komplett geleert.

Quelle: Nach Informationen der Deutschen Gesellschaft für Urologie, des Berufsverbandes der Deutschen Urologen und der Urologin Professor Dr. Daniela Schultz-Lampel
Autor: Martina Janning
Stand: 13-06-2008

Geri

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Blasenprobleme und Preiselbeeren
« Antwort #1 am: 10. August 2008, 22:08 »

Preiselbeeren hemmen Harnwegsinfektionen

Der Saft der bitteren Beeren schafft eine Barriere um die Zellen und verhindert so das Einnisten von Bakterien.

Preiselbeeren Preiselbeeren: Manchen schmecken sie nicht. Dass ihr Saft hilft, ist aber nun bewiesen.

Preiselbeeren helfen tatsächlich gegen Infektionen des Harntraktes. US-Wissenschafter fanden nun heraus,
wie die Früchte verhindern, dass sich Bakterien in den Harnwegen einnisten.

Demnach schafft Preiselbeersaft eine Barriere um die Zellen, die Keime wie etwa Kolibakterien nur unter hohem Energieaufwand überwinden können.

weiter ........ http://kurier.at/freizeitundgesundheit/gesundheit/186979.php


Jutta

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Blasenentzündung: Genügen drei Tage Antibiotika?
« Antwort #2 am: 19. Oktober 2008, 18:50 »

Bei einer unkomplizierten Blasenentzündung genügt eine drei Tage dauernde Antibiotika-Therapie fast immer, um die Beschwerden los zu werden. Wer die Medikamente einige Tage länger nimmt, kann auch letzte Reste der Bakterien-Infektion beseitigen. Allerdings sind dann auch Nebenwirkungen häufiger.

Unkomplizierte Blasenentzündungen sind vor allem bei jungen Frauen sehr häufig. Ursache ist eine Infektion mit Bakterien. Im Durchschnitt machen sich die Entzündungen alle ein bis zwei Jahre als brennender Schmerz beim Wasserlassen bemerkbar, oft verbunden mit gesteigertem Harndrang. Die Beschwerden können sehr unangenehm sein, schwer wiegende Gesundheitsprobleme sind aber selten. Manche Frauen erkranken aber so häufig an einer Blasenentzündung, dass die Infektionen deshalb zu einem ernsten Problem werden.

Antibiotika können Blasenentzündungen heilen und die Beschwerden schnell lindern, indem sie Bakterien abtöten. Dazu reicht sogar eine einzige Antibiotika-Dosis, wie sie bis vor einigen Jahren verschrieben wurde. Die Einmaltherapie lässt zwar die Beschwerden schnell abklingen, allerdings sorgen überlebende Bakterien oft für einen Rückfall. Heute werden Harnwegsentzündungen deshalb entweder durch eine dreitägige Kurztherapie oder durch eine längere Antibiotika-Gabe über fünf oder mehr Tage behandelt.

Um die Frage zu beantworten, ob die Kurzzeitgabe oder aber die längere Einnahme von Antibiotika besser ist, haben Forscher der Cochrane Collaboration für eine systematische Übersicht insgesamt 32 Studien mit insgesamt 9.605 Frauen ausgewertet. Aus der Analyse haben die Wissenschaftler mehrere Schlussfolgerungen gezogen, die bei der Therapie-Entscheidung helfen können.

Das erste Ergebnis ist, dass eine dreitägige Behandlung den meisten Frauen mit einer unkomplizierten Blasenentzündung genügt, um die Beschwerden zu lindern. Eine längere Antibiotika-Einnahme war in dieser Hinsicht nicht besser, führte jedoch häufiger zu unerwünschten Wirkungen.

In einer Studie beispielsweise berichteten von 100 Frauen, die eine kurze Antibiotika-Therapie erhalten hatten, 15 von Nebenwirkungen (15 %). Von 100 Frauen, die dieselben Antibiotika längerfristig eingenommen hatten, waren es hingegen 20 (20 %). Meist waren die Nebenwirkungen zwar milde, aber für 3 von 100 Frauen (3 %) waren sie der Grund, die längerfristige Antibiotika-Behandlung abzubrechen.

Ein weiterer Unterschied zeigte sich bei der Untersuchung von Harnproben der Patientinnen. Während einer Blasenentzündung lassen sich Bakterien im Urin nachweisen. Nach einer dreitägigen Antibiotika-Therapie waren bei einigen Frauen immer noch Bakterien zu finden. Nach einer fünftägigen Therapie war der Urin fast aller Frauen bakterienfrei.

Ob solche Restinfektionen wirklich eine gesundheitliche Bedeutung haben, ist offen. Aus den Studien lassen sich keine Schlüsse ziehen, ob es nach einer Kurzzeit-Therapie häufiger zu Rückfällen kommt. Die Wahl der Therapiedauer bleibt deshalb Ansichtssache: Frauen, die möglichst sicher gehen wollen, dass die Harninfektion abgeklungen ist, bevorzugen vielleicht Antibiotika über fünf oder mehr Tage. Frauen, denen es lediglich um Beschwerdefreiheit geht, genügen drei Tage.