Autor Thema: Bauchspeicheldrüsenkrebs: Erlotinib und Gemcitabin  (Gelesen 3534 mal)

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Dietmar E.

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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Erlotinib und Gemcitabin


Erlotinib (Tarceva): EU-Zulassung für Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms erhalten

München, 2. Februar 2007.

Die europäische Zulassungsbehörde EMEA hat jetzt den Tyrosinkinase-Inhibitor Erlotinib (Tarceva) in Kombination mit dem Chemotherapeutikum Gemcitabin für die First Line-Therapie des metastasierten Pankreaskarzinoms zugelassen. Die Kombinationstherapie mit Erlotinib erzielt eine signifikante Verlängerung der Überlebenszeit.
Die Zulassung des EGFR-Inhibitors Erlotinib für die Kombinationstherapie mit dem Chemotherapeutikum Gemcitabin in der First Line-Behandlung von Patienten mit metastasiertem Pankreaskrebs basiert auf den Ergebnissen der Phase III-Studie NCIC-CTG PA.3.

An der randomisierten und plazebokontrollierten Studie nahmen 569 Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs teil. Die Studienergebnisse belegen eine signifikante Steigerung des Gesamtüberlebens der Studienteilnehmer, die zusätzlich zum Chemotherapeutikum Erlotinib erhielten, um 22 Prozent gegenüber den Patienten in der Plazebogruppe. Nach einem Jahr lebten noch 24 Prozent der Erkrankten, die das „small molecule" Erlotinib in Kombination mit Gemcitabin erhielten, gegenüber 19 Prozent, die nur mit Gemcitabin behandelt wurden.
Ebenso konnte das progressionsfreie Überleben unter der Behandlung mit dem Tyrosinkinase-Hemmer signifikant um 30 Prozent verlängert werden.

Die Kombinationstherapie aus Erlotinib und Gemcitabin wurde im Rahmen der Studie gut vertragen. Steigerungen der hämatologischen Toxizität wurden nicht beobachtet.

Am häufigsten wurden die Nebenwirkungen Durchfall sowie Hautausschlag (rash) beobachtet, die allerdings gut kontrollierbar waren. Gezielte Studienauswertungen deuten zudem auf einen Zusammenhang zwischen rash und Überlebensvorteil hin: Die Ein-Jahres-Überlebensrate der Studienteilnehmer, die unter der Behandlung mit Erlotinib einen stärkeren Hautausschlag entwickelten, betrug 43 Prozent.

Obwohl in der Behandlung anderer Krebserkrankungen in den vergangenen Jahren entscheidende Fortschritte erzielt werden konnten, sind die Therapiemöglichkeiten für den sich aggressiv entwickelnden Bauchspeicheldrüsenkrebs insgesamt sehr eingeschränkt. Der zielgerichtet wirkende Tyrosinkinase-Hemmer Erlotinib verbessert in der Kombinationstherapie signifikant die Prognose des Pankreaskarzinoms und eröffnet - nach über zehnjährigem Therapiestillstand - Betroffenen eine neue Therapieoption.

Über Erlotinib
Erlotinib blockiert zielgerichtet die Aktivierung der Tyrosinkinase des EGF (Epidermal Growth Factor)-Rezeptors. Der EGFR ist eine wichtige Komponente der Signalweiterleitung, die bei der Entstehung und Progression des Pankreaskarzinoms eine entscheidende Rolle spielt. Erlotinib ist ein hoch selektives „small molecule", das intrazellulär die Aktivierung des EGFR hemmt, indem es die Phosphorylierung der Tyrosinkinase verhindert. Die intrazelluläre Signalübertragung zum Zellkern wird unterbrochen und das Tumorzellwachstum gehemmt. Erlotinib wird einmal täglich oral appliziert. Bereits im November 2005 erteilte die American Food and Drug Administration (FDA) aufgrund der Resultate der PA.3-Studie die US-Zulassung für die Kombinationstherapie von Erlotinib und Gemcitabin.

Für die Behandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) nach mindestens einer zuvor fehlgeschlagenen Chemotherapie ist Erlotinib in Europa sowie in den USA bereits seit 2005 zur Second Line-Therapie zugelassen.

Roche
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Bauchspeicheldrüsenkrebs: Erlotinib und Gemcitabin
« Antwort #1 am: 20. Juni 2007, 11:00 »
Hallo
Ausgehend von einem nicht entfernbaren Krebsgeschwür welches im Kopf des Pankreas sitzt und ein paar kleine  Lebermetastasen wurde eine Palliative Operation vorgenommen (hochziehen von Dünndarmschlingen zum Magen und zur Gallenblase. Später wurde auch noch ein Stent für den Gallenabfluss gesetzt.

Seit April im 14 tägigen Zyklus werde ich mit Gemcar und Eloxatin behandelt. Zusätzlich nehme ich täglich 1 Tab Tarceva ein.

Bis jetzt ist diese Form von Therapie für mich ohne grosse Komplikationen verlaufen.

Wenn ich mich aber in den Foren umsehe sehe ich nur grosse Probleme. Bin ich ein Glücksfall oder ist die Behandlung so effizient. Nach einem MRT wurde festgestellt, daß die Lebermetastasen nicht mehr vorhanden sind und der Tumor nicht mehr wächst.
Mich würde interessieren, wie bei anderen Betroffenen der Krankheitsverlauf sich darstellt, auch was dann die Ursachen für die geringe Überlebensqoute bei Pankreaskrebs ist.

Think positiv

Peter


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« Letzte Änderung: 06. Juli 2007, 10:00 von admin »