Autor Thema: Verschiedene Therapien!  (Gelesen 2806 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

christina62

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 755
  • Geschlecht: Weiblich
Verschiedene Therapien!
« am: 08. Mai 2007, 18:19 »
Hallo!!!
Für alle die es  interessiert habe ich hier was zum Nachlesen gefunden!

Komplementär, natürlich, biologisch behandeln?Was heißt "sanft" oder „alternativ“, was bedeuten „komplementär“ oder "natürlich" in der Krebstherapie? Welche Chancen stecken wirklich in der „anderen Medizin“, wenn es um das Thema Krebs geht? Der folgende Text soll Patienten, ihre Angehörigen und Freunde dabei unterstützen, sich selbst einen Überblick zu verschaffen.

http://www.krebsinformationsdienst.de/Fragen_und_Antworten/unkonventionelle_methoden_ueberblick.html

Jeder Tag ist ein kleines Leben.



Betreue die Unterforen Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs

christina62

  • Global Moderator
  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 755
  • Geschlecht: Weiblich
Re: Verschiedene Therapien!
« Antwort #1 am: 08. Mai 2007, 18:23 »
und wieder was neues gefunden!

Chinesische Medizin in der Krebstherapie
Wenn Krebszellen unempfindlich gegenüber der Therapie werden, hat das fatale Folgen: Die Medikamente wirken nicht mehr und die bösartigen Zellen wachsen ungehemmt weiter. Eine Forschergruppe am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat jetzt Substanzen aus chinesischen Heilkräutern identifiziert, mit denen diese so genannte Chemo-Resistenz der Krebszellen überwunden werden kann.

http://www.journalonko.de/newsview.php?id=1886

lg christina
Jeder Tag ist ein kleines Leben.



Betreue die Unterforen Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs

Tanja

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 601
  • Geschlecht: Weiblich
Brustkrebs: Operation, und dann ........
« Antwort #2 am: 09. Januar 2008, 16:35 »
http://www.roche.de/pharma/indikation/onkologie/brustkrebs/therapie/index.html?sid=877de91bb48f5bf1980a00f4fe436f14

 
Zusätzlich zur Operation kann heute praktisch in jedem Stadium der Erkrankung eine erfolgversprechende Nachbehandlung angeboten werden.

Nachbehandlungen:

Antikörpertherapien
Antimetaboliten
Chemotherapien
Strahlentherapien
Therapiestudien zur Entwicklung neuer, möglicherweise verbesserter Therapien sind wichtig! Informieren Sie sich!

Steht die Diagnose Brustkrebs zweifelsfrei fest, so ist ein chirurgischer Eingriff in den meisten Fällen unumgänglich. Es gibt heutzutage eine Vielzahl operationstechnischer Verfahren, die vor einem Eingriff mit der Patientin ausführlich besprochen werden. Hier können auch Ängste vor einer "entstellenden" Operation genommen werden. Praktisch immer wird versucht, brusterhaltend zu operieren - meist in Kombination mit weiteren Therapiemaßnahmen. Ist die Erkrankung bereits in einem fortgeschrittenen Stadium und muss eine Brust abgenommen werden, muss auch über einen späteren Brustaufbau gesprochen werden.

Abhängig vom Stadium der Erkrankung kann heute durch zusätzliche medikamentöse Behandlungen die Krankheit zum Stillstand gebracht oder der weitere Verlauf positiv beeinflusst werden. Genauere Informationen erhalten Sie in den Kapiteln allgemeine und spezielle Therapie.

Hier zunächst ein kurzer Überblick:
Wurde brusterhaltend operiert oder kann das Tumorgewebe nicht sofort vollständig entfernt werden, kann zusätzlich der Einsatz einer
Strahlentherapie notwendig sein. Wenn die Operation als alleiniger Schutz zur Vorbeugung vor weiteren Absiedlungen nicht ausreicht, kann mit medikamentösen Behandlungen eingegriffen werden. Auch in Krankheitsstadien mit bereits vorhandenen Metastasen besteht fast immer die Möglichkeit, die Erkrankung mit medikamentösen Behandlungen zu beherrschen. Die neuesten Therapieansätze mit monoklonalen Antikörpern und Antimetaboliten tragen dazu bei, auch bei Frauen mit einem primär schlechteren Verlauf einen reellen Behandlungserfolg zu erzielen.

Hierfür kommen Hormon- bzw. Chemotherapien zum Einsatz (z.B. speziell Antimetabolite). Hochwirksame Chemotherapeutika der neuesten Generation gibt es auch in Tablettenform (Capecitabin). Sie ermöglichen eine wirksame Therapie in häuslicher Umgebung. Eine weitere neue Behandlungsmöglichkeit für Frauen mit metastasiertem Brustkrebs ist die Antikörpertherapie. Der monoklonale HER2-Antikörper mit dem Namen Trastuzumab ist mittlerweile in über 60 Ländern zugelassen und zeigte sowohl als Einzelsubstanz als auch in Kombination mit Zytostatika wissenschaftlich anerkannte Ergebnisse in Hinblick auf eine Lebensverlängerung. Die Bedeutung des Antikörpers in der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms wurde an einer groß angelegten internationalen Studie ("HERA-Studie") untersucht. In Deutschland beteiligten sich etwa 80 Prüfzentren an dieser Studie. International wurden drei weitere ähnliche Studien durchgeführt.

Um neue bzw. verbesserte Therapien entwickeln und etablieren zu können, sind solche Therapiestudien von enormer Bedeutung. Was es heißt, an einer solchen Studie teilzunehmen bzw. davon zu profitieren, können Sie über die Broschüre "Therapiestudien" erfahren. Informieren Sie sich rechtzeitig. Im persönlichen Gespräch mit Ihrem Arzt kann dann geklärt werden, was in Ihrem persönlichen Fall sinnvoll ist. Nur Ihr Arzt kann das Ausmaß Ihrer Erkrankung überblicken.

Jutta

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 686
  • Geschlecht: Weiblich
Brustkrebs aktuell
« Antwort #3 am: 10. Februar 2008, 21:41 »
Knoten in Brust und Kopf lösen

Die Diagnose Brustkrebs ist für jede Frau ein furchtbarer Schock. "Den meisten gelingt es mit Beginn der Behandlung, alle Kräfte zu mobilisieren und den Krebs erfolgreich zu bekämpfen", sagt die Gynäkologin Irene Thiel aus Weiz in der Steiermark. Doch die Angst vor einem Wiederauftreten der Krebszellen (Rezidativ, Anm.) sitzt den meisten Betroffenen in den Knochen. "Tritt der Krebs wieder auf, stellt das alle Belastungen, die man bisher für die Heilung in Kauf genommen hat, in Frage", so Thiel.

Das moderne Brustkrebsmanagement umfasst nicht nur Behandlungsstrategien und Vorsorge. Auch die konsequente Nachsorge ist ein wichtiger Eckpfeiler. "Nach operativer Tumorentfernung ist es Standard, noch mehrere Jahre eine adjuvante Therapie (zusätzliche Medikamente, Anm.) durchzuführen", sagt Univ.-Prof. Michael Gnant von der MedUni Wien. Er ist Österreich-Präsident einer internationalen Forschungsgruppe zu Brust- und Darmkrebs. Eine der weltweit größten und am längsten dauernden Studien (9300 Frauen) wurde im Dezember präsentiert und "eröffnet neue Perspektiven zur weiteren Optimierung der Brustkrebsbehandlung" nach dem Wechsel. Bei 60 bis 80 Prozent der Brustkrebsfälle ist das Tumorwachstum vom Hormon Östrogen abhängig. Oft sind ältere Frauen betroffen.

Antihormone

Behandelt werden die Frauen nach der OP bei lokal begrenzten Tumoren mit einer Hormontherapie - nicht zu verwechseln mit der Hormonersatztherapie gegen Wechselbeschwerden. Bei der Krebstherapie werden die Andockstellen der Krebszellen für Östrogen mit Antiöstrogenen blockiert - das Zellwachstum wird gebremst. Wesentlich früher setzen Aromatasehemmer ein. Sie blockieren bereits jene Enzyme, die für die Östrogenbildung nötig sind.

In der aktuellen Studie wurde die Wirksamkeit dieser beiden Wirkstoffe verglichen. "Das Risiko für ein Wiederauftreten von Krebs sank in der Gruppe der Aromatasehemmer um zusätzliche 24 Prozent", so Gnant. Auch zeigten sich weniger Nebenwirkungen wie die Abnahme der Knochendichte. "Die Studie ergab, dass sich dieses Risiko reduziert."

Gitti

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 929
  • Geschlecht: Weiblich
Brustkrebs: Späte Therapie mit Letrozol
« Antwort #4 am: 13. April 2008, 12:32 »
Brustkrebs: Späte Therapie mit Letrozol (Femara®) senkt Rezidivrisiko

11.3.08 - "Die Therapie mit dem Aromatase-Inhibitor Letrozol kann Rezidive eines Mammakarzinoms auch dann noch verhindern, wenn sie verspätet begonnen wird. Dies zeigt die Nachbeobachtung einer Phase-III-Studie im Journal of Clinical Oncology (1).
Bei postmenopausalen Frauen mit hormonrezeptorpositiven Tumoren gilt eine adjuvante endokrine Therapie heute als evidenzbasiert. Die Patientinnen erhalten in der Regel zunächst für fünf Jahre Tamoxifen. Daran schließt sich eine sogenannte erweiterte endokrine Therapie an. Die Patientinnen werden über zwei bis fünf Jahre mit dem Aromatase-Inhibitor Letrozol behandelt...

Die andere Seite der Medaille ist ein signifikanter Anstieg von Osteoporoseerkrankungen von 3,1 auf 5,2 Prozent. Die Entscheidung für eine Letrozolbehandlung dürfte deshalb eine Abwägungsfrage bleiben...."


Paul E. Goss et al : Late Extended Adjuvant Treatment With Letrozole Improves Outcome in Women With Early-Stage Breast Cancer Who Complete 5 Years of Tamoxifen. im Journal of Clinical Oncology 2008; doi: 2008, 10.1200/JCO.2007.11.6798


Late treatment with letrozole can reduce breast cancer recurrence risk: Therapy beginning long after stopping tamoxifen still offers preventive benefits.

Jutta

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 686
  • Geschlecht: Weiblich
Brustkrebs: Therapien
« Antwort #5 am: 18. Juni 2008, 18:34 »
Moderne Therapien senken die Rückfallrate

Brustkrebs ist eine heimtückische Krankheit mit erschreckend hohen Fallzahlen und hoher Rückfallquote. Statistisch gesehen trifft es etwa jede zehnte Frau irgendwann einmal im Leben. Eine erschreckende Diagnose zweifelsohne, doch dank moderner Therapien kann immer mehr Frauen ein Überleben ermöglicht werden.
 
Rund 48.000 neue Fälle von Brustkrebs werden jährlich in Deutschland gemeldet. Und 48.000 Mal beginnt der Kampf um Leben und Tod, besteht der eiserne Wille: „Ich will überleben!" Tatsächlich stehen die Chancen dafür gar nicht so schlecht. Experten zufolge liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei 83% und immerhin 72% der betroffenen Frauen überleben die nächsten zehn Jahre. Zu verdanken ist dies vor allem den neuen Möglichkeiten der Früherkennung, z.B. der modernen Mammografievorsorge, die jede Frau ab 50 Jahren nutzen kann. Dadurch werden immer mehr Tumoren im Frühstadium entdeckt, was die Heilungschancen gewaltig erhöht. Auch die ständige Verbesserung der therapeutischen Möglichkeiten führt dazu, dass sich Brustkrebs besser als je zuvor in den Griff bekommen lässt.

Hohe Rückfallquoten bei Brustkrebs ein Problem

Trotzdem geht die Angst um. Denn auch wenn der Krebs nach erfolgter Operation und/oder Strahlen- oder Chemotherapie zunächst geheilt scheint, sind doch die Rückfallquoten nach wie vor hoch. Besonders gefürchtet sind sogenannte Fernmetastasen, Tumorzellen die in andere, teils weit entfernte Organe und Gewebe streuen und hier erneut zu einer Krebsgeschwulst führen. Ein erhöhtes Risiko dafür haben Frauen, bei denen vor der Brust-OP eine Chemotherapie stattgefunden hat oder die an einem sehr großen Tumor mit Lymphknotenbefall oder an Tumoren mit hormonempfindlichen Tumorzellen litten.

Entstehung von Fernmetastasen verhindern!

Treten Fernmetastasen auf, sinken die Überlebenschancen drastisch. Nur jede vierte betroffene Frau überlebt einen längeren Zeitraum als fünf Jahre. Deshalb verfolgt die moderne Brustkrebstherapie heute zwei Wege. Neben der vollständigen Entfernung des Brusttumors ist es genauso oberstes Ziel, einer Streuung von Krebszellen möglichst frühzeitig entgegenzuwirken.Dies gelingt häufig durch den Einsatz moderner Hormontherapie, die zusätzlich zu den bekannten Standardtherapien wie Brust-OP, Chemo- und Strahlenbehandlung angewendet wird. Denn Untersuchungen haben ergeben, dass insbesondere das weibliche Hormon Östrogen bei vielen Brustkrebserkrankungen einen Einfluss hat.

Der Laborbefund ist wichtig

Jede Brustkrebstherapie setzt aber immer eine eingehende Untersuchung des Tumorgewebes im Labor voraus. Anhand der Ergebnisse können die Mediziner auf die vorliegende Krebsart schließen. So lässt sich bereits im Vorfeld der Behandlung feststellen, ob und auf welches Medikament der Tumor reagiert. Hier sollten Frauen nichts überstürzten und zur Sicherheit ruhig noch eine zweite Meinung einholen, sagte Dr. Bauerfeind, leitender Oberarzt der Frauenklinik des Klinikums Großhadern, gegenüber der Münchner „tz".

Verschiedene Therapieoptionen

Ist eine Hormontherapie angezeigt, gibt es zwei Wege: Entweder erhalten die Frauen nach Operation und Chemotherapie oder Bestrahlung den Arzneistoff Tamoxifen, der das körpereigene Östrogen blockiert. Als sehr erfolgreich hat sich in den letzten Jahren aber auch der Einsatz sogenannter Aromatasehemmer erwiesen, die die Bildung von Östrogen ganz verhindern. Sie werden in der Regel nach den Wechseljahren verschrieben. Derzeit wird daran geforscht, ob ein früherer Einsatz von Aromatasehemmern zu noch besseren Behandlungsergebnissen führt. Vieles spricht jetzt bereits dafür. Daneben werden verschiedene, ganz neue Antiköper getestet, deren Wirkung sich gegen jeweils unterschiedliche Krebsarten richtet. So bietet beispielsweise die Frauenklinik in Großhadern Frauen mit Brustkrebs die Teilnahme an klinischen Studien mit diesen neuen, sehr spezifisch wirkenden Medikamenten an.

Nach Informationen der tz München, Oktober 2007
Stand: 05-12-2007

Sissi

  • intensiv Benutzer
  • ****
  • Beiträge: 359
  • Geschlecht: Weiblich
Neue Wege bei adjuvanter Brustkrebstherapie
« Antwort #6 am: 09. September 2008, 00:32 »
 Mamma-Karzinom

Ärzte Zeitung, 08.09.2008

Neue Wege bei adjuvanter Brustkrebstherapie

Nach der kürzlich aktualisierten S3-Leitlinie zu Brustkrebs profitieren auch ältere Patientinnen von einer adjuvanten Therapie. Und es kann jetzt besser zielgerichtet behandelt werden.

Von Ingrid Kreutz

Zur optimalen Versorgung von Patientinnen mit Brustkrebs gehört eine leitliniengerechte Behandlung, das heißt nach der jetzt erstmals aktualisierten interdisziplinären S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Viele neue Erkenntnisse wurden bei der Überarbeitung des Kapitels zur adjuvanten systemischen Therapie umgesetzt.

Ein wesentlicher Hinweis in der neuen Leitlinie lautet: "Ältere Patientinnen sollten nicht allein aufgrund ihres Alters von einer adjuvanten systemischen Therapie ausgeschlossen werden." Metaanalysen hätten wiederholt gezeigt, dass eine adjuvante Polychemotherapie und/oder Hormontherapie das rezidivfreie Überleben und auch das Gesamtüberleben in allen Altersgruppen unabhängig von Nodalstatus substanziell verbessert, argumentieren die Autoren der Leitlinie. Allerdings: Sei bereits von vornherein zu erwarten, dass eine adjuvante Chemotherapie nicht in der adäquaten Dosisintensität verabreicht werden kann, sollte auf eine solche Therapie verzichtet werden.
Die Sterberate lässt sich um etwa 30 Prozent senken

Ein weiterer wichtiger Trend schlägt sich in der neuen Brustkrebs-Leitlinie nieder: die zielgerichtete medikamentöse Therapie. "Wir werden künftig ähnlich wie bei Leukämien auch bei Brustkrebs mehr zielgerichtete Therapien haben, die wir je nach Tumorbiologie einsetzen, und nicht mehr nur ein paar Standardschemata für alle Patientinnen", sagt Dr. Achim Wöckel, der an der neuen Leitlinie mitgearbeitet hat. Etabliert habe sich als Adjuvans bereits der monoklonale Antikörper Trastuzumab, sagte der Ulmer Gynäkologe zur "Ärzte Zeitung".

Die Leitlinie empfiehlt: "Patientinnen mit HER-2-positiven Tumoren sollen eine Behandlung mit Trastuzumab über ein Jahr erhalten. Dies kann simultan zu einem Taxan oder sequenziell zu einer Anthrazyklin-(Taxan)-haltigen Chemotherapie verabreicht werden." Fünf Studien hätten gezeigt, dass durch die adjuvante Behandlung mit dem Antikörper in Sequenz oder Kombination mit einer Standard-Chemotherapie die Rezidivrate um 45 bis 50 Prozent und die Sterberate der Frauen um etwa 30 Prozent gesenkt werde.

Viel Bewegung ist auch in die adjuvante Hormontherapie gekommen. Tamoxifen hat jedoch weiter seinen Stellenwert. Daran lässt die neue Leitlinie keinen Zweifel. Eine adjuvante Tamoxifen-Therapie reduziere das relative Risiko für ein Brustkrebs-Rezidiv langfristig, und zwar über 15 Jahre, um 40 Prozent und die Sterberate um 31 Prozent, heißt es. Ein Nutzen der Behandlung bestehe für hormonrezeptorpositive Frauen jeden Alters und unabhängig von Nodalstatus, Menopausenstatus oder Einsatz einer adjuvanten Chemotherapie. Was die Behandlung von Frauen in der Postmenopause betrifft, weisen die deutschen Kollegen explizit auf die Überlegenheit der Aromatasehemmer hin: "Bei der sicher postmenopausalen Frau sind Aromatasehemmer der 3. Generation dem Tamoxifen überlegen."

Für die Behandlung mit einem Aromatasehemmer kommen derzeit drei Schemata in Frage: eine initiale Therapie für fünf Jahre, eine zwei- bis dreijährige Therapie im Anschluss an zwei bis Jahre Tamoxifen oder eine fünfjährige Therapie nach fünf Jahren Tamoxifen. Alle drei Modelle sind bereits in klinischen Studien erfolgreich getestet worden. Allerdings: Welches Verfahren das günstigste für die adjuvante Brustkrebstherapie ist, dazu wollten sich die Experten jetzt noch nicht festlegen. "Hierzu stehen noch wichtige Studiendaten aus", sagte Wöckel.

Auch für die Behandlung von hormonrezeptorpositiven Frauen mit Mamma-Karzinom in der Prämenopause hat es in den vergangenen Jahren wichtige neue Erkenntnisse gegeben. Bei solchen Patientinnen könne die Ausschaltung der Ovarialfunktion durch GnRH-Analoga, Ovarektomie oder Radiomenolyse die Krankheit günstig beeinflussen, heißt es in der Leitlinie.

"Die Wirksamkeit ist vergleichbar zu einer CMF-Chemotherapie." Aber: Die Wirksamkeit der Ausschaltung der Ovarialfunktion nach einer Chemotherapie sei ungewiß, so die Experten. Und der positive Effekt der GnRH-Analoga beschränkte sich in Studien auf Patientinnen, die nicht gleichzeitig Tamoxifen erhielten. In keiner einzigen Studie seien GnRH-Analoga bisher direkt mit Tamoxifen verglichen worden.
Bei Befall der Lymphknoten werden Taxane empfohlen

Neue Entwicklungen gibt es außerdem bei der adjuvanten Chemotherapie bei Patientinnen mit Mamma-Karzinom. So empfiehlt die S3-Leitlinie jetzt für alle Patientinnen mit befallenen Lymphknoten eine adjuvante Kombinationstherapie mit Taxanen. "Die Datenlage zur adjuvanten Chemotherapie mit Taxanen wird durch aktuelle Studienergebnisse untermauert. Vor allem Frauen mit Lymphknotenbefall und Patientinnen mit negativem Hormonrezeptorstatus profitieren vom Einsatz der Taxane", stellen die Autoren fest. Eine weitere Empfehlung: Eine adjuvante Kombinations-Chemotherapie sollte ein Anthrazyklin enthalten. Die Überlegenheit Anthrazyklin-haltiger Schemata gegenüber CMF sei allerdings nur in Dreierkombinationen, etwa FAC oder FEC, in adäquater Dosierung und Zykluszahl (sechs Zyklen) nachgewiesen worden.

Die myeloablativen Hochdosis-Chemotherapien sollten weiterhin nur in klinischen Studien erfolgen, raten die Onkologen.

Zur Leitlinie: http://www.uni-duesseldorf.de/ AWMF/ll/index.html
Rezidivrisiko bestimmt die adjuvante Therapie

Die wichtigsten Faktoren zur Entscheidung über Notwendigkeit und Art der adjuvanten Therapie bei Brustkrebs sind: Tumorgröße, Lymphknotenstatus, Grading, Hormonrezeptorstatus, HER-2-Status-Menopausenstatus und Alter. Nach den aktuellen Empfehlungen von St. Gallen erfolgt die Risikoeinstufung in drei Gruppen.

Für ein niedriges Rezidivrisiko müssen alle folgenden Kriterien erfüllt sein: Patientinnen 35 Jahre oder älter, Tumordurchmesser (pT) < 2 cm, Grading (G) 1, positiver Hormonrezeptorstatus (HR+), negativer HER-2-Status und tumorfreie Lymphknoten in der Axilla (N0).

Kriterien für ein mittleres Risiko: N0 und HR+ sowie ein weiteres Risiko: pT>2cm, G2-3, Her2+ oder: N1-3 und HR+ und kein weiteres Risiko.

Ein hohes Risiko besteht bei Frauen mit mindestens 4 befallenen Lymphknoten oder N1-3 plus einem weiteren Risikofaktor.

Bei Frauen mit niedrigem Rezidivrisiko kann auf eine adjuvant Chemotherapie verzichtet werden, heißt es in der aktualisierten S3-Leitlinie zu Brustkrebs. Eine adjuvante endokrine Therapie sollte im Allgemeinen aber dennoch erfolgen. Bei Patientinnen mit erhöhtem Risiko sowie bei Tumoren mit zweifelhafter oder fehlerhafter endokriner Sensitivität sei immer eine adjuvante Chemotherapie indiziert, lautet die Empfehlung der Brustkrebs-Experten. (ikr)

Sissi

  • intensiv Benutzer
  • ****
  • Beiträge: 359
  • Geschlecht: Weiblich
Zweite Brust besser auch gleich ...........
« Antwort #7 am: 26. Januar 2009, 23:42 »
Mammakarzinom: Präventive Mastektomie häufig unnötig

26.01.09 - Aus Angst vor einer zweiten Diagnose entscheiden sich einige Patientinnen mit unilateralem Mammakarzinom für eine präventive Mastektomie der zweiten Brust. Dies ist jedoch in vielen Fällen unnötig und die Risiken sollten sorgfältig abgewogen werden.

In einer aktuellen Studie werteten Dr. Kelly Hunt und Kollegen von der University of Texas in Houston (USA) die Daten von 542 Patientinnen mit unilateralem Mammakarzinom aus. Die Teilnehmerinnen hatten sich alle für eine vorsorgliche Entfernung der zweiten Brust entschieden.

.............. http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_brustkrebs_mammakarzinom_123298278736.htm

Gitti

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 929
  • Geschlecht: Weiblich
Erhöhtes Brustkrebs-Risiko bei Hormontherapie
« Antwort #8 am: 07. Februar 2009, 15:27 »
Brustkrebs-Risiko bei Hormontherapie doch erhöht

06.02.09 - Der Zusammenhang zwischen Hormonersatztherapie (HRT) und einem erhöhten Brustkrebs-Risiko wird seit Jahren debattiert. Nun liefert eine aktuelle Studie neue Belege.

Die Women's Health Initiative-Studie (WHI), die den Nutzen und das Risiko der HRT bei postmenopausalen Frauen untersuchte, war im Jahre 2002 abgebrochen worden - unter anderem wegen eines erhöhten Brustkrebs-Risikos in der Interventionsgruppe. Während der Behandlung hatten die Teilnehmerinnen täglich 0,625 mg konjugiertes equines Östrogen sowie 2,5 mg Medroxyprogesteronacetat erhalten.
Brustkrebs,
Der Zusammenhang zwischen HRT und Mammakarzinom steht seit Jahren Gegenstand heftig in der Diskussion. Foto: stock.xchng

Nachdem die Kritik an der Hormonbehandlung laut wurde, sank die Zahl der Verordnungen - und auch die Anzahl der Brustkrebserkrankungen. Ob hier ein kausaler Zusammenhang besteht oder ob sich der Effekt auf Verbesserungen des Screenings zurückzuführen lässt, blieb umstritten.

Eine aktuelle Studie im New England Journal of Medicine liefert nun neuen Diskussionsstoff.

................ http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_gynaekologie_hormonersatztherapie_hormonersatztherapie_123391874263.htm

Jutta

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 686
  • Geschlecht: Weiblich
Brustkrebs: Verschiedene Therapien!
« Antwort #9 am: 26. Februar 2009, 01:25 »
16/02/09,05:26

Elsevier

Von Mary Ann Moon
Zoledronsäure verlängert das krankheitsfreie Überleben bei prämenopausalem Brustkrebs
Michael Gnant

Eine adjuvante endokrine Therapie durch Zoledronsäure zu ergänzen, verbessert das krankheitsfreie Überleben bei prämenopausalem Brustkrebs, wie aus einem am 12. Februar im New England Journal of Medicine veröffentlichten Artikel hervorgeht.

Das Ausmaß des positiven Effekts, den die Substanz hat, gleiche dem "von Krebstherapien, die in der Vergangenheit zu einer Verlagerung bei den Behandlungsstandards geführt haben", erklären Dr. Michael Gnant von der Medizinischen Universität Wien und Kollegen.

Wissenschaftler verglichen im Trial 12 der Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group bei 1803 Patientinnen Zoledronsäure mit Placebo. Die Studienteilnehmerinnen hatten sich einer operativen Entfernung eines Mammakarzinoms vom Stadium I oder II unterzogen, wobei der Brustkrebs Östrogenrezeptor-positiv, Progesteronrezeptor-positiv oder beides war. Die Studie wurde von einer akademischen Non-profit-Organisation sowie zum Teil von AstraZeneca und Novartis finanziert.

Die Studienteilnehmerinnen wurden nach Randomisierung einer Behandlung mit Goserelin als Standard plus entweder Tamoxifen oder Anastrozol zugewiesen. Die Hälfte der Frauen aus jeder Gruppe erhielt außerdem zusätzlich Zoledronsäure und die andere Hälfte ein passendes Placebo.

Nach einem medianen Follow-up von 48 Monaten war das krankheitsfreie Überleben unter Ergänzung von Zoledronsäure (94 Prozent) im Vergleich zu Placebo (91 Prozent) signifikant verbessert. “Der absolute Anstieg von 3,2 Prozentpunkten [...] stellt eine Reduktion des Risikos für eine Krankheitsprogression um 36 Prozent dar", schreiben Dr. Gnant und seine Kollegen (N. Engl. J. Med. 2009;360:679-91).

Frauen, die Zoledronsäure erhielten, litten auch weniger an lokoregionalen Rezidiven, Knochenmetastasen und in der anderen Brust auftreten Tumoren.

Die Einbeziehung http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=8&profileAOIName=Allgemeinmedizin&articleItemId=8457f91275ab8ddb33c1d75c863bd7ae