Autor Thema: Lebensqualität bei Brustkrebs  (Gelesen 624 mal)

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Tanja

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Lebensqualität bei Brustkrebs
« am: 06. Januar 2009, 21:06 »

Ein Auszug:

Senologiekongress 2008: Lebensqualität in der Brustkrebstherapie im Fokus

Durch das breite Spektrum der heute zur Verfügung stehenden Therapien bei Brustkrebs ist die Lebensqualität der Patientinnen verstärkt in den Fokus gerückt und zählt zu den wesentlichen Überlegungen bei der Entscheidung zwischen mehreren Behandlungsoptionen.. Auf der 28. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Senologie in Stuttgart stellten Brustkrebsexperten Therapieansätze vor, die dem Anspruch auf eine verbesserte Lebensqualität besonders gerecht werden.

Zweifellos ist die Reduktion körperlicher Beschwerden oder die Wiederherstellung funktioneller Fähigkeiten für Brustkrebs-Patientinnen sehr wichtig, aber zur Lebensqualität gehören auch familiäres und seelisches Wohlbefinden sowie der Erhalt der sozialen Bindungen. Für Frauen mit Brustkrebs spielen darüber hinaus – vor dem Hintergrund von Brustamputationen und Haarausfall – auch Sexualität und Körperbild eine wesentliche Rolle. Das weite Spektrum zur Verfügung stehender Therapien ermöglicht es heute, die Behandlung individuell auf die Patientin zuzuschneiden und ihre persönliche Situation mit zu berücksichtigen.

Chemotherapie ohne Infusionen und Haaraufall

Haarausfall bedeutet für viele Frauen mit Brustkrebs eine besonders belastende Einschränkung ihrer Lebensqualität. Sie fühlen sich gezeichnet, meiden darum die Öffentlichkeit und ziehen sich zurück. Seit einigen Jahren gibt es nun die Möglichkeit der oralen Chemotherapie mit Capecitabin, die für die Patientinnen aufgrund des ausbleibenden Haarausfalls und der Einnahme der Tabletten zu Hause eine Verbesserung der Lebensqualität mit sich bringt. Auch die häufigen Fahrten in die Klinik für die intravenöse Chemotherapie entfallen; die Frauen sind unabhängiger und freier.
Capecitabin wird heute bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs eingesetzt. Studien untersuchen die Kombination mit zielgerichteten Therapien (Antikörpern).

Bisphosphonate: Als Infusion oder Tablette wirksam gegen Knochenschmerz
Heftige Knochenschmerzen infolge von Knochenmetastasen erzeugen bei Patientinnen mit fortgeschrittenem Brustkrebs einen besonders starken Leidensdruck. Heute gibt es mehrere effektive Behandlungsmöglichkeiten. Eine bewährte und äußerst effektive Option bei Knochenmetastasen ist die Therapie mit Bisphosphonaten. Sie helfen, den Knochenschmerz zu reduzieren und sind gleichzeitig nebenwirkungsarm.

Auf dem Senologiekongress wurde die Frage diskutiert, welche Patientinnen eine medikamentöse Behandlung intravenös und welche in Tablettenform erhalten sollten. Basis der Diskussion waren Studiendaten, die nachgewiesen haben, dass beide Optionen vergleichbar wirksam sind. Da die Wirkung bei der intravenösen Gabe schneller eintritt, empfehlen die Experten diese Variante bei starken Schmerzen und einem zu hohen Kalziumspiegel des Blutes, d.h. bei akuten EreignissenTabletten eignen sich vor allem für Langzeittherapien, ermöglichen sie doch die komfortable Einnahme zu Hause und ersparen den Patientinnen den häufigen Weg in die Klinik. Die Größe der Tabletten, die früher einigen Patientinnen Probleme bereitete, hat sich bei den modernen Bisphosphonaten mittlerweile erheblich reduziert; sie ist heute vergleichbar mit der Größe eines Pfefferminzdragees.