Die Nachsorge bei einer Krebserkrankung ist meistens sehr individuell.
Ebenso verhält es sich nach Blasenkrebs.
Da ein Rezidiv immer noch sehr oft bei der Nachkontrolle übersehen wird,
empfehle ich anfangs 1/4 jährliche und dann halbjährliche Kontrollen,
vor allem Labor mit Zytologie, Ultraschall, NMP22 Tumormarker, Blasenspiegelung,
sowie dementsprechend MR-Abdomen.
Und sonst?
Es gibt vieles, z. B. auch Yakult. Warum? Was zur Therapie erfolgreich ist, ist sicher auch bei der Nachsorge günstig!
Naito S, et al. Prevention of recurrence with epirubicin and Lactobacillus casei after transurethral resection of bladder cancer. J Urol 2007 (ahead of print).
Zwischen August 1999 und Dezember 2002 wurden 207 Patienten mit klinisch diagnostiziertem oberflächlichem Blasenkrebs in die Studie eingeschlossen. Nach Tumorresektion bekamen sie innerhalb einer Woche zwei intravesikale Instillationen mit 30 mg Epirubicin.
Danach wurden sie randomisiert (zufällig) in 2 Gruppen eingeteilt:
102 Patienten erhielten während einer 3-Monatsperiode 6 weitere Epirubicin-Instillationen,
100 Patienten erhielten Epirubicin-Instillationen nach dem selben Muster,
aber zusätzlich 1 Jahr lang täglich 3 mg Lactobacillus casei (Yakult).
Die dreijährige Rezidivfreiheit war in der Epirubicin-plus Lactobacillus-Gruppe signifikant größer als in der nur-Epirubicingruppe (74,6% gegenüber 59,9%).
Progressionsfreiheit und allgemeine Überlebensraten differierten zwischen den beiden Gruppen allerdings nicht.
Auch die Nebenwirkungen unterschieden sich nicht zwischen den beiden Gruppen und waren allgemein leicht.
Die Autoren (wohl Japaner) halten die
Kombination von Epirubicin plus Lactobacillus casei für eine vielversprechende Behandlung zur Rezidivvermeidung bei oberflächlichem Blasenkrebs.