Walter Piller, Fachgruppenobmann der Wiener Gastronomiebetriebe, versucht heftig unsere "Besuche" in
Wiener Gaststätten madig zu machen. Allein, es gehen ihm die Argumente aus. Fragen Sie ihn: Tel. 01/514 50-4207
oder ihren Geschäftsführer in der Landeskammer:
http://www.nichtraucherfuehrer.at/partner.phpA) So meint Piller, wir hätten
nur die Hälfte der Wirte besucht.
Da erwiderte ich als jahrzehntelanges Mitglied der Wirtschaftskammer und zudem
Landes- und Bundeswirtschasftskammerfunktionär:
1) Räumen Sie die Karteileichen auf.
2) Meine Bekannte ist Gastwirtin, aber den Betrieb hat sie seit Jahren ruhend gemeldet. Streichen Sie auch diese
hunderten Karteileichen, genau so wie die - nicht nur an Lungenkrebs - Verstorbenen.
3) An vielen Adressen der Gaststätten-Kammerkartei existiert längst kein Lokal mehr, nur ein Büro bzw. ein Souvenirladen.
4) Hunderte Gastwirte haben mehrere Konzessionen auf ein und derselben Adresse; ist das nicht bekannt? Zum Beispiel Fachgruppe Gastronomie einerseits und Fachgruppe Kaffehäuser anderseits, beides am selben Standort!
5) Zuletzt danke, dass wir welche übersehen hätten. Das wissen wir, zudem ein paar Lokale zu Ostern Betriebsurlaub hatten. Bitte schicken Sie uns gleich die aufgearbeitete, richtige Liste der aktiven Gaststätten in Wien, und wir werden
"Nachbesuche" durchführen. Das Wiener Team erklärt sich kostenfrei dazu bereit und dadurch können wir uns bei den Kontrollen einschränken. Wir sind uns nämlich sicher, dass bei einer
neuerlichen Kontrolle in 3 Wochen die Zahl der schwarzen Schafen fast gleich oder mehr sein wird. Sollen wir dann 600 Anzeigen abgeben?
B)
90 % der Wirten haben Ansuchen um Fristverlängerungen zu Umbauarbeiten abgegeben.
Wie kommen Sie auf diese Zahl?
1) Bereitwillig haben mir mehr als die Hälfte der Gesprächs bereiten Schwarzen Schafe gesagt, dass kein Ansuchen gestellt wurde.
2) Von den restlichen Wirtn waren die meisten nicht anwesend.
3) Das Ansuchen hierfür hätte bis 31.12.08 beim Bezirksamt einlangen müssen, mit Baubeschreibung und Plan.
Meine Vorsprachen in zwei Städt. Bezirksämtern der Stadt Wien ergaben:
a) Die Zahl der Ansuchenden werden nirgendwohin weiter gegeben und fallen unter Datenschutz.
b) Waren es hier 30, 50, oder 100? Nein, nein, nicht so viele!
c) Waren die Ansuchen ordnungsgemäß? Rund die Hälfte mussten wir zurück weisen.
4) Lesen Sie sich das Interview Ihres "Chefs" Herrn Hinterleitner durch: erschreckend wenige Betriebe haben um eine Übergangsfrist für bauliche Maßnahmen angesucht.... 5%......!
D) Wie
hilft die Kammer jenen Gastwirten, die umbauen oder umbauen wollen?
Hierfür gibt es bundeslandverschiedene Unterstützungen. Zinszuschüsse zu Krediten oder Einmalzuschüsse.
Das heißt:
1) Das Kammermitglied muss umbauen, um nicht täglich eine Anzeige zu bekommen.
2) Das Kammermitglied muss einen (jetzt teuren) Kredit aufnehmen und bekommt dafür Zuschüsse, entweder aus Mittel der Steuerzahler oder/und der Kammerbeiträge der Unternehmer (Zwangsmitgliedschaft).
3) Dieses Kammermitglied hat bis 30.6.2010 Zeit für den Umbau, dann volle Strafsanktionen wegen Nichteinhaltung des Tabakgesetzes.
4)
2013: Das von der EU bereits so viel wie beschlossene
generelle Rauchverbot in Gaststätten tritt in Kraft.
Der Unternehmer kann wieder einen (geförderten?) Kredit aufnehmen, um die um Tausenden Euros durchgeführten Umbauarbeiten wieder abzureißen!
5) Die Beratung der Kammer ist beendet! Die Bank hat gut verdient, noch Jahre weiter, der Gastwirt ist der Blöde!E) EIN LICHTBLICK:
Der Steirische Landtag hat gestern EINSTIMMIG ein generelles Rauchverbot in Gaststätten verabschiedet.
Wie der LAbg. der FPÖ ZELISKO sagte, täglich 4 Passivrauchtote und 38 Rauchertote, nur in Österreich, sind
eine erschreckende Zahl!F) Der Unverbesserliche:
Gesundheitsminister Stöger sagte schon mehrmals dieses Jahr:
"Das schaue ich mir erstmal 1 Jahr an!", das heißt, er lässt vorsätzlich täglich 4 Passivrauchtote zu und fördert täglich 38 Rauchertote. Wo bleibt hier die Staatsanwaltschaft? Mich wundert, dass vorsätzliche Gemeingefährdung mit Todesfolge in Österreeich nicht unter Strafe fällt!
G) Die Behörde hat keine Handhabe von sich aus zu kontrollieren. Stöger:
Es kann jeder der meint, dass ein Verstoß vom Gastwirt besteht, eine Meldung abgeben. Das weiß die Kammer und wissen die Gastwirte seit dem Herbst 2008. In Kraft getreten ist das
Gesetz am 1.1.2009.
1) Die Behörde kontrolliert die Einhaltung des Nichtraucherschutzes nicht von sich aus.
2) Die Kammer kontrolliert die Einhaltung des Tabakgesetzes in Gaststätten nicht. Ebenso nicht die Gewerbepolizei oder das Arbeitsinspektorat. Ein nachweislich Tod bringendes Gesetz, was nicht exekutiert wird!
3) Die Österreich weiten Mitglieder der Selbsthilfegruppen "Krebspatienten für Krebspatienten", aber auch chronisch Kranke mit
Asthma, Allergien, COPD usw., Verwandte, Bekannte, Ärzte, Psychologen, Studenten besuchen seit einigen Wochen in ganz
Österreich Gastwirte.