V15.5
Prädiktion der TUR-Blase mit
kombinierter Radiochemotherapie(RCT) beim Harnblasenkarzinom bei
Patienten, die innerhalb von 5 Jahren mit Tumor versterben
F. S. Krause1, O. Ott2, S. Petsch3, B. Wullich1
1Klinik für Urologie, 2Strahlentherapie und 3Tumorzentrum, Universität Erlangen/
Nürnberg, Erlangen, Deutschland
http://www.kup.at/kup/pdf/7974.pdf S.27
Fragestellung
Seit 25 Jahren bieten wir alternativ die TUR-B mit
der RCT beim Urothelkarzinom der Blase an. In dieser Analyse bewerten
wir den Einfluss verschiedener klinischer Parameter (TNM,
Grading, Lymphinfiltration [L], Resektionsstatus/Residualtumor
[R], Fokalität, Ansprechrate, RCT-Radiatio) auf den Erfolg der
Behandlung (Lebensstatus) v.a. mit Blickpunkt auf Patienten, die
innerhalb der ersten 5 Jahre mit Tumor versterben.
Methodik Aus dem Gesamtkollektiv (n = 473) wurden in einer
Subgruppenanalyse diese Patienten gesondert ausgewertet. Von 246
Patienten waren inzwischen 240 verstorben (~98 %), im Detail: lebt
tumorfrei (n = 6), tot tumorfrei (n = 45), tot mit Tumor (n = 152) und
tot mit unklarem Tumorstatus (n = 43).
Ergebnis
In Tabelle 3 ist die Gruppe „tot mit Tumor“ (Grp. t;
n = 152) verglichen zum Gesamtkollektiv (GK) und den Parametern
pT, R, und pL abgebildet. Die Ansprechrate nach RCT (complete
versus non-response), RCT versus nur Radiatio, sowie der N/M-Status
hatten auch einen Einfluß auf den Erfolg der Therapie. Hingegen
war ein begleitendes Cis, Fokalität und Grading nicht entscheidend
für das Outcome.
Schlussfolgerung
Anhand der gezeigten Ergebnisse ist es möglich,
ein prognostisches Risikoprofil für den einzelnen Patienten bei
der Behandlung des Blasenkarzinoms mittels TUR-B und komb.
RCT zu erstellen. Patienten versterben signifikant häufiger innerhalb
der ersten 5 Jahre bei pL1, R2-Resektion, Non-Response (Kontroll-
TUR-B nach RCT) und M+. Ebenfalls ungünstig sind ein Ausgangsbefund
von pT3/4, R1, N+ und nur Radiatio.
Siehe auch:
http://www.krebsforum.at/forum/index.php/topic,1729.msg8948.html#msg8948