Autor Thema: Hilfen bei Inkontinenz  (Gelesen 527 mal)

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Hilfen bei Inkontinenz
« am: 29. August 2009, 21:02 »

Welches Rehabzentrum in Österreich hat (fallweise recht) eine Urologische Betreuung?

Inkontinenz-Infos:

http://www.kontinenztraining.de/

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Re: Hilfen bei Inkontinenz
« Antwort #1 am: 18. Juni 2010, 00:50 »


  17.06.2010
   
   Tabuthema Inkontinenz: Aktuelles aus Diagnostik und Therapie

Rund neun Millionen Menschen in Deutschland leiden an Blasen- oder Darmschwäche (Inkontinenz), darunter jeder vierte Bundesbürger über 60 Jahren. Die Dunkelziffer liegt vermutlich weit höher: Trotz starker Beeinträchtigungen im Alltag sprechen nur wenige mit ihrem Arzt über diese Beschwerden. Dabei ist Inkontinenz häufig heilbar.

............................ http://www.journalmed.de/newsview.php?id=30239

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Hilfen bei Inkontinenz
« Antwort #2 am: 05. Oktober 2010, 21:07 »
Es gibt immer wieder Fortbildungsveranstaltung etc. zu Blasenschwäche, zu Inkontinenz!

Aber zu welchen Arzt soll Frau / Mann gehen?


Wir empfehlen Selbstinitiative, zum Beispiel im Krebsforum, Urologie, nach (gewesenen) Fortbildungsveranstaltungen schauen,

Links über Programme oder / und Verbände öffnen,

dort sind meist Ärzte mit Spezialausbildung angeführt

oder auch ein "Obmann", ein Sekretariat, wo mean Auskünfte bekommt.

Heutiges Beispiel:

http://www.fsw.at/downloads/veranstaltungen/programm_gesunde_blase.pdf


Weiters im Internet bei der (Wiener) Ärztekammer Urologen suchen, mit Zusatzausbildung .........!

http://www.aerztekammer.at/

http://www.aekwien.at/

http://www2.aekwien.at/997W.py

Suchkriterien:
Fachgebiet: Urologie
Spezielle Angebote: Inkontinenztherapie




Ihre Suche ergab 43 Ergebnisse, für Details zur gewünschten Ärztin / zum gewünschten Arzt klicken Sie bitte auf den Namen

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Angel Kurt Dr. , Anzengruberstraße 106, A-1140 Wien (NA )
Batelka Kurt Dr. , Neulerchenfelder Str 28/3, A-1160 Wien (NA )
Bauer Wilhelm Dr. , Hartäckerstraße 1, A-1190 Wien (NA )
Bliem Franz Dr. , Pasettistraße 77-79/1/6, A-1200 Wien (NA )
Böhm Reinhard Dr. , Taborstraße 31, A-1020 Wien (NA )
Bucher Andreas Dr. , Döblinger Hauptstr. 23, A-1190 Wien (NA )
Chwala Michael Dr. , Hütteldorfer Straße 98, A-1140 Wien (NA )
Dollezal Peter Dr. , Anton-Baumgartner-Straße 44A, A-1230 Wien (NA )
Edtstadtler Wolfgang Dr. Prim., Jörgerstraße 36/4, A-1170 Wien (NA )
Edtstadtler Wolfgang Dr. Prim., Alser Straße 41/12, A-1080 Wien (NA )
Ferber Wolfgang Dr. , Linzer Straße 140/4/3, A-1140 Wien (N )
Fischer Mans Dr. , Donaustadtstraße 1, A-1220 Wien (N )
Forstik Franz Dr. , Thaliastraße 5/1/1, A-1160 Wien (N )
Grof Franz Dr. , Semperstraße 18 A, A-1180 Wien (NA )
Hamori Andreas Dr. Obermedizinalrat, Mariahilfer Straße 113/23, A-1060 Wien (NA )
Huber Erik Dr. , Grünentorgasse 10/3, A-1090 Wien (N )
Huber Erik Dr. , Malzgasse 14/26, A-1020 Wien (N )
Hübner Wilhelm Alexander Dr. Prim.Univ.Dozent, Krotenthallergasse 10, A-1080 Wien (N )
Knoll Marlies Dr. , Prager Straße 42, A-1210 Wien (N )
Knoll Marlies Dr. , Sulzweg 5, A-1190 Wien (N )
Lamche Michael Dr. , Wehlistraße 150/2/IV, A-1020 Wien (NA )
U Loebenstein Thomas Dr. Medizinalrat, Favoritenstraße 8/12, A-1040 Wien (NA )
Ludvik Georg Dr. Prim., Lerchenfelder Straße 18-24/16, A-1080 Wien (NA )
Molnar Bernhard Dr. , Bernoullistraße 4/28/1, A-1220 Wien (N )
Molnar Bernhard Dr. , Untere Augartenstraße 1-3, A-1020 Wien (N )
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Rauschmeier Hans Dr. , Schweglerstraße 24, A-1150 Wien (N )
Reiter Werner Dr. Univ.Dozent, Favoritenstraße 111/6, A-1100 Wien (N )
Remzi Mesut Dr. Dozent, Wattmanngasse 3, A-1130 Wien (NA )
Schmidbauer Christian-Peter Dr. Univ.Prof., Fuchsthallergasse 2/10, A-1090 Wien (N )
Schmidbauer Christian-Peter Dr. Univ.Prof., Fuchsthallergasse 2/11, A-1090 Wien (N )
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Zekoff Konstantin Dr. Medizinalrat, Praterstraße 70/3, A-1020 Wien (N )
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Legende:
U   dzt. auf Urlaub
N   niedergelassen
A   Spitalsarzt
W   Wohnsitzarzt
T   Arzt in Ausbildung


« Letzte Änderung: 05. Oktober 2010, 21:07 von admin »

Jutta

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Schwache Blase ist keine Schande - Inkontinenz
« Antwort #3 am: 06. Oktober 2010, 00:57 »
Schwache Blase ist keine Schande

27.09.2010 | 18:44 |  CLAUDIA RICHTER (Die Presse)

In Österreich sind eine Million Menschen von „Blasenschwäche“ betroffen. Dabei gibt es bei Inkontinenz gute Chancen auf Heilung bzw. Linderung. Mitunter hilft schon regelmäßige Gymnastik, wie Beckenbodentraining

 
Die Scham ist groß. Leider! Denn sehr viele Betroffenen verschweigen ihr Problem, leiden still weiter, ziehen sich zurück. Dabei gibt es bei Harninkontinenz wirklich gute Chancen auf Heilung beziehungsweise Linderung. Je früher man mit einer Therapie beginnt, desto größer ist der Erfolg. Nur: Reden müsste man halt darüber, zum Arzt gehen, sich helfen lassen.

Bereits in jungen Jahren
In Österreich sind mindestens eine Million Menschen von „Blasenschwäche“ betroffen, davon mehr als 850.000 Frauen. Die zwei häufigsten Formen sind Drang- und Belastungs-Inkontinenz. Bei letzterer verliert man unfreiwillig Harn – beim Lachen, Niesen, Laufen, Heben eines schweren Gegenstandes. Bei Frauen fängt diese Art der Inkontinenz oft schon nach der Geburt ihres ersten Kindes infolge einer Schwächung der Beckenbodenmuskulatur an. „Sie leiden also bereits in jungen Jahren darunter“, vermerkt Dr. Mons Fischer, Facharzt für Urologie und Andrologie in Wien. Fischer, Präsident der medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich (MKÖ), wird beim „Aktionstag Gesunde Blase“ am 6. Oktober in Wien auch einen Vortrag halten (Näheres unter Rat & Hilfe).


Heilung durch einfache Operation
Der Belastungs- und fallweise auch der Drang-Inkontinenz kann man oft schon mit regelmäßigem Beckenbodentraining Herr werden. Fischer: „Unsere Gesellschaft hat vor ungefähr einem Jahr begonnen, Zertifikate an Kontinenz- und Beckenbodenzentren zu verleihen. Bisher haben wir sie an Krankenhäuser in Innsbruck, Linz und Ried vergeben. Aber auch niedergelassene Ärzte können zertifizierte Kontinenz-Beratungsstellen werden.“ Auch die Wiener Gebietskrankenkasse bietet in etlichen Gesundheitseinrichtungen Kurse für Beckenbodentraining an; zudem kann man bei der WGKK kostenlos die Broschüre „Harninkontinenz – Hilfe bei schwacher Blase“ anfordern: ✆ 01/ 60122-2119 oder im Internet unter www.wgkk.at.

Führt Beckenbodengymnastik nicht zum gewünschten Erfolg, kann bei Frauen mit einer relativ einfachen Operation Heilung in mehr als 80 und Verbesserung in nahezu 100 Prozent erzielt werden. Die Operation nennt sich TVT (tension-free vaginal tape), es wird dabei ein Band locker um die Harnröhre gelegt, die auf diese Weise unterstützt wird. Der Eingriff ist unkompliziert und schonend. Fischer: „Die Operation dauert 20 bis 30 Minuten und wird in Lokalanästhesie oder mittels Kreuzstich gemacht.“ Nach zwei bis drei Tagen kann die Patientin das Krankenhaus wieder verlassen.

Die Belastungs-Inkontinenz kommt bei Männern praktisch nur nach einer Prostata-Operation vor. Hier ist der Einsatz von sogenannten ACT-Ballons, einer Art Pseudo-Prostata, oft erfolgreich. Neuerdings gibt es auch für Männer schonende Eingriffe, bei denen eine Schlinge um die Harnröhre gelegt wird. Früher wurde häufig ein künstlicher Schließmuskel implantiert, das geschieht heute nur noch in schwierigsten Fällen.

„Bei der Drang-Inkontinenz sind es nicht nur ein paar Tropferln, die man verliert, da geht es einfach los, die Betroffenen können es einfach nicht mehr zurückhalten“, schildert Fischer.

Der Arzt kann helfen
Viele trauen sich deswegen gar nicht mehr aus dem Haus, ziehen sich aus Angst zurück, rutschen in die Isolation, verlieren die Lebensfreude. Gründe für diese Erkrankungen sind unter anderem Hormonmangel in der Menopause, vergrößerte Prostata, Alterung der Blase, neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder Multiple Sklerose. „Auch der Drang-Inkontinenz ist beizukommen“, betont der Experte.

Zum Einsatz kommen hier zunächst Medikamente. „Die helfen recht gut, haben aber häufig leider auch Nebenwirkungen.“ Denn sie dämpfen nicht nur die Blasenentleerung, sondern auch die Darmentleerung sowie die Speichelproduktion, mitunter erzeugen sie auch Übelkeit. „Aber es werden immer wieder neue Arzneimittel mit weniger Nebenwirkungen entwickelt“, weiß Fischer. Die Medikamente wirken im Prinzip recht gut, „50 Prozent der Patienten fühlen sich geheilt, weitere 25 Prozent erfahren eine Verbesserung“, erzählt Fischer. Wirksam ist auch eine Elektrostimulation des Nervus pudendus („Schamnerv“), in schwereren Fällen kann eine Botox-injektion in die Blasenwand hilfreich sein. In seltenen Fällen kann es da aber zu einer vorübergehenden Blasenlähmung kommen.

Aufwendiger ist die Neurostimulation. „Da werden Elektroden ins sakrale Rückenmark eingebaut, die den Nerv an der Wurzel stimulieren und die Blasenentleerung durch gezielte Impulse normalisieren. Aber meist hilft schon eine der sanfteren Methoden“, erwähnt Fischer und richtet abschließend einen Appell an alle Betroffenen: „Eine schwache Blase ist keinesfalls eine Schande. Konsultieren Sie einen Arzt, es wird Ihnen mit größter Wahrscheinlichkeit geholfen werden.“

www.inkontinenz.at

RAT & HILFE: INFOTAG IM WIENER RATHAUS
■Aktionstag Gesunde Blase: Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der medizinischen Kontinenzgesellschaft Österreich findet am 5. und 6. Oktober eine Fachtagung sowie am 6. Oktober ein Publikumstag im Wiener Rathaus bei freiem Eintritt statt.

■Über „Blasenschwäche – ein häufiges Leiden?“ wird Dr. Mons Fischer um 10.30 Uhr berichten. Bis 18.00 gibt es etliche weitere interessante Vorträge, unter anderem zu den Themen Blase, Inkontinenz, Blasentraining, Sexualität, Vorbeugung, Therapie.

■Hilfe gibt es auch bei der Hotline der Medizinischen Kontinenzgesellschaft: ✆ 0810/100455.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.09.2010)