Autor Thema: B E I T R Ä G E - N E U  (Gelesen 4882 mal)

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B E I T R Ä G E - N E U
« am: 26. Dezember 2009, 15:07 »
Bitte ALLE Beiträge, fortlaufend, nur hier hinein schreiben.

Diese werden dann von uns eingeordnet!
« Letzte Änderung: 03. Januar 2010, 21:32 von admin »

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KLAGENFURT - VILLACH - NACHKONTROLLEN
« Antwort #2 am: 03. Januar 2010, 14:03 »
Bekanntlich wurden 225 Anzeigen vom 13.8.09 "schubladisiert"!

Mühsam haben wir aus den handschriftlichen Aufzeichnungen alles nochmals erfasst, vor etlichen Wochen nochmals gesandt,

da man uns auch die Kopien mit Einlaufstempel nicht retournierte, trotz Zusage von LR. Dr. Kaiser persönlich.


N A C H K O N T R O L L E N !

Medienvertreter, Politiker, Ärzte, Sympathisanten baten um eine Nachkontrolle.

Bist du dabei?

Bitte melde dich gleich!


krebspatient-krebsforum@utanet.at

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Hält sich INTERSPAR ff. an das Rauchverbot/Tabakgesetz in Öffentlichen Gebäude???

http://sis.info/rauchfrei/index.php?topic=210.msg387#msg387

Jutta

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B E I T R Ä G E - N E U: Asthma und Vit. A
« Antwort #5 am: 13. Januar 2010, 12:52 »

Die Dosis macht die Wirkung
Vitamin A-Einfluss auf Asthma?
***********************************************************

(aid) - Die Zahl der Asthmatiker liegt in Ländern mit westlichem Lebensstandard höher als in weniger entwickelten Staaten. Experten vermuten, dass neben der stärkeren Luftverschmutzung auch künstliche Zusätze in Lebensmitteln dafür verantwortlich sein könnten. Verschiedene Studien lassen auf einen Zusammenhang zwischen zugesetzten Stoffen und der Ausbildung allergischer Reaktionen, wie Asthma, schließen. Das gilt vor allem für die häufig zugesetzten Vitamine A und D, deren aktive Formen intensiv mit dem Immunsystem interagieren. Versuche zur Wirkung von Vitamin A auf die Immunantwort führten bisher zu widersprüchlichen Ergebnissen. Studien mit Mäusen ergaben für einige Immunerkrankungen positive Effekte. Dagegen zeigte eine schwedische Untersuchung, dass sich bei Säuglingen mit Vitamin A-Supplementierung das Risiko für Asthma verdoppelt. Eine aktuelle Studie untersuchte nun den möglichen Einfluss von Vitamin A-Supplementen auf die Ausbildung einer asthmatischen Erkrankung. Da  bei wurden gesunde Mäuse mit allergieauslösenden Proteinen und Hausstaub "geimpft". Gleichzeitig erhielten sie 15 Tage lang regelmäßig Retinsäure, die aktive Form des Vitamin A, in unterschiedlichen Dosen. Anschließend untersuchte man die Zahl und das Verhältnis definierter Immunzellen, wie Immunglobulin E und Interleukin, im Bronchialsekret der Tiere. Alle Mäuse, die eine Vitamin A-Ergänzung erhielten, wiesen für die untersuchten Immunzellen signifikant höhere Werte auf als die Vergleichsgruppe ohne Vitaminergänzung. Auffällig war, dass die Zahl der Immunzellen bei der höchsten Vitamin A-Gabe im Gegensatz zur niedrigen und mittleren Dosis wieder deutlich zurückging. Das bestätigte auch ein durchgeführter Lungenfunktionstest, bei dem allergische Mäuse ohne Vitaminzugabe deutlich schlechter abschnitten als die Vergleichsgruppe mit der Höchstdosis Vitamin A. Trotz der Ergebnisse halten die Forscher aus Schweden, Spanien und Dänemark eine Vitamin A-Supplementierung bei Kleinkindern  in Ländern mit nachgewiesenem Mangel weiterhin für sinnvoll. In westlichen Staaten scheint dagegen die Dosis der Supplementierung darüber zu entscheiden, ob Vitamin A an der Ausbildung von Asthma beteiligt ist, oder sogar einen therapeutischen Nutzen haben kann. Dazu seien aber noch detailliertere Studien notwendig.
aid, Jürgen Beckhoff

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Krebsforscher experimentierten mit falschen Zelllinien

Rotterdam – Niederländische Forscher decken im Journal of the National Cancer Institute (JNCI 2010: doi: 10.1093/jnci/djp499) ein peinliches Versehen in der präklinischen Krebsforschung auf. Bei der Suche nach neuen Wirkstoffen gegen das Ösophaguskarzinom wurden über viele Jahre Zelllinien verwendet, die von anderen Tumoren aus anderen Organen stammten.

Den in den Krebsforschung verwendeten Zelllinien ist es in der Regel nicht anzusehen, von welcher Krebsart sie stammen. Da die “unsterblichen” Zelllinien von Labor zu Labor weitergereicht werden, kann es vorkommen, dass Etikette vertauscht werden oder Zellkulturen durch andere Zellen verunreinigt werden. Dies war schon bei den HeLa-Zellen passiert, der ersten permanenten Krebszelllinie, die 1951 aus dem Zervixkarzinom einer Patientin gewonnen wurden.

1974 konnten US-Forscher nachweisen, dass diese Zellen auch als Nierenzellkarzinom, Mammakarzinom, Prostata-Adenom oder Liposarkom im Umlauf waren. Der Journalist Michael Gold behauptete später sogar, kontaminierte HeLa-Zellen hätten während der Nixon-Administration in einem prestigeträchtigen Austauschprogramm zur Krebsforschung mit der UdSSR für diplomatische Irritationen im kalten Kriegs gesorgt.

zum Thema

    * Abstract der Studie
    * PDF des Editorials
    * Pressemitteilung des Journal of the National Cancer Institute
    * “Conspiracy of Cells” von Micheal Gold

Derartige weltpolitische Auswirkungen sind von der Arbeit von Winand Dinjens von der Erasmus Universität in Rotterdam wohl nicht zu befürchten. Doch viele klinische Forscher werden sich fragen, ob sie Medikamente an Patienten getestet haben, die zuvor nicht “sauber” in präklinischen Studien untersucht wurden.

Dinjens und Mitarbeiter haben die Identität von 13 Adenokarzinomzellen überprüft und festgestellt, dass drei von ihnen in Wirklichkeit von Krebsgeschwulsten aus Lunge, Dickdarm und Magen stammen. Da es sich ausgerechnet um drei häufig benutzte Zelllinien handelt, sind nach Einschätzung der Forscher mehr als hundert wissenschaftliche Studien in Frage gestellt und 11 US-Patente nur noch Makulatur.

Einer der betroffenen Wirkstoffe ist der Thyrosinkinasehemmer Sorafenib, dessen Wirksamkeit beim Ösophaguskarzinom derzeit in klinischen Studien untersucht wird. Alle präklinischen Experimente sollen mit den falschen Zelllinien durchgeführt worden sein, berichtet der Editorialist Robert Shoemaker vom US-National Cancer Institute in Frederick/Maryland (JNCI 2011; doi: 10.1093/jnci/djp526). © rme/aerzteblatt.de

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Osteoporose: Meta-Analyse, Vitamin D plus Kalzium senkt Frakturrisiko

Meta-Analyse: Vitamin D plus Kalzium senkt Frakturrisiko

Kopenhagen – Vitamin D allein kann nach den Ergebnissen einer Meta-Analyse im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2010; 340: b5463) Frakturen bei älteren Menschen nicht verhindern. Die gleichzeitige Einnahme von Kalzium verspreche jedoch eine gewisse prophylaktische Wirkung.

Ein Vitamin D-Mangel ist bei älteren Menschen, vor allem wenn sie in Alters- oder Pflegeheimen wohnen, häufig. Dieser erklärt plausibel die erhöhte Anfälligkeit dieser Menschen für Frakturen (durch eine verminderte Knochenmineralisation) und Stürze (durch die gestörte neuromuskuläre Funktion).

Dennoch gelang es in mehreren randomisierten klinischen Studien nicht, die Wirksamkeit einer an sich sinnvollen Vitamin-D-Behandlung eindeutig zu belegen. Auch die jetzt von der “Vitamin D Individual Patient Analysis of Randomized Trials” oder DIPART-Gruppe vorgestellten Daten, die sieben große Studien mit 68.517 Teilnehmern zusammenfassen, kommen zu dem Ergebnis, dass die Gabe von Vitamin D in der Dosis von 10 oder 20 µg allein nicht ausreicht, um das Frakturrisiko zu reduzieren. Erst die zusätzliche Einnahme von Kalzium (1000 mg/die) gewährt nach den Studienergebnissen einen allerdings geringen Schutz.

zum Thema

    * PDF der Studie
    * Pressemitteilung des BMJ

Das Frakturrisiko sinkt nach Berechnungen von Bo Abrahamsen von der Universitätsklinik Gentofte bei Kopenhagen und Mitarbeitern jedoch nur um 16 Prozent. Und da die Zahl der Frakturen in den Studien insgesamt selten war, müssten 200 Senioren (ohne vorherige Knochenbrüche) oder 82 Senioren (mit einer früheren Fraktur) über drei Jahre behandelt werden, um eine Fraktur zu verhindern (Number needed to treat, NNT).

Für die Vermeidung einer Hüftfraktur beträgt die NNT sogar 548 (ohne frühere Fraktur) oder 255 (bei früherer Fraktur). Ob dieser geringe Effekt ausreicht, um eine präventive Therapie zu rechtfertigen, dürfte umstritten sein.

Immerhin zeigen die Überlebenskurven, dass die präventive Wirkung, die erst nach 16 Monaten signifikant wurde, mit der Zeit zunahm. Langfristig könnte dies zu „kosteneffektiveren“ NNTs führen. Wegen des pathophysiologisch plausiblen Ansatzes und dem klinischen Bedarf einer Frakturprophylaxe dürfte die Vitamin-D-Gabe auch in Zukunft Gegenstand klinischer Studien bleiben. © rme/aerzteblatt.de

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B E I T R Ä G E - N E U: Sodbrennen ...........
« Antwort #8 am: 18. Januar 2010, 23:15 »
  18.01.2010

   Pantoprazol-CT protect gegen Sodbrennen

Pantoprazol wird nun als rezeptfreies Medikament gegen Sodbrennen und saures Aufstoßen angeboten: Pantoprazol-CT protect 20 mg magensaftresistente Tabletten normalisieren die Produktion der Magensäure und sind dabei deutlich günstiger als vergleichbare Präparate.

Wenn Ernährungssünden auf den Magen schlagen – durch zu üppige Mahlzeiten, zuviel Alkohol, Kaffee oder Schokolade, produziert die Protonen- oder Säurepumpe verstärkt Magensäure. Der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen lässt Magensaft in die Speiseröhre zurückfließen – die Folge: ein brennendes Gefühl hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen, klassisches Sodbrennen. Medikamente aus der Stoffgruppe der Protonenpumpenhemmer (PPI) können solche Beschwerden zuverlässig und nachhaltig lindern. Sie blockieren die Säurepumpe und hemmen die Magensäureproduktion damit direkt am Ort ihrer Entstehung. Anders als klassische Antazida wirken sie dadurch lang anhaltend und müssen nur ein Mal täglich eingenommen werden. Pantoprazol-CT protect Tabletten sind erhältlich in Packungen mit 7 (N1) und 14 (N2) magensaftresistenten Tabletten.

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B E I T R Ä G E - N E U: Blasenschwäche? Botulinum Toxin?
« Antwort #9 am: 18. Januar 2010, 23:17 »
    
Blasenschwäche? Botulinum Toxin?

 18.01.2010   
   
   Urologie: Botulinum Toxin A bei Blasenfunktionsstörungen

Noch ist der Einsatz von Botulinum Toxin A in der Urologie keine Routinebehandlung, aber immer mehr Patienten mit Blasenfunktionsstörungen profitieren von der neuartigen Therapie. Der Wirkstoff aus dem Bakterium Clostridium botulinum wird während einer Blasenspiegelung direkt in die Harnblase gespritzt. Symptome wie häufiger und unwillkürlicher Harndrang können etwa neun Monate lang reduziert oder völlig unterbunden werden.

Blasenfunktionsstörungen wie Dranginkontinenz oder überaktive Blase bedeuten für die Betroffenen starke Einschränkungen in der Lebensqualität und hohen Leidensdruck, oft verbunden mit dem Verlust von Selbstwertgefühl und dem Rückzug aus dem gesellschaftlichen Leben. Wenn herkömmliche Methoden nicht helfen, kann Botulinum Toxin A das Leiden lindern. Auch bei Blasenfunktionsstörungen neurogener Ursache, nach Querschnittlähmungen, bei Parkinson oder Multipler Sklerose sowie bei chronisch schmerzhaften Blasenerkrankungen wie der Interstitiellen Cystitis kommt Botulinum Toxin A zum Einsatz.

"Anders als in der Schönheitschirurgie gibt es in der Urologie eine klare medizinische Indikation. Der Wirkstoff schließt die therapeutische Lücke zwischen Medikamentengabe und Operation. Die Behandlung erfolgt unter Vollnarkose oder örtlicher Betäubung an urologischen Kliniken mit dem Schwerpunkt Inkontinenz oder in spezialisierten urologischen Praxen", sagt der Kieler Urologe Privatdozent Dr. Christoph Seif. Zuvor müssen allerdings alle konservativen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden. "Erst wenn herkömmliche Medikamente, Verhaltenstherapien oder physiotherapeutische Therapien wirkungslos bleiben, kann Botulinum Toxin A mangels einer adäquaten Therapiealternative angewendet werden, denn noch wird es in der Urologie ohne amtliche Zulassung im sogenannten Off-Label-Gebrauch verwendet", so Privatdozent Dr. Seif aus dem Arbeitskreis "Urologische Funktionsdiagnostik und Urologie der Frau" der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V..

Was das für die Patienten bedeutet, erklärt Privatdozent Dr. Arndt van Ophoven vom Marienhospital Herne der Ruhr-Universität Bochum: "In den meisten Fällen übernehmen die Krankenkassen heute die rund 1000 Euro teuren Behandlungskosten. Im Off-Label-Gebrauch besteht allerdings keine Pflicht zur Kostenübernahme. Die Zulassung in der Urologie wird in zwei Schritten erfolgen und für Ende 2010 oder in 2011 zunächst für die neurogene Blasenfunktionsstörungen erwartet".
Nach PD Dr. Seif könnte die Botulinum Toxin A-Injektion in der Zukunft auch vermehrt bei der Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung (BPH) zum Tragen kommen. "Bei dieser Indikation handelt es sich um einen vielversprechenden Therapieansatz, doch hier gilt es vorerst noch, weitere Studienergebnisse abzuwarten", dämpft Privatdozent Dr. Arndt van Ophoven allzu große Erwartungen betroffener Männer.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V.

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B E I T R Ä G E - N E U: Neue Website beim BMWFJ
« Antwort #10 am: 19. Januar 2010, 17:11 »

Liebe/r Familie-Newsletter Bezieher/in!

Umstellung beim Newsletter

Mit Dezember 2009 erfolgte eine Relaunch der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ).
Im Zuge dessen wurde auch das Newsletter-System umgestellt. Dies ist der letzte Newsletter, den Sie in der alten Form erhalten.
Der neue Newsletter wird einmal wöchentlich versandt und informiert Sie über alle Änderungen auf der Website des BMWFJ im Bereich Familie. Damit haben Sie einen Überblick über aktualisierte Fachtexte und auch über neue Aktivitäten.
Sofern Sie sich vom Newsletter abmelden wollen: Warten Sie bitte auf den ersten neuen Newsletter. Dort finden Sie einen entsprechenden Link. Abmeldungen über den in dieser Mail angeführten Link funktionieren aufgrund einer Systemumstellung nicht mehr.
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich weiterhin über Neuigkeiten des Familienministeriums informieren.

Ihr Familie-Newsletter Team

Impressum
Herausgeber, Eigentümer und Hersteller:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
Für den Inhalt verantwortlich: Sektion II - Familie und Jugend
1010 Wien, Franz Josefs-Kai 51
www.bmwfj.gv.at
Redaktion: Robert Lender
E-Mail Redaktion: familie@bmwfj.gv.at

Gitti

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Lieber vorsorgen, statt sich sorgen
Zu wenige Frauen nutzen die Angebote zur Früherkennung von Krebs, so Ärzte. Eine neue Kampagne soll das ändern.

Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs sind die häufigsten frauenspezifischen Karzinome und noch immer sterben viel zu viele daran. Mit regelmäßigen Untersuchungen beim Gynäkologen könnte ein Großteil der Todesfälle durch Früherkennung verhindert werden. Eine neue Kampagne der österreichischen Gynäkologen, Apotheker- und Ärztekammer soll nun das Bewusstsein für diese kostenlosen Untersuchungen steigern.

"Ein Mal pro Jahr sollte jede Frau zu einer gynäkologischen Untersuchung und zur Mammografie", sagt Vera Russwurm, die der Kampagne "Ich sorge mich nicht. Ich sorge vor" ihr Gesicht leiht. "Das hat nichts mit Hypochondrie zu tun, sondern mit Bewusstsein für sich selbst. Ich bin mir das einfach schuldig."

Nachholbedarf

Für sich vorzusorgen - damit haben die Österreicherinnen offenbar noch Nachholbedarf, beklagen die Gynäkologen Univ.-Prof. Herbert Kiss und Univ.-Prof. Christian Singer, beide MedUni Wien. Weniger als 50 Prozent gehen jährlich zum Gynäkologen, im Dreijahresschnitt sind es rund 70 Prozent. Je nach Bundesland liegt die Teilnahmequote zwischen 25 und 70 Prozent. Große Hoffnungen setzen die Experten deshalb auch auf ein flächendeckendes Brustkrebs-Screening-Programm, das Ende 2011 eingeführt werden soll.

Aufklärung tut auch Not, da sich die Parameter der weiblichen Tumorerkrankungen in den letzten Jahren änderten. Beispiel Brustkrebs: "In den letzten Jahren haben wir Brustkrebs zunehmend bei jüngeren Frauen zwischen 35 und 45 Jahren diagnostiziert", so Kiss. "In diesem Alter rechnen die meisten nicht damit, gefährdet zu sein."

Ursachen unklar

Die Ursachen für diese Verlagerung sind nach wie vor nicht bekannt. Es gibt auch keine Vorsorge. Die Mammografie ist eine Früherkennungsmaßnahme - die jedoch die Überlebensrate deutlich erhöht. "Ist der Tumor noch kleiner als 0,5 Zentimeter, liegt die Überlebensrate bei 95 Prozent", betont Singer.

Anders ist die Lage beim Gebärmutterhalskrebs, der durch Viren ( humanes Papillomavirus, kurz HPV) ausgelöst wird. Sie setzen sich im sensiblen Übergangsbereich zwischen Gebärmutter und Vagina, eben dem Gebärmutterhals, fest und führen zu Zellveränderungen. Diese beschwerdefreien Vorstufen des Zervixkarzinoms können durch den sogenannten PAP-Abstrich, den der Frauenarzt ein Mal jährlich durchführt, gut erkannt und behandelt werden. Entwickelt sich jedoch tatsächlich Krebs, liegt die Überlebensrate bei 50 Prozent. "Das ist noch wenig im Bewusstsein der Frauen", so Kiss. Seit einigen Jahren gibt es auch eine HPV-Impfung. Russwurm hat bisher zwei ihrer drei Töchter impfen lassen. Es gibt aber auch Mediziner, die den Nutzen der Impfung anzweifeln.

Artikel vom 12.01.2010 16:40 | KURIER | Ingrid Teufl

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B E I T R Ä G E - N E U: 500.000 mit Burn-out
« Antwort #12 am: 19. Januar 2010, 17:16 »

500.000 mit Burn-out

Vor einem Anstieg psychischer Erkrankungen warnt die Wiener Ärztekammer:


Frau hängt erschöpft über Büchern. Zentrale Merkmale sind emotionale Erschöpfung, Leistungseinbußen sowie Zynismus.

Man dürfe aber nicht die Psychiater und Psychotherapeuten damit alleine lassen: "Es ist ein gesellschaftliches Problem. Bereits in den Schulen beginnt der Druck." Unter dem Motto "Spüren. Wahrnehmen. Auf die Psyche achten" startete die Wiener Ärztekammer jetzt eine Info-Kampagne.
Schleichend

"Ein Burn-out entwickelt sich schleichend", sagt Psychotherapeutin Lisa Tomaschek-Habrina vom "Institut für Burn-out und Stressmanagement" (Ibos), Rücken- oder Darmbeschwerden seien oft erste Warnsignale. Zentrale Merkmale seien emotionale Erschöpfung, Leistungseinbußen sowie Zynismus. "Die Angst vor der Diagnose einer psychischen Erkrankung ist immer noch groß. Zwischen dem ersten telefonischen Kontakt und dem ersten Termin bei uns vergeht oft ein Jahr." Dorner: "Noch immer sind psychische Erkrankungen ein gesellschaftliches Stigma. Das müssen wir überwinden."

Ein Folder mit Checkliste und Präventionstipps ist kostenlos erhältlich: pressestelle@aekwien.at , 01 / 515 01 / 1223.

Artikel vom 13.01.2010 17:01 | KURIER | Ernst Mauritz

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B E I T R Ä G E - N E U: Transplantation von Blutstammzellen
« Antwort #13 am: 19. Januar 2010, 17:18 »


"Wie eine Seelenverwandtschaft"

Drei Jahre nach der Transplantation von Blutstammzellen lernten Spenderin und Empfängerin einander persönlich kennen.

Die geheilte Leukämie-Patientin Ursula Breit-Silvester (li.), Stammzellspenderin Agnes Schwartz.

Ich war unglaublich nervös", sagt heute Agnes Schwartz, 25. - "Und ich hatte Angst, dass wir nicht wissen, worüber wir reden sollen", sagt Ursula Breit-Silvester, 37.

Dass Ursula lebt und sogar wieder arbeiten kann, verdankt sie Agnes: Am 17. 8. 2006 hat ein Zellseparator in Hameln aus dem Blut von Agnes mehrere Millionen Stammzellen herausgewaschen. Am 18. 8. 2006 wurden sie Ursula in Wien transplantiert: "Die Stammzelltransplantation ist die größte Hoffnung für Leukämie-Kranke - für mich war sie die einzige. Die Blutstammzellen von Agnes haben meine Leukämie geheilt."

Agnes Schwartz aus Braunschweig ist im März 2006 erstmals mit dem Thema Stammzellspende konfrontiert worden: "Ein Mädchen aus meinem Studienort Salzgitter war an Leukämie erkrankt. Viele Studenten ließen sich daraufhin als potenzielle Spender registrieren."
Anruf

Damals passten die Gewebemerkmale von Agnes nicht mit jenen ihrer Studienkollegin überein.
Doch bereits wenige Wochen später bekam sie einen Anruf vom deutschen Stammzellregister: Unter 13 Millionen Kandidaten weltweit sei sie als passende Spenderin für eine Frau in Österreich identifiziert worden. "Ich zögerte keine Sekunde, als ich gefragt wurde, ob ich zur Verfügung stehe."
Von Anfang an hatten Agnes und auch Ursula den Wunsch, den jeweils anderen kennenzulernen: "Ich wollte aber nur solange zuwarten, bis ich als geheilt galt und wieder arbeiten konnte", erzählt Ursula. Sie schrieb Agnes ein dreiviertel Jahr nach der Transplantation einen ersten Brief.

"Vorerst musste der Briefkontakt anonym bleiben. Erst nach drei Jahren darf - wenn alles gut geht - ein persönlicher Kontakt aufgenommen werden", sagt die Stammzellspezialistin Univ.-Prof. Agathe Rosenmayr (siehe rechts unten) .
Heuer im August wurde die Anonymität aufgehoben - vor Kurzem kam es in Ursulas Haus in Hirtenberg, NÖ, zum ersten Treffen: "Es ist wie eine Seelenverwandtschaft", sagt Ursula: "Es gab von Anfang an keine Fremdheit zwischen uns. Es ist so, als ob wir einander schon immer gekannt hätten."

"Wir haben beide diesen Schritt nicht bereut", ergänzt Agnes.

Jeder zweite Spender und jeder zehnte Patient hat den Wunsch, den jeweils anderen kennenzulernen. "Solche Zusammentreffen sind aber etwas ganz seltenes", betont Rosenmayr. "Es müssen nicht nur Patient und Spender den Wunsch äußern. Auch die Ärzte des Transplantationszentrums, des Österreichischen Stammzell-Registers und des anderen nationalen Registers müssen einverstanden sein. Denn nicht immer verkraften die Betroffenen die Treffen emotional so gut. Aber für Agnes und Ursula war es die richtige Entscheidung."

So wird man Spender

Voraussetzungen Alter 18 bis 45 (als Spender gemeldet bleibt man bis 55), guter Gesundheitszustand, Gewicht zwischen 55 und 110 kg.

Ablauf Aus wenigen Millilitern Blut werden mit Erbgut-Analyse die Gewebemerkmale bestimmt und gespeichert, DNA-Proben werden tiefgefroren. Passen die Merkmale irgendwann zu einem Patienten, der eine Stammzelltransplantation benötigt, wird man angerufen. Nach neuerlicher Analyse der Gewebemerkmale und genauer Untersuchung fällt die endgültige Entscheidung.

Info Tonband-Auskunft:
0800 / 252 253. Knochenmarkspendezentrale:
01 / 403 71 94.

Spendenkonto 096-04642, BLZ 20111 (ERSTE)
Link

    * www.knochenmarkspende.at (extern)

Artikel vom 14.01.2010 15:55 | KURIER | Ernst Mauritz

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B E I T R Ä G E - N E U: Neue Website des Gesundheitsministeriums
« Antwort #14 am: 19. Januar 2010, 17:20 »

Eine Dosis seriöse Information

Eine neue Website des Gesundheitsministeriums soll medizinische Infos anbieten, hinter denen keine wirtschaftlichen Interessen stecken.

www.gesundheit.gv.at

Den Arzt könne die neue Website nicht ersetzen. Sie sei eher ein Wegweiser für Patienten, so die Betreiber.

Was früher der gute alte Ärzte-Ratgeber in Buchform war, ist heute das World Wide Web: Mehr als 46 Prozent der Österreicher suchen im Internet gezielt nach Gesundheitsinformationen, hat Statistik Austria erhoben.

Umfragen zeigen aber auch, dass viele den dort abrufbaren medizinischen Ratschlägen nicht so recht trauen. Teilweise zu Recht, wie Gesundheitsminister Alois Stöger betont: "Gesundheitsinformationen im Internet sind oft von wirtschaftlichen Interessen, etwa jenen der Pharmaindustrie, geprägt."

Aus diesem Grund hat jetzt das Ministerium gemeinsam mit der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) eine eigene Gesundheitswebsite ins Netz gestellt. "Wir wollen unabhängige, qualitätsgesicherte Informationen zur Verfügung stellen", betont Stöger. Das Portal www.gesundheit.gv.at entstand in enger Kooperation mit den Sozialversicherungen, Ärzte- und Apothekerkammer, der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) sowie diversen Selbsthilfegruppen.

Die wichtigsten Angebote im Überblick:

Krankheiten Dieser derzeit noch recht überschaubare Bereich soll im Vollausbau Basisinformationen (Symptome, Diagnose, Therapie etc.) zu den verbreitetsten Erkrankungen enthalten. Einer der ersten Schwerpunkte ist Schlaganfall.

Services Hier kann man nach Ärzten, Spitälern, Apotheken, Auslandsärzten und Selbsthilfegruppen suchen.

Lexikon Ein online-Nachschlagewerk für medizinische Fachbegriffe (derzeit rund 800).

Laborbefund Diese Rubrik hilft beim Entziffern des Abkürzungssalates auf Befundblättern. Auch die je nach Alter und Geschlecht unterschiedlichen Normwerte können in diesem Bereich abgerufen werden.

Das Redaktionsteam bestehe laut GÖG-Geschäftsführer Arno Melitopulos aus erfahrenen Gesundheitsjournalisten aus dem Print- und Online-Bereich. "Die Qualität der Inhalte wird von mehreren Experten abgeklärt. Wir haben keine einzelnen Personen als Haus- und Hoflieferanten."
Die Seite sei kein Ratgeber, sondern eher ein Wegweiser. "Sie soll dem User dabei helfen, zum richtigen Experten für sein gesundheitliches Problem zu finden."

Links

    * www.gesundheit.gv.at (extern)
    * zum KURIER.at-Gesundheitscoach

Artikel vom 13.01.2010 17:01 | KURIER | Josef Gebhard