Autor Thema: Mammographie - Ja/Nein  (Gelesen 560 mal)

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Richi

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Mammographie - Ja/Nein
« am: 04. Februar 2010, 00:08 »
03.02.2010
   
   Kennzahlen Mammographie-Screening

In einem gemeinsamen Brief appellieren 13 Befürworter und Kritiker des Screenings an die Medien, bei der Darstellung der Vor- und Nachteile des Programms die "Kennzahlen Mammographie" zu verwenden. Die Zahlen sollen Frauen ein Gefühl für die Größenordnung geben, in denen sich die Vor- und Nachteile des deutschen Screening-Programms bewegen.

Dr. Wolfgang Aubke, Beiratsvorsitzender der Kooperationsgemeinschaft Mammographie begrüßt die Initiative. "Die Einigung auf ein Zahlenmodell ist vor allem ein wesentlicher Schritt für die Frauen, die vor der Entscheidung über eine Teilnahme am Screening stehen", betont Aubke. Die Zahlen könnten ihnen nun eine gute Orientierung bieten, so Aubke.

Bisher existieren verschiedene und voneinander abweichende Zahlenmodelle zu den Vor- und Nachteilen, die sich etwa nur auf wenige Quellen oder wenige Kriterien beschränken. "Das Besondere an diesen Kennzahlen ist, dass sie eine aktuelle und ausgewogene Einschätzung über die Vor- und Nachteile darstellen, die auf der breiten Grundlage von umfangreichen und transparenten Studienauswertungen und Analysen entstanden ist", betont Aubke.

Nach den "Kennzahlen Mammographie-Screening" lassen sich folgende Kernaussagen treffen: Von 1000 Frauen, die über den gesamten Zeitraum von 20 Jahren regelmäßig am Screening teilnehmen, können fünf Frauen damit rechnen, vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt zu werden. Ebenfalls fünf Frauen werden unnötig zu Brustkrebspatientinnen, weil ihr Krebs ohne Früherkennung nicht auffällig geworden wäre. Allerdings kann zum Zeitpunkt der Diagnose niemand absehen, wie sich dieser Tumor weiterentwickelt und ob er eine Bedrohung für die Frau darstellt. Bei 50 Frauen wird eine Gewebeprobe entnommen, die sich dann als unauffällig herausstellt.

Die Kennzahlen werden bereits in der Informationsbroschüre zum Mammographie-Screening verwendet, die gemeinsam von der Kooperationsgemeinschaft Mammographie, dem Deutschen Krebsforschungszentrum und der Deutschen Krebshilfe herausgegeben wird. (Mammographie-Screening. Früherkennung von Brustkrebs. Was Sie darüber wissen sollten.) Auch das kürzlich überarbeitete Faltblatt der Deutschen Krebshilfe bezieht sich auf die Kennzahlen.

Die Kooperationsgemeinschaft Mammographie hatte in Vorbereitung der Informationsbroschüre den Wissenschaftsautor Dr. Christian Weymayr mit einer ausführlichen Recherche zu den Kennzahlen beauftragt. Die Herleitung der Kennzahlen ist zusammengestellt und veröffentlicht. (Weymayr, Christian: Kennzahlen Mammographie-Screening. Dokumentation 2010.Version 1.2. Hg. v. Kooperationsgemeinschaft Mammographie. Köln 2010.)

Die Dokumentation sowie der Brief an die Medien finden Sie im Internet unter: www.mammo-programm.de (Fachinformationen: Aktuelle Publikationen)

Quelle: Kooperationsgemeinschaft Mammographie

Jutta

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Mammographie - Ja/Nein
« Antwort #1 am: 07. Oktober 2010, 22:35 »
Donnerstag, 7. Oktober 2010

Erfolg des Mammographie-Screenings erst in zehn Jahren genau bestimmbar

ddp
München – Zur Geduld bei der Bewertung des bundesweiten Mammographie-Screenings hat die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) aufgerufen. „Erst nach einer Laufzeit von zehn Jahren und mehr wird eine Aussage zum gewünschten Effekt, das heißt der Reduktion der Brustkrebssterblichkeit, möglich sein“, erklärte Ingrid Schreer, Ehrenpräsidentin der Fachgesellschaft DGS auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG).

Gleichzeitig warnte sie davor, den Nutzen des Früherkennungs-Programms generell infrage zu stellen. Schließlich belege der erste Qualitätsbericht zum deutschen Mammographie-Screening-Programm, dass durch die Reihenuntersuchung mehr Brustkrebsvorstufen und kleine Brustkrebse entdeckt wurden als ohne Screening. Dies allein reicht nach Ansicht der Expertin jedoch nicht aus: „Es müssen die frühen, aggressiven Krebse entdeckt werden“, forderte Schreer.

Angesichts der bestehenden Gefahr einer Überdiagnose und Übertherapie forderte die DGS-Ehrenpräsidentin deshalb Nutzen und Schaden des Screenings kontinuierlich gegeneinander abzuwägen und gezielt darüber aufzuklären. „Schließlich richtet sich die Früherkennungsmaßnahme ja an gesunde Frauen“, so Schreer. © hil/aerzteblatt.de

Jutta

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Re:Mammographie - Ja/Nein
« Antwort #2 am: 08. Oktober 2010, 00:12 »

Jede zweite Frau unter 50 ist interessiert an Mammografie-Screening

Mehr Frauen könnten vom strahlungsarmen Sectra MicroDose™-Verfahren profitieren

 
Brustkrebsmonat


Aachen/Stockholm (pts/07.10.2010/10:00) -

Jede zweite Frau zwischen 40 und 50 Jahren hat unter der Voraussetzung eines niedrigen Strahlenrisikos hohes Interesse an einem regelmäßigen Mammografie-Screening. Das belegen neue Ergebnisse des Meinungsforschungsinstituts TNS unter 1006 deutschen Frauen.(1) Mit der vom schwedischen Medizintechnikunternehmen Sectra beauftragten Studie können nun aktuelle Aussagen zum gesundheitlichen Vorsorgeverhalten von Frauen vorgelegt werden. Danach würden sich 59 Prozent der Befragten zwischen 40 und 50 für eine regelmäßige Brustkrebsvorsorgeuntersuchung entscheiden, wenn die Strahlenbelastung des eingesetzten Mammografiesystems deutlich und um bis zu 50 Prozent gesenkt werden könnte.

Seit dem Jahr 2005 haben mit der gesetzlichen Einführung des Mammografie-Screenings in Deutschland Frauen zwischen 50 und 69 Jahren Anspruch auf eine regelmäßige Brustkrebsvorsorge alle zwei Jahre. In dieser Zeit entdeckten Screening-Ärzte bei sieben bis acht von 1000 Frauen einen Tumor in der Brust.(2) Zudem fallen seither mit 30,8 Prozent rund doppelt so viele kleine Tumore bis zu einer Größe von einem Millimeter auf als vor der Einführung. Im Screening unerkannt bleiben Frauen unter 50 Jahren, die nicht im gesetzlichen Vorsorge-Programm berücksichtigt sind.(2) Die Altersbegrenzung wird mit der Belastung durch Röntgenstrahlen begründet und darf bei jüngeren Frauen nur im Fall eines medizinischen Verdachtsmoments durchgeführt werden.

"Bisher bleibt in der Altersstufe unter 50 Jahren die Früherkennung von Brustkrebs auf die Selbstuntersuchung der Frau und eine Tastuntersuchung beim Frauenarzt begrenzt. Nur bei begründeten Verdacht wird eine Frau zur weiteren Abklärung zur Mammografie und zum Ultraschall überwiesen. Das ist eigentlich keine Früherkennung, sondern eine Spätentdeckung. Denn Früherkennung bedeutet: Den Brustkrebs entdecken, bevor er tastbar ist. Für viele der betroffenen Frauen beginnt bei positivem Befund die Therapie dann erst sehr spät", kommentiert Annette Kruse-Keirath von der Patientenorganisation mamazone e.V. die Situation. In Deutschland erkranken jährlich rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs. Inzwischen wird jede neunte Frau im Laufe ihres Lebens mit dieser Diagnose konfrontiert.(3)

Aber auch nicht alle Frauen ab 50 nutzen das freiwillige und kassenärztlich erstattungsfähige Angebot des staatlich empfohlenen Mammografie-Screenings. Insbesondere die Befürchtung gesundheitlicher Belastungen durch Streustrahlung befinden zwei Drittel aller befragten Frauen ab 50 Jahren als Grund, keine regelmäßige mammografische Untersuchung zu nutzen. Nur zwei von drei unter ihnen haben in den letzten zwei Jahren von einem Mammografie-Screening Gebrauch gemacht. Auch die Angst vor Fehldiagnosen engt die Bereitschaft bei Frauen ein, das Angebot eines Mammografie-Screenings wahrzunehmen. Rund ein Drittel aller Befragten hat die grundsätzliche Befürchtung, mit vergleichbar falschen Diagnosen wie bei Fällen im Freundeskreis konfrontiert werden zu können.

"Die Mehrheit, rund 80 Prozent, aller befragten Frauen würde sofort den Radiologen wechseln, wenn die Option einer weitaus niedriger dosierten Röntgen-Untersuchung zur Brustkrebsvorsorge bestehen würde. Das ermutigt uns, an die Entwicklungen effizienter und gewebeschonender Diagnosesysteme zur Früherkennung anzuknüpfen", fasst Dr. Norbert Reekers, Geschäftsführer von Sectra in Deutschland die Ergebnisse im Ausblick zusammen.

Jede zweite Frau zwischen 40 und 65 Jahren ist zwar überzeugt, dass eine regelmäßige mammografische Untersuchung vor Brustkrebs schützen kann. Jede Fünfte befürchtet aber, dass ein regelmäßiges Screening aufgrund der Strahlenbelastung auch das allgemeine Krebsrisiko erhöht. "Insoweit decken sich die Wünsche der Frauen mit den Möglichkeiten des von Sectra am Royal Institute of Technology (KTH) in Stockholm entwickelten MicroDose™-Verfahrens, die Diagnosesicherheit weit über das mögliche Maß zu gewährleisten und zugleich die Strahlenbelastung um bis zu 50 Prozent unter den gegenwärtigen Standard bei digitalen Systemen zu senken", so Dr. Reekers weiter.

http://www.sectra.com

Über Sectra
Sectra entwickelt und vertreibt innovative Spitzenprodukte in expandierenden Nischensegmenten medizinischer und Kommunikationssysteme. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und hat seinen Stammsitz an der Universität Linköping in Schweden. Heute hat Sectra Niederlassungen in 12 Ländern und operiert weltweit mit Partnern. Die Umsätze im Geschäftsjahr 2009/2010 betrugen insgesamt 848 Millionen SEK (ca. 92,1 Millionen EUR). Die Sectra-Aktie ist an der NASDAQ OMX Stockholm AB-Börse notiert.

Quellen:
1: Data on File; TNS Healthcare (2010): Frauen und Mammografie. 1006 telefonische Interviews unter deutschen Frauen zwischen 40 bis 65 Jahren. Befragungszeitraum 5. bis 18.08.2010. Stockholm.
2: Kooperationsgemeinschaft Mammographie (2010): Evaluationsbericht 2005-2007. Berlin.
3: http://www.krebsinformationsdienst.de (Ende)