Jede zweite Frau unter 50 ist interessiert an Mammografie-Screening
Mehr Frauen könnten vom strahlungsarmen Sectra MicroDose™-Verfahren profitieren Brustkrebsmonat
Aachen/Stockholm (pts/07.10.2010/10:00) -
Jede zweite Frau zwischen 40 und 50 Jahren hat unter der Voraussetzung eines niedrigen Strahlenrisikos hohes Interesse an einem regelmäßigen Mammografie-Screening. Das belegen neue Ergebnisse des Meinungsforschungsinstituts TNS unter 1006 deutschen Frauen.(1) Mit der vom schwedischen Medizintechnikunternehmen Sectra beauftragten Studie können nun aktuelle Aussagen zum gesundheitlichen Vorsorgeverhalten von Frauen vorgelegt werden. Danach würden sich 59 Prozent der Befragten zwischen 40 und 50 für eine regelmäßige Brustkrebsvorsorgeuntersuchung entscheiden, wenn die Strahlenbelastung des eingesetzten Mammografiesystems deutlich und um bis zu 50 Prozent gesenkt werden könnte.
Seit dem Jahr 2005 haben mit der gesetzlichen Einführung des Mammografie-Screenings in Deutschland Frauen zwischen 50 und 69 Jahren Anspruch auf eine regelmäßige Brustkrebsvorsorge alle zwei Jahre. In dieser Zeit entdeckten Screening-Ärzte bei sieben bis acht von 1000 Frauen einen Tumor in der Brust.(2) Zudem fallen seither mit 30,8 Prozent rund doppelt so viele kleine Tumore bis zu einer Größe von einem Millimeter auf als vor der Einführung. Im Screening unerkannt bleiben Frauen unter 50 Jahren, die nicht im gesetzlichen Vorsorge-Programm berücksichtigt sind.(2) Die Altersbegrenzung wird mit der Belastung durch Röntgenstrahlen begründet und darf bei jüngeren Frauen nur im Fall eines medizinischen Verdachtsmoments durchgeführt werden.
"Bisher bleibt in der Altersstufe unter 50 Jahren die Früherkennung von Brustkrebs auf die Selbstuntersuchung der Frau und eine Tastuntersuchung beim Frauenarzt begrenzt. Nur bei begründeten Verdacht wird eine Frau zur weiteren Abklärung zur Mammografie und zum Ultraschall überwiesen. Das ist eigentlich keine Früherkennung, sondern eine Spätentdeckung. Denn Früherkennung bedeutet: Den Brustkrebs entdecken, bevor er tastbar ist. Für viele der betroffenen Frauen beginnt bei positivem Befund die Therapie dann erst sehr spät", kommentiert Annette Kruse-Keirath von der Patientenorganisation mamazone e.V. die Situation. In Deutschland erkranken jährlich rund 57.000 Frauen neu an Brustkrebs. Inzwischen wird jede neunte Frau im Laufe ihres Lebens mit dieser Diagnose konfrontiert.(3)
Aber auch nicht alle Frauen ab 50 nutzen das freiwillige und kassenärztlich erstattungsfähige Angebot des staatlich empfohlenen Mammografie-Screenings. Insbesondere die Befürchtung gesundheitlicher Belastungen durch Streustrahlung befinden zwei Drittel aller befragten Frauen ab 50 Jahren als Grund, keine regelmäßige mammografische Untersuchung zu nutzen. Nur zwei von drei unter ihnen haben in den letzten zwei Jahren von einem Mammografie-Screening Gebrauch gemacht. Auch die Angst vor Fehldiagnosen engt die Bereitschaft bei Frauen ein, das Angebot eines Mammografie-Screenings wahrzunehmen. Rund ein Drittel aller Befragten hat die grundsätzliche Befürchtung, mit vergleichbar falschen Diagnosen wie bei Fällen im Freundeskreis konfrontiert werden zu können.
"Die Mehrheit, rund 80 Prozent, aller befragten Frauen würde sofort den Radiologen wechseln, wenn die Option einer weitaus niedriger dosierten Röntgen-Untersuchung zur Brustkrebsvorsorge bestehen würde. Das ermutigt uns, an die Entwicklungen effizienter und gewebeschonender Diagnosesysteme zur Früherkennung anzuknüpfen", fasst Dr. Norbert Reekers, Geschäftsführer von Sectra in Deutschland die Ergebnisse im Ausblick zusammen.
Jede zweite Frau zwischen 40 und 65 Jahren ist zwar überzeugt, dass eine regelmäßige mammografische Untersuchung vor Brustkrebs schützen kann. Jede Fünfte befürchtet aber, dass ein regelmäßiges Screening aufgrund der Strahlenbelastung auch das allgemeine Krebsrisiko erhöht. "Insoweit decken sich die Wünsche der Frauen mit den Möglichkeiten des von Sectra am Royal Institute of Technology (KTH) in Stockholm entwickelten MicroDose™-Verfahrens, die Diagnosesicherheit weit über das mögliche Maß zu gewährleisten und zugleich die Strahlenbelastung um bis zu 50 Prozent unter den gegenwärtigen Standard bei digitalen Systemen zu senken", so Dr. Reekers weiter.
http://www.sectra.com Über Sectra
Sectra entwickelt und vertreibt innovative Spitzenprodukte in expandierenden Nischensegmenten medizinischer und Kommunikationssysteme. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet und hat seinen Stammsitz an der Universität Linköping in Schweden. Heute hat Sectra Niederlassungen in 12 Ländern und operiert weltweit mit Partnern. Die Umsätze im Geschäftsjahr 2009/2010 betrugen insgesamt 848 Millionen SEK (ca. 92,1 Millionen EUR). Die Sectra-Aktie ist an der NASDAQ OMX Stockholm AB-Börse notiert.
Quellen:
1: Data on File; TNS Healthcare (2010): Frauen und Mammografie. 1006 telefonische Interviews unter deutschen Frauen zwischen 40 bis 65 Jahren. Befragungszeitraum 5. bis 18.08.2010. Stockholm.
2: Kooperationsgemeinschaft Mammographie (2010): Evaluationsbericht 2005-2007. Berlin.
3:
http://www.krebsinformationsdienst.de (Ende)