Operation
Für die Operation wird der Bauch in der Mitte längs eröffnet. So hat man den besten Überblick über alle Bauchorgane. Zur Standardoperation gehört die Entfernung der Gebärmutter, beider Eierstöcke, der Bauchfettschürze, des Blinddarms und aller Lymphknoten im Versorgungsgebiet. Weiterhin werden Gewebeproben vom Bauchfell und Abstriche von Bauchflüssigkeit entnommen, um unter dem Mikroskop nachzusehen, ob Krebszellen vorhanden sind. Sollte der Tumor auch auf andere Organe übergegriffen haben (z. B. Darm oder Bauchspeicheldrüse), so werden diese Organe ganz oder teilweise mitentfernt. Sollte eine Operation in diesem Ausmaß nötig sein, sollte sie in spezialisierten Zentren durchgeführt werden. Ziel ist es, den Tumor so weit wie möglich zu entfernen und festzulegen, ob eine weitere Therapie nach der Operation notwendig ist. Das gilt auch für die Borderline-Tumore. Hier kann lediglich auf die Entfernung der Lymphknoten verzichtet werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist bei jungen Patientinnen mit bestehendem Kinderwunsch das Belassen des zweiten Eierstocks und der Gebärmutter vertretbar.
Wie bei jedem größeren operativen Eingriff können auch hierbei Komplikationen auftreten.
Es kann zu Verletzungen von anderen Organen, von Nerven und Blutgefäßen kommen, die Blutungen und Nachblutungen nach sich ziehen können. Infektionen, vor allem im Bereich der Wunde, sind möglich. Blutgerinnsel (Thrombosen und Embolien) sind in der Regel selten. Nach der Operation können Verwachsungen entstehen, die insbesondere bei größeren Bauchoperationen zu Darmverschlüssen führen können und dann zu einer Nachoperation zwingen..Über die Risiken der Narkose klärt vor der Operation ein Narkosearzt (Anästhesist) auf. Er bespricht mit der Patientin deren individuelles Risiko und passt die Narkose entsprechend an.
gefunden: meduniqa