Autor Thema: HPV-Impfung - für wen ...... Homosexuelle Männer wollen Impfstoff gegen HPV  (Gelesen 785 mal)

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Werner

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Homosexuelle Männer wollen Impfstoff gegen HPV
   Gardasil eigentlich für Frauen und Kinder vorgesehen

   London (pte/23.02.2007/10:00) - Homosexuelle Männer fordern einen
   umstrittenen Impfstoff gegen eine Geschlechtskrankheit ein, der
   eigentlich geschaffen wurde, um Krebserkrankungen bei Frauen zu
   verhindern. Gardasil http://www.gardasil.com schützt gegen die meisten
   sexuell übertragbaren Infektionen wie HPV, das Gebärmutterhalskrebs
   verursachen kann. HPV kann jedoch auch Warzen im Genitalbereich,
   Krebserkrankungen im Analbereich und Peniskrebs verursachen. Die Männer
   argumentieren, dass eine Impfung gegen diese Erkrankungen schützen würde.

   Zahlreiche private Kliniken bieten die Impfung Männern an. Eine Londoner
   Institution immnusierte laut BBC in den vergangenen sechs Wochen Dutzende
   Interessenten. Die Diskussion um Gardasil wurde kontroversiell geführt,
   da das Medikament darauf ausgerichtet ist, Kindern verabreicht zu werden
   bevor sie sexuell aktiv werden und sich mit HPV infizieren können. Die
   britische Regierung überlegt, ob alle Mädchen und möglicherweise auch die
   Jungen im Alter von elf oder zwölf Jahren routinemäßig in den Schulen
   geimpft werden sollten. Mit dieser Initiative soll die Anzahl der
   Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs verringert werden.

   Das Medikament wurde für Jungen und Mädchen zwischen neun und 15 Jahren
   und für Frauen zwischen 16 und 26 zugelassen. Ärzte können sich jedoch
   entscheiden, ob sie Gardasil auch an andere Personengruppen abgeben. Sean
   Cummings von der Londoner Freedom Health Clinic empfiehlt das Medikament
   gerne auch erwachsenen Männern. Die Behandlung mit drei Injektionen
   kostet 450 Pfund. "Die Motivation für die Behandlung ist der Selbstschutz
   und die Weiterverbreitung von HPV zu verhindern." Gegner argumentieren,
   dass es keinen Sinn mache Menschen zu immunisieren, die bereits sexuell
   aktiv sind. Der Mediziner Paul Fox glaubt jedoch, dass eine Impfung
   durchaus Sinn machen kann. Er hält es für unwahrscheinlich, dass auch ein
   sexuell sehr aktiver Mensch sich mit allen vier HPV-Stämmen angesteckt
   hat, die von Gardasil abgedeckt werden.

   Das Pharmaunternehmen Merck testet laut BBC derzeit die Wirksamkeit von
   Gardasil in einer Studie mit 4.000 Männern. 500 Teilnehmer haben auch
   gleichgeschlechtliche Sexualkontakte. Das US National Institute of
   Healthv führt derzeit ebenfalls Tests durch. Es soll ermittelt werden,
   welche Vorteile das Medikament bei einer HIV-Infektion bringen kann.
   (Ende)

     Aussender: pressetext.austria