Autor Thema: Mein Darm  (Gelesen 1972 mal)

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Werner

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Mein Darm
« am: 18. November 2008, 09:42 »
   
   Stromazellen im Lymphknoten prägen Immunantwort

Viele Krankheitserreger nutzen den Darm als Eintrittspforte, um in den Körper zu gelangen und Erkrankungen auszulösen. Um sich gegen diese Pathogene zu schützen, ist es wichtig, dass das Immunsystem T-Zellen gezielt in den Darm lenkt. Diese Abwehrzellen werden mit molekularen Adresskodes ausgestattet, die es den T-Zellen erlauben, in bestimmte Gewebe einzuwandern. Um in den Darm zu gelangen, müssen die Zellen zwei Moleküle bilden können: den Chemokinrezeptor CCR9 in Verbindung mit dem alpha4beta7-Integrin. Nur dann können sie dort ihre Funktion ausüben und Krankheitserreger bekämpfen. Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) haben jetzt gezeigt, dass die Gerüstzellen der Lymphknoten des Darms einen wichtigen Beitrag in diesem Prozess leisten. Ihre Arbeit haben die Forscher des Instituts für Immunologie und des Instituts für Funktionelle und Angewandte Anatomie jetzt im "Journal of Experimental Medicine" (J. Exp. Med. 2008;205 2483-2490) publiziert.


Die Wissenschaftler fanden heraus, dass  http://www.journalmed.de/newsview.php?id=23614

Dietmar E.

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Mein Darm
« Antwort #1 am: 01. Februar 2009, 17:13 »

29/01/09,19:14, Elsevier Von Nancy Walsh

Entzündliche Darmerkrankung bleibt klinische Herausforderung

FORT LAUDERDALE, Florida (EGMN) – Trotz eines besseren Verständnisses der genetischen Einflüsse und phänotypischen Manifestationen sowie der Verfügbarkeit multipler immunmodulatorischer Medikamente stellen entzündliche Darmerkrankungen weiterhin eine signifikante klinische Herausforderung dar.

„Klassischerweise reden wir bei den entzündlichen Darmerkrankungen von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn, aber manchmal gibt es so große Überschneidungen, dass man kaum einen Unterschied machen kann“, sagte Dr. Sunanda Kane. Obwohl die Schleimhauterkrankung bei Colitis ulcerosa zum Beispiel generell oberflächlich sei, könne der Patient bei tiefen Ulzera mehr Schmerzen haben als erwartet.

Weiter: http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=8&profileAOIName=Allgemeinmedizin&articleItemId=a277337b194faa6f3faa2c3b10f611b1
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Gitti

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Ballaststoffe lindern Reizdarmsyndrom
« Antwort #2 am: 28. August 2009, 20:21 »
Freitag, 28. August 2009

Ballaststoffe lindern Reizdarmsyndrom

Utrecht – Ballaststoffe können die Beschwerden beim Reizdarmsyndrom deutlich lindern. Die Wirkung war in einer randomisierten klinischen Studie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 339: b3154) allerdings von der Wahl des Präparates abhängig.

Die meisten Ärzte raten ihren Patienten mit Reizdarmsyndrom, den Anteil von Ballaststoffen in der Nahrung zu erhöhen. Viele verordnen entsprechende pflanzliche Präparate. Die Therapie war bisher jedoch nicht evidenzbasiert und eine Meta-Analyse konnte im letzten Jahr keine signifikante Wirkung feststellen (BMJ 2008; 337: a2313). Die einzige Ausnahme waren damals indische Flohsamen (Plantago ispaghula). René Bijkerk von der Universität Utrecht kommt jetzt in einer randomisierten klinischen Studie zu ähnlichen Ergebnissen.

Eine Gruppe von 275 Patienten im Alter von 18 bis 65 Jahren mit Reizdarmsyndrom nahm über 12 Wochen zweimal täglich 10 Gramm Flohsamen (Psyllium), Kleie (unlösliche Fasern) oder Placebo ein. Primärer Endpunkt war eine Besserung der Symptome in der Eigenbewertung der Patienten.

Nach einem Monat berichteten 57 Prozent der Patienten unter der Therapie mit Psyllium über eine Besserung – ein signifikanter Vorteil gegenüber dem Placeboarm: Die Teilnehmer hier hatten ein Präparat mit Reismehl erhalten und immerhin 35 Prozent hatten darunter eine Besserung verspürt, was die bekannte deutliche Placebowirkung bei dieser Erkrankung bestätigt. Auf eine Kleiebehandlung hatten 40 Prozent angesprochen, was kein signifikanter Unterschied zur Placebowirkung war.

Auch nach zwei Monaten war Psyllium mit einer Responderrate von 59 Prozent gegenüber Placebo (41 Prozent) und Kleie (51 Prozent) im Vorteil. Im dritten Monat hatte allerdings Kleie mit einer Responderrate von 57 Prozent gegenüber Psyllium (46 Prozent) und Placebo (32 Prozent) die Nase vorn.

Dennoch gibt Bijkerk dem Psyllium-Präparat den Vorzug. Es hatte in einem sekundären Endpunkt zur quantitativen Wirkung nach drei Monaten die beste Wirkung erzielt: Der Symptomscore besserte sich um 90 Punkte, gegenüber einer Besserung um 49 Punkte unter Placebo und einer Besserung um 58 Punkte unter dem Kleieprodukt.

Die Kleie war bei den Patienten offenbar weniger beliebt. Nur 56 Prozent der Teilnehmer beendeten die Studie (64 Prozent im Psyllium-Arm, 60 Prozent im Placebo-Arm). Vor allem zu Beginn der Therapie sollen einige Patienten Kleie weniger gut vertragen haben.

© rme/aerzteblatt.de

Richi

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Re: Mein Darm
« Antwort #3 am: 31. März 2010, 19:59 »
 http://www.wissen-gesundheit.de/content.asp?wdid=606&sid=0

Etwa 320 000 Menschen in Deutschland sind von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen betroffen. Dies sind vor allem Morbus Crohn, der den gesamten Darm betrifft, sowie Colitis ulcerosa des Dickdarms. Die Erkrankungen haben unterschiedliche Auslöser und Verläufe, zeigen sich aber oft mit ähnlichen Beschwerden. Dies erschwert es dem Arzt, die Erkrankungen schnell und ohne aufwändige Untersuchungsmethoden zu unterscheiden. Eine schnelle und einfache Methode wurde im Vorfeld des Internistenkongresses 2010 bekannt. Denn Forscher haben herausgefunden, dass die Erkrankungen die Darmflora jeweils unterschiedlich prägen, was mit einer einfachen Stuhlprobe nachweisbar ist: Bei Menschen mit Morbus Crohn finden sich weniger Bakterien des Typs Faecalibacterium prausnitzii. Bei der Colitis ulcerosa tritt im Gegensatz dazu dieser Keim vermehrt auf und zeigt auch – bedingt durch die entzündete Schleimhaut –massenhaft Leukozyten. Diese Erkenntnisse werden in Zukunft wohl für eine neue einfache Untersuchungsmethode genutzt werden können.

Die typische Zusammensetzung der Darmbakterien legt es nahe, dass diese auch einen Einfluss auf die Symptome besitzen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin mit. Bereits jetzt werden an der Uniklinik Regensburg Patienten mit Colitis ulcerosa nach dem Abklingen der Entzündung mit Präparaten behandelt, die einen bestimmten Stamm des Darmbakteriums E. coli enthalten. Studien haben gezeigt, dass dadurch neue Entzündungsschübe hinausgezögert werden können.
Unser Tipp: Auch Probiotika helfen bei Colitis ulcerosa, und zwar vorbeugend und sogar im Krankheitsschub. Probiotika finden Sie in bestimmten Sorten von Naturjoghurt, es gibt sie auch in der Apotheke in Form von Kapseln zu kaufen.
 

Lesen Sie dazu auch:
• Entzündliche Darmerkrankungen
• Genetische Defekte entscheidend bei Colitis ulcerosa
• Naturmedizin bei Crohn und Colitis
• Darm-Verschluss: Oft kann nur eine Not-OP das Leben retten
• Typhus: Meist ist schlechte Hygiene schuld
• Neue Hoffnung bei chronischer Darmentzündung

 

Autor: Wissen Gesubndheit - Redaktion

Richi

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Mein Darm
« Antwort #4 am: 03. August 2010, 20:24 »

Wie die Ernährung den Darm verändert

Florenz – Die Ernährung hat deutliche Auswirkungen auf die bakterielle Besiedlung des Dickdarms. Die Unterschiede sind bereits in den ersten Lebensjahren beachtlich. Sie könnten die unterschiedliche Anfälligkeit von Menschen in Industrie- und Entwicklungsländern (nicht nur) für Darmerkrankungen erklären, wie eine Studie in den Proceedings of the National Academy of Sciences (2010, doi: 10.1073/pnas.1005963107) zeigt.

In den westlichen Ländern konnten schwere Darminfektionen, an denen noch heute viele Menschen in den Entwicklungsländern sterben, weitgehend zurückgedrängt werden. Dafür sind Allergien, Autoimmunerkrankungen und entzündliche Darmerkrankungen sehr häufig geworden.

............ http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/42212/Wie_die_Ernaehrung_den_Darm_veraendert.htm

admin

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« Antwort #6 am: 20. Juli 2011, 21:14 »

Mittwoch, 20. Juli 2011

Vegetarische Diät beugt Divertikulitis vor

Oxford – Vegetarier erkranken und sterben seltener an einer Divertikulose. Die protektive Wirkung war in einer prospektiven Beobachtungsstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2011; 343: d4131) unabhängig von einer ballaststoffreichen Ernährung, die einer Divertikulose ebenfalls vorbeugt. Angesichts einer hohen Number needed to treat dürften sich Fleischesser jedoch kaum von den Vorteilen einer vegetarischen Lebensweise überzeugen lassen.

Die Divertikulose ist eine typische Folge der westlichen Lebensgewohnheiten. Die industriell gefertigten Nahrungsmittel enthalten kaum noch Ballaststoffe. Das Kotvolumen nimmt ab, und der langsamere Transit im Colon steigert die Reabsorption von Wasser. Der Stuhlgang wird für viele Menschen zur Qual.

.............. http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46695/Vegetarische_Diaet_beugt_Divertikulitis_vor.htm