Autor Thema: Salzburg, was ist los im Brustkrebs - Zentrum  (Gelesen 433 mal)

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Salzburg, was ist los im Brustkrebs - Zentrum
« am: 31. Juli 2010, 02:27 »
http://www.salzburger-fenster.at/rubrik/lokales/25b10/patientenanwaeltin_16479.html

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SF25b/10
Patientenanwältin: Brustkrebs-Behandlung am Landesspital läuft professionell

Tumorboard im LKH arbeitet interdisziplinär

Der Streit der Primare am Salzburger Landeskrankenhaus hat Brustkrebspatientinnen verunsichert. Patientenanwältin Mercedes Zsifkovics hat im Spital Einschau gehalten, ihr Fazit: Die Therapien laufen gut und professionell.


Patientenanwältin Mercedes Zsifkovics recherchierte im Krankenhaus. „Der Streit war nicht gut, ist aber beendet“ (links: SALK-Geschäftsführer Burkhard van der Vorst, rechts: der ärztliche Direktor Heinrich Magometschnigg). Foto: SALK
Patientenanwältin Mercedes Zsifkovics recherchierte im Krankenhaus. „Der Streit war nicht gut, ist aber beendet“ (links: SALK-Geschäftsführer Burkhard van der Vorst, rechts: der ärztliche Direktor Heinrich Magometschnigg). Foto: SALK

Monatelang hat der erbitterte Streit zwischen dem Onokologie-Professor Richard Greil und dem Gynäkologen Christian Menzel den Alltag in den beiden Primarbüros blockiert. Die Behandlung der Patientinnen – vornehmlich der Frauen mit Brustkrebs – hat nicht darunter gelitten. Dieses Fazit zieht die Salzburger Patientenanwältin Mercedes Zsifkovics nach einer Einschau in den Klinikabteilungen.
Zsifkovics zum SF: „Es ist eine sehr große Verunsicherung durch den öffentlichen Konflikt entstanden. Fast jeden Tag hat jemand bei mir gefragt: Kann ich dort noch hingehen, werde ich dort gut behandelt? Dieses Nach-Außen-Tragen des Streits war nicht gut“, urteilt Zsifkovics. Sie könne nach Einsicht in interne und externe Dokumente und nach Gesprächen vor Ort mit Bestimmtheit sagen, dass sich am Ablauf der Behandlung nichts geändert habe. „Medikamentöse Therapien wurden und werden im Regelfall durch die Universitätsklinik für Innere Medizin III – also von der Onkologie erbracht. Die Nachsorge erfolgt sowohl auf der Ambulanz der Speziellen Gynäkologie von Professor Christian Menzel als auch auf der Onkologie von Professor Richard Greil“, so Zsifkovics. Man gehe mit den Ängsten und Nöten der Patientinnen sensibel um, was sich auch daran zeige, dass es kaum Beschwerdefälle der Patientinnen beider Abteilungen gebe.

Brustzentrum wird nicht zerschlagen

Es stimme einfach nicht, was in der Unterschriftenliste behauptet worden sei, sagt Zsifkovics. In einer von 1.600 Personen unterschriebenen Petition war von der „Zerschlagung“ des Brustzentrums die Rede und davon, dass zwangsweise angeordnete Therapien an der Onkologie nur negativ sein könnten. Zsifkovics: „Da wurde eine falsche Botschaft in den Raum gestellt. Es gibt nach wie vor ein interdisziplinäres Tumorboard, wo Ärzte aus den Fachrichtungen Onkologie, Chirurgie, spezielle Gynäkologie, Radiotherapie und manchmal auch aus der Pathologie jeden Fall einzeln diskutieren und behandeln.“
Der Konflikt zwischen Menzel und Greil eskalierte zeitweise übrigens so, dass sofort die Anwälte in den Chefetagen anriefen, „wenn irgendjemand wieder etwas dazu verlauten ließ“, weiß ein Insider. Auch die Partei habe bei ihr interveniert, sagt Britta Pohl von der ÖVP-Altstadt und Initiatorin der Unterschriftenliste. Mit Ärztedirektor Heinrich Magometschnigg habe sie eine heftige Unterredung gehabt. Ihre Nähe zur ÖVP habe mit dieser Aktion nicht das Geringste zu tun, so Pohl.
 
Sonja Wenger