Autor Thema: Früherkennung  (Gelesen 1700 mal)

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christina62

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Früherkennung
« am: 17. Mai 2007, 21:26 »

Früherkennung

Ein Eierstocktumor (Ovarialkarzinom) kann lange unbemerkt bleiben, da er sich zunächst in die freie Bauchhöhle ausbreiten kann. Daher gibt es derzeit noch keine funktionierende „echte“ Früherkennung. Erst wenn er so groß ist, dass er Druck auf andere Organe ausübt, verschlechtert sich das Befinden der Patientin. Es gibt allerdings auch schon vorher bestimmte Warnzeichen , die unbedingt ernst zu nehmen sind und einen sofortigen Arztbesuch zur Folge haben sollten. Dies gilt ganz besonders, wenn die Symptome erst seit kurzer Zeit eingesetzt haben und heftiger als normale Zyklusbeschwerden sind und nicht nach kurzer Zeit wieder verschwinden:
Blutungen außerhalb der Monatsregel oder nach den Wechseljahren
Magenschmerzen, Blähungen oder Verdauungsbeschwerden, für die keine Ursachen erkennbar sind
unerklärbare Gewichtsabnahme, vor allem dann, wenn der Bauchumfang dabei zunimmt.


Diese Symptome können auch harmlose Ursachen haben. Selbst wenn der Arzt eine Geschwulst findet, so muss diese nicht bösartig sein, auch wenn sie möglicherweise recht groß ist. Im übrigen gilt auch für Eierstockkrebs: Wenn er früh erkannt wird, ist er besser heilbar.

Es gibt für Eierstockkrebs keine gesetzlich vorgesehene Untersuchung zur Früherkennung. Da das Risiko einer Erkrankung aber mit den Lebensjahren steigt, sollten Frauen in fortgeschrittenem Alter von sich aus jedes Jahr eine Untersuchung der Eierstöcke vornehmen lassen.

Was tut Ihr Arzt?
Der Arzt kann die Eierstöcke mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung nach Unregelmäßigkeiten absuchen. Diese Methode ist schonend und führt oft zu einer Diagnosen. Wenn der Arzt bei der Ultraschalluntersuchung eine Veränderung der Eierstöcke feststellt, muss das nicht zwangsläufig heißen, dass die Erkrankung bösartig ist. Aufschluss darüber kann manchmal eine CT oder Kernspin Untersuchung oder/und eine Blutuntersuchung bringen, bei der nach Tumormarkern gesucht wird, bringen. Lassen sich solche Marker nicht nachweisen, bedeutet das jedoch noch keine Entwarnung, denn nicht bei jeder Krebspatientin befinden sich Tumormarker im Blut. Deshalb muss bei Bestehen bleiben der Veränderung eine operative Abklärung erfolgen. Diese kann, wenn keine dringender Krebsverdacht besteht, mittels Bauchspiegelung erfolgen.



http://www.krebsgesellschaft.de/re_eierstockkrebs_frueherkennung_vorsorge,4148.html
Jeder Tag ist ein kleines Leben.



Betreue die Unterforen Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs

Tanja

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Effizientere Methode zur Identifizierung von Eierstockkrebs
« Antwort #1 am: 18. Februar 2008, 00:54 »
 Effizientere Methode zur Identifizierung von Eierstockkrebs

   Spezielle Proteine ausschlaggebend für Diagnose

   Wien, 15.02.2008 - Ein Team rund um Michael Krainer, Onkologe
   an der Medizinischen Universität Wien http://www.meduniwien.ac.at/, hat
   eine zeitsparende und effiziente Strategie bei der Identifizierung
   wichtiger Proteinstrukturen von Tumorzellen entwickelt. Die neue Methode
   leistet einen wichtigen Beitrag zur verbesserten Mitteln der
   Krebsdiagnose und Krebstherapie.

   Im Zentrum der Forschung von Michael Krainer und seinem Team stand die
   Identifizierung von Proteinen speziell bei Eierstockkrebs. Proteine
   spielen eine wichtige Rolle bei der Diagnose und Therapie von Krebs. Sie
   kommen dabei nicht nur in Tumorzellen sondern auch in einer anderen Form
   in gesunden Zellen vor. Anhand einer Literaturanalyse konnten die
   Forscher 86 Proteine ermitteln, die in erhöhter Form in Krebszellen
   vorkommen. Von diesen 86 Proteinen wählten die Forscher nur jene 31
   Proteine aus, die eine besonders erhöhte Konzentration in Krebszellen
   aufwiesen. In der Untersuchung verwendeten die Forscher Blutseren von
   Eierstockkrebs-Patientinnen und brachten diese mit den 31 Proteinen in
   Verbindung, um eine mögliche Reaktion des Immunsystems festzustellen.
   Bevor dieser Test durchgeführt werden konnte, waren vorherige
   Identifizierungen jener Antigene notwendig, die tatsächlich eine
   Immunreaktion der Patientinnen provoziert haben könnten.

   Für Krainer war besonders die Verwendung intelligenter
   Computer-Algorithmen wichtig. Diese waren für die Auswertung der
   Antigenidentifizierung entscheidend. Bei der Anwendung dieser Algorithmen
   konnte auch ein Epitop (RNA-Helicase DDX21) eines Proteins identifizieret
   werden, das bisher weder als Antigen noch mit Krebs in Verbindung
   gebracht wurde. "Das Protein TP53, ein Epitop, konnte sowohl bei
   Eierstockkrebs als auch bei anderen Krebsarten nachgewiesen werden", sagt
   Krainer auf Nachfrage von pressetext. Dieses Tumorantigen TP53 reagierte
   im Test sehr stark mit den Seren der Patientinnen. Krainer führt den
   Erfolg seiner Forschung auf eine Kombination von Datenbankinformationen,
   intelligenten Computer-Algorithmen und experimentellen Messungen zurück.

Dietmar E.

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Neuer Tumormarker auf Eierstockkrebs
« Antwort #2 am: 20. Dezember 2008, 15:07 »

17.12.2008

Fujirebio Diagnostics und Roche Diagnostics unterzeichnen Vereinbarung über neuen Eierstockkrebstest

   Malvern, Pennsylvania und Basel, Schweiz (ots/PRNewswire) -

   - Der HE4-Test von Fujirebio Diagnostics wird für den
automatischen Immunoassay von Roche Diagnostics erhältlich sein

   Fujirebio Diagnostics, Inc. und Roche Diagnostics gaben heute ein
weltweites Lizenz- und Lieferabkommen für den HE4-Eierstockkrebstest
bekannt. Das Abkommen sieht vor, dass Roche anhand des HE4-Tests von
Fujirebio Diagnostics für den automatischen Immunoassay-Analyzer ein
Assay-Kit entwickelt.

   Der HE4-Test wurde von Fujirebio Diagnostics entwickelt, um in
Verbindung mit dem existierenden CA125-Biomarker des Unternehmens,
dem derzeitigen Goldstandard zur Prüfung auf Eierstockkrebs,
eingesetzt zu werden. Veröffentlichte, klinische Ergebnisse zeigten,
dass die Biomarker-Kombination den Klinikern ein Diagnose-Hilfsmittel
an die Hand gibt, das eine höhere Empfindlichkeit und Spezifität als
CA125 allein bietet. Diese höhere Empfindlichkeit und Spezifität
sollte es Klinikern ermöglichen, zwischen gutartiger und bösartiger
Raumforderung im Beckenbereich zu unterscheiden, was wiederum dazu
beiträgt, dass Patienten frühzeitiger eine angemessene Therapie
erhalten.

   "Der neue HE4-Biomarker ermöglicht es unserem langjährigen
Partner Roche Diagnostics, Kliniker weltweit mit einem dringend
gebrauchten Hilfsmittel zur besseren Einschätzung einer Raumforderung
im Beckenraum zu versorgen, sodass Frauen mit einem erhöhten
Krebsrisiko den entsprechenden Arzt früher konsultieren können",
sagte Paul Touhey, Präsident und Chief Executive Officer von
Fujirebio Diagnostics.

   Eierstockkrebs ist häufig schwer zu diagnostizieren, weil die
Symptome - Blähungen, Schmerzen im Becken- bzw. Bauchbereich,
Probleme beim Essen bzw. Völlegefühl, dringender oder häufiger
Harndrang, Magen-Darm-Störungen und ungeklärte Müdigkeit - sehr
leicht mit anderen, nicht krebsbedingten Zuständen verwechselt werden
können. Drei Viertel der Eierstockkrebsfälle werden im
fortgeschrittenen Stadium, wenn die Behandlung bereits schwieriger
ist, diagnostiziert. Über 90 Prozent der Patienten, die im
Frühstadium (Stadium I bis II) diagnostiziert werden, überleben
länger als fünf Jahre, wobei aber nur 20 Prozent der Fälle im
Frühstadium diagnostiziert werden.

   In der manuellen Ausführung ist HE4 derzeit von der FDA zur
Beobachtung von Patienten mit rezidivierendem bzw. fortschreitendem
epithelialen Eierstockkrebs (EOC) zugelassen und hat in Europa die
CE-Zulassung als Hilfsmittel zur Risikoeinschätzung von EOC bei
prämenopausalen oder postmenopausalen Frauen mit Raumforderungen. Der
manuelle HE4-Test und der zugehörige Algorithmus zur Bestimmung des
Malignitätsrisikos (Risk of Ovarian Malignancy Algorithm - ROMA)
warten auf die Zulassung durch die US-amerikanische FDA (Food and
Drug Administration) für den Einsatz bei Frauen, die Raumforderungen
im Beckenbereich aufweisen.

   "Der HE4-Test ist ein weiterer, wichtiger Pfeiler unseres breiten
Angebots der Tumormarkertests. Wir erwarten vom HE4-Test einen
wesentlichen Beitrag zu unserem künftigen Wachstum im Bereich der
Onkologie", sagte Dirk Ehlers, Leiter von Roche Professional
Diagnostics.

   Informationen zum Eierstockkrebs

   Eierstockkrebs ist in den Vereinigten Staaten die
Haupttodesursache bei gynäkologischen Krebserkrankungen und bei
Frauen die fünfthäufigste Krebstodesursache überhaupt. Er ist für 31
% aller Karzinome der weiblichen Geschlechtsorgane verantwortlich. In
den Vereinigten Staaten treten jährlich schätzungsweise 22.000 neue
Fälle auf. Frauen nach der Menopause tragen das grösste
Eierstockkrebsrisiko. Eine von 72 Frauen wird in ihrem Leben
Eierstockkrebs entwickeln.

   Informationen zu Fujirebio Diagnostics

   Das Unternehmen Fujirebio Diagnostics ist in der Krebsdiagnostik
die Nummer Eins und bei Krebs-Biomarker-Assays branchenführend.
Fujirebio Diagnostics hat sich auf die klinische Entwicklung,
Herstellung und Vermarktung von In-vitro-Diagnostika für Erkrankungen
des Menschen, insbesondere im Bereich der Onkologie, spezialisiert.
Fujirebio Diagnostics gehört zur japanischen Unternehmensgruppe
Miraca Holdings Inc., die im Juli 2005 aus der Fusion der Unternehmen
Fujirebio Inc., dem führenden Hersteller von In-vitro-Diagnostika,
und SRL, Inc., dem Spitzenanbieter klinischer Labortest-Dienste in
Japan, hervorging. Fujirebio Diagnostics verfügt über ein weltweites
Vertriebsnetz, sodass die Diagnostika den Ärzten und Patienten
überall zur Verfügung stehen. Weitergehende Informationen zu
Fujirebio Diagnostics stehen unter der Telefonnummer: +1-610-240-3800
bzw. auf der Website unter www.fdi.com zur Verfügung.

   Informationen zu Roche

   Roche, mit Hauptsitz in Basel (Schweiz) ist eines der weltweit
führenden, forschungsorientierten Gesundheitskonzerne in den
Bereichen Pharmaka und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und
Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und
Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das weltweit grösste
Biotechnologie-Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung der
Gesundheit und Lebensqualität der Menschen bei. Roche ist weltweit in
der In-Vitro-Diagnostik und bei gegen Krebs und bei Transplantationen
eingesetzten Wirkstoffen sowie im Bereich der Virologie führend. Das
Unternehmen ist auch auf anderen wichtigen Therapiebereichen wie
Autoimmunkrankheiten, Entzündungen, Störungen des Stoffwechsels und
des Zentralnervensystems tätig. Im Jahre 2007 erzielte die
Pharmaabteilung einen Umsatz von insgesamt 36,8 Milliarden Schweizer
Franken, und die Abteilung für Diagnostika verzeichnete Umsätze in
Höhe von 9,3 Milliarden Franken. Roche unterhält Forschungs- und
Entwicklungskooperationen sowie strategische Allianzen mit
zahlreichen Partnern. So hält Roche z. B. Mehrheitsbeteiligungen an
Genentech und Chugai und investierte im Jahre 2007 über 8 Mrd.
Schweizer Franken in die Forschung und Entwicklung. Weltweit
beschäftigt der Konzern ca. 80.000 Mitarbeiter. Weitergehende
Informationen stehen im Internet unter www.roche.com zur Verfügung.

Rückfragehinweis:
  Maureen Miller, Tel.: +1-609-514-5117, E-Mail: mmiller@jfkhealth.com,
  im Auftrag von Fujirebio Diagnostics, Inc.

"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)