Autor Thema: Feinnadelpunktion  (Gelesen 1331 mal)

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christina62

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Feinnadelpunktion
« am: 19. Mai 2007, 18:46 »

Feinnadelpunktion

Mit einer Spezialspritze und einer hauchdünnen Kanüle aus werden Zellen dem Knoten entnommen. Die Punktion tut nicht mehr weh als eine Blutentnahme. Das Ergebnis liegt am selben Tag vor. Die Sicherheit der Diagnose hängt sehr stark von der Professionalität der Untersucher ab. Bei einem bösartigen Punktionsergebnis ist die Diagnose sicher, bei gutartigem Befund nur gut 90 prozentig. Bei tastbarem Knoten kann man sich auf einen gutartigen Befund also nicht immer verlassen. Es kann dann evtl. eine Stanzbiopsie folgen. Methode wird von denen, die die Technik beherrschen vor allem bei Verdacht auf Krebs eingesetzt: Schnelles Ergebnis, kleiner Eingriff, geringe Zellverschleppung. Findet mehr als 90% aller Krebse. Wird zunehmend durch die Stanzbiopsie abgelöst, da die Spezialisten für die Feinnadelbiopsie selten sind.

Durch die Feinnadelpunktion können zahlreiche (unnötige) diagnostische Operationen vermieden werden.

Methode

Entnahme von einzelnen Zellen aus einem Tumor durch Punktion mit einer sehr feinen Kanüle (dünner als eine Stecknadel).

Entdeckungsmöglichkeit von bösartigen Tumoren

Bei erfahrenen und geübten Untersuchern deutlich über 90%, ein Krebs ist aber auch bei unauffälligem Punktionsergebnis nicht mit Sicherheit ausgeschlossen.

Sicherheit der Diagnose

"Bösartige" Punktionsergebnisse sind praktisch sicher.

Qualität

Gute Ergebnisse erzielen nur wenige spezialisierte Untersucher, zum Beispiel in Mammazentren,-teams,-sprechstunden,-ambulanzen.

Risiken

Das Risiko durch die Verschleppung von Krebszellen bei der Punktion ist durch wissenschaftliche Untersuchungen widerlegt. Ängste vor dem "Herankommen von Luft" oder dem Entstehen von Krebs durch die Punktion sind absolut unbegründet.

gefunden: brustkrebs.info
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Schnecke

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Brustkrebs: Sentinel-Node-Biopsie (SLNB) - Chemo
« Antwort #1 am: 07. Juli 2007, 22:28 »
Bericht:

Sentinel-Node-Biopsie (SLNB) vor primärer Chemotherapie
Auf dem Senologiekongress in Lübeck in der vergangenen Woche wurde diskutiert, ob eine SLNB vor primärer Chemotherapie erfolgen sollte oder nicht. Ich halte dieses Thema für außerordentlich brisant. Einerseits mutet man der Patientin eine zweite OP zu, die unter Umständen zu einer Verzögerung der Chemotherapie auf Grund von Wundheilungsstörungen z.B. führen könnte. Andererseits vermeidet man eine Übertherapie bei N0-Status. Da wir inzwischen auch Patientinnen mit Hochrisikofaktoren bei cN0-Status einer primären Chemotherapie zuführen, ist dieses Thema, wie es auch in der GeparQuintostudie untersucht wird, von hoher Wichtigkeit.

esanum.de – die deutschsprachige Expertenplattform von Ärzten nur für Ärzte online

Dazu:

Kurzfassung in deutsch
Einleitung: Die Sentinel-Node-Biopsie (SLNB) ist eine anerkannte chirurgische Stagingmaßnahme und ein etabliertes minimal-invasives Verfahren bei der Behandlung des kleinen, unifokalen und klinisch nodalnegativen Mammakarzinoms. Die axilläre Lymphonodektomie, welche als bisherige Operationstechnik verwendet wurde, ist mit einer erheblichen Morbidität verbunden. Deshalb hat man verstärkt nach alternativen Operationsmethoden gesucht, welche die Morbidität vor allem beim nodalnegativen Mammakarzinom senken, ohne dabei die Staginggenauigkeit zu reduzieren.

Fragestellung: Ziel dieser retrospektiven Studie war die Validität der SLNB beim Mammakarzinom zu untersuchen und zu prüfen, inwieweit die SLNB den bisher operativen Goldstandard der Axilladissektion von Level I und II ersetzen kann.

Material und Methoden: Das Patientengut der Studie stammt aus der Gynäkologischen Abteilung des Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart und umfasst 369 Patientinnen mit histologisch gesichertem Mammakarzinom, die sich im Zeitraum von Dezember 1997 bis Dezember 2003 einer operativen Behandlung unterzogen haben.

Ergebnisse:. Die 5-Jahres-Überlebensrate der Sentinelpatientinnen lag in Stadium I bei 96,8% und in Stadium II bei 94,2%, versus 85% in Stadium I und 40-60% in Stadium II aller Patientinnen mit Mammakarzinom. Die Prognose unserer Studienpatientinnen war damit deutlich besser als die Prognose aller Patientinnen mit Mammakarzinom,

Die 5-Jahres-Überlebensrate der Sentinelpatientinnen wurde mit einer an Operationsjahr und T-Stadium angepassten Patientengruppe verglichen, welche allerdings nicht mit SLNB behandelt worden war. Bei diesem Vergleich war die 5-Jahres-Überlebensrate der Sentinelpatientinnen nur minimal verbessert (87,96% beim Sentinelkollektiv und 84,33% in der zweiten Gruppe). Die Prognose der Patientinnen wird daher durch eine SLNB nicht benachteiligt.

Mit einer Falsch-Negativ-Rate von 1,8% wies die SLNB in unserer Studie eine hohe Zuverlässigkeit für die Prädiktion des Nodalstatus auf (untersucht bei 111 Patientinnen wobei SLNB als auch konventionelle Axilladissektion angewendet wurden).

Die postoperative Morbidität nach SLNB war mit 4,7% deutlich geringer als diese nach Axilladissektion (14%). In der Studiengruppe sind bislang keine Lymphödeme aufgetreten, jedoch 2 axilläre Rezidive. Bei diesen Rezidiven handelte es sich allerdings um Patientinnen, welche nicht die Einschlusskriterien unserer Studie erfüllten und auf ihren Wunsch hin mit einer SLNB behandelt worden waren.

Schlussfolgerung: Zusammenfassend halten wir die SLNB für eine sichere, zuverlässige und komplikationsarme Methode, die unter der Voraussetzung einer geeigneten Patientinnenselektion sowie einer standardisierten und qualitätsgesicherten Durchführung, eine geeignete Technik für das axilläre Staging beim Mammakarzinom darstellt und als Alternative zur konventionellen Axilladissektion angeboten werden kann.

Jutta

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Brustkrebsverdacht: Sichere Diagnose durch Vakuumbiopsie
« Antwort #2 am: 22. September 2008, 18:52 »
Brustkrebsverdacht: Sichere Diagnose durch Vakuumbiopsie

Verdacht auf Brustkrebs! Die Tage vom ersten Verdacht bis zur endgültigen Diagnose gleichen einem Wechselbad der Gefühle. Stetes Hoffen und Bangen bestimmen den Alltag von jährlich hunderttausenden betroffenen Frauen in Deutschland. Etwa drei Viertel aller Brusttumoren ist gutartig, d.h. sie bilden keine gefährlichen Metastasen und befallen nicht das umliegende Gewebe. Die restlichen Tumoren sind bösartig und können durch ihre unkontrollierte Ausbreitung für die Frauen sogar lebensbedrohlich werden.

Früherkennung kann Leben retten
Im Kampf gegen bösartige Brusttumoren spielt die Zeit ein wichtige Rolle: Wird der Krebs in einem frühen Stadium entdeckt, sind die Heilungschancen meist gut. Neben der Selbstuntersuchung durch Abtasten - am besten 10 Tage nach der Monatsblutung, dann sind die Brüste weniger gespannt - sollten Frauen deshalb vor allem regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen bei ihrem Gynäkologen in Anspruch nehmen.
Besteht ein erster Verdacht, kann durch eine Gewebeentnahme mit Hilfe der Vakuumbiopsie schnell und sicher festgestellt werden, ob es sich um Krebs oder aber um eine gutartige Wucherung handelt. Bei dem minimal-invasiven Verfahren wird erst einmal die Lage des verdächtigen Gewebes durch eine Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung bestimmt. Mit einer vier bis fünf Millimeter dünnen Hohlnadel wird dann das krebsverdächtige Gewebe mit leichtem Unterdruck (Vakuum) über eine seitliche Kanülenöffnung angesaugt. Durch Drehen der Nadel werden mit einem Einstich mehrere Gewebeproben gleichzeitig gewonnen. Dies ist ein großer Vorteil gegenüber verwandten Technologien wie der Stanzbiopsie, bei der mehrmals in die Brust der Frau eingestochen werden muss, um eine Probe zu erhalten.

Schonendes Verfahren ohne Narben
Die Vakuumbiopsie ist ein schonendes und überaus zuverlässiges Verfahren: Bei der Entnahme wird garantiert kein verdächtiges Gewebe verfehlt, da die Proben einen Durchmesser von etwa zwei Zentimetern haben. Damit steht deutlich mehr Gewebe als bei der Stanzbiopsie zur Verfügung. Durch die Nadel wird das Gewebe aus dem Körper transportiert, entnommen und im Labor untersucht. Der ambulante, beinahe schmerzfreie Eingriff dauert ungefähr eine halbe Stunde und wird unter lokaler Betäubung durchgeführt. Das Beste: Nach der Biopsie können die Frauen sofort wieder nach Hause gehen und es bleiben keine auffälligen Narben an ihrer Brust zurück, wie es bei herkömmlichen operativen Eingriffen der Fall wäre.

Aufgrund der sehr hohen diagnostischen Zuverlässigkeit und der schonenden Eingriffsweise wird die Vakuumbiopsie von den gesetzlichen Krankenkassen seit Juli 2007 erstattet. Deutschlandweit wird das Verfahren in über 300 Mammazentren angeboten: Informationen zu zertifizierten Brustzentren finden sich u.a. auf den Internetseiten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (www.krebsgesellschaft.de).