Autor Thema: Müssen unbedingt Lymphknoten entfernt werden  (Gelesen 3049 mal)

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christina62

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Müssen unbedingt Lymphknoten entfernt werden
« am: 19. Mai 2007, 18:50 »

Es gilt nach wie vor weltweit als Standard, ca. 10 Achsel-Lymphknoten bei Brustkrebs-Operationen zu entfernen. Diese starre Regel, die zahlreichen Frauen erhebliche Nachteile bringt, wird langsam aufgeweicht.

So wird z.Z. untersucht, ob man bei nicht tastbaren Lymphknoten auf die Lymphknoten-Entfernung verzichten kann und die Achselhöhle dafür bestrahlt.

Vor allem die Technik der Untersuchung des Wächter-Lymphknotens wird wahrscheinlich vielen Frauen die Entfernung der Achsel-Lymphknoten ersparen.


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Gerlinde31

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Müssen unbedingt Lymphknoten entfernt werden
« Antwort #1 am: 22. Mai 2007, 09:17 »
Hallo!

Es ist wirklich schon gängige Praxis (auf jeden Fall ganz sicher in Wien), dass durch eine Sentinel-Untesuchung die Wächterlymphknoten gesucht werden und diese entfernt werden. Das ist meistens ca. einer - vorausgesetzt es sind nicht Lymphknoten befallen (dann müssen natürlich alle Befallenen entfernt werden). Bei mir wurden - obwohl beide frei waren - zwei entfernt (Wächterlymphknoten). Das ist natürlich für die mögliche zukünftige Gefahr eines Ödems von großem Vorteil.

Liebe Grüße
Gerlinde
« Letzte Änderung: 23. Mai 2007, 02:44 von admin »

christina62

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Müssen unbedingt Lymphknoten entfernt werden
« Antwort #2 am: 22. Mai 2007, 14:26 »
Hallo Gerlinde!

Ich wurde in Neunkirchen NÖ operiert. Mir wurden 14 Stück insgesamt genommen. Ich habe den Arzt gefragt, ob er das nicht mit dem Sentinel-Verfahren gemacht hat?  Und er wisse wieviel sie genommen haben ? Er bejahte, meinte aber, dass man trotzdem nicht sagen kann wieviel Lymphknoten  genommen worden sind, das sieht man erst in der Path. Untersuchung. Denn , so erklärte er mir  ,-das soll ein Klumpen sein, dass aus lauter kleinen verzweigte Strähnen oder so besteht und man das nicht gleich sehen kann,darum weiß er es nicht. Was ich aber nicht verstehe, denn manche wissen gleich, wieviel es nun waren.Ich finde 14 ja auch nicht gerade wenig, und ich habe niergends eine blaue Farbe an den Stellen gesehen.

Ja jetzt kann man eh nichts mehr machen ;D

lg christina
« Letzte Änderung: 23. Mai 2007, 02:37 von admin »
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Gerlinde31

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Re: Müssen unbedingt Lymphknoten entfernt werden
« Antwort #3 am: 23. Mai 2007, 09:29 »
Liebe Christina!

Das ist interessant. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auch innerhalb von Österreich einige Unterschiede gibt. Ich wurde im Hanusch in Wien operiert (komme aber auch aus NÖ - Nähe Tulln).

Bei mir wurde die Sentinel-Untersuchung vor der OP gemacht und da stand schon klar, dass sicher zwei entfernt werden. Der Arzt meinte nur, dass es auch während der OP dann mehr werden können, wenn man sieht beim Aufschneiden, dass welche bzw. mehr befallen sind. Wie z.B. ja auch nicht 100 % gesagt werden kann, dass es sicher brusterhaltend ist. Das entscheidet sich letztendlich auch erst während der OP.

Aber ich habe die Bilder von der Sentinel Untersuchung gesehen und da sieht man die beiden Wächterlymphknoten wirklich sehr gut.

Je weniger entfernt werden, ist natürlich besser im Hinblick auf die Gefahr eines Ödems. Eine Freundin hat ein Lymphödem bekommen und muss jetzt doch ziemlich aufpassen.

Liebe Grüße
Gerlinde

Gitti

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Brustkrebs, Lymphknoten, Gene, Metastasen
« Antwort #4 am: 27. April 2010, 11:43 »


http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/310813.html

18.04.2010 - Medizin

Verrat am Krebs

Genetische Veränderungen in Lymphknoten geben Hinweis auf Metastasenbildung

Die Vorhersage der Metastasenbildung bei Brustkrebs dürfte bald zuverlässiger werden. US-Wissenschaftler haben Gewebe von Patientinnen genauer untersucht, bei denen sich der Brustkrebs in die Lymphknoten ausgebreitet hatte. Dabei haben sie festgestellt, dass die Gene der Tumorzellen und spezieller Zellen in den Lymphknoten der Achselhöhlen auf ähnliche Weise verändert waren. Danach sind genetische Veränderungen des Lymphknotengewebes der Achseln ein früher Hinweis auf eine bestehende oder drohende Metastasenbildung in den Lymphknoten und im übrigen Körper. Bei Brustkrebsoperationen wird bisher nach Lehrbuch ein Achsel-Lymphknoten auf Krebszellen hin überprüft, wobei die Methode als nicht sensitiv genug gilt: Oft werden keine bösartigen Zellen gefunden und trotzdem breitet sich der Krebs weiter im Körper aus.
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Ob sich die Brustkrebszellen von ihrem Entstehungsort lösen und an anderen Stellen im Körper Ableger bilden, ist für den Verlauf der Krankheit entscheidend. Als erstes finden sich dabei die Metastasen in den benachbarten Lymphknoten in der Achselhöhle. Während einer Krebsoperation wird dieses Risiko durch einen routinemäßigen Test beurteilt: Das Operationsteam entfernt einen Lymphknoten in der Achselhöhle und untersucht ihn danach unter dem Mikroskop auf Krebszellen. Da der Test aber nicht sehr zuverlässig ist, suchten die Forscher nun nach Alternativen, um das Streuungsrisiko frühzeitig zu erkennen. Dazu führten sie bei 15 Brustkrebs-Patientinnen mit Metastasen in den Lymphknoten genetische Untersuchungen der Tumorzellen in der Brust und der Lymphknotenzellen durch.

Dabei zeigte sich, dass ............ http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/310813.html