Autor Thema: Lymphödem so entstehen sie  (Gelesen 3532 mal)

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christina62

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Lymphödem so entstehen sie
« am: 23. Mai 2007, 10:36 »
Lymphödeme - so entstehen sie


Lymphödeme können sowohl durch eine Krebserkrankung direkt entstehen wie auch durch eine Behandlung. Ursache ist die Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe, der Lymphe. Sie sammelt sich vor allem unter der Haut und bis in die tieferen Schichten zum Fettgewebe hin; auf lange Sicht sind von einem Rückstau aber auch weitere Strukturen und Organe betroffen.
Eine gewisse Menge dieses "Gewebswassers", die Lymphe, umspült  zwar immer alle Zellen des Körpers. In ihr gelangen wichtige Nährstoffe zu den Zellen, auch im Körperinneren, und in ihr patrouillieren die Lymphozyten, also Zellen des Immunsystems. Aus den feinsten Blutgefäßen, den Kapillaren, treten flüssige Anteil des Blutes und darin gelöste Stoffe in den Raum zwischen den Zellen über. Unter körperlicher und mechanischer Belastung, bei Entzündungen oder beispielsweise auch einem Sonnenbrand steigt die Menge dieses Gewebswassers jedoch an. 

Normalerweise wäre dies kein Problem, weil ein Regulationssystem für Ausgleich sorgt: Der ganze Körper wird von kleinen und auch größeren Lymphbahnen durchzogen, die die Lymphe aufnehmen und in den Blutkreislauf ableiten. In einer vergleichsweise kleinen Flüssigkeitsmenge abtransportiert werden so vor allem Eiweiße, Fette und sogar Zelltrümmer, ganze Zellen, Krankheitserreger und andere "Abfallprodukte".

Als eine Art Filter und regionale Aufnahmestation dienen die Lymphknoten, die in Abständen entlang der Lymphbahnen liegen. Grössere Lymphknotenstationen finden sich zum Beispiel in den Armen  in der Ellenbogenbeuge und unter der Achsel, in den Beinen in der Kniekehle und der Leiste. Von hier wird die Lymphe in das Körperinnere geführt. In die großen Venen kurz vor dem Herzen münden dann große Lymphsammelgefäße.

Drückt ein Tumor auf  Lymphabflussbahnen, kann diese Ableitung unterbrochen werden. Leider verursacht auch die Behandlung einer Krebserkrankung selbst gelegentlich einen Lymphstau:
Tumorzellen nutzen die Lymphbahnen zur Wanderung durch den Körper. Zu diagnostischen Zwecken und um diese Ausbreitung zu stoppen, werden Lymphknoten bei vielen Operationen routinemäßig entfernt oder vorbeugend bestrahlt. Ist die Ausbreitung dadurch nicht zu bremsen, führt der Tumorbefall der Lymphknoten und -bahnen selbst  (lateinisch Lymphangiosis carcinomatosa) ebenfalls unter Umständen zur Ausbildung eines Lymphödems.

Ödeme:

Nicht nur Wasser Die Unterbrechung einiger Lymphbahnen kann der Körper normalerweise verkraften. Sind jedoch zentrale und viele Lymphknoten entfernt oder geschädigt, die Arme, Beine oder den Kopf entlasten, baut er eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe nur sehr schlecht wieder ab. Seltener ist ein Lymphödem am Rumpf oder im Körperinneren, hier gibt es mehr Lymphbahnen, die einander ersetzen können. Es kommt zu einer Schwellung, dem eigentlichen Ödem. Problematisch wird dies auf längere Sicht, weil die Flüssigkeit ja nicht einfach aus Wasser besteht, sondern viele gelöste Stoffe enthält, darunter vor allem Eiweiße.
Verbleiben diese längere Zeit in höherer Konzentration im Gewebe, kommt es zu einer Entzündungsreaktion. Diese versucht der Körper wiederum durch verschiedene Notstrategien zu begrenzen. Er bildet vermehrt bindegewebige Zellen aus, versucht, neue Lymphkanäle anzulegen und nutzt Reservewege. Langfristig leidet das Gewebe aber genau unter dieser entzündlichen Veränderung: Die Schwellung selbst führt zu mangelnder Durchblutung durch Druck und mechanische Reizung, das Gewebe wird schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Vermehrt gebildete bindegewebige Zellen verbacken das feine Lymphgefässgeflecht zusätzlich. Die Haut wird anfällig für Krankheitserreger, unbehandelt baut sich das ganze Gewebe nach und nach narbig um und verhärtet.

Damit unterscheidet sich ein chronisches Lymphödem von seiner Entstehung wie auch von seinem Verlauf her deutlich von einer kurz anhaltenden Schwellung zum Beispiel nach einer Operation oder einer Bestrahlung, einer Flüssigkeitsansammlung im Gewebe bei einer allergischen Reaktion auf Krebsmedikamente oder einer Schwellung durch Venenprobleme oder einen Bluterguß.


« Letzte Änderung: 23. Mai 2007, 10:37 von christina62 »
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christina62

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Ödeme: nicht nur Wasser
« Antwort #1 am: 23. Mai 2007, 10:39 »

Ödeme:

Nicht nur Wasser


Die Unterbrechung einiger Lymphbahnen kann der Körper normalerweise verkraften. Sind jedoch zentrale und viele Lymphknoten entfernt oder geschädigt, die Arme, Beine oder den Kopf entlasten, baut er eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe nur sehr schlecht wieder ab.

Seltener ist ein Lymphödem am Rumpf oder im Körperinneren, hier gibt es mehr Lymphbahnen, die einander ersetzen können. Es kommt zu einer Schwellung, dem eigentlichen Ödem. Problematisch wird dies auf längere Sicht, weil die Flüssigkeit ja nicht einfach aus Wasser besteht, sondern viele gelöste Stoffe enthält, darunter vor allem Eiweiße.

Verbleiben diese längere Zeit in höherer Konzentration im Gewebe, kommt es zu einer Entzündungsreaktion. Diese versucht der Körper wiederum durch verschiedene Notstrategien zu begrenzen. Er bildet vermehrt bindegewebige Zellen aus, versucht, neue Lymphkanäle anzulegen und nutzt Reservewege. Langfristig leidet das Gewebe aber genau unter dieser entzündlichen Veränderung: Die Schwellung selbst führt zu mangelnder Durchblutung durch Druck und mechanische Reizung, das Gewebe wird schlechter mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

Vermehrt gebildete bindegewebige Zellen verbacken das feine Lymphgefässgeflecht zusätzlich. Die Haut wird anfällig für Krankheitserreger, unbehandelt baut sich das ganze Gewebe nach und nach narbig um und verhärtet.

Damit unterscheidet sich ein chronisches Lymphödem von seiner Entstehung wie auch von seinem Verlauf her deutlich von einer kurz anhaltenden Schwellung zum Beispiel nach einer Operation oder einer Bestrahlung, einer Flüssigkeitsansammlung im Gewebe bei einer allergischen Reaktion auf Krebsmedikamente oder einer Schwellung durch Venenprobleme oder einen Bluterguß.


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Jutta

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Lymphödem -ö Diagnose und Therapie
« Antwort #2 am: 11. September 2007, 21:42 »

Was tun bei Lymphödemen?

06.08.07 - Fast eine Million Menschen in Deutschland leiden unter Lymphödemen, mehr als drei Viertel davon sind Frauen. Einige Tipps und Tricks helfen dabei, mit dieser Krankheit umzugehen.

Lymphe und Lymphödem
Täglich produziert unser Körper zwei bis vier Liter Lymphflüssigkeit, ein Stoffwechselendprodukt des Körpers. Sie abzutransportieren ist die Aufgabe des Lymphsystems. Können die Lymphgefäße die Lymphe nicht mehr in ausreichendem Maße abtransportieren, entsteht ein Lymphödem – eine sicht- und tastbare Schwellung, die bei übermäßiger Ansammlung von eiweißreicher Flüssigkeit im Gewebe ensteht. Die Ursachen für einen beeinträchtigten Lymphabfluß können angeboren (primäres Lymphödem) oder erworben (sekundäres Lymphödem) sein. Eine der häufigsten Ursachen des Lymphödems ist das Entfernen von Lymphknoten bei Brustkrebsoperationen. Allein aus diesem Grund bekommen etwa 18.000 Frauen pro Jahr Lymphödeme an den Armen und im Thoraxbereich. Aber auch Entzündungen, Parasiten und Verletzungen aller Art können Lymphödeme hervorrufen.

Diagnose und Therapie
Typische Symptome für ein Lymphödem sind eine zunehmende Schwellung und vertiefte natürliche Hautfalten an den Gelenken sowie eine prall-elastische Konsistenz der Schwellung. In 82 % aller Fälle ist das Stemmer-Zeichen positiv, d. h. an den betroffenen Fingern bzw. Zehen lässt sich die Haut nicht hochheben, da die Glieder durch das Ödem prall gefüllt sind.

Die anerkannt wirksamste Behandlung von Lymphödemen ist die aus verschiedenen Elementen bestehende Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE): Neben den speziellen Greif- und Streichbewegungen der Manuellen Lymphdrainage (MLD) kommt hier der sorgfältigen Kompressionsbandagierung bzw. dem Anlegen der Kompressionsbestrumpfung besondere Bedeutung zu, denn beim Lymphödem darf diese nicht elastisch sein. Daher muss die Bestrumpfung grundsätzlich in Flachstrick-Technik hergestellt werden.

Bewegungsübungen, die durch abwechselndes Anschwellen und Erschlaffen der Muskeln die Pumpwirkung der Muskeln erhöhen, tragen zur weiteren Entleerung des Ödems bei. Gründliche Hautpflege und peinlichste Sauberkeit sind ebenso unerlässlich wie eine salzarme Ernährung und der Abbau bzw. das Vermeiden von Übergewicht.

Von zentraler Bedeutung beim Kampf gegen das Lymphödem ist die Eigenmotivation des Patienten: Ein Leben mit Lymphödem ist natürlich nicht völlig unbeschwert – doch wer bei den Therapien aktiv mitmacht, kann ein weitgehend uneingeschränktes Leben führen.




Evi

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Vorbeugung und Behandlung von Lymphödemen
« Antwort #3 am: 08. November 2008, 14:36 »


Spezial: Vorbeugung und Behandlung von Lymphödemen

Bei einem Lymphödem schwillt zum Beispiel ein Arm oder ein Bein an, weil sich die Lymphflüssigkeit darin staut. Das passiert oft, wenn bei einer Operation oder Bestrahlung die Lymphbahnen geschädigt worden sind. Viele Frauen nach einer Brustkrebsbehandlung sind davon betroffen. Wir informieren Sie in unserem Merkblatt über Anzeichen, Behandlungsoptionen und Möglichkeiten der Vorbeugung.

 http://www.gesundheitsinformation.de/a-z-liste.556.56.de.html

    * Merkblatt
    * Das Lymphsystem
    * Ursachen und Anzeichen eines Ödems


Evi

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Brustkrebs und Behandlung von Lymphödem
« Antwort #4 am: 08. November 2008, 14:38 »
Brustkrebs: Welche Behandlungsmethoden helfen bei einem Lymphödem nach einer Brustkrebserkrankung?

Eine Selbstbehandlung mit Kompressionsbandagen kann ein Lymphödem nach Brustkrebs zurückgehen lassen. Eine professionelle Lymphdrainage könnte ebenfalls helfen. Da die Beschwerden mit der Zeit oft zunehmen und dann schwieriger zu behandeln sind, ist es wichtig, Lymphödeme früh zu erkennen.

Bei einem Lymphödem schwillt zum Beispiel ein Arm, ein Bein, eine Brust oder ein anderes Körperteil an, weil sich Lymphflüssigkeit darin staut. Die "Lymphe" ist eine klare Flüssigkeit, die durch den ganzen Körper fließt. "Ödem" (griechisch) bedeutet Schwellung aufgrund einer Flüssigkeitseinlagerung. Das Lymphsystem ist unter anderem für die Bekämpfung von Infektionen zuständig. So wie im Blutkreislauf das Blut durch ein Netz von Gefäßen kreist, ist der ganze Körper auch von einem System von Lymphgefäßen durchzogen, durch die die Lymphe fließt.

Die Lymphgefäße transportieren Flüssigkeit aus dem Körpergewebe ab und befördern sie in die Lymphknoten. Diese filtern Bakterien, Fremdkörper und weitere schädliche Stoffe heraus und zerstören sie. Die so gereinigte Flüssigkeit gelangt danach wieder ins Blut.

Operationen und Bestrahlungen zur Brustkrebsbehandlung unterbrechen die Lymphgefäße oft, besonders in der Region um die Achselhöhle.
Der Grund dafür ist, dass .......... http://www.gesundheitsinformation.de/brustkrebs-welche-behandlungsmethoden-helfen-bei-einem-lymphoedem.556.461.de.html