Autor Thema: Tamoxifen hält, was es verspricht  (Gelesen 1454 mal)

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christina62

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Tamoxifen hält, was es verspricht
« am: 01. Juni 2007, 17:00 »

Großstudie:

Tamoxifen hält, was es verspricht

Medikament verringert langfristig Brustkrebs-Risiko um 34 Prozent - Schwere Nebenwirkungen verschwinden nach Absetzen des Mittels

London - Tamoxifen verringert das erneute Auftreten von Brustkrebs auch lange nachdem die Frauen aufgehört haben das Medikament einzunehmen. Tamoxifen blockiert das Hormon Östrogen und wird zur Behandlung von Brustkrebs und zur Prävention bei Frauen mit einem hohen Erkrankungsrisiko eingesetzt. Die International Breast Cancer Intervention Studie (IBIS-II) hat jetzt nachgewiesen, dass die Wirkung des Medikaments über die fünf Jahre dauernde Behandlung hinausgeht. Frauen, die das Medikament einnahmen, verfügten über ein um 34 Prozent verringertes Risiko, an der hormonsensitiven Form der Krankheit zu leiden. An der Studie nahmen 7.145 Frauen teil. Details der internationalen Studie wurden im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht.

Schwere Nebenwirkungen verschwinden nach Beendigung der Behandlung


Die Teilnehmerinnen mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko nahmen fünf Jahre lang entweder das Medikament oder ein Blindpräparat ein. In den folgenden acht Jahren erkrankten 87 der Frauen, die Tamoxifen erhalten hatten, an Brustkrebs. In der Placebo-Gruppe waren es 129 Frauen. Der leitende Wissenschaftler Jack Cuzick von Cancer Research UK betonte, dass diese Ergebnisse bestätigten, dass Tamoxifen das Risiko einer Erkrankung für zumindest fünf Jahre nach der Behandlung reduzieren kann. Zusätzlich wären fast alle der schweren Nebenwirkungen des Medikaments nach Beendigung der Behandlung verschwunden. Tamoxifen wurde unter anderem mit einem erhöhten Risiko der Bildung von Blutgerinnseln in Verbindung gebracht.

Empfehlung

Für eine Studie des Royal Marsden Hospital analysierten WissenschaftlerInnen Datenmaterial aus einem Zeitraum von 20 Jahren. Es zeigte sich, dass das Medikament das Risiko von hormonsensitivem Brustkrebs um 39 Prozent verringerte. Eine weitere Studie wies laut BBC nach, dass viele Leben durch eine andere Medikation gerettet werden könnten. Frauen mit hormonsensitivem Brustkrebs sollten demnach zuerst Tamoxifen erhalten und nach zwei oder drei Jahren auf Exemestan umsteigen. Brustkrebs ist bei weitem die häufigste Krebsform bei Frauen. 2001 erkrankten allein in Großbritannien 44.091 Frauen. (pte)

Quelle: standart
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Betreue die Unterforen Brustkrebs, Eierstockkrebs, Gebärmutterhalskrebs

Tanja

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Tamoxifen - Brustkrebs - Eierstockkrebs
« Antwort #1 am: 13. November 2007, 09:33 »

Tamoxifen: Keine Erhöhung des Risikos für Eierstockkrebs

Tamoxifen, ein Hormon, das in der Behandlung von Brustkrebseingesetzt wird, soll die Auftrittswahrscheinlichkeit von gutartigen und bösartigen Tumoren in den Eierstöcken bei Patientinnen vor und um die Menopause herum erhöhen.

Eine Studie hat ergeben, dass Tamoxifen keinen Einfluss auf die Entstehung von Eierstockkrebs hat. Im Gegensatz dazu führt eine nicht-hormonelle Chemotherapie bei Brustkrebs zu einer Erhöhung des Risikos für Eierstockkrebs.

Pubmed: Br J Cancer. 2007 Feb 6
„Ovarian cancer risk in premenopausal and perimenopausal women treated with Tamoxifen. A case- control study.”

SwerdlowAJ,
JonesME.
Informationen zur Studie "Ovarian cancer risk in premenopausal and perimenopausal women treated with Tamoxifen: a case-control study."

Evi

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Re: Tamoxifen hält, was es verspricht
« Antwort #2 am: 14. November 2008, 14:35 »
Tamoxifen-Resistenz bei Mammakarzinom erklärt

Donnerstag, 13. November 2008

Cambridge – Britische Krebsforscher haben den Pathomechanismus für die Resistenz von Tumorzellen auf Tamoxifen entdeckt. Ihre Publikation in Nature (2008; doi: 10.1038/nature07483) könnte zur Entwicklung eines Tests führen, der die Wirkungslosigkeit des Medikaments vorhersagen würde.

Tamoxifen ist ein selektiver Östrogenrezeptormodulator, der das Wachstum von rezeptorpositiven Brustkrebszellen hemmen kann. Tamoxifen bindet an den Östrogenrezeptor. Dieser Komplex schaltet dann im Zellkern den Wachstumsfaktor ErbB2 aus.

Das ist allerdings nur möglich, wenn ........... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34383

Evi

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Tamoxifen hält, was es verspricht
« Antwort #3 am: 29. Juli 2011, 22:17 »

Obige Überschrift und der letzte Beitrag ist hier schon alt, aber auch gut.


Freitag, 29. Juli 2011

Mammakarzinom: Tamoxifen senkt Sterblichkeit langfristig

Oxford – Die günstige Wirkung einer Hormonbehandlung mit Tamoxifen geht weit über die Behandlungszeit von in der Regel 5 Jahren hinaus. Laut einer neuen Meta-Analyse im Lancet (2011; doi: 10.1016/S0140- 6736(11)60993-8) haben die Anwenderinnen auch noch 10 Jahre nach dem Ende der Therapie ein um Drittel gemindertes Risiko am Brustkrebs zu sterben.

Das „Antiöstrogen“ Tamoxifen ist auch ein halbes Jahrhundert nach seiner Einführung für positive Überraschungen gut. Der heute als „selektiver Estrogenrezeptormodulator“ eingestufte Wirkstoff wird allen Frauen mit hormonpositivem Mammakarzinom empfohlen. Die Wirkung ist durch zahlreiche randomisierte Studien belegt, deren Langzeitergebnisse die Early Breast Cancer Trialists' Collaborative Group (EBCTCG) der Universität Oxford regelmäßig auswertet.

Die jüngste Meta-Analyse basiert auf 20 Studien mit 21.457 Patientinnen mit einem Mammafrühkarzinom, die zu 80 Prozent über 5 Jahre behandelt wurden. Frühere Analysen hatten gezeigt, dass die Einnahme von Tamoxifen während der Behandlungszeit Rezidiven vorbeugt und die Brustkrebssterblichkeit senkt. Diese günstige Wirkung geht über die Zeit der Behandlung hinaus.

zum Thema

    Abstract der Studie
    Early Breast Cancer Trialists' Collaborative Group

Nach den jetzt vorgelegten Zahlen wird das Rezidivrisiko bis 5 Jahre nach Behandlungsende gesenkt. Die Rate Ratio in den 5 Jahren der Therapie betrug 0,53, was in etwa eine Halbierung des Rückfallrisikos anzeigt. In den 5 Jahren nach Ende der Therapie war das Rezidivrisiko um ein Drittel vermindert (Rate Ratio 0,68).

Die positive Auswirkung auf die Brustkrebssterblichkeit war auch 10 Jahre nach dem Ende der Therapie ..... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/46804/Mammakarzinom_Tamoxifen_senkt_Sterblichkeit_langfristig.htm