Autor Thema: Darmkrebs - Wichtig: Früherkennung  (Gelesen 1291 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Jutta

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 686
  • Geschlecht: Weiblich
Darmkrebs - Wichtig: Früherkennung
« am: 04. Juni 2007, 12:27 »
Darmkrebs:

Heilung auch im fortgeschrittenen Tumorstadium möglich

   EFR präsentierte neueste Erkenntnisse in der Behandlung des kolorektalen
   Karzinoms


   Auf dem Podium waren:
   - Ass.-Prof. Dr. Irene Kührer, Krebsspezialistin an der
   Universitätsklinik für Chirurgie, AKH Wien:

Man fühlt ihn nicht, man spürt ihn zu spät, aber man könnte ihn verhindern:

Darmkrebs. Es trifft jeden 20sten


Univ.-Prof. Dr. Béla Teleky, stellv. Leiter der Abteilung für
   Allgemeinchirurgie an der Universitätsklinik für Chirurgie, AKH Wien:

Dickdarmkrebs mit Lebermetastasen - Heilungschancen durch Kombination
aus Medikamenten und neuer chirurgischer Technik


   - Univ. Prof. Dr. Christoph Zielinski, Onkologe und Vorstand der
   Universitätsklinik für Innere Medizin I am Wiener AKH:

Moderne Antikörper-Therapien bringen auch in fortgeschrittenen Tumorstadien
nachhaltige Erfolge"

   Zum Hintergrund:
   Laut aktuellen Daten der "International Agency for Research and Cancer"
   (IARC) hat der Darmkrebs in Europa den Lungenkrebs bei Neuerkrankungen
   abgelöst. 280.000 Europäer erkranken jährlich an Darmkrebs. Bei 20-25%
   der Erkrankten wird bereits bei der ersten Untersuchung ein Tumor in
   fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert.

   Früherkennung könnte Darmkrebs verhindern, jedoch: nur 17 % der
   ÖsterreicherInnen gehen zu Vorsorgeuntersuchungen.


Die gute Nachricht: Heilungschancen bestehen in jedem Stadium! Durch neue
   Therapien und durch eine fachübergreifende Zusammenarbeit von Onkologen,
   Chirurgen, Radiologen und Pathologen.

Die nachhaltige Folge dieses hochkarätigen Expertentreffens ist die
   Entwicklung eines standardisierten Verfahrens zu Screening, Diagnose und
   Behandlung von Darmkrebs. Davon profitieren Patienten in ganz Europa.
   Weitere Infos: http://www.efrcancer.org



Gitti

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 929
  • Geschlecht: Weiblich
Darmkrebs - Früherkennung
« Antwort #1 am: 19. Juli 2007, 23:41 »

Zertifizierung Darmzentren

Am 15.03.2006 wurde mit dem "Darmzentrum Ruhr" das erste Darmzentrum von OnkoZert im Namen der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Aufgrund den positiven Erfahrungen bei über 15 Darmzentren konnte im April 2007 die Pilotphase erfolgreich abgeschlossen werden.

Und wie ist das in Österreich?

Am letzten Darmkrebstag im Gesundheitsministerium erfuhr ich, dass nicht nur jedes Bundesland, sondern jedes Stützpunktkrankenhaus und jeder Facharzt seine eigene Untersuchungsart anwendet. Die Frage an den Referenten, welche Bundesländer haben qualifizierte, hochstehende Darmkrebsvoruntersuchungen und welche nicht, wollte er nicht beantworten.
Dafür gab Frau Gesundheitsministerin Dr. Kdolsky bekannt, dass - lt. einer franz. Studie - die Krebsneuerkrankungen in Europa in 3 Jahren um 16 % gestiegen ist; angenommen wurde ein leichtes Absinken.

Vor einiger Zeit hat man angeblich eine Möglichkeit der gleichen, also abgestimmten Darmkrebsvorsorge beschlossen. weiß wer etwas davon?

 

Geri

  • intensiv Benutzer
  • ****
  • Beiträge: 437
  • Geschlecht: Männlich
Virtuelle Biopsie bei der Koloskopie
« Antwort #2 am: 27. Mai 2008, 00:11 »

Jacksonville – Die Ausrüstung von Endoskopen mit speziellen Mikroskopen könnte die Unterscheidung von benignen und malignen Polypen verbessern und damit die Zahl die Exzisionen senken. Eine erste Studie, die Forscher der Mayo Clinic jüngst auf einer Fachtagung vorstellten, übersah nur wenige maligne Läsionen.

Während die normale Lichtmikroskopie normalerweise nur die Oberfläche scharf darstellt, ermöglicht die konfokale Fluoreszenzmikroskopie einen Blick in tiefere Strukturen lebenden Gewebes. Bei einer tausendfachen Vergrößerung können die Erythrozyten in den Kapillaren beobachtet werden und nach Aufsprühen eines Fluoreszenzfarbstoffes kann auch die Dignität oberflächlicher Tumoren, beispielsweise eines Darmpolypen beurteilt werden. Die Miniaturisierung erlaubt es die Geräte in Endoskope zu integrieren, und verschiedene Hersteller bieten bereits derartige “Endo”-Mikroskope an.

Die Gruppe um Anna Buchner von der Mayo Clinic hat das Verfahren bei der Darmkrebsfrüherkennung eingesetzt, bei der es darauf ankommt, dass der Arzt zwischen verdächtigen und unverdächtigen Polypen unterscheidet. Die Beschränkung der Polypektomien auf präkanzeröse Läsionen würde – vor allem bei Patienten mit Polyposis – die Pathologen entlasten, berichtete Anna Buchner von der Mayo Clinic in Jacksonville/Florida kürzlich auf der Digestive Disease Week 2008, einer Fachtagung für Gastroenterologen, die dieses Jahr in San Diego stattfand.

Nach einer Lernphase – die Gastroenterologen verglichen die endomikroskopischen Aufnahmen von zehn benignen hyperplastischen und zehn präkanzerösen adenomatösen Läsionen, wurden in einer ersten Studie bei 25 Patienten 37 Polypen endomikroskopisch beurteilt – bevor sie entfernt wurden zur späteren Sicherung der Diagnose durch den Pathologen. Nur in einem Fall wurde eine präkanzeröse Läsion übersehen.

Buchner glaubt, dass mit weiterer Erfahrung die Spezifität auf hundert Prozent gesteigert werden könnte. Die „virtuelle Biopsie“ könnte ihrer Ansicht nach die Zahl der unnötig entfernten Polypen drastisch senken. Ob dies zutrifft, muss jetzt in größeren Studien geklärt werden.

Interessant wäre sicherlich auch eine Kosten-Nutzen-Analyse der konfokalen Endomikroskopie. Bislang wird sie – auch von einigen Zentren in Deutschland – vor allem zur Beurteilung von Ösophagusläsionen eingesetzt.

© rme/aerzteblatt.de, 26.5.08

Werner

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 606
  • Geschlecht: Männlich
Forscher aus Jena entwickeln Biochip zur Darmkrebs-Diagnose
« Antwort #3 am: 11. August 2008, 20:32 »

JENA (eb). Wissenschaftler des Jenaer Universitätsklinikums wollen einen einfachen Bluttest für Darmkrebs entwickeln. In einem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt soll ein Biochip entstehen, der Kolonkarzinome frühzeitig sicher erkennen kann.

"Wir wollen einen Biochip entwickeln, der Blut auf Tumormarker testet, die charakteristisch sind für Darmkrebs", beschreibt Privatdozent Dr. Ferdinand von Eggeling vom Institut für Humangenetik der Uni Jena das Ziel des Projektes.

Der Molekularbiologe leitet die zentrale Forschungseinrichtung, die seit 2001 besteht und spezialisiert ist auf die Identifizierung von proteomischen und genomischen Biomarkern. Das sind Eiweiße, die in krankhaft verändertem Gewebe verstärkt oder auch vermindert gebildet werden und deshalb zur Diagnose dieser Erkrankungen genutzt werden könnten. Vier der Marker für Darmkrebs, die jetzt auf dem Chip getestet werden sollen, sind von der Jenaer Arbeitsgruppe beschrieben worden.

Die Molekulargenetiker werden die Marker auf ihre Spezifität für Darmkrebs prüfen und danach bewerten. Projektpartner sind Forscher der Universität Lübeck, des Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg und das Unternehmen Randox Laboratories.

Der in den Randox Laboratories entwickelte Biochip kann insgesamt zwölf verschiedene Marker auf einmal nachweisen. Durch diese Kombination soll die Blutuntersuchung besonders empfindlich und aussagekräftig werden und Tumoren früh erkennen. Bislang werden bei 70 Prozent der Patienten die Darmtumoren erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt.

Wissenschaftler vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg stellen Patientenproben zur Verfügung und werten die im Projekt gewonnenen Daten aus. Am Universitätsklinikum Lübeck wird der Biochip klinisch getestet.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/kolorektales-karzinom/default.aspx?sid=506953


Gitti

  • Super - User
  • *****
  • Beiträge: 929
  • Geschlecht: Weiblich
Darmkrebsbluttest der zweiten Generation
« Antwort #4 am: 06. Mai 2011, 18:19 »
Darmkrebsbluttest der zweiten Generation =

   --------------------------------------------------------------------------------
  Corporate News übermittelt durch euro adhoc. Für den Inhalt ist der
  Emittent/Meldungsgeber verantwortlich.
--------------------------------------------------------------------------------

Berlin, Deutschland, und Seattle, WA, USA, 6. Mai 2011 (euro adhoc) - Das
Krebsdiagnostik-Unternehmen Epigenomics AG (Frankfurt Prime Standard: ECX), gab
heute die Unterzeichnung einer Liefervereinbarung mit Life Technologies
Corporation, einem globalen Anbieter von Life Science-Lösungen, bekannt. Als
Original Equipment Manufacturer (OEM) wird Life Technologies Dynabeads® MyOneTM
SILANE und Puffer für EpiproColon® 2.0 - die zweite Generation von Epigenomics'
Bluttest für Darmkrebs liefern, der für den europäischen und US-amerikanischen
in vitro Diagnostikmarkt (IVD) entwickelt wird.

Im Vergleich zur ersten Generation des Tests benötigt Epi proColon® 2.0 weniger
Komponenten und Arbeitsschritte und die Ergebnisse des Tests stehen nunmehr nach
bereits acht Stunden zur Verfügung, wodurch der Test einfacher an eine Vielzahl
von IVD-Automatisierungslösungen angepasst werden kann. Ein wesentliches Merkmal
der neuen Testversion ist die Verwendung von Dynabeads® MyOneTM SILANE,
magnetischen Partikeln, die an DNA in biologischen Proben binden. Durch das
Anlegen eines Magnetfeldes können die Dynabead®-DNA-Komplexe abgetrennt werden
und die DNA für diagnostische Untersuchungen wie - im Fall von EpiproColon® 2.0
- dem Nachweis von methylierter DNA des SEPT9-Gens, konzentriert werden.
Dynabeads® und die dazugehörigen Reagenzien werden unter dem Qualitätsstandard
ISO 13485:2003 in einer Anlage von Life Technologies in Oslo, Norwegen,
hergestellt.

Die in Epi proColon® 2.0 eingebrachten Veränderungen führen zu einer deutlich
verbesserten klinischen Leistungsfähigkeit des Tests. In einer
Machbarkeitsstudie, die an 97 Darmkrebs-Fälle und 159 durch Koloskopie
bestätigten Kontrollen durchgeführt wurde, konnten die Krebserkrankungen mit
einer deutlich verbesserten Sensitivität von 91% bei 87% Spezifität nachgewiesen
werden. In dieser Studie identifizierte der neue Test 21 von 27 Krebsfällen im
Stadium I (78%) und 25 von 25 Krebsfällen im Stadium II (100%). Dies ist von
entscheidender Bedeutung, da Patienten mit Darmkrebs in den Stadien I und II
eine 5-Jahres-Überlebensrate von ca. 90% haben und somit eine frühzeitige
klinische Behandlung die Überlebenschancen deutlich erhöht. Krebserkrankungen
der Stadium III und IV konnten mit einer Sensitivität von 92% bzw. 100% erkannt
werden.

Dr. Uwe Staub, Senior Vice President Product Development bei Epigenomics
erklärte dazu: "Der Zugang zu den Magnetpartikeln von Life Technologies und den
dazugehörigen Reagenzien ist für die Entwicklung von Epi proColon® 2.0, der
zweiten Generation unseres Septin9-Tests, sehr wichtig. Durch die Verwendung
dieser entscheidenden Komponenten in unserem Test konnten wir zusammen mit
einigen anderen Anpassungen eine deutlich verbesserte klinische
Leistungsfähigkeit und Zeitersparnis bei der Testdurchführung realisieren.
Letzere ermöglicht einen insgesamt höheren Probendurchsatz."

"Life Technologies rühmt sich dafür, ausgeklügelte Technologie für
molekulardiagnostische Tests der nächsten Generation zur Verfügung zu stellen -
Tests, die einen großen Einfluss auf die menschliche Gesundheit und Krankheiten
haben können", sagte Ole Dahlberg, der Country Manager von Life Technologies in
Norwegen. "Die Liefervereinbarung zwischen unseren Firmen unterstreicht unsere
Bemühungen, neue diagnostische Anwendungen zu entwickeln und auf den Markt zu
bringen."

Die Epigenomics AG arbeitet derzeit daran, die Herstellung ihres Epi proColon®
2.0-Produkts bei ihrem Lohnhersteller NextPharma in San Diego, CA, USA zu
implementieren. Epigenomics beabsichtigt, in der zweiten Jahreshälfte 2011
analytische und klinische Validierungsstudien durchzuführen. Die PMA-Zulassung
(Pre-Market Approval) für Epi proColon® 2.0 in den USA soll bei der FDA vor
Jahresende 2011 beantragt werden.

-Ende-

Kontakt Epigenomics AG
Dr. Achim Plum
Sen. VP Corporate Development
Epigenomics AG
Tel +49 (0) 30 24345 368
pr@epigenomics.com
www.epigenomics.com

Über Epigenomics
Die Epigenomics AG (www.epigenomics.de) ist ein Molekulardiagnostik-Unternehmen,
das eine Pipeline eigener Produkte für Krebs entwickelt und vermarktet. Diese
Produkte erlauben es Ärzten, Krebserkrankungen früher und genauer zu
diagnostizieren, wodurch ein besserer Therapieerfolg für die Patienten
ermöglicht wird. Epigenomics' Hauptprodukt ist der blutbasierter Test Epi
proColon® für die Früherkennung von Darmkrebs. Der Test wird in Europa bereits
vermarktet und befindet sich für den US-amerikanischen Markt in der Entwicklung.
Die große Akzeptanz der Technologien und Produkte des Unternehmens bestätigt
sich in einer Vielzahl von Partnerschaften mit führenden Unternehmen in der
Diagnostikindustrie, darunter Abbott, QIAGEN, Sysmex und Quest Diagnostics.
Epigenomics ist ein international aufgestelltes Unternehmen mit Standorten in
Europa und den USA.

Epigenomics' rechtlicher Hinweis. Diese Veröffentlichung enthält ausdrücklich
oder implizit in die Zukunft gerichtete Aussagen, die die Epigenomics AG und
deren Geschäftstätigkeit betreffen. Diese Aussagen beinhalten bestimmte bekannte
und unbekannte Risiken, Unsicherheiten und andere Faktoren, die dazu führen
können, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage und die Leistungen der
Epigenomics AG wesentlich von den zukünftigen Ergebnissen oder Leistungen
abweichen, die in solchen Aussagen explizit oder implizit zum Ausdruck gebracht
wurden. Epigenomics macht diese Mitteilung zum Datum der heutigen
Veröffentlichung und beabsichtigt nicht, die hierin enthaltenen, in die Zukunft
gerichteten Aussagen aufgrund neuer Informationen oder künftiger Ereignisse bzw.
aus anderweitigen Gründen zu aktualisieren.

Rückfragehinweis:
Dr. Achim Plum
Sen. VP Corporate Development
Epigenomics AG
Tel: +49 30 24345 368
achim.plum@epigenomics.com
Ende der Mitteilung                               euro adhoc
--------------------------------------------------------------------------------

~
Unternehmen: Epigenomics AG
             Kleine Präsidentenstraße 1
             D-10178 Berlin
Telefon:     +49 30 24345-0
FAX:         +49 30 24345-555
Email:       ir@epigenomics.com
WWW:         www.epigenomics.com
Branche:     Biotechnologie
ISIN:        DE000A0BVT96, DE000A0XFWF2
Indizes:     Prime All Share, Technology All Share
Börsen:      Regulierter Markt/Prime Standard: Frankfurt, Freiverkehr: Berlin,
             Hamburg, Stuttgart, Düsseldorf, München
Sprache:     Deutsch