GRüß Euch!

Es sind jetzt fast 2 Monate vorbei seit ich (40J) diese schwierige OP -
Blasenentfernung und Herstellung einer Neoblase hinter mir habe (6.8.). Dass es schwer danach werden wird, wurde mir schon vorher mitgeteilt, die Zeit danach bis jetzt war wirklich keine leichte. Ich wurde in Tirol operiert, wie mir von meinen Ärzten, die wie ich glaube wirklich super gearbeitet haben, ist die OP auch gut verlaufen. Leider traten bei mir einige zusätzliche Probleme auf (die Verdauung wollte nicht richtig einsetzen, es bildete sich eine Zyste im Unterbauch), weshalb ich doch fast 4 Wo im KH verbringen musste.
Aber ich versuche meinen Blick in die Zukunft zu richten, und denke nicht zu viel an das vergangene nach, vielleicht das beste. Ich bin jetzt ca. 3 Wo zuhause (musste noch 1 Wo später nochmals in KH) und versuche einigermassen wieder den Weg ins sogenannte normale Leben zu finden, was mir derzeit sehr schwerfällt.
Fühle mich noch ziemlich schwach, kann mich an den alten früheren Interessen noch überhaupt nicht erfreun, und lebe derzeit noch sehr zurückgezogen.
Ich habe in deutschen Foren gelesen, dass es dort recht gute Rehakliniken zur Nachsorge gibt, die den Patienten sehr wichtig erschienen. Was ich von meinen Ärzten erfahren habe, gibt es solche Kliniken in Ö nicht, bzw. wären teilweise fast nicht bezahlbar. Vielleicht kann mir jemand von euch berichten, wie es ihm ergangen ist, welche Hilfen er in Anspruch nehmen konnte, bzw. ob es in dieser Richtung überhaupt was gibt. Oder ob auch er diese Nachsorge im Wesentlichen selbst gesteuert und bewältigt hat. In meinem KH , wo ich operiert wurde, habe ich noch 1x die Woche Termin, wobei Ultraschall, Schleim abgesaugt, bzw. der Restharn kontrolliert wird.
Beim Thema
Inkontinenz was mir speziell in der Nacht zu schaffen macht - stelle mir zwar den Wecker, werde aber oft schon vorher munter, und merke dass ich schon zu spät dran war. Danach kommt natürlich der ganze Zeitplan in der nacht durcheinander, und ich wache oft erschöpft und ziemlich niedergeschlagen spät morgens auf. Vielleicht gäbe es auch hier Ratschläge wie man das besser in den Griff bekommen könnte, oder regelt sich das nach gewisser Zeit von selber.
Ein wichtiges Thema ist auch der
Wiedereinstieg in das Berufsleben. Ich hätte anfangs Dezember ein fixes Angebot in meinem Stammhotel auf Saison, bin mir aber noch nicht sicher ob ich das schaffen kann. Ich habe dort zum Glück keine anstrengende körperliche Arbeit , trotzdem viel Kundenkontakt und arbeite sogut wie nur nachts. Ich weiss dass ich dafür fit sein muss, eine Saison kann sehr hart sein. Vielleicht gibt es Erfahrungsberichte, wie schnell andre Patienten diesen Wiedereinstieg geschafft haben. Im Moment bin ich da ziemlich ratlos, da es natürlich in zwei Wochen wieder besser sein kann. Aber ich habe einfach schon zuviele unerwartete Sachen erlebt. Nicht leicht:( ich schwenke einen Tag in die eine, den nächsten in die andre Richtung. Und dieses Hin und Her kostet wieder zusätzliche Kraft und Energie.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand seine eigenen Erfahrung mailen könnte.
Schönen Gruss aus TIROL - Manfred!
