Autor Thema: Nachsorgeplan nach Blasenkrebs  (Gelesen 2037 mal)

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admin

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Nachsorgeplan nach Blasenkrebs
« am: 16. März 2007, 21:41 »
Je nach Art des Tumors etc. ist 1/4 jährlich bzw. halbjährlich durchzuführen:
Harnanalyse und Harnzytologie
Laborbestimmungen mit Tumormarker NMP22
Blasenspiegelung (Zystoskopie)
Lungenröntgen
Ultraschall von gesamten Abdomen
i. v. Urogramm
CT, MRT, Knochenszintigraphie

alles bei ärztlicher Notwendigkeit


Admin:

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« Letzte Änderung: 06. Juli 2007, 10:46 von admin »

Hexe

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Re: Nachsorgeplan nach Blasenkrebs
« Antwort #1 am: 23. März 2007, 09:45 »

Hallo!

Die Häufigkeit eines CT hängst noch von Zusatzbefunden ab.

Bei mir waren von 20 entfernten Lymphknoten 12 befallen und der Pathologe schrieb von einer ausgeprägten Lymphangiosis carcinomatosa, sprich Lymphbahnenbefall. Deshalb wird bei mir vierteljährlich im Wechsel Ultraschall oder CT gemacht, um eventuell veränderte Lymphknoten zu finden. Zur Kontrolle von Lunge und Leber reicht das ebenfalls aus, da im Blut u.a. auch der Tumormarker CEA bestimmt wird.

Knochenszintigraphie ist ebenfalls nur bei begründetem Verdacht auf knochenmetastasen erforderlich. Als Pouchträger wird bei mir selbstverständlich nicht vierteljährlich eine Spiegelung gemacht. Die Kontrolle erfolgt ebenfalls, wie die Kontrolle der Nieren durch Sonographie.

Gruß
Hexe ::)
« Letzte Änderung: 28. September 2007, 19:07 von admin »
Geht nicht, gibt`s nicht - also packen wir es an !

teddy

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Re: Nachsorgeplan nach Blasenkrebs
« Antwort #2 am: 28. März 2007, 23:41 »
Hallo

Ich hatte Blasenkrebs und habe jetzt ein Urostoma.
Bei mir wurde im ersten Jahr immer nach 3 Monaten
CT, Sono Niere und Oberbauch
Röntgen Abdomen
Nierenröntgen mit Kontrastmittel
Astrop und komplettes Blut gemacht.
Danach wurde der Zeitraum auf 6 Monate ausgedehnt.
Dies wollte man ursprünglich nur bis zum 5 Jahr machen.
Doch bin ich, als auch mein Arzt der Meinung dass engmaschige
Kontrollen doch besser sind und daher habe ich auch jetzt
nach 9 Jahren immer noch halbjährliche Kontrolle die wie folgt aussieht:

Blutkontrolle
CT und anschließend gleich Nierenröntgen
(mit einem Kontrastmittel)
Lungenröntgen
Sono der Niere und Oberbauch

Blutkontrolle
Nierenröntgen mit Kontrastmittel
Lungenröntgen
Sono Niere und Oberbauch

Liebe Grüße
teddy

blauerdiamant67

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Re: Nachsorgeplan nach Blasenkrebs
« Antwort #3 am: 27. September 2007, 22:56 »
GRüß Euch! ::)

Es sind jetzt fast 2 Monate vorbei seit ich (40J) diese schwierige OP - Blasenentfernung und Herstellung einer Neoblase hinter mir habe (6.8.). Dass es schwer danach werden wird, wurde mir schon vorher mitgeteilt, die Zeit danach bis jetzt war wirklich keine leichte. Ich wurde in Tirol operiert, wie mir von meinen Ärzten, die wie ich glaube wirklich super gearbeitet haben, ist die OP auch gut verlaufen. Leider traten bei mir einige zusätzliche Probleme auf (die Verdauung wollte nicht richtig einsetzen, es bildete sich eine Zyste im Unterbauch), weshalb ich doch fast 4 Wo im KH verbringen musste.

Aber ich versuche meinen Blick in die Zukunft zu richten, und denke nicht zu viel an das vergangene nach, vielleicht das beste. Ich bin jetzt ca. 3 Wo zuhause (musste noch 1 Wo später nochmals in KH) und versuche einigermassen wieder den Weg ins sogenannte normale Leben zu finden, was mir derzeit sehr schwerfällt.
Fühle mich noch ziemlich schwach, kann mich an den alten früheren Interessen noch überhaupt nicht erfreun, und lebe derzeit noch sehr zurückgezogen.
Ich habe in deutschen Foren gelesen, dass es dort recht gute Rehakliniken zur Nachsorge gibt, die den Patienten sehr wichtig erschienen. Was ich von meinen Ärzten erfahren habe, gibt es solche Kliniken in Ö nicht, bzw. wären teilweise fast nicht bezahlbar. Vielleicht kann mir jemand von euch berichten, wie es ihm ergangen ist, welche Hilfen er in Anspruch nehmen konnte, bzw. ob es in dieser Richtung überhaupt was gibt. Oder ob auch er diese Nachsorge im Wesentlichen selbst gesteuert und bewältigt hat. In meinem KH , wo ich operiert wurde, habe ich noch 1x die Woche Termin, wobei Ultraschall, Schleim abgesaugt, bzw. der Restharn kontrolliert wird.

Beim Thema Inkontinenz was mir speziell in der Nacht zu schaffen macht - stelle mir zwar den Wecker, werde aber oft schon vorher munter, und merke dass ich schon zu spät dran war. Danach kommt natürlich der ganze Zeitplan in der nacht durcheinander, und ich wache oft erschöpft und ziemlich niedergeschlagen spät morgens auf. Vielleicht gäbe es auch hier Ratschläge wie man das besser in den Griff bekommen könnte, oder regelt sich das nach gewisser Zeit von selber.

Ein wichtiges Thema ist auch der Wiedereinstieg in das Berufsleben. Ich hätte anfangs Dezember ein fixes Angebot in meinem Stammhotel auf Saison, bin mir aber noch nicht sicher ob ich das schaffen kann. Ich habe dort zum Glück keine anstrengende körperliche Arbeit , trotzdem viel Kundenkontakt und arbeite sogut wie nur nachts. Ich weiss dass ich dafür fit sein muss, eine Saison kann sehr hart sein. Vielleicht gibt es Erfahrungsberichte, wie schnell andre Patienten diesen Wiedereinstieg geschafft haben. Im Moment bin ich da ziemlich ratlos, da es natürlich in zwei Wochen wieder besser sein kann. Aber ich habe einfach schon zuviele unerwartete Sachen erlebt. Nicht leicht:( ich schwenke einen Tag in die eine, den nächsten in die andre Richtung. Und dieses Hin und Her kostet wieder zusätzliche Kraft und Energie.

Ich würde mich freuen, wenn mir jemand seine eigenen Erfahrung mailen könnte.

Schönen Gruss aus TIROL - Manfred! :)


Dietmar E.

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Nachsorgeplan nach Blasenkrebs (127)
« Antwort #4 am: 27. September 2007, 23:33 »
Servus Manfred,

ich kann mich noch an deine ersten "Gehversuche" im Forum erinnern.

Dass du zwischenzeitlich derart deiner Innereien beraubt wurdest, dachte ich nicht!

Nun, meine B. Ca, Op. war 1999, bin jetzt 57, in Wien.

Wenn du willst können wir uns austauschen.

Schick mir bitte eine PN oder ein Email.

LG.

Dietmar
« Letzte Änderung: 29. September 2007, 12:42 von admin »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)