Autor Thema: Strahlenbelastungen: natürlich, Röntgen, CT, MRT, Spect, PET, PET-CT. Szinti  (Gelesen 10073 mal)

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Dietmar E.

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PS: Alle Mitteilungen werde ich hier einfließen lassen, bitte daher "antworten", oder an kontakt@krebsforum.at

Hallo,

ich hätte gerne gewußt, wie hoch die (Strahlen)Belastungen bei bildgebenden Verfahren sind.

Wie sieht es mit den Kontrastmitteln aus, "normal" bzw. radioaktiv bzw. ....

Und wie ist das:

Natürliche Strahlung auf 500 m........

Auf 2000 m........

Im Flieger auf 8.500 m........

In Bad Gastein (Radon, z.B. 250 Bequerel lt. szt. EU-Vorschrift; es gab schon 250.000 Bequerel im Ötztal).............

Panormamaröntgen........

Einzelzahnröntgen.......

Thorax-Lungenröntgen, meist 2,3 Aufnahmen.......

HWS-Röntgen, meist etliche Aufnahmen, detto LWS.........

CT vom Thorax.........

CT vom Abdomen........

PET Ganzkörper............

PET-CT Ganzkörper......

Schilddrüsen-Szintigraphie.....

Ganzkörperszinti ........

Ultraschall........

MRT ........

Bestrahlungen wegen Krebs..........

ff.

Als Schutz vor vden Strahlen werden manchmal Körperteile abgedeckt.

Welchen Schutz gibt es noch bzw. was, um die Strahlenbelastung besser/schneller abzubauen?



http://www.surfmed.at/?news/1be9e1455b7d2cc3a9994fed8087a279
Selbst bei wiederholtem Röntgen oder gleichzeitigem Darstellen verschiedener Körperabschnitte erreicht die Strahlendosis noch nicht lebensbedrohliche Grenzwerte über 1 Sievert (Sv). So legt die seit 1988 gültige Röntgenverordnung die Grenzwerte für medizinisches Personal und Patienten fest. Diese Werte liegen für das Personal bei den jährlichen Belastungen im mSv-Bereich.
Aber die wichtigste Strahlenschutzmaßnahme für den Patienten ist es, nichtindizierte Röntgenuntersuchungen zu unterlassen und wenn möglich auf bildgebende Verfahren auszuweichen, die nicht auf dem Einsatz von Strahlen basieren, wie beispielsweise die Sonographie. Dazu sind gut ausgebildetes Personal und neue Technik für den Patienten ebenso von Nutzen, wie Strahlenschutzschürzen zur Abdeckung der Keimdrüsen.
Natürlichen Strahlen setzen wir uns etwa im Hochgebirge, bei Langstreckenflügen oder in Gegenden mit Urananteilen im Tiefengestein aus. Die durchschnittliche Belastung liegt in Deutschland bei 1,1 mSv pro Jahr, unterliegt aber großen regionalen Schwankungen und kann sich bis auf das Zehnfache erhöhen.
Ganz ohne Strahlenbelastung kommt die Magnetresonanztomografie (MRT) oder Kernspintomografie aus. Bei diesem bildgebenden Verfahren nutzt die Medizin Magnetfelder, die vorzugsweise die Verteilung von Wasserstoffatomen des Körpers erfasst.
Henrie Antoine Becquerel entdeckte die Radioaktivität von Uranerzen
Radioaktiven Jodisotopen (Schilddrüse)
Hat ein Patient beispielsweise Lungenkrebs (kleinzelliges Bronchialkarzinom), reduziert die Bestrahlung sein Risiko, einen Rückfall zu erleiden, um 50 Prozent.
Da bei dieser Diagnose nicht der ganze Körper bestrahlt werden muss, werden dem Patienten vor Beginn der Bestrahlung spezielle Strahlenschutzabdeckungen angepasst. Dadurch konzentriert sich die Bestrahlung auf die erkrankten Organe. Natürlich ist auch der restliche Körper einer Reststrahlung ausgesetzt, aber diese wird so klein wie möglich gehalten.
Eine Strahlentherapie ist nicht beliebig oft wiederholbar, da der Patient irgendwann seine individuelle Höchstdosis erreichen und wie das Opfer einer Reaktorkatastrophe an der Strahlenkrankheit sterben würde. Um trotzdem die Dosis erhöhen zu können, erhalten Patienten nach einer Hochdosistherapie Knochenmark oder Stammzellen von einem Spender.

http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenbelastung
Als Strahlenbelastung oder auch Strahlenexposition bezeichnet man die Einwirkung von Strahlung auf Lebewesen. Im Gegensatz zum Begriff Strahlenexposition setzt Strahlenbelastung im Sprachgebrauch des Strahlenschutzes eine schädigende Wirkung voraus. Es gibt unterschiedliche Arten von Strahlung, die in zwei große Gruppen unterteilt werden. Ist die Energie so hoch, dass sie aus Atomen und Molekülen Elektronen entfernen kann, spricht man von ionisierender Strahlung. Dazu gehören die Röntgen- und Gammastrahlung sowie die Teilchenstrahlung (Alpha-, Betastrahlung). Teilchenstrahlung wird, wie auch die Gammastrahlung, von radioaktiven Stoffen ausgesendet. Reicht die Energie für eine Ionisation nicht aus, handelt es sich um nichtionisierende elektromagnetische Strahlung. Deren Bereich beginnt mit Radiowellen und reicht über Mikrowellen und Wärmestrahlung bis zum sichtbaren Licht.
Für den Schutz der Bevölkerung und der Umwelt vor Strahlung aus der gezielten Nutzung von Radioaktivität ist folgender Grenzwert (effektive Dosis) in der europäischen Richtlinie 96/29/EURATOM und der deutschen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) festgelegt:

    * 1 mSv pro Jahr für die Bevölkerung

Für volljährige Personen (mit Ausnahme von schwangeren Frauen), die beruflich strahlenexponiert sind, gelten nach den o.g. Rechtsnormen folgende Grenzwerte (effektive Dosis):

    * 20 mSv pro Jahr
    * 50 mSv pro Jahr (Einzelfall)

WEITERE TABELLEN ABRUFBAR
unter:
http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenbelastung#Wirkung_ionisierender_Strahlung_auf_den_Menschen
nämlich:
Art der Strahlenquelle    Effektive Dosis im Jahr
Natürliche Strahlenquellen    
Kosmische Strahlung
(auf Meeresniveau)    
0,3 mSv
Terrestrische Strahlung

Äußerliche Bestrahlung
Einatmen von Radon
sonstige innere Strahlung
   

0,4 mSv
1,1 mSv
0,3 mSv
Künstliche Strahlenquellen    
Medizinische Anwendungen    1,9 mSv
Kernkraftwerke (Normalbetrieb)    <0,01 mSv
Folgen des Tschernobyl-Unfalls    <0,016 mSv
Atombombenversuche    <0,01 mSv
Sonstige künstliche Strahlung    <0,02 mSv
   
Zusammen    4,05 mSv

Zunahme der Strahlenexposition durch kosmischen Strahlung mit der Höhe, Abnahme des terrestrischen Anteils:
Höhe über dem Erdboden    Effektive Dosis im Jahr
300 km (Space Shuttle)    100-200 mSv (bei ruhiger Sonne)
10 km (Flugzeug)    30 mSv
3800 m    1.8 mSv
3000 m    1 mSv
2000 m    0.6 mSv kosmisch + ~1 mSv terrestrisch
0 m    0.3 mSv kosmisch + 0.5-2 mSv terrestrisch

Gerade erhalte ich dazu von Heribert ein Email, danke dafür:
Die natürliche Belastung liegt je nach Höhe zwischen 1 und 5 Millisivert pro Jahr. Durchschnitt 2,4 mSv/a Hinzu kommen noch etwa 1,2 mSv/a durch Fliegen, Wandern in Höhenlagen, Fall-out von Kernwaffenversuchen etc.
>2.    Lungenröntgen = 0,2 mSv
>3.    Lungen CT = 10 mSv
>4.    CT-Abdomen = 7 mSv
>5.    MRT = 0
>6.    PET = 18 mSv + Isotope
Knochenszintigraphie: keine direkte Strahlung

Interessant ist noch, dass etwa jeder 4. Mitteleuropäer im Laufe seines Lebens an Krebs erkrankt und an den Folgen stirbt. Durch 10 mSv wird das Krebsrisiko nach einer Verlaufszeit von 40 Jahren um 25% erhöht. Bei Blutkrebs ist die Verlaufszeit bereits nach 10 Jahren erreicht.



« Letzte Änderung: 21. Oktober 2007, 22:32 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Tanja

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Mammographie: Keine Strahlenbelastung ???
« Antwort #1 am: 27. Oktober 2007, 21:50 »

Hallo,

weiß jemand, wie hoch die Strahlenbelastung bei einer Mammographie ist?

Danke!

Heribert

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Hallo Tanja
Nach den Strahlenschutzrichtlinien soll bei der Mammographie im Standardverfahren eine Gesamtdosis von 5 mSv nicht überschritten werden. Das bedeutet je Brust 2 Aufnahmen, also 4 Aufnahmen.
« Letzte Änderung: 11. November 2007, 01:58 von admin »

hilde

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Krebsrisiko Computertomographie (CT)
« Antwort #3 am: 06. Januar 2008, 12:13 »
Die Jahrestagung der Radiological Society of North America

war wie jedes Jahr eine Leistungsschau der Medizintechnik.
Die neuesten Computertomografen liefern brillante Bilder. Dies könnte Radiologen jedoch zu einem unnötigen Einsatz verführen,
befürchten Experten im New England Journal of Medicine (1).

Das Krebsrisiko durch die Computertomographie
werde allgemein unterschätzt: 1,5 bis 2 Prozent aller künftigen Krebserkrankungen konnten Spätfolgen des gegenwärtigen Booms
bei den CT-Untersuchungen sein.
Bei Kindern und Schwangeren sollte die Untersuchung nach Möglichkeit vermieden werden.

Der Hersteller Philips stellte in Chicago sein neues „Flagschiff“ vor. In dem neuen Modell Brilliance iCT werden die Strahlen
der um den Patienten rotierenden Röntgenquelle von 256 Detektoren aufgefangen, ein neuer Rekord in der Mehrschicht-Technologie.
Sie hat in den letzten Jahren die exakte Darstellung von bewegten Organen, etwa des Herzens,
ermöglicht und die Untersuchungszeiten verkürzt. Das neue Modell von Philips liefert detaillierte Bilder von den Herzkranzgefäßen
nach nur zwei Herzschlägen.

Gleichzeitig sinkt nach Angaben von Philips die Strahlendosis um bis zu 80 Prozent...“


·         1-David J. Brenner et al: Computed Tomography — An Increasing Source of Radiation Exposure. 2007; 357: 2277-2284

·         2-Philipps-Pressemitteilung: Philips unveils computed tomography (CT) system that scans the heart in two beats to aid in diagnosis and treatment of serious health conditions


Dietmar E.

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Strahlenbelastungen durch Röntgen, CT, PET-CT etc.
« Antwort #4 am: 21. Februar 2008, 01:21 »
"Heute war Röntgen, und am Freitag erfolgt ein CT",
so sind wir Krebspatienten, oft vierteljährlich, dann halbjährlich mit bildgebenden Untersuchungen konfrontiert.

Dies zu unserer Sicherheit, zur Kontrolle, denn die Wahrscheinlichkeit eines Rezidives
bzw. das Entstehen von Metastasen ist für viele von uns groß.

Und dann kommen Studien, welche Auswirkungen diese Strahlen haben (können). Mann/Frau wird nachdenklich.
Soll ich die Zeitabstände verlängern? Darüber mit meinem Onkologen reden? Nein, Blödsinn!

Im Endeffekt bin ich doch bei der "engmaschigen Nachsorgeeinhaltung" geblieben.

Aber ich fragte bei Institute, was könnte ich dagegen/dafür machen. Da hörte ich von Verbesserung
der Immunabwehr, vorher und nach der bildgebenden Untersuchung, von viel trinken, von viel an der frischen Luft.

Kräuterpfarrer Weidinger würde mir sicher etwas Besonderes empfehlen, er ist leider bereits verstorben.

Da erinnerte ich mich an die Kopfschmerzenbehandlung bei einem Krebspatienten, Gehirntumor: Globuli. In jeder Apotheke
bekommt man zwischenzeitlich homöopathische Tropfen oder Globuli (Kügelchen aus Milchzucker).

Große Apotheken bzw. Hersteller dieser "Medikamente" wissen vielleicht mehr. Und so erfuhr ich über "meine" Apotheke,
dass es in Wien eine spezielle hierfür gibt, welche ggf. auch "für dieses Problem ein Kraut" hat. Und so war es.

Dieses homöopathischen Hilfsmittel kostete nicht sehr viel und soll bewirken, dass mein Körper besser mit der Strahlendosis durch bildgebende Untersuchungen umgehen kann, ja diese Belastungen sogar abbauen könnte.

Damit jemand nicht so lange suchen muss wie ich:

Apotheke “Zum roten Krebs”
Lichtensteg 4, 1010 Wien, Tel.: 01/5336791, fax +20
Krebsapotheke@utanet.at

Es heißt: Aqua R 500, z.B. D30,
2x tägl., taggleich und 2 Tage vorher/nachher,
nur mehr als Globuli.
Wartezeit für Anfertigung 1-2 Stunden bzw. tel. bestellen.



 
« Letzte Änderung: 17. Oktober 2008, 16:09 von Dietmar E. »
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Siegfried

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Strahlenbelastungen: Röntgen, CT, usw.
« Antwort #5 am: 21. Februar 2008, 08:39 »
Hallo Dietmar
Die Strahlenbelastung durch Röntgen und CT sind wohl sehr gering, da wir nur selten in solchen Geräten sind und die Dosierungen schon sehr gezielt und somit abgeschwächt eingesetzt werden.
Aber wie schon in diesem Forum besprochen wurde, sind wir von Strahlung umgeben, Handys, PC, Bildschirme und dergleichen.
Nun meine Frage: sind diese Mittel auch für Strahlungen dieser Art geeignet?
Liebe Grüße Siegfried
« Letzte Änderung: 21. Februar 2008, 09:05 von Siegfried »

Cécile

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Strahlenbelastungen vermeiden wo es nur geht
« Antwort #6 am: 21. Februar 2008, 10:50 »
. . . ich finde die Strahlenbelastung durch bildgebende Verfahren äußerst bedenklich. Es ist richtig, wenn der hemmungslose Einsatz solcher Untersuchungen bei "Gesunden" kritisiert wird - damit meine ich die Manager-Checks - völliger Unsinn, wenn ohne einen ernsthaften Verdacht solche Untersuchungen angeboten werden. Der "Patient/Klient" hält dann hübsche Bildchen in den Händen von seinem Innersten und die jeweilige Praxis amortisiert ihren Maschinenpark.

Ich denke dass man heute so viel wie möglich jede Strahlenbelastung vermeiden sollte, eben weil es sich alles summiert: jede Flugstunde, die Strahlung von Handy und noch viel schlimmer von all den schnurlosen DECT-Telefonen, dann jeder W-Lan pulst ständig durchs Haus, dazu die Erdtrahlung, Wasseradern, schlecht isolierte Stromleitungen im Haus, Hochspannungsleitungen über dem Haus (gerade in Österreich fällt mir immer wieder auf wieviel Strom noch oberirdisch verteilt wird), Sendemasten in der Nähe . . . hab ich was vergessen?

Ich verfalle bestimmt nicht in Panik, aber das Bombardement, dem wir da täglich ausgesetzt sind, ist schon gewaltig, zumindest dann, wenn man nicht als Einsiedler oder Waldmensch lebt  ;)

So! Und nun ist man ernsthaft erkrankt, an Krebs der ja nach wie vor nicht in seiner Entstehung geklärt ist, und dann trifft auf diesen kranken Organismus das volle Programm der Radiologen. Ich habe mir dann mal die Werte genauer angeschaut. Jedesmal wenn mein Mann eine CT hat machen müssen - und das war in gewissen Phasen recht häufig - gingen seine Blutwerte allesamt in den Keller. Bei einem gesunden Menschen vielleicht nicht unbedingt das echte Problem, bei jemandem der wie mein Mann einen Blutkrebs hat, alles andere als beruhigend, denn sein Körper braucht viel länger um diese Blutzellen neu zu bilden. Und ich mag mir gar nicht in letzter Konsequenz vorstellen, wieviel eventuell defekte Zellen sich dann neu bilden mit der falschen Programmierung. Dazu kommt, dass ja nicht jeder die Wahl hat und mit den Geräten der allerjüngsten Generation untersucht wird. Wir in München haben die Wahl, als Privatpatient sowieso, aber sobald man sich außerhalb solcher Ballungsräume befindet gerät man sicher gefährlich häufig an Radiologen, die noch ihre alten Geräte abbezahlen müssen  :-\

Deswegen setzen wir bei der Kontrolle im Krankheitsverlauf soweit möglich auf schonende Verfahren und auf alles was das Labor im Blut erkennen kann.

LG
Britta

Dietmar E.

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Liebe Brita,

ich kann bei deinem sehr interessanten Beitrag nichts hinzufügen und fast alles dick unterstreichen.
Prima auch der Hinweis, möglichst viel aus dem Blut (Harn) im Labor analysieren zu lassen, um nicht unnotwendigen Röntgenstrahlen etc. ausgesetzt zu sein. Da sind wir Krebspatienten gefordert, einschließlich der Angehörigen, "mündig" zu werden und "mündig" aufzutreten. Dazu braucht es aber zu allererst Informationen, z. B. über Laborwerte. Hast du bitte da ein paar Links? Und dann natürlich viel Mut, mit dem Arzt "in einer Augenhöhe" zu sprechen.

Die Röntgenapparate werden zwar immer strahlungsarmer, aber sie schädigen. Da kann mir der Röntgenologe wiederholt mit Argumenten kommen, die vielleicht auch stimmen: die Belastung ist gleich, als ob sie eine Bergwanderung auf 2000 m Höhe machen, oder, die natürliche Strahlenbelastung beim Flug Wien - Innsbruck ist höher.

Jedenfalls sollten wir vielleicht mit dem Arzt, dem Onkologen absprechen, ob statt dem nächgsten CT nicht ein MRT gemacht werden kann. Ob der befundende Arzt (auch dort fragen) nicht beim MRT gleich viel sieht, oder vielleicht besser, als beim CT.
Das MRT sei strahlungslos. Wer einmal in dieser Röhre war weiß, dass aber auch hier, ohne Strahlen, unser leidgeprüfter Körper beansprucht wird. Das Magnetfeld ist äußerst stark. trotzdem: Gestern sah ich im TV die erste Operation unter dem MRT; es durfte kein normales Op.Besteck verwendet werden, nur Karbon usw.

Extrem fand ich die strahlungslose (?) Untersuchung bei der jetzigen MR-Spektographie Prostata! Ich erinnerte mich an den Kinofilm Erdbeben, wo die Sessel gewackelt haben. Wie war das bei andere Prostataerkrankte? Es würde mich sehr interessieren.

Und zu Siegfried:
Ob meine Tropfen und Kügelchen auch bei sonstiger Strahlung hilfreich sind, ist (eher) nicht der Fall. Der Homöopath legt nach Anamnese und spezieller Befragung sein Mittel fest, die(se) Apotheke hat es lagernd oder fertigt es (meist binnen 2 Stunden) an. Da hilft leider nicht "Eines für Alles".

Noch einen schönen Donnerstag; bald kommt das Wochenende!

Gruß

Dietmar
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Werner

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Strahlenbelastungen: CT
« Antwort #8 am: 11. August 2008, 20:24 »

Fachgesellschaft warnt vor Strahlenbelastung durch Computertomografien

Montag, 11. August 2008

Hamburg – Vor einer steigenden Strahlenbelastung der Patienten durch Röntgenaufnahmen und insbesondere Computertomografien (CT) hat die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) gewarnt und die Sonografie aks eine schonende Alternative empfohlen.

Die Zahl der CT-Untersuchungen sei in Deutschland in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Jährlich nehmen Ärzte fast zehn Millionen CTs vor. „Verglichen mit 135 Millionen Röntgenuntersuchungen – und hierin ist Deutschland Weltspitze – scheint dies wenig“, sagte der Vizepräsident der DEGUM, Christian Arning. Doch auf die CTs entfalle mehr als die Hälfte der gesamten Strahlenbelastung durch Röntgenaufnahmen.

US-Experten befürchteten, dass CT-Untersuchungen in einigen Jahren für 1,5 bis zwei Prozent aller Krebserkrankungen verantwortlich sein werden. Die DEGUM fordere deshalb auch für Deutschland eine offene Diskussion über die Strahlenrisiken bestimmter medizinischer Untersuchungen. Zum Beispiel setzten viele Kliniken zur Diagnose von Blinddarmentzündungen bei Kindern mittlerweile den Computertomografen ein.

Zwar ist das Verfahren einfach und hilfreich für die Diagnose, gleichzeitig steige jedoch mit der Zahl der Untersuchungen die Strahlenbelastung. Diese sei bei einer CT der Bauchorgane rund 50-fach höher als bei früheren Röntgenuntersuchungen. Gerade bei Kindern werde mit dem CT eine nicht vernachlässigbare Strahlendosis erreicht, warnte Arning.

In vielen Fällen könne Ultraschall die Computertomografie ablösen. Die einzige mögliche Nebenwirkung wäre eine Erwärmung des Gewebes. Diese thermischen Effekte seien bei qualifizierter Anwendung heutiger Geräte jedoch minimal, hieß es aus der DEGUM. © hil/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=33316




Werner

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Röntgenstrahlung selbstgemacht
« Antwort #9 am: 23. Oktober 2008, 20:15 »

Röntgenstrahlung selbstgemacht

Wird eine herkömmliche Rolle Klebeband in einem Vakuum abgerollt,
entsteht dabei so viel Röntgenstrahlung, dass man einen Finger durchleuchten kann.

Diese Entdeckung machten jetzt US-Forscher.

Verantwortlich dafür ist die so genannte "Tribolu miniszenz": Bewegt man man zwei rauhe Flächen aneinander,
entsteht durch die Reibung elektromagnetische Strahlung.

Dass diese allerdings so hoch sein würde, das verblüffte die Forscher am Anfang ihrer Experimente sehr. Jetzt will das Team weiter erkunden, was genau beim Abrollen des Klebebandes passiert.

Quelle: Nature

Werner

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Hohes Strahlenrisiko der CT-Koronarangiografie

Mittwoch, 4. Februar 2009

München – Die Strahlenbelastung bei einer Darstellung der Koronarien mit modernen Computertomografen (CT-Koronarangiografie) ist 600-fach höher als bei einem Röntgenthorax. Dies ergab eine Studie des Deutschen Herzzentrums im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2009; 301: 500-507). Die Autoren fordern die Radiologen dringend auf, die Möglichkeiten einer Dosisminderung zu nutzen.

Die Entwicklung von Computertomografen, die pro Rotation 64 Schichten gleichzeitig aufnehmen, ermöglicht eine recht genaue Darstellung der Koronargefäße am schlagenden Herzen. Diese CT-Koronarangiografie wird, da sie nicht invasiv ist, zunehmend eingesetzt, um in kardialen Notfällen zu einer raschen Diagnose zu kommen.

Nicht invasiv ist in der Radiologie aber nicht gleichbedeutend mit nicht schädlich für den Patienten, und die ohnehin hohe Strahlendosis der Computertomografie könnte mit dem CT-Koronarangiografie eine neue Steigerung erfahren.

In der ........... http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35314

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Medizinische Scans belasten wie ein Kernkraftwerk
« Antwort #11 am: 02. September 2009, 14:26 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090902014

Experten hinterfragen Sinnhaftigkeit der Untersuchungen
 
Hohe Strahlenbelastung bei medizinischen Scans (Foto: pixelio.de/by-sassi)

Atlanta (pte/02.09.2009/10:00) - Röntgenstrahlen und CT-Scans belasten den Menschen teilweise mit Strahlungswerten, die mit der Arbeit in einem Kernkraftwerk vergleichbar sind. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der Emory University http://www.emory.edu gekommen. Es stellt sich die Frage, ob diese Scans das entstehende Risiko Wert sind. Das Team um Reza Fazel analysierte die Versicherungsunterlagen von mehr als 650.000 US-Amerikanern, die in den letzten drei Jahren zumindest mit einem bildgebenden Verfahren untersucht worden waren. Details der Untersuchung wurden im The New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Die meisten waren nur einer geringen Strahlungsmenge ausgesetzt. Rund zwei Prozent kamen jedoch mit einer Strahlung in Kontakt, die über der empfohlenen Jahresdosis eines Mitarbeiters in einem Kernkraftwerk lag. Fazel argumentiert, dass weitere Studien notwendig seien, um herauszufinden, ob derartige Untersuchungen der Krankheit nicht mehr schaden als nutzen.

Manche der Patienten waren sogar einer Strahlungsmenge ausgesetzt, die über den empfohlenen Werten für ein Kernkraftwerk lagen. Der Radiologe James Thrall von der Harvard Medical School http://hms.harvard.edu wies gegenüber NewScientist in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle Studie hin, die berichtet, dass bildgebende Verfahren wie die Computertomografie die Lebenserwartung der US-Amerikaner zwischen 1991 und 2004 um ein Jahr erhöht hätten