Autor Thema: Was dem gestressten Darm guttut  (Gelesen 910 mal)

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christina62

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Was dem gestressten Darm guttut
« am: 20. November 2007, 13:49 »

Der Darm ist eines der größten Organe des Körpers und gleichzeitig eines der empfindlichsten, wenn es um schädliche Umwelteinflüsse und Stress geht.


Warum werden Darmprobleme immer häufiger?

„Bei Dickdarmkrebs hat das sicherlich mit der modernen Lebensweise zu tun“, sagt Univ.-Prof. Johann Hammer, Gastroenterologe an der MedUni Wien. Viel rotes Fleisch und Alkohol, dafür aber wenig Obst und Gemüse fördern die Entstehung von Darmkrebs. „Auch Übergewicht steigert das Krebsrisiko.“ Nicht zu unterschätzen die wachsende Belastung durch Stress: Sie kann bei der Entstehung des Reizdarmsyndroms eine Rolle spielen. Antibiotika können ebenfalls entzündungsfördernd wirken. „Auch die Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsbestandteile nimmt zu. Vermutlich, weil unsere Umwelt viel schadstoffbelasteter geworden ist“, betont der Wiener Chirurg Wilhelm Appel.

Wie ernährt man sich darmgesund?


Hammer empfiehlt, sich an den Griechen zu orientieren. Sie haben die europaweit geringste Darmkrebs-Rate. Verantwortlich dafür sei ausgewogene mediterrane Kost. Wichtig sind zudem reichlich Ballaststoffe und (alkoholfreie) Flüssigkeit.

Welche Rolle spielt Bewegung in der Vorsorge?

Dass Sport das Darmkrebs-Risiko senkt, ist schon länger bekannt. Langsam versteht man auch die Hintergründe: „Einerseits verbessert regelmäßige Bewegung die Darmfunktion, andererseits wird auch das darmeigene Abwehrsystem gestärkt“, so Hammer. Sport beugt auch Entzündungen vor, die in Dickdarm-Ausstülpungen (Divertikel) entstehen können.

Wann sollte man zur Vorsorge-Untersuchung?

Um Darmpolypen – die Vorläufer von Darmkrebs – rechtzeitig zu entdecken, empfehlen Ärzte ab dem 50. Lebensjahr alle sieben bis zehn Jahre eine Darmspiegelung. „Bei familiärer Vorbelastung ist sie schon ab 30 ratsam“, so Appel.

Welche Beschwerden sollte man mit einer Darmspiegelung abklären lassen?

Hammer: „Wenn Darmbeschwerden wie lang anhaltender Durchfall, Verstopfung oder Schmerzen erstmals ab dem 35. bis 40. Lebensjahr auftreten, so sollte ebenfalls eine Untersuchung des Darmes erfolgen. Blutiges Erbrechen oder Blut im Stuhl, Übelkeit und Erbrechen über einen längeren Zeitraum oder Gewichtsverlust sind andere Warnsymptome, die eine Untersuchung erforderlich machen.“

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