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Folsäure

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Dietmar E.:
31.07.2007 - Medizin

Wie Folsäure Umweltschäden repariert
 

Der Nahrungszusatz macht die Erbgutveränderungen durch Bisphenol A rückgängig
Nahrungsergänzungsmittel wie Folsäure können ungeborene Kinder vor schädlichen Umweltchemikalien schützen. Das schließen amerikanische Forscher aus Fütterungsversuchen mit trächtigen Mäusen. Die zum Beispiel in Lebensmittelverpackungen vorkommende Chemikalie Bisphenol A (BPA) führte bei den Mäuseembryonen zu Veränderungen in der Erbsubstanz. Das Vitamin Folsäure und der Pflanzeninhaltsstoff Genistein konnten diesen negativen Einflüssen entgegenwirken.

Bisphenol A ist ein Bestandteil von Polycarbonat-Kunststoffen, die in zahlreichen Verpackungen, darunter auch Babyfläschchen, vorkommen. Um zu testen, welchen Einfluss die Substanz auf ungeborene Kinder hat, fütterten die Forscher Mäuse mit BPA. Die Mengen waren so niedrig gewählt, dass sie keinen direkten schädlichen Effekt auf die Tiere hatten. Das BPA im Futter führte jedoch dazu, dass deutlich mehr Tiere mit gelbem Fell geboren wurden. Wie andere Studien mit Mäusen desselben Stamms zeigen, haben gelbe Tiere ein größeres Risiko für Diabetes, Fettsucht und Krebs.

Genau wie BPA kann auch Folsäure die Fellfarbe von Mäusen beeinflussen. Das zeigen frühere Studien des Forscherteams. In einer weiteren Versuchsreihe gaben die Forscher nun sowohl BPA als auch Folsäure ins Futter. Das Ergebnis: Das Vitamin konnte den Einflüssen des BPA entgegenwirken, so dass die Mäuse weder zu viele gelbe noch zu viele braune Tiere zur Welt brachten. Einen ähnlichen Effekt hatte Genistein, ein Inhaltsstoff der Sojabohne.

Obwohl die gelben Mäuse anders aussehen als ihre braun gefleckten Geschwister, weisen sie keine Unterschiede in der Abfolge ihrer DNA-Bausteine auf. Vielmehr sitzen am DNA-Strang der braun gefleckten Mäuse deutlich mehr so genannte Methylgruppen. Diese chemischen Schaltermoleküle blockieren ein für die gelbe Fellfarbe zuständiges Gen und beeinflussen so das Aussehen der Mäusekinder – eine Form der Vererbung, die Epigenetik genannt wird. BPA verringert dabei die Anzahl der chemischen Schalter und Folsäure erhöht sie wieder, was sich im entgegengesetzten Einfluss der beiden Substanzen auf die Fellfarbe widerspiegelt.

Die Ergebnisse der Tierexperimente lassen sich aber nicht ohne weiteres auf den Menschen übertragen. So können die Forscher noch nicht sagen, welche Mengen an BPA bei menschlichen Embryonen zu epigenetischen Veränderung führen. Gleiches gilt für die optimale Dosis an Folsäure oder Genistein. Randy Jirtle, einer der Forscher, warnt, dass zu hohe Mengen Genistein auch schädlich sein könnten.

Dana Dolinoy (Duke-Universität in Durham) et al.: PNAS, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073_pnas.0703739104

ddp/wissenschaft.de – Larissa Kessner

Werner:
Studie gestoppt: Vitamin E und Selen mit potenziellen Risiken in der Prävention des Prostatakarzinoms

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Bethesda – Erneut hat eine Studie zu Vitaminen (oder Spurenelementen) nicht das erhoffte Resultat ergeben. Das US-National Cancer Institute (NCI) gab jetzt bekannt, dass die SELECT-Studie vorzeitig beendet wird. Einer Zwischenauswertung zufolge schützt Vitamin E und/oder Selen ältere Männer nicht vor einem Prostatakarzinom. Unter der Gabe von Vitamin E war das Risiko von Prostatakarzinomen sogar tendenziell erhöht und im Selen-Arm der Studie stieg die Zahl der Diabeteserkrankungen an.

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34200

Gitti:
Schützen B-Vitamine und Folsäure vor Krebs?

Die Kombination von Folsäure und B-Vitaminen soll vor Krebs schützen - diese Vermutung ist aber bisher nicht wissenschaftlich belegt worden. Eine große amerikanische Studie hat dies nun nachgeholt.

Folsäure und Vitamin B6 und B12 spielen eine wichtige Rolle zur Vorbeugung von Krebs, denn sie senken den Gehalt eines gefäßschädigenden und wahrscheinlich krebsfördernden Stoffes, dem Homozystein. Gerade Menschen mit Herzkreislauferkrankungen sollen von diesen Vitaminen profitieren. Diese weitverbreitete Annahme wurde aber bisher nicht wissenschaftlich belegt.

Diese Lücke wollten Shumin M. Zhang und seine Kollegen der Harvard Medical Scholl schließen: An der Womens Antioxidant and Folic Acid Cardiovascular Study wurde 5442 Frauen ab 42 Jahren eine Mischung aus Vitamin B6, B12 und Folsäure verabreicht und über sieben Jahre lang mit Frauen verglichen, die Tabletten ohne Wirkstoff bekamen.


Weiter..........
http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/aktuelles/:Ern%E4hrung-Sch%FCtzen-B-Vitamine-Fols%E4ure-Krebs/644889.html



Ein interessantes Nebenergebnis: Die US-Forscher errechneten für die Gruppe der Frauen über 65 Jahre ein deutlich geringeres Krebsrisiko: In der Vitamin-Gruppe erkrankten ein Viertel weniger Frauen an Krebs, bei Brustkrebs waren es sogar 38 Prozent weniger. Dies könnte von Bedeutung sein, da das Krebsrisiko in diesem Alter allgemein höher ist. Zusätzlich leiden viele ältere Menschen unter einem Vitamin B- und Folsäure-Mangel. Ob sie von einem Krebsschutz durch die Vitamin-Kombination profitieren, sollen weitere Untersuchungen klären.

Folsäure und Vitamin B6 und B12 sind für einen ausgewogenen Stoffwechsel wichtig, sie stärken das Immunsystem, helfen bei der Blutbildung und unterstützen das Wachstum der Zellen.

Folsäure ist reichlich in Salat, Tomaten und grünem Blattgemüse wie Spinat enthalten, sowie in Weizenkeimen, Eigelb und Leber. Vitamin B12 kommen in Fleisch, Milch, Käse und Eiern vor; Nüsse, Bananen Weizenkeime und Hefe sind gute B6-Lieferanten.
 
Yamina Merabet

Evi:
Naturheilkundlicher Newsletter der Habichtswald-Klinik Kassel

ISSN 1611-3624

Ausgabe November 2008

Thema: Vitamin B12 (Cobalamin)

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Patienten und Freunde der Habichtswald-Klinik,

hier erscheint nun der 71. naturheilkundliche Newsletter der Inneren Abteilung der Habichtswald-Klinik. Ich möchte Ihnen kurz und bündig kleine, leicht umsetzbare Tipps aus der Naturheilkunde an die Hand geben. Nicht immer wird der Tipp für Sie zutreffen, aber vielleicht kennen Sie jemanden in Ihrer Umgebung, für den gerade dieser Tipp die Lösung seines Problems darstellen kann.

Ich habe die Tipps nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Ihre Umsetzung ist in der Regel nebenwirkungsarm. Trotzdem kann jemand auch auf die harmloseste Pflanze eine allergische Reaktion entwickeln – um nur ein Beispiel zu nennen. Mit den Tipps können leichte bis mäßige Gesundheitsstörungen oft erstaunlich gut behandelt werden. Bei stärkeren Beschwerden oder bei einer Verschlechterung sollten Sie jedoch nicht zu lange zögern, zum Arzt zu gehen.

Vitamin B12 – das „natürliche Anabolikum“

Eigenschaften

Vitamin B12 ist an der Bildung von DNS-Bestandteilen (DNS=Erbstubstanz) beteiligt. Vitamin B12 ist daher bei allen Wachstumsprozessen, die mit Zellteilung einhergehen, bedeutsam. Überall, wo Gewebe wächst, z.B. Blut oder Muskeln, wird Vit. B12 benötigt. Außerdem ist Vitamin B12 für ein gut funktionierendes Nervensystem verantwortlich. In vielen Funktionen ergänzen sich Vitamin B12 und Folsäure. Vitamin B12 dient u. a. der Regeneration des Methylgruppenüberträgers SAM (S-Adenosylmethionin), wobei Homocystein zu Methionin remethyliert wird.

In der Leber kann eine Menge gespeichert werden, die den Bedarf für mehrere Monate bis Jahre deckt. Mangelerscheinungen entstehen daher nur sehr langsam, z.B. bei mehrjähriger konsequenter veganer Ernährung.

Damit Vitamin B12 aus der Nahrung aufgenommen wird, bedarf es eines sog. intrinsic factors ("Transportfaktor"), der im Magen gebildet wird. Bei bestimmten Magenerkrankungen (z.B. Magenentfernung, chronisch atrophische Magenschleimhautentzündung) muss Vitamin B12 daher in regelmäßigen Abständen injiziert werden. Alternativ ist auch eine orale Verabreichung täglicher hoher Dosen von Vitamin B12 möglich (300-400 μg), da etwa 1% auch ohne intrinsic factor per diffusionem durch die Darmschleimhaut aufgenommen wird.

Ein Teil des Vitamin B12-Bedarfes wird vermutlich im Darm aus der dortigen Darmflora synthetisiert. Über die dabei entstehenden Mengen wird derzeit noch kontrovers diskutiert.

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