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Chronisch lymphatische Leukämie, Allg.

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Chronisch lymphatische Leukämie-

Die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) ist die häufigste aller Leukämien. Die Erkrankung entsteht durch eine ungebremste und unkontrollierte Vermehrung von Zellen des Immunsystems (Lymphozyten) im Knochenmark, im Blut und in den Lymphknoten. Die meisten PatientInnen haben zu Beginn der Erkrankung keine Symptome und werden zufällig, z.B. bei der Gesundenuntersuchung, auf die Erkrankung aufmerksam. In einem späteren Stadium treten meist allgemeine Erscheinungen, wie Müdigkeit (durch Anämie), Fieber, Nachtschweiss oder Gewichtsverlust auf.
Die Erkrankung hat einen sehr unterschiedlichen Verlauf. Bei etwa einem Drittel der PatientInnen muss diese überhaupt nicht behandelt werden. Beim Rest der Erkrankten wird in den meisten Fällen die CLL nur beobachtet. Bei Zunahme der genannten Symptome erfolgt meist eine milde Chemotherapie, die die Erkrankung kontrolliert, aber nicht heilen kann. Die PatientInnen fühlen sich aber meist körperlich gut und können ihren geregelten Tagesabläufen nachkommen. In den letzten Jahren konnten durch intensive Forschung deutliche Fortschritte in der Therapie erzielt werden.

Als weltweit anerkannte klinische Institution nehmen klinische Studien einen bedeutenden Teil unserer Arbeit ein. Diese tragen dazu bei, die Heilungschancen, Überlebensdauer und auch die Lebensqualität unserer PatientInnen zu erhöhen. Wir bieten PatientInnen die Möglichkeit an laufenden klinischen Studien teilzunehmen.
(Liste der laufenden klinischen Studien)

Nähere Informationen erhalten Sie von unseren ExpertInnen in der Spezialamublanz für chronische lymphatische Leukämien
http://www.meduniwien.ac.at/haematology/info.htm

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Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) ist ein niedrigmalignes, leukämisch verlaufendes B-Zell-Non-Hodgkin-Lymphom ("B-NHL"). Sie ist in der westlichen Welt die am häufigsten vorkommende Leukämieform und tritt vor allem im höheren Lebensalter auf (das Durchschnittsalter bei Diagnosestellung liegt bei über 50 Jahren). Die WHO-Klassifikation der hämatologischen Erkrankungen unterscheidet neben der CLL noch eine Unterform, das "small lymphocytic lymphoma" (B-SLL, Kleinzelliges B-Zell-Lymphom), das im wesentlichen einer CLL entspricht, bei der der Lymphknotenbefall ganz im Vordergrund steht, ohne dass es zu einer höhergradigen Manifestation im Blut ("Leukämie") kommt (gewissermaßen eine nicht-leukämisch verlaufende CLL).

Bei der Erkrankung kommt es zu einer klonalen Vermehrung von reifen, kleinzelligen aber funktionslosen B-Lymphozyten. Die genaue Ursache hierfür ist nicht bekannt. Es kann davon ausgegangen werden, daß genetische Veränderungen, die im Laufe des Lebens erworben wurden, entscheidend sind. Hinweise für eine infektiöse Ursache, z.B. durch Viren, gibt es bisher nicht. Mit klassischen zytogenetischen Methoden sind häufig keine Chromosomentranslokationen nachzuweisen, wie das bei vielen anderen Non-Hodgkin-Lymphomen der Fall ist. Die genauere molekulare Analyse hat aber viele verschiedene genetische Veränderungen gezeigt. Insgesamt kann heute gesagt werden, dass die CLL, was die genauen molekularen Ursachen angeht, ein heterogenes Krankheitsbild ist. Es gibt Patienten, bei denen die Erkrankung einen sehr gutartigen Verlauf nimmt, aber auch eine kleine Untergruppe von Patienten, bei denen die Erkrankung einen deutlich aggressiveren Verlauf zeigt. Diese Unterschiede sind sicher Folge der unterschiedlichen genetischen Veränderungen bei verschiedenen Patienten.

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