Früherkennung - Vorsorge - Prävention - Gesundenuntersuchung > Vorgegebene, empfohlene Maßnahmen

Vorsorgeuntersuchung

(1/2) > >>

Josef:
Mehr darüber heute im Kurier!

Vorsorgeuntersuchung: Risikofaktoren erkennen

Was bringt mir die Vorsorgeuntersuchung?

Sie können damit gezielt nach Erkrankungen und Risikofaktoren fahnden, die noch keine Symptome machen. Hervorzuheben sind hier Krankheiten, die im Anfangsstadium schleichend voranschreiten und wenige bis gar keine Symptome verursachen, wie etwa Bluthochdruck, Diabetes oder diverse Tumore.

Ich bin übergewichtig und habe Angst, an Diabetes zu erkranken. Erfahre ich bei der Untersuchung, wie hoch mein Risiko ist?

Ja. Einzelfaktoren wie Blutzucker- und Cholesterinwerte, Blutdruck, Rauchverhalten und Übergewicht werden seit Ende 2005 in der neuen Vorsorgeuntersuchung zu einem Risikoprofil verknüpft: Dem Patienten wird mitgeteilt, wie groß sein Risiko ist, in den kommenden fünf Jahren etwa einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall oder auch Diabetes zu bekommen. Mit der neuen Untersuchung wird es auch leichter, die Vorstufe zu Diabetes (metabolisches Syndrom) zu erkennen.

Kann die Vorsorgeuntersuchung alles abdecken?

Nein, aber sie umfasst die wichtigsten Untersuchungen, die nachweislich einen Vorteil bei der Verhütung der häufigsten symptomlosen, chronischen Erkrankungen bringen - wie etwa jetzt auch die Darmspiegelung für alle Personen ab 50. Mit zunehmendem Alter wird der Untersuchungsumfang außerdem ausgeweitet.

Ist der PSA-Test zur Früherkennung von Prostata-Krebs enthalten?

Derzeit ist die Regelung so, dass der Patient mit dem Arzt über den PSA-Test spricht und danach eine gemeinsame Entscheidung getroffen wird.

Wie oft soll man zur Vorsorgeuntersuchung?

Unter 40 alle drei, über 40 alle zwei Jahre, bei besonderem Risiko gibt es engmaschigere Empfehlungen.



Und am 1.12.07 stand im Kurier:

Rauchen verursacht Herzinfarkt und Krebs. Es führt zu der...

Rauchen verursacht Herzinfarkt und Krebs. Es führt zu der unheilbaren obstruktiven Lungenkrankheit COPD, bei der Patienten buchstäblich die Luft ausgeht. Trotzdem wird munter weiter "gepofelt". Schon fünf Prozent der Zehnjährigen zünden sich regelmäßig eine an. Seien Sie Vorbild und hören Sie damit auf! Wie, das lesen Sie auf den

Seiten 68 und 69.

Edi:

Ab wann kann ich zur für mich kostenfreien Vorsorgeuntersuchung!

Meine Mutter, mein Vater, hatte .......! Ab wann und in welchen Abständen soll ich dann zur Vorsorgeuntersuchung?

Welche spez. Vorsorgeuntersuchungen bekomme ich, wenn meine Schwester an BK. vor 3 J. erkrankte?

Wie oft wird der PSA-Test bezahlt und ab wie viel Jahren?

Und,

und,

und ....................


Gehe online zum Kurier, und frage die Spezialistin: Prof. Anita Rieder, auf www.kurier.at/gesundheit

In ein paar Tagen kommt die Emailantwort!


Jutta:

Krebs-Früherkennung muss weiter entwickelt werden

Im Rahmen der 1. Nationalen Onkologischen Präventionskonferenz stellte die Deutsche Krebshilfe in Essen die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Krebs-Früherkennung vor. „Wir appellieren an alle Verantwortlichen im Gesundheitssystem, der Krebs-Früherkennung einen hohen Stellenwert einzuräumen“, so Dr. Leonhard Hansen, stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses ‘Krebs-Früherkennung’ der Deutschen Krebshilfe. „Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen, um die Methoden zu verbessern, die Erfolge zu dokumentieren und die Teilnahmeraten unter Berücksichtigung entsprechender Risikokommunikation zu erhöhen.“

Für viele Tumoren gilt: früh erkannt, sind sie mit größter Wahrscheinlichkeit heilbar. Bereits in den Gründungsjahren der Deutschen Krebshilfe rief Dr. Mildred Scheel die Bürger dazu auf, Früherkennungsuntersuchungen in Anspruch zu nehmen. Seither macht die Organisation die Früherkennung immer wieder zum Thema ihrer Informations- und Aufklärungsarbeit. Die Botschaft lautet: Vorbeugung und Früherkennung sind unverzichtbare Waffen im Kampf gegen den Krebs.

Die Deutsche Krebshilfe hat aufgrund der großen Bedeutung des Themas, der nach wie vor niedrigen Teilnahmeraten an den Untersuchungen und der kontroversen Diskussion in der Öffentlichkeit im Jahr 2005 eine Sachstandserhebung zur Krebs-Früherkennung auf dem Feld der Gynäkologie, der Inneren Medizin, der Urologie und der Dermatologie durchgeführt. Die wichtigsten Ergebnisse daraus stellte Hansen in Essen vor. Die Früherkennung von Brust-, Darm- und Gebärmutterhalskrebs findet nach Ansicht der Experten in Deutschland auf einem hohen Niveau statt. „Sowohl mit der vorsorglichen Darmspiegelung als auch mit dem qualitätsgesicherten Röntgen-Früherkennungsprogramm für Brustkrebs verfügt unser Gesundheitssystem über ausgezeichnete Angebote“, so Hansen. Diese Programme sollten jedoch wissenschaftlich begleitet und regelmäßig auf ihren Nutzen hin überprüft werden. Damit die Untersuchungen keinen Schaden anrichten, müssen die Methoden kontinuierlich weiter verfeinert werden.

Nachholbedarf sehen die Experten bei der Früherkennung von Haut- und von Prostatakrebs. Nach dem erfolgreichen Abschluss eines Modellprojektes in Schleswig-Holstein fordert die Deutsche Krebshilfe die Einführung eines regelmäßigen „Ganzkörper-Haut-Checks“ für alle Versicherten ab 35 Jahren. Dadurch können Risikogruppen erkannt und zahlreiche Hautkrebsformen in heilbaren Stadien diagnostiziert werden. Bei der Früherkennung des Prostatakrebses ist nach Ansicht der Experten der Deutschen Krebshilfe ein PSA-Screening (Untersuchung auf das Prostata-spezifizsche Eiweiß im Blut) für Männer ab 50 Jahren zurzeit nicht zu empfehlen, weil eine solche Reihenuntersuchung derzeit eine erhebliche Überdiagnostik und  und Nachteile des PSA-Tests für jeden Interessierten erforderlich.

Darüber hinaus ist die Forschung gefordert, neue Früherkennungsmethoden zu entwickeln – insbesondere für diejenigen Tumoren, die bei nach wie vor hohen Erkrankungszahlen eine hohe Sterblichkeitsrate aufweisen (Eierstock- und Lungenkrebs).

„Wir wollen die Menschen von dem Nutzen der Krebs-Früherkennung überzeugen und sie nicht überreden“, betonte Hansen. Daher informiert die Deutsche Krebshilfe ausführlich über Vor- und Nachteile der einzelnen Untersuchungen. Der ausführliche Sachstandsbericht der Deutschen Krebshilfe zur Krebs-Früherkennung findet sich hier in kürze.

Krebs-Früherkennung

420.000 Menschen erkranken jedes Jahr in Deutschland an Krebs. Die gesetzlichen Krankenkassen bieten ihren Versicherten folgende kostenlose Krebs-Früherkennungsuntersuchungen an: Für Frauen ab dem 20. Lebensjahr: Abstrichuntersuchung des Gebärmutterhalses und Untersuchung der Geschlechtsorgane, ab dem 30. Lebensjahr zusätzliche Tastuntersuchung der Brust und Inspektion auffälliger Hautareale, vom Beginn des 51. bis zur Vollendung des 70. Lebensjahres: Anspruch auf ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening (Röntgenuntersuchung der Brüste). Für Männer ab dem 45. Lebensjahr: Tastuntersuchung der Prostata sowie Inspektion des äußeren Genitales und auffälliger Hautareale. Für Frauen und Männer: Darmkrebs-Früherkennung: vom 50. bis 55. Lebensjahr einmal jährlich ein Test auf verborgenes Blut im Stuhl, ab dem 56. Lebensjahr Angebot einer ersten Darmspiegelung (Koloskopie) und Wiederholung dieser Vorsorgeuntersuchung zehn Jahre nach der ersten Untersuchung; für diejenigen Versicherten, die die Darmspiegelung nicht in Anspruch nehmen wollen oder können: Angebot eines zweijährlichen Stuhlblut-Tests ab dem 56. Lebensjahr. Kostenlose Materialien der Deutschen Krebshilfe zum Thema Krebs-Früherkennung können bestellt werden: Deutsche Krebshilfe, Postfach 1467, 53004 Bonn, oder im Internet unter www.krebshilfe.de heruntergeladen werden.

Quelle: Deutsche Krebshilfe

Jutta:

Nicht immer sind die Methoden zur Früherkennung von Krebs sicher und hilfreich.
Doch es gibt auch sehr sinnvolle Untersuchungen.

An die Krebsvorsorge sollten Manager kühl herangehen. Nur wenige Tests zur Früherkennung von Krebs lohnen sich. Viele bringen weder einen Gewinn an Lebensjahren, noch tragen sie zu einer höheren Lebensqualität bei.
Wer höchstmögliche Sicherheit möchte, muß abwägen. Gibt es eine familiäre Belastung, also enge Verwandte mit Krebs, dann sollte die Entscheidung pro Früherkennung fallen. Der Nachteil: Viele Vorsorgetests liefern fälschlicherweise Positiv-Ergebnisse - sie geben Fehlalarm. Der Getestete läuft mithin Gefahr, ohne Grund in Angst und Schrecken versetzt zu werden und sich zudem der körperlichen Belastung einer weiteren Untersuchung unterziehen zu müssen.
Prostata
Früherkennung ist vor allem - so die Einschätzung von Ludger Ciré, dem leitenden Check-up-Arzt am Institut für Arbeits- und Sozialhygiene in Karlsruhe - zwischen 60 und 70 Jahren sinnvoll. Ältere Männer sterben eher an anderen Krankheiten als an Prostatakrebs. Die Therapie würde nur zu Lasten der Lebensfreude gehen.
Vor dem 60. Lebensjahr ist der langsam wachsende Tumor eher selten. Die Methoden der Früherkennung haben Schwächen: Der Bluttest produziert gerade bei jüngeren Patienten in bis zu zwei Dritteln der Fälle falsch positive Ergebnisse, das Tasten läßt viele Karzinome unentdeckt.
Verursacht ein Tumor spürbare Symptome, dann gleichen sie denen der Prostatavergrößerung: häufiger Harndrang und Entleerungsstörungen. Bei familiärer Vorbelastung sollte der Bluttest ab dem 50. Lebensjahr durchgeführt werden.
Darm
Bei Tumoren im Mastdarm ist die Frühdiagnose sehr sinnvoll, weil sich Vorformen leicht entfernen lassen. Allerdings ist dafür eine Darmspiegelung notwendig. Dieser unangenehmen Prozedur vorgeschaltet wird ein einfacher Test auf verborgenes Blut im Stuhl, zu empfehlen ab 45. Allerdings produziert der Bluttest eine Falsch-positiv-Rate von 30 Prozent.
Sichtbares Blut im Stuhl, so es nicht aus Hämorrhoiden stammt, ist ein dringendes Alarmzeichen. Als Vorsorge gegen Darmkrebs gilt gesunde Ernährung: viel Gemüse und Ballaststoffe.
Nieren und Blase
Bei der Untersuchung per Ultraschall achtet der Arzt auf Veränderungen an den Organen. Zusätzlich kann ein Teststreifen Blut im Urin aufspüren. Wird das Blut sichtbar, kann das schon ein Spätzeichen eines Tumors sein.
Auch junge Menschen erkranken an Nieren- und Blasenkrebs. Für die Vorsorge ist wichtig: weder Nikotin noch Schmerzmittel mißbrauchen.
Leber und Gallenblase
Sie werden etwa ab dem 40. Lebensjahr untersucht. Ein Tumor der Leber zeigt sich meist zufällig beim Ultraschall, selten und spät bei einer Laboruntersuchung des Blutes. Subjektive Beschwerden treten ebenfalls erst spät auf.
Bei der Gallenblase kommt nur eine Ultraschalluntersuchung in Frage, aber auch diese kommt meist zu spät. Die Entfernung der Gallenblase bei Gallensteinen wirkt präventiv.
Magen
Klagt der Patient über ständige Beschwerden, selbst in nüchternem Zustand, liefert er dem Arzt erste Hinweise auf eine mögliche Erkrankung. Gesichert wird die Diagnose mit einer Magenspiegelung.
Magenkrebs ist rückläufig. Gesunde Ernährung beugt dem Leiden vor; gegrilltes oder gepökeltes Fleisch ist ein Risikofaktor.
Krebs allgemein
Die wichtigste Vorsorge für sehr viele Tumore bleibt: nicht rauchen und sich gesund ernähren. Dennoch muß jeder sechste Mensch damit rechnen, an Krebs zu erkranken.
Die Art der Behandlung hängt in hohem Maße vom Alter des Patienten sowie von Art und Ausprägung des Leidens ab. Zu den drei Säulen der Therapie - Operation, Chemotherapie, Bestrahlung - kommen zunehmend unterstützende Naturheilmittel hinzu, die den Heilungsverlauf fördern oder Nebenwirkungen dämpfen sollen, aber die Verfahren der wissenschaftlichen Medizin keinesfalls ersetzen können.

Geri:

Den Krebs erkennen statt zu verdrängen


Ausstellung der Niedersächsischen Krebsgesellschaft ist noch bis Mittwoch, 26. November, zu sehen

Hann. Münden. "Früh erkannter Krebs kann geheilt werden", sagte Carsten Pfeil gestern bei der Eröffnung der Ausstellung der Niedersächsischen Krebsgesellschaft im Evangelischen Vereinskrankenhaus (VKH) in Hann. Münden. Doch leider, so der Mitarbeiter der Gesellschaft, würden die Früherkennungsuntersuchungen nicht häufig genug wahrgenommen.

............ http://www.hna.de/muendenstart/00_20081112184152_Den_Krebs_erkennen_statt_zu_verdraengen.html

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln