Autor Thema: Schlaf  (Gelesen 13137 mal)

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Gitti

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Schlaf
« am: 05. Dezember 2007, 23:31 »

Schlafmangel kostet Deutschland 10 Milliarden Euro im Jahr


   München  - Die Schäden durch Schlafmangel und

   übermüdete Menschen in Autos und an Maschinen, werden in Deutschland auf

   etwa 10 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Etwa 20 % aller Unfälle auf

   den Straßen werden auf Müdigkeit und Sekundenschlaf zurückgeführt.

   Sozialpädagoge und Lebensraumconsultant Johannes Trüstedt weiß um die

   Probleme von Schlafmangel. "Wenig Schlaf wirkt auf das gesamte

   Nervensystem, er verändert die Wahrnehmung, stört die Sinne und schwächt

   das Immunsystem. Inzwischen weiß man um die schlimmen Folgen von

   chronisch gestörtem Schlaf." In seinem neuen Handbuch "Zeige mir, wie du

   schläfst..." und in einem GRATIS e Book auf der Homepage

   http://www.truestedt.com, erklärt der Fachmann die Zusammenhänge

   zwischen gewählter Schlafstatt, negativen Umwelteinflüssen,

   problematischen sozialen Beziehungen und die Verbindung zu erholsamem

   Schlaf. Trüstedt: "Schlafstörungen müssen nicht sein. Seit vielen Jahren

   mache ich ganzheitliche Schlafplatz Untersuchungen, in der Hauptsache bei

   Menschen mit extremen Schlafstörungen. Auf Grund dieser Erfahrungen,

   entstand das Konzept zu diesem Buch." Das Buch ist ab sofort im normalen

   und Internet Buchhandel und unter http://www.truestedt.com erhältlich.

 

   Schlafstörungen müssen nicht sein, so die sehr verkürzte Aussage des

   Buches. Das gewusst wie, ist jedoch von entscheidender Bedeutung. Das

   Bett, die Umwelteinflüsse, die sozialen Beziehungen, die eigene

   Geschichte und die innere Haltung das alles spielt eine Rolle in unserem

   Leben, Nacht für Nacht. Sind diese Komponenten zueinander stimmig, dann

   erholen wir uns im Schlaf, ist jedoch nur einer dieser Aspekte nicht im

   Gleichgewicht, leiden auch die anderen; und im Zusammenspiel aller,

   zeigen sich die negativen Auswirkungen als erstes am Schlafplatz.

   Trüstedts Fazit: "Jeder Schlafplatz hat eine bestimmte Bedeutung der

   Schläfer sucht sich gleichsam seinen Schlafplatz selbst aus passend zur

   jeweiligen Lebenssituation." Für Trüstedt ist die Wohnung und speziell

   das Schlafzimmer die Wiederspiegelung der eigenen Lebenssituation egal ob

   positiv oder negativ.

 

   Der Lebensraumconsultant kennt sehr genau die Auswirkungen von

   dauerhaftem Schlafdefizit. Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Magen Darm

   Erkrankungen bis hin zu psychischen Krankheiten, wie zum Beispiel

   Depressionen. Jedoch, und das ist dem Autor besonders wichtig, soll

   dieses Buch keine Ansammlung von (Patent )Rezepten gegen Schlafstörungen

   darstellen. Das kann es nach Auffassung von Trüstedt gar nicht geben,

   auch wenn dies von Seiten der Leidenden oft erwartet wird. Das Buch

   versucht die Komplexität von Schlaf und Schlafstörung deutlich zu machen

   und Wege aufzuzeigen, wie in solch komplexen Zusammenhängen Lösungen

   gefunden werden können. Ein systemischer Ansatz ist unumgänglich, wenn es

   um das komplexe Thema Schlaf geht. Dennoch bietet der Autor

   Interessierten einen Auszug aus dem Buch zum gratis Download auf seiner

   Homepage an. "Ich gebe in diesem e Book einen ersten Überblick und nenne

   auch die für mich wichtigsten Faktoren für einen gesunden Schlaf so der

   Autor. Das e Book kann gratis unter http://www.truestedt.com herunter

   geladen werden, um kleine Tricks und Kniffe zu erfahren um dem

   Teufelskreis Schlaflosigkeit zu entgehen.


Tanja

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Kann man vorschlafen oder Schlaf nachholen?
« Antwort #1 am: 01. Juni 2008, 16:42 »
Kann man vorschlafen oder Schlaf nachholen?

Für manche ist Schlafen ein wohl gepflegtes Hobby – für andere lästige Zeitverschwendung. „Vier Stunden schläft ein Mann, fünf eine Frau, und sechs ein Idiot“, soll Napoléon Bonaparte gesagt haben und damit gilt er als das Paradebeispiel für den Wenigschläfer, der viel erreicht hat.
Neueste Studien belegen allerdings: Jeder Mensch braucht zwischen sieben und acht Stunden Schlaf. Auch der Französische Feldherr und Kaiser soll gerne mal ein Nickerchen zwischendurch eingelegt haben. Viele Menschen, die nachts wenig schlafen, holen sich zusätzliche Erholung durch Mittagsschlaf oder ausgiebige Ruhe am Wochenende, so dass sie im Schnitt auch durchschnittlich auf sieben Stunden Schlaf über die Woche verteilt kommen – Schlaf kann also nachgeholt werden. Und das ist sinnvoll, denn ein Schlafdefizit führt kurzfristig zu Aggressivität und Konzentrationsstörungen. Langfristig drohen sogar Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Ausgiebiger Schlaf muss aber noch lange nicht erholsam sein. Die Mediziner unterscheiden verschiedene Schlafstadien. Die Traum- und Tiefschlafphasen sind besonders wichtig. Schon geringe Mengen Alkohol etwa können den erholsamen Schlaf stören. Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer treten dann verstärkt auf und wecken den Schlafenden bis zu achthundert Mal in einer Nacht, ohne dass er es merkt. Zudem fördert der Alkohol den Harndrang in der zweiten Nachthälfte. All das verhindert den Tiefschlaf, so dass man beim Aufwachen nicht erholt ist.

Auf Vorrat schlafen kann man jedoch nicht. Die Erholung kann vom Körper nicht grenzenlos gespeichert werden, so dass man dann tagelang wach bleiben könnte. Die Erholung aus dem Urlaub etwa reicht allerdings, um die ersten Wochen danach im Job ausgeschlafener zu sein – schlafen muss man aber trotzdem.
Fazit: Versäumten Schlaf nachzuholen ist nicht nur möglich, sondern auch erforderlich. Sonst drohen gesundheitliche Probleme. Über die Woche verteilt sollte jeder Mensch im Durchschnitt sieben bis acht Stunden ruhen. Unbegrenzt vorschlafen um die gesammelten Schlafüberstunden dann in Wachphasen abzufeiern geht allerdings nicht.

Mehr Infos (Manuskript als PDF und Audio als MP3) unter:
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/sendungsdetailseite.html?tx_wdr5ppfe_pi1%5BshowUid%5D=58002&tx_wdr5ppfe_pi1%5BbeitragsUid%5D=3406&cHash=c2cdcd7361


Jutta

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   Normalphasen wiegen Menschen in falscher Sicherheit

   Durham 21.05.2008
   Wer sich darauf verlässt, dass sein
   Gehirn auch bei zu wenig Schlaf gut funktioniert, kann sich in Gefahr
   bringen. Wissenschaftler der Duke University http://medschool.duke.edu
   und der National University of Singapore http://www.nus.edu.sg haben
   herausgefunden, dass es auch bei Schlafmangel Phasen einer fast normalen
   Gehirnaktivität gibt, in denen Aufgaben rasch erledigt werden können.
   Immer wieder kommt es aber auch zu Phasen mit langsamen Reaktionen und
   starken Abfällen in der Verarbeitung visueller Informationen und bei der
   Aufmerksamkeit. Details der Studie wurden im Journal of Neuroscience
   veröffentlicht.

   Die Forscher betonten, dass die Ergebnisse dieser Studie Implikationen
   für Menschen haben, die in der Nacht arbeiten, wie Lastwagenfahrer auf
   Langstrecken oder Ärzte mit Bereitschaftsdienst. Der leitende
   Wissenschaftler Michael Chee erklärte laut BBC, dass die Zeiträume, in
   denen das Gehirn normal zu funktionieren scheine, die Betroffenen in
   einer falschen Sicherheit wiegen würden. Tatsächlich kann der sehr
   wechselhafte Zustand des Gehirns ernste Folgen haben. Das Team wies nach,
   dass ein Gehirn bei Schlafmangel einfache visuelle Reize verarbeiten
   kann. Jene Bereiche, die für den Sinn des Gesehenen verantwortlich sind,
   funktionierten weniger gut. Darin liege, so Chee, die Gefahr des
   Schlafmangels.

   Mittels Kernspinresonanztomografie wurde der Blutfluss im Gehirn
   untersucht. Ziel war es, die Aktivität festzustellen. Teilnehmer, die
   entweder die ganze Nacht wach gehalten wurden oder durchschlafen durften,
   sollten Buchstaben erkennen, die kurz aufleuchteten. Zu sehen war
   entweder ein großes H oder S. Jeder dieser Buchstaben bestand aus
   kleineren Hs oder S'. Manchmal entsprachen die großen Buchstaben den
   kleineren, manchmal nicht. Zu erkennen waren entweder die größeren oder
   die kleineren Buchstaben. Dafür sollte einer von zwei Knöpfen gedrückt
   werden.

   Während der langsamen Reaktionen wiesen die unausgeschlafenen Teilnehmer
   einen sehr deutlichen Rückgang der Aktivität im visuellen Kortex auf.
   Gleichzeitig waren ...... http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080521011

Gitti

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Ich will gut ein- und durchschlafen können
« Antwort #3 am: 14. Juni 2008, 18:18 »
Die Woche des Schlafs - Was uns wirklich den Schlaf raubt

Der Sommer steht unmittelbar vor der Türe. Zumindest kalendarisch ist es ab 21. Juni soweit. Die Temperaturen haben Ende Mai schon mal kräftig zugelegt und so stehen uns auch weitere schwülheiße Tage ins Haus, die für unseren Körper eine Herausforderung bedeuten können. Das aXbo-Team rund um den Erfinder Boris Eis beschäftigt sich auch während der heißen Jahreszeit, wie gewohnt, mit den täglichen Maßnahmen, die gesund und munter halten. Eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Körpers und der äußeren Einflüsse führt zu einem ausgeglichenen Lebensstil. In einer dreiteiligen Serie werden die Themen Ernährung, Sport und Schlaf behandelt.

DER OFFIZIELLE SOMMERBEGINN – der längste Tag, gefolgt von der kürzesten Nacht – eröffnet die heiße Jahreszeit und gleichzeitig die WOCHE DES SCHLAFES am 21. Juni. Im ersten Teil unserer Sommerserie widmen wir uns daher dem Thema Schlaf bei heißen Temperaturen. Einige nützliche Tipps, (Ein-)Schlaf und Aufwachhilfen können vor allem im Sommer helfen, die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit zu erhalten.

Die heiße Luft in den Ballungszentren hat vor allem Einfluss auf Kreislauf und Wohlbefinden der Stadtbewohner, indem sie die Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit verbessert. Viele Menschen, vor allem Senioren und Kinder, leiden an Kreislaufproblemen und Schlaflosigkeit, denn die große Hitze verfolgt sie in den Sommermonaten oft bis in die Nacht hinein. Einschlafprobleme, Hin- und Herwälzen, wach liegen und ein Aufstehen am Morgen als hätte man die Nacht durchgemacht, bedeutet nicht nur körperliche Belastung, sondern werden oft auch zum psychischen Stressfaktor. Was man beachten sollte, wie wir uns das (Ein-)Schlafen erträglicher machen und erholter aufwachen können, hält das aXbo-Team in der Woche des Schlafes parat.


ERHOLSAMER SCHLAF TROTZ SCHWÜLHEISSER NÄCHTE

Die ideale Schlaftemperatur liegt bei 16 bis 18 Grad Celsius. Diese Temperaturen sind im Hochsommer schwer zu erzielen. Um sie trotz starker Sonneneinstrahlung zu erreichen, sollten die Schlafzimmerfenster tagsüber geschlossen bleiben und Rollos und Rollläden den Raum abdunkeln. Gleich nach dem Aufwachen sollte ordentlich gelüftet werden. Um die noch vergleichsweise kühle Morgenluft zu konservieren, sollte tagsüber auf das Kippen der Fenster verzichtet werden.

Die ideale Luftfeuchtigkeit beträgt übrigens nicht mehr als 50 Prozent. Das Raumklima lässt sich mit ein wenig Improvisationskunst verbessern, indem man zum Beispiel ein nasses Leintuch vor die Fenster hängt. Da ein Ventilator oft zu Verspannungen führen kann, sollte man darauf nachts verzichten. Bettzeug aus einem leichten, atmungsaktiven Stoff wie Seide ist ebenso zu empfehlen wie ein Bezug aus Baumwolle, der den nachts abgegeben Schweiß aufnimmt. Als kleiner Tipp: Den Pyjama oder das Nachthemd kurz vor dem Zu-Bett-Gehen ins Gefrierfach legen. Das sorgt für ein angenehm kühles Gefühl und hilft in solchen Nächten beim Einschlafen.

DIE QUALITÄT DES SCHLAFES
Um einen erholsamen Schlaf entgegenblicken zu können, gilt es alle störenden Umwelteinflüsse nach Möglichkeit auszuschalten. Lärm und Lichtreize können gerade im Sommer zu einem Problem werden. Die ersten Sonnenstrahlen finden bereits vor 5.00 Uhr morgens den Weg in unser Schlafzimmer. Zu viel Licht baut allerdings das Schlafhormon Melatonin ab, welches den Tag-Nacht-Rhythmus des menschlichen Körpers steuert.

Auch im Sommer gelten die allgemeinen Tipps für gesunden Schlaf. Schwer verdauliches, spätes Abendessen stört oft beim Einschlafen, da Magen und Darm weiterarbeiten. Ärger und Stress des Alltags sollten nicht mit ins Bett genommen werden. Statt eines alkoholhaltigen „Schlummertrunks“ empfiehlt es sich lieber, zu einer Tasse lauwarmen Tee zu greifen. Aber Vorsicht, unmittelbar vor dem Schlafen gehen nicht zu viel trinken, denn das regt die Harnproduktion an.

Für jene, die schwer einschlafen können, bietet der speziell entwickelte aXbo Schlafphasenwecker auch unterschiedliche Einschlafsounds vom Meeresrauschen bis zur Dschungelkulisse. Genauso sanft wie der aXbo Schlafphasenwecker in den Schlaf wiegt, weckt er auch. Die angenehmen Wecksounds, wie beispielsweise Vogelgezwitscher, holen den Schlafenden zum richtigen Zeitpunkt langsam aus dem Land der Träume. So wird man geweckt, als wäre man von selbst aufgewacht.

WIE AXBO FUNKTIONIERT
Jeder Mensch durchläuft mehrere Schlafphasen pro Nacht, in denen sich Tiefschlaf-, Leichtschlaf- und Traumphasen abwechseln. Jede dieser Phasen ist durch unterschiedliche Körperbewegungen gekennzeichnet. Alleine mittels dieser Aktivität werden die Schlafphasen voneinander unterschieden und so der optimale Weckzeitpunkt bestimmt – innerhalb der letzten 30 Minuten vor der gewünschten Weckzeit. Das bewirkt ein Aufstehen in der Früh, als wäre man von selbst aufgewacht.

ERHÄLTLICH IN APOTHEKEN UND ONLINE

Der Schlafphasenwecker kann online unter www.axbo.com und in allen österreichischen Apotheken zum Preis von 199,- Euro bestellt werden. In Österreich ist aXbo zusätzlich in allen Leiner und Kika Filialen, sowie im ausgewählten Elektrofachhandel erhältlich. In Deutschland kann aXbo auch in über 100 Bettenstudios gekauft werden. aXbo wird im Set für 2 Personen ausgeliefert.

In diesem Sinne erholsamen Schlaf und ausgeruhtes Aufstehen.

Evi

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Schlaf: Frühaufsteher leisten mehr - Schlaftipps
« Antwort #4 am: 15. Juni 2008, 13:24 »
Schlaf: Frühaufsteher leisten mehr - Schlaftipps

"Der Chronotyp beeinflusst offenbar die Leistungsfähigkeit: Laut einer aktuellen Studie schneiden Frühaufsteher in Prüfungen besser ab als Langschläfer...." Tipps der amerikanischen Akademie für Schlafmedizin:

    *

      "Feste Rituale vor dem Schlafengehen
    *

      Koffeinhaltige Getränke und Speisen vermeiden
    *

      Nicht hungrig, aber auch nicht zu satt ins Bett gehen
    *

      Computer und TV aus dem Schlafraum verbannen
    *

      Keine anstrengenden, körperlichen Aktivitäten bis sechs Stunden vor dem Zubettgehen
    *

      Nicht die Nacht durchlernen, sondern besser auf den nächsten Tag verschieben
    *

      Schlafraum dunkel, leise und ein bisschen kühl halten
    *

      Jeden Morgen zur selben Zeit aufstehen.."

http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/schlafen/schlaf-fruehaufsteher-leisten-mehr_aid_307448.html

Gitti

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Schlafmangel behindert mehrfach und ......
« Antwort #5 am: 10. Juli 2008, 17:07 »

Warum sind Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, nicht nur müde, sondern häufig auch aggressiv und irrational? Dieser Frage gingen nun Wissenschaftler der Harvard Medical School in Boston und der Universität in Berkeley nach und machten dabei eine ganz interessante Beobachtung.

Nachdem die Forscher mittels funktioneller Magnetresonanztomografie sowohl die Hirnaktivität, als auch den Blutfluss von Menschen, die angaben gut zu schlafen und – vergleichsweise -  von einer Gruppe Schlafgestörter eingehend untersucht hatten, fanden sie eine Erklärung für die aggressiven und auch irrationalen Reaktionen, die oft aufgrund von Schlafmangel verursacht werden. Bei schlaflosen Probanden ist gewöhnlich der so genannte Mandelkern, also das emotionale Zentrum des Gehirns,  stärker durchblutet als bei jenen Menschen, die keine Probleme mit dem Schlummern haben.

Darüber hinaus tendiere das Gehirn, durch Schlafentzug, zu äußerst primitiven Aktivitätsmustern. Dies könnte erklären, warum müde Menschen Reize des Umfeldes so schlecht verarbeiteten und schließlich oft nicht adäquat einzuordnen wüssten.

Deshalb: achten Sie darauf, dass Sie immer soviel Schlaf bekommen, wie Sie auch tatsächlich brauchen und suchen Sie – bei Schwierigkeiten – rechtzeitig einen Arzt auf. 

Josef

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Schlaflosigkeit bei Krebspatienten
« Antwort #6 am: 15. Juli 2008, 00:46 »

14/07/08,16:31, Elsevier Von Kerri Wachter

Schlaflosigkeit ist bei Krebspatienten häufig

CHICAGO (EGMN) – Die Prävalenz von Schlaflosigkeit ist bei Krebspatienten rund dreimal so hoch wie in der Allgemeinbevölkerung, zeigt eine sekundäre Analyse von mehr als 500 Patienten.

Die Prävalenz von Schlaflosigkeit entsprechend klinischer Kriterien lag bei Krebspatienten, die eine Chemotherapie erhielten, bei 45,6 Prozent, verglichen mit 19 Prozent in der Allgemeinbevölkerung. Weitere 35 Prozent der Krebspatienten hatten Symptome von Schlaflosigkeit verglichen mit 15 Prozent in der Allgemeinbevölkerung, berichtete Dr. Oxana Palesh, Strahlenonkologin an der the University of Rochester in New York auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology.

Rund 80 Prozent der Patienten .......... http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=20&profileAOIName=Psychiatrie&articleItemId=92e95705e7d0ed622b64b0c4b823a691
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke

Sissi

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Schlaf - Düfte
« Antwort #7 am: 22. September 2008, 13:09 »
http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=080922002

   pte080922002
   Medizin/Wellness

   Schöne Düfte verursachen süßere Träume
   Menschen reagieren auch im Schlaf auf externe Reize

   Mannheim (pte/22.09.2008/06:00) - Bestimmte Gerüche wie Lavendel sind für
   ihre Schlaf fördernde Wirkung bekannt. Aber können Düfte während des
   Schlafes beeinflussen, was Menschen träumen? Diese Frage stellten sich
   Wissenschaftler des Universitätsklinikums Mannheim
   http://www.klinikum-mannheim.de und setzten 15 schlafende Freiwillige
   Chemikalien aus, die entweder nach verdorbenen Eiern oder nach Rosen
   rochen. "Die meisten Alltagsgerüche verfügen über zwei Komponenten, den
   tatsächlichen Geruch und einen Bestandteil, der unsere Nasen irritieren
   kann", berichtet der leitende Wissenschaftler Boris Stuck. "Durch den
   Kontakt mit Chemikalien, die nur die Geruchskomponente enthalten, konnten
   wir sie wirklich hohen Dosierungen aussetzen, ohne sie aufzuwecken."

   Das Team wartete bis die Teilnehmer die REM-Phase erreicht hatten, in der
   am meisten geträumt wird, und setzten sie zehn Sekunden lang einer hohen
   Dosierung stinkender Luft aus, berichtet New Scientist. Eine Minute
   später wurden sie aufgeweckt und nach ihrem Eindruck befragt. Sie sollten
   die Inhalte ihrer Träume berichten und wie sie sich fühlten. Alle
   Teilnehmer hatten positive Eindrücke, wenn sie Rosen rochen. Die meisten
   machten bei den faulen Eiern die gegenteilige Erfahrung. Laut Stuck
   beeinflussen die Gerüche die emotionale Färbung des Traumes.

   Derzeit suchen die Wissenschaftler nach Menschen, die an Alpträumen
   leiden, um herauszufinden, ob Gerüche ihre Träume angenehmer machen
   können. "Die Beziehung zwischen externen Reizen und Träumen ist etwas,
   dessen wir uns bis zu einem gewissen Grad bewusst sind", ist auch Irshaad
   Ebrahim vom The London Sleep Centre http://www.londonsleepcentre.com
   überzeugt. Diese frühe Studie sei ein Schritt in Richtung der Klärung
   dieser Fragen und könnte durchaus für die medizinische Praxis von Vorteil
   sein. Stuck hat die Ergebnisse der aktuellen Studie auf dem derzeit
   stattfindenden Jahrestreffen der American Academy of Otolaryngology der
   Öffentlichkeit vorgestellt.

Gitti

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Schlafhilfe Lavendel
« Antwort #8 am: 05. Oktober 2008, 22:24 »

Lavendel für einen ruhigen Schlaf

10. Juli 2008 by Susanne - Naturheilkunde News

Unübersehbar ist der Lavendel in der französischen Provence, wo er eine besonders lange Tradition als Nutzpflanze besitzt. Schon vor Jahrhunderten ernteten in den Mittelgebirgen Südeuropas Bauernfamilien per Hand mit kleinen Sicheln die Blütenstängel des robusten Halbstrauchs. Destilliert wurde damals in großen Kupferkesseln über dem offenen Feuer, heute läuft die Produktion des begehrten Öls industriell ab.
Die Ursprünge der Gewinnung von Lavendelöl reichen weit zurück. Man verwendet es, seit man destillieren kann. Diese Anfänge liegen 5000 bis 6000 Jahre zurück im Industal im heutigen Pakistan.
Damals war Lavendel eines der wenigen verfügbaren Heilmittel und daher gefragt bei vielen Gesundheitsproblemen. Die spätere Volksmedizin nutzte ihn bei so unterschiedlichen Beschwerden wie Migräne, Krämpfen oder Asthma bronchiale. Groß ist die Spannbreite der Einsatzmöglichkeiten auch heute noch in der Aromatherapie.
Es gibt mehr als 100 Lavendelarten, von denen therapeutisch hauptsächlich der Echte Lavendel (Lavendula angustifolia) zum Einsatz kommt. Die Pflanze gehört zu den Lippenblütlern und hat kleine, blauviolette Blüten, die in Scheinähren sitzen. Diese werden geerntet, bevor sie sich vollständig entfaltet haben. Dann trocknen sie in der Sonne, um den Verlust an ätherischem Öl gering zu halten.
Lavendelöl besteht aus etwa 180 verschiedenen Bestandteilen: die wertbestimmenden Inhaltsstoffe sind vor allem Linalylacetat und Linalol. Beim Einatmen wirkt es beruhigend und ausgleichend. In den 90er Jahren haben klinische Studien gezeigt, dass Lavendelölbäder den Schlaf verbessern können. Man dosiert mindestens zwei Gramm ätherisches Öl auf 100 Liter Badewasser und fügt einen Lösungsvermittler hinzu, etwa einen halben Becher Sahne. Für kleine Kinder eignen sich Lavendelsäckchen unter dem Kopfkissen als Einschlafhilfe. Wer mag, kann im Sommer auch Lavendelsträußchen in der Nähe des Betts aufhängen.
Lavendeltee lindert nervöse Magenbeschwerden, und sogar bei leichten depressiven Verstimmungen erfahren viele Patienten eine Besserung. Die Wirkung erklären Experten damit, dass im Gehirn vermehrt der Botenstoff Serotonin ausgeschüttet wird, der die Laune hebt. Bei Übererregbarkeit und Reizbarkeit empfiehlt es sich, Lavendelöl innerlich anzuwenden. Ein bis vier Tropfen auf ein Stückchen Brot oder einen Zuckerwürfel geträufelt, reichen völlig.
Ein Pluspunkt für alle Präparate mit Lavendel: Sie besitzen so gut wie keine Nebenwirkungen, und auch Kinder kann man sanft damit behandeln. Entsprechend groß ist die Nachfrage. Jährlich gewinnen die Produzenten etwa 1000 Tonnen Öl aus den Blüten des Echten Lavendels, wobei heute Bulgarien und Tasmanien die Hauptanbaugebiete sind. Besonders hochwertiges Öl kommt aber nach wie vor aus der französischen Provence.

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Hallo!
Ich kann als Heilpraktikerin Lavendel auch nur empfehlen.
Besonders effektiv ist er, wenn er in Form eines Öls abends nach einem heißen Bad oder Dusche in die noch feuchte Haut massiert wird.
Danach mit Bademantel oder ähnlichem ins Bett legen und warm zudecken.
So entfaltet der Lavendel seine ätherischen Öle und das limbische System im Gehirn reagiert mit Entspannung und Wohlbefinden.
Der Schlaf wird weitaus tiefer werden und man wacht morgens erholt und entspannt auf.
Gute Nacht!
Weiter Informationen finden Sie auch auf meiner Webseite:
http://www.heilpraktikerin-koeln.de
Ich freue mich auf Sie!
Annika Großmann
Heilpraktikerin

Sissi

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Ist Schlaf unwichtig?
« Antwort #9 am: 22. November 2008, 10:23 »
Ausreichend Schlaf ist wichtig! 
 
 
"Schlaf ist Luxus!“ Solche oder ähnliche Sätze sollte man sich nicht zum Motto machen. Menschen, die beispielsweise nur vier Stunden pro Nacht schlafen, schaden auf Dauer ihrem Herzen. Dies bestätigte kürzlich eine japanische Studie, an der 1200 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren teilnahmen.

Der Gesundheitszustand der Teilnehmer wurde über mehr als vier Jahre hinweg beobachtet. Das Ergebnis: Wer sich weniger als 7,5 Stunden Schlaf pro Nacht gönnt, erhöht sein Risiko um etwa ein Drittel eine Herzerkrankung zu bekommen. Besonders gefährdet sind Menschen, die nachts einen erhöhten Blutdruck haben.

Achten Sie deshalb darauf, dass Ihre Nächte lang und erholsam sind. Dann ist Ihnen ein gesundes Leben, bis ins Greisenalter schon fast garantiert..
 

Evi

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Schlaf ist nicht nur zur Selbstheilung wichtig, .............
« Antwort #10 am: 02. Januar 2009, 13:21 »

02/01/09

Kürzere Schlafzeiten stehen mit Verkalkung der Koronararterie in Zusammenhang

Ein kürzerer Nachtschlaf ist laut einem Bericht in der JAMA-Ausgabe vom 24./31. Dezember stark mit einer Verkalkung der Koronararterie assoziiert.

“Wir fanden einen robusten und neuartigen Zusammenhang zwischen der objektiv gemessenen Schlafdauer und der 5-Jahres-Inzidenz für Verkalkungen der Koronararterie. Eine Stunde mehr Schlaf senkte die geschätzte Wahrscheinlichkeit für eine Kalzifizierung um 33 Prozent", erklären Christopher Ryan King von der University of Chicago und seine Mitarbeiter.

Das Ausmaß dieses Effekts ist ähnlich dem etablierter Risikofaktoren, wobei eine Stunde mehr Schlaf die Wahrscheinlichkeit für eine neu auftretende Verkalkung im selben Ausmaß reduzierte wie es eine Senkung des systolischen Blutdrucks um 16,5 mmHg tun würde.

Jüngste experimentelle und epidemiologische Studien haben    http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=8&profileAOIName=Allgemeinmedizin&articleItemId=e33be02f140898cbc917221299781636

Tanja

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Warum ist Schlaf wichtig?
« Antwort #11 am: 09. Februar 2009, 12:44 »

http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=090209006 [ Foto ] [ Pressemappe ]

   Hohes Unfallrisiko durch Schlafstörungen
   Initiative Gesunder Schlaf lädt zum Pressefrühstück

   Wien (pts/09.02.2009/09:00) - Die Initiative Gesunder Schlaf lädt zum
   Pressefrühstück am 17. Februar, um 10 Uhr in den Österreichischen
   Journalistenclub, 1010 Wien, Blutgasse 3, zum Thema:

   Hohes Unfallrisiko durch Schlafstörungen - Wie der Schlaf-/Wachrhythmus
   natürlich wieder hergestellt werden kann

   Rund 3,2 Millionen in Österreich leiden massiv darunter, sie schränken
   die Lebensqualität drastisch ein und führen zu Milliardenverlusten in der
   Wirtschaft, zudem erhöhen sie das Unfallrisiko: Schlafstörungen. Mehr als
   24 Prozent aller tödlichen Verkehrsunfälle und insgesamt jeder dritte
   Unfall werden durch schlechten Schlaf verursacht. Wer nachts nur vier
   Stunden geschlafen hat, reagiert so, als habe er 0,5 Promille Alkohol im
   Blut, eine durchwachte Nacht steigert diesen Wert gar auf 0,8.

   Zusätzlich problematisch in Sachen Verkehrstüchtigkeit sind Tranquillizer
   mit der Wirkstoffgruppe der Benzodiazepine. Nach der Einnahme dieser
   Schlaftabletten sind Patienten oft noch am Folgemorgen benommen, stürzen
   und geraten nicht selten in Verkehrsunfälle.

   Im Rahmen dieser Pressekonferenz sprechen Experten über alternative
   Methoden und Mittel, die den guten Schlaf auf natürliche Weise fördern.
   Fotocredit: Initiative Gesunder Schlaf/Digidias

   Die Experten auf dem Podium:

   * Univ. Prof. Dr. Manfred Walzl, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie,
   Landesnervenklinik Graz:

   "Wer nicht schläft, macht Fehler!"
   Die Tagesmüdigkeit als Risikofaktor Nummer eins bei Verkehrs- und
   Arbeitsunfällen

   * Dr. Walter Pleyer, Allgemeinmediziner in Wien:

   "Natürlich gegen Schlafstörungen"
   First-Line-Therapie mit Melatonin: Schlaf-Wachrhythmus wieder herstellen
   - Fallbeispiele aus der allgemeinmedizinischen Praxis

   * Dr. Michaela Trnka, Leiterin der Gesellschaft für integrative
   Ganzheitsmedizin in Wien:

   "Schlaflosigkeit als Symptom"
   Der ganzheitliche Ansatz in der Diagnose und Therapie von Ein- und
   Durchschlafstörungen

   Wir freuen uns, wenn wir Sie auf der Pressekonferenz begrüßen dürfen und
   bitten um Anmeldung.

   Info & Anmeldung:
   Hennrich.PR - Agentur für Gesundheit und Kommunikation
   Daniela Hennrich
   Tel. 01/879 99 07 oder 0664/408 18 18
   E-Mail: office@hennrich-pr.at (Ende)

     Aussender: Hennrich.PR
   Ansprechpartner: Daniela Hennrich
   email: office@hennrich-pr.at
   Tel. 0664-408 18 18

Jutta

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Schlafstörungen - Schlafmittel
« Antwort #12 am: 26. Februar 2009, 18:22 »
Vorsicht mit synthetischen Schlafmitteln 
 
Synthetische Schlafmittel, die Sie rezeptfrei in der Apotheke bekommen, sollten nur kurzfristig eingenommen werden. Mittel, die die Wirkstoffe Diphenhydramin und Doxylamin enthalten, verlieren nämlich ihre Wirkung, wenn man sie längerfristig einnimmt.

Synthetische Schlafmittel wirken schnell und sollten mindestens acht Stunden vor dem Aufstehen eingenommen werden. Treten nachts trotzdem Schlafstörungen auf, sollten Sie jedoch keine weitere Tablette nehmen. Nach zwei bis drei Tagen sollten Sie die Einnahme unterbrechen. Prinzipiell gilt aber: zu Schlafmitteln sollten Sie niemals leichtfertig und immer nur in Absprache mit Ihrem Hausarzt greifen.

Eine Alternative zu den synthetischen Schlafmitteln sind pflanzliche Präparate. Sie enthalten z.B. Extrakte aus Baldrian, Melisse oder Hopfen und sind gut verträglich. Da sie ihre Wirkung erst nach ein paar Tagen entfalten, nimmt man sie auch längerfristig ein. Vielleicht sind die Ursachen für die Schlafstörung aber auch schlicht in der Lebensführung zu suchen? Fragen Sie sich beispielsweise einmal, ob Sie auch wirklich müde sind. Wenn Sie sich über den Tag hinweg körperlich auslasten (z.B.  durch regelmäßiges Schwimmen, Spazieren gehen, Dauerlaufen) kommt der Schlaf oft schon von ganz allein.
 
 
 Lesen Sie dazu auch:

http://www.wissen-gesundheit.de/content.asp?wdid=123&sid=0
• Schlafstörungen 

 
 Autor: Wissen Gesundheit-Redaktion 
 

Gitti

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(Sekunden)Schlaf
« Antwort #13 am: 27. März 2009, 10:46 »
   
   Zu wenig Schlaf wirkt auf Autofahrer ähnlich wie Alkohol

Gestörter Schlaf bedeutet ein extremes Unfallrisiko, denn jeder dritte Verkehrsunfall geht auf ein Schlafdefizit des verursachenden Autolenkers zurück. Gleichzeitig ist jeder dritte Autofahrer und jeder zweite LKW- und Buslenker übermüdet. Das betont Manfred Walzl, Neurologe und Psychiater der Landesnervenklinik Graz. Gefährlich ist die Müdigkeit vor allem durch die ausbleibende Aufmerksamkeit, die im schlimmsten Fall zum Einschlafen hinter dem Steuer führt. Spanische Studien haben gezeigt, dass Tagesmüdigkeit die Unfallgefahr versechsfacht, in Kombination mit Alkohol ist das Risiko gar elfmal höher. "Wer nachts nur vier Stunden geschlafen hat, reagiert, als hätte er 0,5 Promille Alkohol im Blut. Bei einer durchwachten Nacht verschlechtert sich die Reaktion auf einen Wert, der 0,8 Promille entspricht", so Walzl.


Unfallstatistiker kämpfen bisher noch mit dem Problem, Autounfälle eindeutig als Folgen der Übermüdung zu identifizieren. "Neben den Unfällen, die eindeutig auf Schläfrigkeit zurückgeführt werden können, gibt es eine hohe Zahl von Unfällen aus fehlender Aufmerksamkeit. Doch diese verlaufen meist nach dem Schema, dass junge männliche Lenker von der Straße abkommen, womit sich ebenfalls Übermüdung als Ursache vermuten lässt", so Walzl. Jeder dritte Unfall insgesamt und jeder vierte tödliche Unfall im Straßenverkehr sei demnach durch Müdigkeit verschuldet. Walzl fordert bessere Checklisten für die Exekutive, um bei Unfalllenkern Anzeichen für Schläfrigkeit besser festzustellen, wird doch die Übermüdung am Steuer vor Gericht mittlerweile wie Alkoholisierung behandelt.

Objektivierbar ist die Übermüdung erst seit kurzem durch den pupillometrischen Schläfrigkeitstest, der den Unruheindex der Pupillen als Maß für Fahruntüchtigkeit aufgrund von Müdigkeit erhebt. Entsprechende Geräte könnten in Zukunft bei Verkehrskontrollen eingesetzt werden, stellt Walzl in Aussicht. "Derzeit sind die Apparate noch zu groß für den mobilen Einsatz. Wenn dieses Problem jedoch in etwa fünf Jahren gelöst ist, könnte damit gleichzeitig auch das Drogenscreening erfolgen." Der Autofahrerclub ÖAMTC sieht solche Maßnahmen mit Skepsis. "Für eine ordentliche Untersuchung der Müdigkeit müssten Rahmenbedingungen wie die 15-minütige Wartezeit gewährleistet sein. Außerdem ist eine bessere Unterscheidung zwischen der Auswirkung von Drogen oder von Müdigkeit nötig", gibt Marion Seidenberger-Wutzl, ÖAMTC-Verkehrspsychologin, im pressetext-Gespräch zu bedenken. Walzl verweist hingegen auf aktuelle Geräte, die diese Trennung bereits vornehmen.

Einige Autohersteller hätten bisher mit dem Einbau von Systemen begonnen, die das Einschlafen verhindern sollen. Die Erhebung der Müdigkeit folgt jedoch nach anderem Muster als dem der Pupillenmessung. "Bestimmte Mercedes-Modelle analysieren das Lenkverhalten und warnen über den Bordcomputer, wenn unnötige Lenkausschläge registriert werden." Andere Modelle beobachten die Lidschläge der Augen oder die Stimme des Fahrers. "Doch alle diese Mechanismen sind unnötig, wenn man auf die Signale des Körpers achtet", so Walzl. Nach festgestellter Müdigkeit sei es am besten, eine Fahrpause einzulegen. "Daneben ist auch ausreichendes Trinken wichtig. Denn zwei Prozent weniger Körperflüssigkeit im Kreislauf vermindert die Aufmerksamkeit bereits um ein Viertel", so der Grazer Mediziner abschließend. (pte)

Edi

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Schlaf - nicht bei mir
« Antwort #14 am: 28. Juni 2009, 13:59 »

Kein Grund mehr, das Rezept zu verweigern

Moderne Schlafmittel helfen ohne Suchtgefahr

REGENSBURG – Aus Angst vor einer möglichen Abhängigkeit werden viele schlaf­gestörte Patienten gar nicht oder unzureichend behandelt. Neue Substanzen versprechen heilsamen Schlaf ohne Suchtpotenzial.

Die Palette der verfügbaren Medikamente zur Therapie von Ein- und Durchschlafstörungen ist begrenzt. Benzodiazepine werden wegen des bekannten Abhängigkeitspotenzials immer seltener verordnet.

Alternativen stellen die sog. „Z-Substanzen“ (Zolpidem, Zopiclon und Zaleplon) dar. Diese Benzodiazepin-Rezeptoragonisten sind sehr wirksam, gut verträglich und weisen im Vergleich mit den klassischen „Benzos“ ein geringeres Abhängigkeitsrisiko auf. Allerdings sind sie nur für die Kurzzeitbehandlung zugelassen, schreibt Dr. Peter Geisler von der Psychiatrischen Universitätsklinik Regensburg in der Zeitschrift „Der Neurologe & Psychiater“.

http://www.medizin-medien.at/dynasite.cfm?dsmid=98867&dspaid=796979

admin

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Lebensdauer - Schlaf
« Antwort #15 am: 11. Mai 2010, 19:40 »

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/41097/Kurzschlaefer_sterben_frueher.htm

Kurzschläfer sterben früher

pa

Coventry – Wer ständig zu wenig Schlaf bekommt, muss einer Meta-Analyse in Sleep (2010; 33: 585-592) zufolge früher sterben. Noch gefährlicher leben notorische Langschläfer. Die Schlafdauer hat in den Industriegesellschaften ständig abgenommen. Auf kurze Sicht führt ein Schlafdefizit zu Konzentrationsstörungen und einer verminderten Leistungsfähigkeit. Ärzte begehen am Ende langer Bereitschaftsdienste häufiger Fehler.

Auf lange Sicht schädigt ein Schlafmangel nicht nur die psychische Gesundheit. Auch somatische Erkrankungen, etwa ein Typ-2-Diabetes mellitus, sind wiederholt mit einem Schlafmangel in Verbindung gebracht worden.

Am Ende steht eine erhöhte Sterblichkeit, die Francesco Cappuccio von der Universität von Warwick in Coventry in einer Meta-Analyse dokumentiert. Sie fasst die Ergebnisse aus 16 prospektiven Kohortenstudien mit über einer Million Teilnehmern zusammen.

Danach beträgt die optimale Schlafdauer für einen Erwachsenen sechs bis acht Stunden am Tag. Weniger Schlaf war mit einem um 12 Prozent erhöhten Sterberisiko assoziiert (relatives Risiko RR 1,12; 95-Prozent-Konfidenzintervall 1,06-1,18). Bei neun oder mehr Stunden Schlaf war das Sterberisiko sogar um 30 Prozent erhöht (RR 1,30; 1,22-1,38).

Die Assoziation erlaubt keine Aussagen über die pathogenetischen Zusammenhänge. Denkbar ist, dass lange Schlafzeiten Ausdruck von chronischen Krankheiten sind, beispielsweise Herzinsuffizienz oder Depressionen, die zu einer Verkürzung des Lebens führen.

zum Thema

    * Abstract der Studie
    * Pressemitteilung der University of Warwick

Ebenso kann Schlafmangel ein Marker für einen ungesunden Lebensstil sein, der durch andere Noxen (Alkohol, Zigaretten, Bewegungsmangel) gekennzeichnet ist, die das Sterberisiko erhöhen. Längerer Schlaf würde dann das Sterberisiko nicht mindern. Inwiefern berufliche Anforderungen (Schichtarbeit) sich negativ auf die Lebenserwartung auswirken, müsste noch untersucht werden. © rme/aerzteblatt.de

Richi

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Ausschlafen hilft
« Antwort #16 am: 02. August 2010, 19:39 »
Ausschlafen hilft

Zu wenig Schlaf ist ungesund. Aber wer sich nach Phasen eines Schlafmangels ausschläft, dessen Körper kann sich wieder erholen. Unter Umständen muss man dazu allerdings mehrmals hintereinander ausschlafen.
Je nachdem, wie groß der Schlafmangel war.
Quelle: Sleep

Mehr dazu in Leonardo
http://www.wdr5.de/sendungen/leonardo/s/d/02.08.2010-16.05/b/zu-wenig-schlaf-macht-krank.html

Sissi

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Schlaflosigkeit bei älteren Menschen
« Antwort #17 am: 10. August 2010, 21:23 »
Schlaflosigkeit bei älteren Menschen – dies ist ein verbreitetes Phänomen mit vielen Ursachen. Einer bislang noch unentdeckten weiteren Ursache sind Augenärzte auf der Spur. Und zwar wurde im Jahr 2001 festgestellt, dass sich in der Netzhaut Melanopsin-Rezeptoren befinden, das sind Lichtempfänger, die sich auf blaues Licht mit der Wellenlänge 480 nm spezialisiert haben. Gemeint ist hier nicht blau gefärbtes Licht, das zum Beispiel von einer blauen Lampe stammt, sondern der Blauanteil des normalen Sonnenlichts. Die spezielle Lichtempfänger im Auge nehmen das blaue Licht auf und führen die Information an eine Stelle im Gehirn weiter, die das Melatonin und damit den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers (circadianer Rhythmus) reguliert. Dass wir morgens wach und abends müde werden, geht darauf zurück.
Wenn nun in den Blaulichtempfängern im Auge weniger Licht ankommt, wird der natürliche Tag-Nacht-Rhythmus gestört. Und hier sind wir jetzt bei einer Ursache der Schlaflosigkeit angelangt: Bei älteren Menschen haben sich die Augenlinsen meist ins gelbliche verfärbt. Sie wirken dann wie ein Blaulichtfilter und schirmen das blaue Licht ab. Dies führt möglicherweise zu Störungen im Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers und zu Schlaflosigkeit. Dies ist in der Ärzte Zeitung online vom Montag zu lesen. Nun wird überlegt, ob es wirklich so sinnvoll ist, bei einer Staroperation eine gelbe, blaulichtfilternde Kunstlinse zu wählen. Ob sich die Schlafqualität bessert, wenn eine farblose (aber trotzdem UV-Licht-filternde) Kunstlinse eingesetzt wird, muss noch geprüft werden.
Unser Tipp: Um Ihre Schlafqualität zu verbessern, hilft es auf jeden Fall, wenn Sie sich so viel wie möglich dem natürlichen Licht aussetzen. Tanken Sie regelmäßig Licht, am besten ist die frühe Morgensonne geeignet, um Ihren Tag-Nacht-Rhythmus zu stabilisieren.
 
Lesen Sie dazu auch:
• Schlafstörungen
• Verkehrslärm lässt schlecht schlafen
• Schlafprobleme durch Stress und Überforderung
• Chronischer Schlafmangel erhöht Sterberisiko
• Schnarchen verschlechtert Schulnoten
• Trügerische Frühlingspower

 

 
Autor: Wissen Gesundheit - Dr. Beatrice Wagner
 

 

 
www.wissen-gesundheit.de.


Jutta

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Chronische Schlafprobleme sind Warnsignale
« Antwort #18 am: 03. September 2010, 19:49 »
Chronische Schlafprobleme sind Warnsignale

Expertin: "Falsche Gewohnheiten oder Krankheit können Ursache sein"
 

Müde am Tag: Wer nachts nicht schlafen kann, sollte die Ursache suchen(Foto: aboutpixel.de/Gastmann)

London/Berlin (pte/03.09.2010/06:10) - Viele Menschen kämpfen lange mit dem Einschlafen, wachen nachts häufig oder morgens zu früh auf. Warum dies so ist, hat die Medizin bis heute noch immer nicht vollständig geklärt. Die britische Vereinigung der Psychopharmakologen http://www.bap.org.uk hat den Stand der Forschung zusammengefasst und gibt im "Journal of Psychopharmacology" einen aktualisierten Überblick über die Behandlung bei chronischer Schlaflosigkeit. Der Grundtenor der Forscher ist, dass die Reaktion an die jeweilige Situation angepasst sein muss.

Zuerst den Lebensstil überprüfen

Denn meistens hat schlechter Schlaf über Wochen hinweg konkrete Gründe. Tatjana Crönlein, Leiterin der Arbeitsgruppe Insomnie bei der deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin http://www.dgsm.de, rät im Fall des Falles zuerst einen Blick auf die eigene Schlafhygiene zu werfen. Die Umstellung oder Neueinnahme von Medikamenten kann ebenso das Durchschlafen erschweren wie zu lange Bettzeiten oder ungewolltes Einnicken am Abend. "Häufig ist auch unbewusster Stress im Spiel, etwa bei neuen Anforderungen im Beruf oder Familienproblemen", so die Expertin gegenüber pressetext.

Trifft das alles nicht zu, so rät Crönlein in jedem Fall eine medizinische Abklärung noch vor Beginn jeglicher Therapie. "Ständige Schlafprobleme können Warnzeichen des Körpers sein, dass etwas nicht stimmt. Dahinter steckt manchmal eine schlafbezogene Atemstörung oder eine andere internistische Erkrankung." Wichtig sei auch zu prüfen, ob sich Antrieb und Stimmung generell verändern. "Schlafprobleme können auch eine beginnende Depression anzeigen", so die Schlafforscherin. Erste Ansprechperson ist der Hausarzt, Schlafuntersuchungen gibt es mittlerweile auch in mobiler Form.

Früher Tod und mehr Depressionen

Doch auch wenn eine Krankheit ausgeschlossen wird, sollte man auf das Körpersignal reagieren. Denn immer neue Folgen von zu wenig Schlaf werden bekannt, berichtet die Fachzeitschrift "Sleep". Bei Jugendlichen wächst etwa mit jeder fehlenden Schlafstunde das Risiko für Depressionen und Angstzustände um ein Siebtel. "Wer schon psychische Probleme hat, verschlechtert seinen Zustand damit noch weiter", so Studienautor Nick Glozier von der Universität Sydney http://www.usyd.edu.au . Untersucht wurden dazu 21.000 Jugendliche.

Daneben beansprucht Schlafmangel auch den Körper. Forscher vom Penn State College of Medicine http://pennstatehershey.org wiesen ein viermal höheres Sterberisiko innerhalb von 14 Jahren nach - und zwar bei Männern mittleren Alters, die ständig weniger als sechs Stunden schliefen. Zudem stieg die Häufigkeit von hohem Blutdruck und Diabetes Typ 2. Störfaktoren wie der Body-Mass-Index, Rauchen, Alkohol, Depressionen und Schlafapnoe wurden dabei herausgefiltert. Andere Studien berichten allerdings auch von erhöhter Sterblichkeit bei zuviel Schlaf.

Mädchen essen fetter

Frauen reagieren auf ständigen Schlafmangel und Schlafstörungen scheinbar anders. Mädchen im Teenager-Alter ernähren sich etwa schlechter, wenn sie während der Woche wenig schlafen. Das erhob ein Team um Susan Redline vom Brigham and Women's Hospital http://www.brighamandwomens.org . Je weniger Schlaf, desto mehr Kalorien bezog diese Gruppe aus Fetten und desto weniger von Kohlehydraten, zudem wuchs der Heißhunger auf Kalorien zwischen den Hauptmahlzeiten. Die Forscher bezeichnen guten Schlaf daher auch als wichtig für die Prävention von Übergewicht.

"All diesen Studien zeigen an, wie wichtig gesunder Schlaf ist und wie wichtig es ist, Schlaf weiterhin zu erforschen", kommentiert Crönlein. Schlechter Schlaf führe allerdings nicht generell zu früherem Ableben, Dicksein oder psychischen Störungen. "Im Falle des Falles sollten Schlafstörungen ernst genommen werden, jedoch nicht zu Panik führen", rät die deutsche Schlafexpertin. (Ende)

Evi

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Ratgeber „Drei Wege zum guten Schlaf“
« Antwort #19 am: 27. Juli 2011, 20:39 »
18.07.2011 
   
   Ratgeber „Drei Wege zum guten Schlaf“

Schlafstörungen ist für jeden Zweiten ein Thema. Was können wir tun, um wieder gut zu schlafen? Eva M. Kahler zeigt drei Wege auf, den naturheilkundlichen, den psychotherapeutischen und den spirituellen Weg, die uns wieder ein- und durchschlafen lassen.

„In guten Schlafphasen kannten mich meine Freunde als unternehmungslustig, fröhlich und offen. Je schlechter ich schlief, desto stiller und zurückgezogener verhielt ich mich. Nach dem Büro strebte ich sofort nach Hause, zu erschöpft für Unternehmungen, ging früh schlafen – und lag doch wieder stundenlang wach.“

Das informative und unterhaltsame Sachbuch basiert auf eigenen Erfahrungen der Autorin, die schließlich mit Hilfe einer Psychotherapie ihren Schlaf maßgeblich verbessern konnte. Behandelt werden die Themen Naturheilkunde (Schüssler-Salze, Coffea, Nux vomica,Vitamin B), Bewältigungsstrategien bei seelischen Problemen, Entspannung (Autogenes Training, Yoga), Vertrauen.

Eva M. Kahler
Drei Wege zum guten Schlaf
ISBN: 978-3-86237-428-1
11,90EUR