Bessere PET-Ergebnisse durch warme Handtücher
US-amerikanische Wissenschaftler haben eine einfache Methode entdeckt, um die Ergebnisse einer PET zu verbessern: Bei Patienten mit Malignomverdacht kann die Anwendung warmer Handtücher etwa eine Stunde vor der PET die Rate an falsch positiven Resultaten deutlich senken. Das verlautete auf der kürzlich beendeten Jahrestagung der Society for Nuclear Medicine.
Seit längerem beschäftigen sich Mediziner mit dem Problem der Kontrastmittelanreicherung in braunem Fettgewebe, das beispielsweise in Lymphknoten vorkommt. Bisher wurde versucht, falsch positive PET-Ergebnisse durch die präventive Einnahme von Diazepam oder Beta-Blockern zu vermeiden.
Forscher des St. Louis University Hospital (Missouri) berichten nun von einem effektiveren und sichereren Verfahren, um die Kontrastmittelanreicherung in braunem Fettgewebe zu verhindern. Scott Frederick Huston und sein Team untersuchten dazu 400 Patienten, bei denen eine PET zur Tumordiagnostik durchgeführt wurde. 164 der Probanden erhielten während der einstündigen Wartezeit nach Applikation des Kontrastmittels Handtücher, die in einem Spezialgerät auf 77 Grad Celsius erwärmt worden waren.
In dieser Gruppe waren Kontrastmittelanreicherungen in braunem Fettgewebe wesentlich seltener nachweisbar als bei den 236 Teilnehmern, die keine warmen Handtücher erhalten hatten (3% vs. 8%). Die Autoren betonen, dass dies einer Reduktion um 62 Prozent entspricht und die Methode damit doppelt so wirksam sei wie die Medikamentengabe.
Braunes Fettgewebe besitzt im Gegensatz zum weißen Fettgewebe die Fähigkeit, Fettsäuren in thermische Energie umzuwandeln. Beim erwachsenen Menschen ist es weitestgehend zurückgebildet. JG
Quelle: Society for Nuclear Medicine
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