Autor Thema: Osteoporose News  (Gelesen 1817 mal)

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Gitti

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Osteoporose News
« am: 13. April 2008, 12:35 »
Osteoporose: Positive Langzeiterfahrungen mit Vertebroplastie

"Italienische Radiologen haben auf einer Fachtagung günstige Langzeitergebnisse zur perkutanen Vertebroplastie (PV) von osteoporotischen Kompressionsfrakturen vorgestellt. Die ambulant durchführbare Therapie führt in der Regel zu einer raschen Symptomlinderung. Bei jedem neunten Patienten kam es allerdings in den ersten fünf Jahren nach der Therapie zu Frakturen in benachbarten Wirbeln.
Bei der perkutanen Vertebroplastie, die seit einigen Jahren auch in Deutschland Radiologen anbieten, wird bei Röntgenkontrolle und unter Lokalanästhesie Knochenzement in Wirbelkörper gespritzt. Es handelt sich um Polymethylmethacrylat (PMMA), ein in den 1930-er Jahren entwickelter Kunststoff, der unter dem Handelsnamen Plexiglas® bekannt ist...

Die häufigsten akuten Komplikationen waren eine minimale asymptomatische Lungenembolie (durch Übertritt von PMMA in den Kreislauf) bei zwölf Patienten (1,4 Prozent) und Irritationen der Nervenwurzeln bei sechs Patienten (0,7 Prozent)...."Mehr im DÄ...

Anselmetti, G et al: Percutaneous Vertebroplasty in the Osteoporotic Patients: 5 Years Prospective Follow-Up in 884 Consecutive Patients

Gitti

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Osteoporose "Impfung"
« Antwort #1 am: 18. April 2008, 15:47 »
Jährliche Kurzinfusion schafft Abhilfe bei Knochenschwund

   Neuer Wirkstoff zur Therapie der postmenopausalen Osteoporose vorgestellt

   Wien (pte/17.04.2008) - Einen neuen Wirkstoff zur menopausalen
   Osteoporosetherapie hat das Unternehmen Novartis entwickelt: Das
   Medikament Aclasta mit dem Wirkstoff Zoledronsäure wird als Infusion
   einmal jährlich intravenös verabreicht. Diese Darreichungsmethode soll
   für verbesserte Therapietreue und Handhabbarkeit sorgen. In einer
   Langzeitstudie mit 7.600 Patientinnen habe man Hüftfrakturen um 41
   Prozent verringern können, Wirbelkörperbrüche gar um 70 Prozent, so
   Universitätsprofessor Harald Dobnig, Leiter der Abteilung für
   Endokrinologie und Nuklearmedizin der Universitätsklinik Graz
   http://www.meduni-graz.at .

   Bei der Osteoporose ist das Gleichgewicht des Knochenauf- und Abbaus
   gestört, der Abbau der Knochensubstanz überwiegt. Durch die Reduzierung
   der Knochenmasse und -dichte werden die Knochen porös und instabil, somit
   werden die Betroffenen sehr anfällig für Frakturen, die das ganze Skelett
   betreffen können. Die Folgen der Osteoporose reichen dabei je nach Grad
   der Erkrankung von Rückenschmerzen über verminderte Beweglichkeit und
   Lungenfunktionsstörungen bis zu komplizierten Brüchen, die wie beim
   Oberschenkelhalsbruch tödlich enden können.

   Der Wirkstoff Zoledronsäure gehört zu den stickstoffhaltigen
   Bisphosphonaten. Diese Verbindungen hemmen die Aktivität der Osteoklasten
   genannten Zellen, die für den Knochenabbau verantwortlich sind. Bisher
   wurden Bisphosphonate in Tablettenform wöchentlich oder monatlich
   verabreicht. Gegenüber den oral eingenommenen Bisphosphonaten würde der
   neue Impfstoff eine wesentlich höhere Bioverfügbarkeit aufweisen, also
   vom Körper schneller aufgenommen und zum Wirkort befördert werden. Zudem
   könne der Aufwand für den Patienten mit einer jährlichen Infusion gering
   gehalten werden, was Therapietreue und -erfolge erhöhen kann. Bisher
   würde rund die Hälfte der Osteoporose-Patientinnen die Therapie aufgrund
   des Einnahmeprozederes nach einem Jahr abbrechen, warnt
   Universitätsprofessor Heinrich Resch vom Klinikum der Barmherzigen
   Schwestern in Wien http://www.bhs-wien.at .

   "40 Prozent aller Frauen über 50 haben eine erhöhte Anfälligkeit für
   Knochenbrüche, jeder achte Europäer über 50 wird eine Wirbelkörperfraktur
   erleiden", prognostiziert Universitätsprofessor Hans Böll, Präsident der
   Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des Knochens und
   Mineralstoffwechsels. Die Osteoporose ist die dritthäufigste Erkrankung
   in Europa, nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Dennoch glauben
   acht von zehn Frauen nicht, dass für sie ein Osteoporoserisiko besteht.
   Vielfach wird die Erkrankung erst spät diagnostiziert, da bei beginnender
   Osteoporose keine deutlichen Symptome auftreten und viele Betroffene erst
   bei Knochenbrüchen intervenieren. Dabei sei die Früherkennung mittels
   Knochendichtemessung leicht möglich.

   Neben der medikamentösen Behandlung der Osteoporose sei auch die Zufuhr
   von Calcium und Vitamin D, sowie ein tägliches Übungsprogramm zur
   Stärkung von Muskulatur und Beweglichkeit vonnöten. "Zahlreiche Studien
   zeigen, dass Immobilität zu einem noch schnelleren Knochenabbau und damit
   zu einem Fortschreiten der Osteoporose führt", unterstreicht
   Universitätsprofessorin Elisabeth Preisinger, Präsidentin der Osteoporose
   Selbsthilfe Wien http://www.osteoporose-selbsthilfe.at . Regelmäßige
   körperliche Aktivität - vor allem im Kindes- und Jugendalter - könne
   zudem dazu beitragen, Osteoporose zu vermeiden.