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Entspannt wie ein tibetischer Mönch
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Werner:
Eine Bewegungslehre aus dem Himalaja soll helfen, Körper und Geist zu stärken: Lu-Jong-Heilyoga.
Tibetisches Heilyoga Effektive Lu-Jong-Übungen sind leicht im Alltag anzuwenden. DruckenSendenLeserbrief
Kann in Tibet entstandenes, uraltes Heilyoga in unserer heutigen schnelllebigen westlichen Welt helfen? Der hohe buddhistische Meister (Lama) und tibetische Arzt Tulku Lama Lobsang meint ja: "Die Ursache von Krankheiten liegt nach tibetischer Medizin in einem Ungleichgewicht der Körperenergien. Durch die Körperübungen und Atemtechniken des Lu- Jong-Heilyogas kann man Blockaden im Körper auflösen."
Das Konzept der bei uns noch relativ unbekannten tibetischen Medizin geht vom Zusammenspiel der fünf Elemente (Erde, Wasser, Feuer, Wind, Raum) im Körper aus. Ist es durch emotionale Belastungen von innen oder Stress von außen nicht im Gleichgewicht, kann die Energie nicht mehr fließen. Langfristig kommt es zu Krankheiten.
Die tibetische Medizin setzt sich unter anderem aus Elementen der chinesischen und persischen Medizin, aber auch der Pflanzenheilkunde zusammen. "Die Natur als Medizin zu nutzen, ist in Tibet, Indien und China eine äußerst anerkannte Heilmethode. Im Westen benutze ich die tibetischen Kräuter nicht, man muss die Kultur und die Gesetze hier respektieren", betont der Tibeter.
Vorbeugend
Mit Lu-Jong (heißt so viel wie Körperschulung, Anm. ) könne man bereits viel früher ansetzen – in der Prävention und für innere Ruhe. In tibetischen Klöstern entwickelt, sind die Körperübungen heute Bestandteil der tibetischen Medizin. Es ist eine "umfassende Bewegungslehre, die auf körperlicher und geistiger Ebene wirkt".
Dieser ganzheitliche Ansatz zur Erhaltung der Gesundheit findet auch in der westlichen Medizin zunehmend Bedeutung. "Trotzdem haben wir noch nicht ausreichend Methoden entwickelt, den Menschen ursächlich zu helfen. Von der tibetischen Medizin können wir uns da wertvolle Anleihen holen", sagt die Wiener Ärztin Michaela Trnka von der Gesellschaft für Integrative Ganzheitsmedizin (IGM). Etwa Allergien, Schlafstörungen, Rücken- oder Verdauungsbeschwerden können von chronischem Stress kommen.
"Oft sind die Ursachen auch emotionale Probleme, die auf rein körperlicher Ebene nicht greifbar sind. Da macht es Sinn, Methoden auf der mentalen Ebene zuzuziehen", so die Ärztin. In den Stressbewältigungsprogrammen der IGM wird Lu Jong mit Erfolg eingesetzt.
"Die Teilnehmer schätzen die leichte Erlernbarkeit und die effektive Wirkung."
www.igm.or.at
http://kurier.at/freizeitundgesundheit/gesundheit/167985.php
Artikel vom 14.06.2008 10:05 | KURIER | Ingrid Teufl
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