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Rücken: Bewegungsmangel begünstigt Muskelabbau und Haltungsschwächen
Tanja:
München im Juli 2008. Massive Rückenbeschwerden wie Bandscheibenvorfälle oder Gleitwirbel treten meist erst im fortgeschrittenen Alter auf. Doch oft lassen sich Grundsteine für derartige Probleme bereits in jungen Jahren finden. „Heutzutage stellen Kinderärzte bei rund zwei von drei Kindern Rückenschmerzen fest“, weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München und Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga. „Jeder zweite Grundschüler weist deutliche Haltungsschwächen auf.“ Gegen diese Beschwerden hilft vor allem eines: Bewegung.
Leider für viele nicht selbstverständlich. Ebenso wie Erwachsene verbringen Kinder viel zu viel Zeit im Sitzen. Sei es in der Schule oder zu Hause vor Computer oder Fernseher. Toben und Spielen im Freien kommen häufig zu kurz. Dabei führt der Bewegungsmangel schnell zum Abbau der stützenden Bauch- und Rückenmuskulatur. Belastungen wirken dadurch viel stärker auf die empfindlichen Wirbel und Bandscheiben.
Auch schwere Schulranzen belasten Kinderrücken in erheblichem Maße. Für Eltern empfiehlt es sich daher darauf zu achten, dass das Gewicht des Tornisters keinesfalls mehr als 15 Prozent des Körpergewichtes des Kindes beträgt. Besonders in der Wachstumsphase reagiert die Wirbelsäule empfindlich auf jede falsche Belastung. Als Resultat zeigen sich oft Fehlhaltungen wie Rund- oder Hohlrücken.
Leichte Übungen für einen starken Rücken
„Bei bestehenden Beschwerden oder zur Vorbeugung bieten sich auch gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur an“, sagt Dr. Schneiderhan. „Dabei sorgt eine aktive Beteiligung der Eltern für zusätzliche Motivation der Kinder und die Erwachsenen tun ihrem eigenen Rücken ebenfalls etwas Gutes.“ Vor den Übungen bringen zum Beispiel Seil- und Trampolinspringen den Kreislauf in Schwung und wecken die Bewegungslust.
1. Haltungstraining: Aufrecht auf einen Pezziball setzen und leicht auf- und abfedern. Dabei hebt das Gesäß immer leicht vom Ball ab. Darauf achten, dass der Rücken gerade bleibt.
2. Bauchmuskeln: Auf den Rücken legen und Beine angewinkelt aufstellen, Fersen drücken in den Boden. Einen Ball mit beiden Händen festhalten und Arme nach oben strecken. Dann den Ball in Richtung der Knie schieben, Kopf und Schulterblätter gehen mit. Darauf achten, dass der Hals lang bleibt und der Ball nicht die Knie berührt. Mehrfach wiederholen.
3. Rumpfmuskeln: Auf die Seite legen und den Ball zwischen die Knöchel klemmen. Den unteren Arm unter den Kopf legen und mit dem oberen abstützen. Beide Beine mit dem Ball vom Boden abheben. Mehrfach wiederholen, dann die Seite wechseln.
Weitere Tipps und Übungen für eine gesunde Wirbelsäule bei Jung und Alt gibt Dr. Reinhard Schneiderhan in seinem Buch „Dein Rücken – endlich schmerzfrei“.
Buchtipp: Dr. med. Reinhard Schneiderhan „Dein Rücken – endlich schmerzfrei“
Klaus Oberbeil Verlag, 264 Seiten, durchgehend farbig, € 19,90, ISBN: 978-3980238922
Weitere Informationen unter www.orthopaede.com.
Praxis Dr. med. Schneiderhan und Kollegen, Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Anja Koutny,
Eschenstr. 2, 82024 München / Taufkirchen
Tel: 089 / 614510-0, Fax: 089 / 614510-12, E-Mail: , www.orthopaede.com
Die Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen hat sich auf die Behandlung von Wirbelsäulen-Erkrankungen spezialisiert. Im Mittelpunkt steht ein interdisziplinäres Diagnose- und Therapiekonzept, welches durch Fachärzte aus Orthopädie, Neurochirurgie, Chirotherapie und Anästhesie umgesetzt wird. Rückenbeschwerden behandeln die Experten mit modernsten Methoden, wie minimalinvasive Verfahren. Mit über 10.000 Wirbelsäulenkatheter-, 8.000 Bandscheibenlaser- und 12.000 Hitzesondentherapien gehören sie zu den erfahrensten Spezialisten Deutschlands. Seit kurzem bietet die Praxisklinik diese Verfahren – sofern eine stationäre Behandlung medizinisch begründet ist – auch für Kassenpatienten auf Krankenschein an.
Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Leiter der Praxisklinik, ist Wirbelsäulenspezialist und Orthopäde. 2000 wurde er von der deutschen Wirbelsäulenliga e.V. zum Präsidenten ernannt. Neben der Mitgliedschaft in vielen internationalen Fachgesellschaften führt er die Bezeichnung Algesiologe (Schmerztherapeut) mit Anerkennung der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.
Dietmar E.:
Fitness-Studio: Pro und Kontra
Welches Fitness-Studio ist für das Rückentraining geeignet?
Ein regelmäßiges Training im Fitness-Studio kann die Rückengesundheit verbessern. Doch wie sich zurechtfinden im Dickicht der zahlreichen Angebote? Die folgende Übersicht liefert wichtige Orientierungshilfen.
Das sportliche Angebot im Fitness-Studio reicht heute in den meisten Fällen vom klassischen Krafttraining über gymnastische Übungen bis hin zu verschiedenen Formen des Ausdauertrainings. Ein ganzheitliches Trainingskonzept, bei dem es nicht nur um den einseitigen Aufbau von Muskelmasse geht, ist wichtig für die Rückengesundheit. Laut Sportärztebund sollte ein Training zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit generell ganzheitlich ausgelegt sein und die wesentlichen Bereiche Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination umfassen.
Grundfrage: Ist ein ganzheitliches Training möglich?
Längst nicht alle Fitness-Studios bieten ein solches Komplettprogramm, reine Geräte- oder Aerobicstudios sind keine Seltenheit. Interessenten sollten daher vorab prüfen, ob es sich bei dem jeweiligen Studio um eine reine Muckibude oder ein ernst zu nehmendes Fitness-Studio handelt. Schauen Sie sich die Ausstattung der Studioräume und auch die hygienischen Zustände in den Nebenräumen wie Umkleidebereiche und Duschen an, bevor Sie sich für ein bestimmtes Studio entscheiden.
Erfüllen Geräte und Personal wichtige Standards?
Grundsätzlich muss die Geräteausstattung des Studios den Güte- und Prüfbestimmungen des TÜV für gesundheitsorientierte Fitness-Anlagen genügen. Zusätzliche Orientierungshilfe bietet das Gütesiegel des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. für Sportanlagen.
Ein ebenso entscheidender Punkt für die Wahl des Fitness-Studios ist die Qualifikation des Personals. Fachsportlehrer "Fitness- und Gesundheit" ist heute ein anerkannter Beruf und erfordert eine entsprechende Ausbildung, die von der Deutschen Fitness Akademie der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. angeboten wird.
Ein weiteres wichtiges ........ http://www.special-rueckenschmerz.de/rueckenschmerz/tipps_praevention/sport/content-187716.html#
Tanja:
Ihre Rückenschule für zu Hause
Bei Rückenschmerzen ist Bewegung die beste Therapie: mit unseren Übungen können Sie Ihren Rücken
stärken und stabilisieren.
Fangen sie am Besten gleich an und planen Sie die Übungen in Ihren Tagesablauf ein.
http://www.special-rueckenschmerz.de/rueckenschmerz/service/informationsbroschueren/broschuere_rueckenschule/content-190562.html
Evi:
Sport gegen Rückenschmerzen
Etwa 90 Prozent der Deutschen leiden irgendwann in ihrem Leben unter Rückenschmerzen. Ursache
dafür sind oft zu wenig Bewegung, falsche Körperhaltung und Verspannungen.
Wirkt man dem nicht früh genug entgegen, können die Schmerzen chronisch werden. Wichtig ist es,
die Beschwerden nicht nur mit Medikamenten zu unterdrücken, sondern die Ursache herauszufinden.
Therapiert wird dann beispielsweise mit intensiver Rückenschule und konsequenter
körperlicher Betätigung.
Will man Rückenschmerzen vorbeugen, sollte man vor allem in Bewegung bleiben,
denn Sport stärkt die Rückenmuskulatur und stabilisiert somit die Wirbelsäule. Je mehr
Muskulatur vorhanden ist, desto geringer ist das Risiko, im Laufe der Zeit,
Rückenschmerzen, Arthrose oder Osteoporose zu bekommen.
Sissi:
Rückenschmerzen als Volkskrankheit
Wie eine aktuelle Studie zeigt, leiden immer mehr Menschen an Rückenschmerzen. 1998 klagten 53 Prozent der Bundesbürger über gelegentliche Rückenschmerzen, zehn Jahre später sind es schon zwei Drittel der Bevölkerung. Die Zahl der Menschen, bei denen sich die Schmerzen sogar chronifiziert hatten, stieg sogar von 17 auf 30 Prozent.
Gleichzeitig sinken aber die Arztbesuche: Nur noch 36 Prozent der Betroffenen holen sich medizinische Hilfe. Verschrieben werden dann meist Medikamente, Krankengymnastik, Massagen etc.. Leider kehren bei 81 Prozent der Befragten langfristig die Schmerzen wieder zurück. Komplette oder zumindest längere Schmerzfreiheit konnten jene Studienteilnehmer erzielen, die viel Sport trieben (drei- bis sechsmal pro Woche). Dabei spielt es allerdings eine maßgebliche Rolle, für welche Sportart man sich entscheidet: Tanzgymnastik, Pilates und Rückenschwimmen beispielsweise entlasten den Rücken, während Joggen gewöhnlich ganz schön aufs Kreuz geht.
Lesen Sie dazu auch:
• Rückenschmerzen
http://www.wissen-gesundheit.de/content.asp?wdid=211&sid=0
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