http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=081008030 Arterien funktionieren noch Tage nach Zigarettenkonsum schlechter
Athens (pte/08.10.2008/13:55) - Wer glaubt, durch einen nur
gelegentlichen Griff zum Glimmstängel dessen negativen gesundheitlichen
Folgen aus dem Weg zu gehen, wird von einer aktuellen Untersuchung der
University of Georgia
http://www.uga.edu eines Besseren belehrt: Selbst
eine Woche nach dem Konsum einer Zigarette lassen sich noch
Verschlechterungen der Arterienfunktion erkennen. Über die Ergebnisse
dieser Studie berichtet am heutigen Mittwoch das Online-Portal des
Wissenschaftsmagazins Science.
Dass Vielraucher in ihrer Arterienfunktion beeinträchtigt sind, ist schon
länger bekannt. Nicht erforscht war hingegen, wie es um
Gelegenheitsraucher steht, die weniger als eine Packung Zigaretten pro
Woche rauchen. Um dies zu ermitteln, wurden 18 Studenten zu einem
Experiment geladen. Jeweils die Hälfte waren Nichtraucher und
Gelegenheitsraucher, die jedoch mindestens zwei Tage vor der Untersuchung
nicht geraucht hatten. An ihrem Oberarm wurde eine aufgeblasene
Blutdruckmanschette befestigt, die den Blutfluss zum Unterarm für gewisse
Zeit verringerte. Nach einer schnellen Entfernung der Manschette wurde
gemessen, wie die Hauptarterie am Unterarm auf den plötzlich verstärkten
Blutfluss reagierte.
Das Ergebnis zeigte, dass sich der Genuss auch einzelner Zigaretten auf
die Gesundheit auswirkt: Um ganze 36 Prozent schlechter war die Reaktion
der Arterien der Gelegenheitsraucher im Vergleich zu denen ihrer
abstinenten Kollegen. Man maß daraufhin bei den Gelegenheitsrauchern ein
zweites Mal, dieses Mal unmittelbar nach einer Zigarette. Eine weitere
Verschlechterung der Arterienfunktion um 24 Prozent stellte sich ein.
"Wir fanden heraus, dass wiederholtes Zigarettenrauchen, auch wenn es nur
gelegentlich geschieht, das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen bei
sonst gesunden jungen Erwachsenen erhöht", kommentiert Lee Stoner,
Hauptautor der Studie, die Ergebnisse. Je gesünder eine Arterie ist,
desto eher kann sie sich auf Änderungen im Blutstrom einstellen. Eine
verschlechterte Empfindlichkeit der Arterien, die mit dem medizinischen
Terminus der "fluss-mediierten Dilatation" bezeichnet wird, ist ein
frühes Anzeichen eines arteriellen Schadens, der oft einer
Herz-Kreislauf-Erkrankung vorausgeht.