Hallo Christina,
Danke für dein liebes "Willkommen"!
Ich habe zuerst schon überlegt, ob ich mich überhaupt jetzt noch in einem Krebsforum anmelden soll, hab aber dann zufällig dieses entdeckt und finde es super, dass es ein österr. Krebsforum gibt. Von dem abgesehen, denk ich mal, dass es vielleicht gar nicht schadet, wenn man vielleicht auch Menschen, die gerade in der Therapie sind und nicht genau wissen, was "nachher" auf sie zukommt, ein bisserl erzählen kann, dass es auch "nachher" weitergeht ... das Leben, mein ich. Und durch meine lebenslange Kontrollen werde ich sowieso immer "Krebspatientin" sein.
Jetzt aber gleich mal zu deinen Fragen:
Ja, ich hatte die Therapie 3 Jahre (ich war in einer Studie) - nach 3,5 Jahren bekam ich die Regel wieder. Ich sag jetzt trotz allem mal GsD hab ich sie wieder bekommen, weil sich bei mir die Gebärmutterschleimhaut durch die Krebstherapie bzw. das Ausbleiben der Regel schon so aufgebaut hatte, dass ich sogar schon eine Überweisung fürs Krankenhaus zu einer Gebärmutter-OP (mein Gyn. hatte Angst, dass es Krebs werden könnte, was ja nach dieser Art der BK-Therapie als Nebenwirkung gut möglich wäre). Mein Körper hat aber dann das Problem sozusagen selbst erledigt. Meine ersten Regelblutungen, die ich nach 3,5 Jahren wieder bekam, waren ein Horror. Starke Schmerzen/Krämpfe und so starke Blutungen, dass ich in meiner Verzweiflung schon zu den Windeln meines Enkels als Einlage gegriffen habe. Aber die Gebärmutter-OP blieb mir erspart, weil die Schleimhaut dadurch wieder normal war. Und mittlerweile bin ich bei einer ganz normalen Regel angelangt. Ach ja, eine Eisenmangelanämie hat sich in dieser Zeit auch bemerkbar gemacht (eh klar bei den Blutungen alle 3-4 Wochen über ca. 8-9 Tage), die hab ich aber durch Tabletten auch wieder im Griff.
Im Moment bekomme ich gar keine Tabletten, es ist halt einfach so, dass ich die Regel wieder habe. Regelmäßige Gyn.Kontrollen sind natürlich Pflicht! Und auch im Krankenhaus in der Brustambulanz, in der ich meine Nachsorge habe, sagen die Ärzte, dass das schon so in Ordnung ist und haben mir eine angenehme tablettenfreie Zeit gewünscht. Obwohl ich schon gestehen muß, dass ich persönlich manchmal so meine Bedenken habe, dass das jetzt so ist, die Ärzte mir diese auch nicht ausreden wollen oder können. Aber im Moment gibt es eben keinen Bedarf an einer weiteren Behandlung.
Die Wallungen haben bei mir auch nach dem ersten Jahr der Behandlung (wie bei dir Nolvadex und Zoladex) aufgehört. Sie waren zwar auch enorm, haben aber auch meine Heizkosten in diesem Jahr gesenkt, weil mir immer heiß war

Ich denke, das ist normal so, dass die irgendwann vergehen. Schließlich hast du ja auch bei "normalen" Wechselbeschwerden diese Beschwerden dann meist nur am Anfang der hormonellen Umstellung und nicht für den Rest deines Lebens.
Mir ist es während der Therapie auch nicht soooo schlecht gegangen - fein, dass du das auch sagen kannst - nur konnte ich (und auch die Ärzte) div. "Probleme" nicht immer genau einordnen, weil ich ja auch MS (multiple Sklerose) habe. Z. B. ist die Müdigkeit von der MS oder der Therapie, wovon ist das Zittrigsein usw.? Schmerzen in den Knochen hatte ich auch, sind aber auch wieder weg.
Ich wünsch dir weiterhin alles Gute und viel Erfolg mit der Therapie!
LG Erika