Autor Thema: Hormontherapie/ Herceptin  (Gelesen 2388 mal)

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christina62

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Hormontherapie/ Herceptin
« am: 05. Mai 2007, 14:34 »
Habe das auf der Seite von der öster. Krebshilfe gelesen http://www.krebshilfe.net/beratung/therapie_hormon.shtm

Hormontherapie   
     
  Hormone sind körpereigene Wirkstoffe die von den endokrinen Organen ( Drüsen) des Organismus gebildet und abgegeben (sezerniert) und mit den Körpersäften und Blut zu bestimmten „hormonabhängigen“ Organen transportiert werden ,auf diese einwirken und damit ihre Funktion aufrechterhalten. Die Sexualhormone werden von den Keimdrüsen gebildet und wirken auf die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale von Frau und Mann. Brustdrüse, Gebärmutter , Hoden und Prostata etc stehen unter dem Einfluss dieser Sexualhormone , die auch an der Krebsentstehung von diesen Organe ursächlich in Zusammenhang gebracht werden .

„Hormonabhängige „ Krebsformen reagieren besonders sensibel auf Veränderungen des körpereigenen Hormonspiegels. Eine Manipulation und Unterdrückung dieses Hormonspiegels kann zB durch operative (ablative) oder medikamentöse Ausschaltung (Kastration) der Keimdrüsen (Hoden, Eierstöcke) oder „gegenhormonelle“ Behandlung mit weiblichen bzw. männlichen Hormonen und Gegen (Anti-) Hormonen erfolgen. Eine Unterdrückung der Bildung bzw. eine Hemmung der Wirkung kann das Wachstum / die Aktivität und Ausbreitung von Krebszellen verlangsamen /zum Stillstand bringen. Hormonentzug bringt Krebszellen auch zum Absterben (induziert den sogenannten Programmierten Zelltod :die Apoptose). Hormone wirken immer über Andockstellen (=Rezeptoren) an (Krebs)-Zellen. Nach Bindung an diesen Hormonrezeptor wird die Funktion der Zelle wie zB Wachstum und Teilung stimuliert oder bei Rezeptorblockade gehemmt.

Medikamentöse Hormontherapie:
Durch Therapie mit künstlichen Anti-Östrogenen (Weiblich) oder Anti-Androgenen (männlich) kann das im Organismus zirkulierende natürliche Hormon nicht wirksam werden, da der Rezeptor besetzt/ blockiert ist .Man spricht von einer Verdrängungs- (kompetitiven) Bindung dieser Medikamente an den Hormonrezeptor der Zelle. Als Folge stellen die Krebszellen das hormonabhängige Wachstum ein.

Verabreichung:
Hormontherapie wird meistens über Jahre in Form von Tabletten oder Spritzen/Infusionen verabreicht .In den letzten Jahren wurden auch Depotpräparate entwickelt, die nur mehr in monatlichen Abständen injiziert werden müssen.

Nebenwirkungen:
Medikamentöse Hormontherapie ist im Vergleich zur Chemotherapie relativ arm an Nebenwirkung. Die Symptome bei Hormonentzug entsprechen meistens denen wie sie beim Abfall der Sexualhormone im Klimakterium (Wechsel) vorkommen. Heute stehen dem Therapeuten eine Vielzahl von neuentwickelten Medikamenten mit unterschiedlichen Angriffspunkten zur Hormontherapie der Krebserkrankung zur Verfügung. Viele greifen bereits in die Bildung (Synthese) dieser Hormone ein. Hormontherapie kann auch mit anderen Hormonen und/oder Chemotherapie kombiniert werden.
 
lg christina
« Letzte Änderung: 18. Mai 2007, 00:03 von christina62 »
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christina62

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Re: AHT
« Antwort #1 am: 06. Mai 2007, 16:13 »
Herceptin!

Dieses Wort kennt sicher eine jede BK Beroffene!

Herceptin wurd früher nur eingesetzt,wenn man Metastasen hatte. Nun aber, bekommen es aber auch schon Patienten ohne Metas. Dafür muß der Her2 Status früh überprüft werden. Meiner wird auch zur Zeit geprüft, weil ich angeblich auch dann damit behandelt werde.
Wie bei jeder Medizingibt es auch hier Nebenwirkungen. Bei Herceptin ist das Herz betroffen. Deshalb immer zur Kontrolle zum Herzultraschall.

Bevor ich was unrichtiges schreibe, gebe ich hier den Link rein.

http://www.europadonna.at/information/nebenwirkungen_herceptin.html



« Letzte Änderung: 07. Mai 2007, 20:51 von christina62 »
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christina62

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Re: Hormontherapie
« Antwort #2 am: 15. Mai 2007, 21:57 »
 
HERCEPTIN FÜR MICH?

Wie erfahre ich, ob mein Brustkrebs HER2-positiv ist?

Ob eine Behandlung mit Herceptin erfolgreich ist oder nicht, darüber entscheiden in erster Linie spezielle Tests am frischen oder auch in Wachs eingebetteten Brustkrebsgewebe.
Meist wird dafür das Gewebe vom Ausgangstumor verwendet, das vom Pathologen aufbewahrt wird. Manchmal ist es auch möglich, an Gewebe heranzukommen, das die Metastase in einem anderen Organ gebildet hat.

Tumorgewebe sollte am besten gleich nach der Operation auf HER2 getestet werden. Denn das Ergebnis des Tests ist von großer Bedeutung für die Einschätzung des Rückfallrisikos und des Ansprechens auf eine Therapie. So weiß man zum Beispiel, dass ein HER2-positiver Brustkrebs nicht so gut auf eine CMF-Therapie anspricht. Bekannt ist auch, dass HER2-positive Tumoren, besser auf einen Aromatasehemmer (wie zum Beispiel Letrozole, Arimidex oder Aromasin) als auf das bisher übliche Anti-Hormon Tamoxifen ansprechen. Tamoxifen kann in diesem Fall sogar das Gegenteil bewirken.

Wenn Brustkrebszellen zu viele HER2-Rezeptoren besitzen, spricht man von einer "HER2-Überexpression". Wenn Brustkrebszellen im Zellkern noch dazu zu viele HER2-Gene aufweisen, spricht man von einer "HER2-Amplifikation".

Hercep-Test
Mit diesem Test wird die Oberfläche der Brustkrebszelle auf das Vorhandensein von zu vielen HER2-Rezeptoren untersucht. Die Anzahl der HER2-Antennen wird im Testergebnis mit vier "Noten" bewertet.

 
FISH-Test

Mit diesem Test wird nicht nur die Oberfläche der Zelle auf zu viele HER2-Rezeptoren untersucht, sondern das Zellinnere wird auf zu viele HER2-Gene untersucht. Denn der Antikörper Herceptin richtet sich vor allem auf die teilungswütigen HER2-Genkopien im Zellkern. Um das herausfinden zu können, schickt man eine "Genfähre" in das Innere der Brustkrebszelle. Das gelingt mit dem sogenannten FISH-Test.
Hat eine Patientin mit einem HER2-Antennenwert von 2+ zusätzlich auch noch ein Übermaß an HER2-Genen (über 4 Genkopien), wird auch sie aus einer Behandlung mit Herceptin Nutzen ziehen.

Quelle:http://www.mamazone.de/05_faq/faq_004_3.html
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Kara

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Re: Hormontherapie
« Antwort #3 am: 17. Mai 2007, 23:58 »
Hallo Christina!

Herceptin gehört nicht zum Thema Hormontherapie, es handelt sich dabei um einen sogenannten monoklonalen Antikörper. Der Wirkstoff heißt Trastuzumab. Ist wohl der neuesten Generation von Krebsmedikamenten zuzuordnen, die vorwiegend die bösartigen Zellen bekämpfen. Allerdings kann es das Herz schädigen, daher sind alle drei Monate Ultraschallkontrollen empfohlen.

Zur Erklärung der genauen Wirkweise etc. gibt es sicher gute Informationen im I-net. Fleißig wie Du bist  :), wirst Du uns sicher einen link reinstellen (Ich weiß in etwa wie es wirkt, ist aber ein bißchen schwer zu erklären).

LG
Martina
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christina62

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Re: Hormontherapie/ Herceptin
« Antwort #4 am: 18. Mai 2007, 00:23 »


Was ist Herceptin?


Herceptin ist ein Pulver zur Herstellung einer Lösung, aus der wiederum eine Infusion (Tropf in eine
Vene) zubereitet wird. Herceptin enthält den arzneilich wirksamen Bestandteil Trastuzumab.

Wofür wird Herceptin angewendet?

Herceptin wird zur Behandlung von Brustkrebs angewendet. Es kann nur eingesetzt werden, wenn
sich gezeigt hat, dass der Krebs große Mengen von HER2 ‘exprimiert’. D. h., es muss sich um eine
Krebsart handeln, die ein bestimmtes Protein (HER2) in großen Mengen auf der Oberfläche der
Tumorzellen bildet (exprimiert). Herceptin kann angewendet werden für:

• Metastasierten Brustkrebs (d. h., der Krebs hat sich auf andere Körperteile ausgebreitet). Das
Medikament kann für sich allein bei Patientinnen angewendet werden, bei denen mindestens
zwei Vorbehandlungen versagt haben, oder in Kombination mit Paclitaxel oder Docetaxel
(andere Medikamente gegen Krebs);

• Brustkrebs im Frühstadium, d. h. ein invasiver (innerhalb der Brust oder auf die Drüsen unter
dem Arm ausgebreiteter) und nicht metastasierter (nicht auf andere Körperteile ausgebreiteter)
Brustkrebs. Herceptin wird nach der chirurgischen Behandlung und der Chemotherapie (sowie
nach der Strahlentherapie, falls erforderlich) verwendet.
Bei den Patienten müssen vor der Behandlung Tests durchgeführt werden, um festzustellen, ob ihr
Brustkrebs große Mengen von HER2 exprimiert.

Das Arzneimittel bedarf einer ärztlichen Verschreibung.

Wie wird Herceptin angewendet?

Die Behandlung mit Herceptin darf nur von einem Arzt mit Erfahrung in der Anwendung von
Krebsmedikamenten eingeleitet werden. Die Infusion kann mit allergischen Reaktionen verbunden
sein, weshalb der Patient während und nach der Infusion überwacht werden sollte.

Zur Behandlung von metastasiertem Brustkrebs wird Herceptin einmal wöchentlich verabreicht, und
die Behandlung wird so lange fortgesetzt, wie sie wirksam bleibt. Zur Behandlung von Brustkrebs im
Frühstadium wird Herceptin ein Jahr lang alle drei Wochen verabreicht oder bis es nicht mehr
wirksam ist. Herceptin kann auch wöchentlich gegeben werden, wenn es in Kombination mit anderen
Krebsmedikamenten verwendet wird.

www.emea.europa.eu

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Kara

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Re: Hormontherapie/ Herceptin
« Antwort #5 am: 18. Mai 2007, 00:26 »
Danke, Christina :)
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christina62

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Re: Hormontherapie/ Herceptin
« Antwort #6 am: 18. Mai 2007, 00:51 »
Trastuzumab

Trastuzumab (Handelsname Herceptin®) ist ein therapeutischer monoklonaler Antikörper gegen den Wachstumsrezeptor HER2/neu (Humaner Epidermaler Wachstumsfaktor Rezeptor) auf der Zelloberfläche von Krebszellen. Trastuzumab ist zur Behandlung von Patientinnen mit Brustkrebs zugelassen, wenn die Tumorzellen vermehrt HER2/neu auf ihrer Zelloberfläche ausbilden (exprimieren), was bei etwa jeder vierten Brustkrebspatientin der Fall ist.




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Wann ist eine Hormontherapie sinnvoll?
« Antwort #7 am: 11. Juni 2007, 18:47 »

Wann ist eine Hormontherapie sinnvoll?

20 bis 30 Prozent der metas­tasierenden Brustkrebstumo­re sprechen auf eine Hormontherapie an. Die Bestimmung des Hormonrezeptorstatus ist für eine Therapieentscheidung von großer Bedeutung und sollte deswegen immer durchgeführt wer­den. Je höher der Gehalt eines Tumors an Hormonrezeptoren, um so wahrscheinlicher ist es, dass sein Wachstum durch eine Form der Hormontherapie gebremst werden kann. Je nach Anzahl der Östrogen- und Progesteronrezeptoren der Tumorzellen, dem Alter der Patientin, dem Menopausenstatus, dem Rück­fallrisiko sowie der Art und Anzahl der infiltrierten Organe, gibt es unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Die Hormontherapie und die Chemotherapie ergänzen sich im Nutzen.

Nutzen der Hormontherapie


In mehreren großen Studien hat sich der Wirkstoff Exemestan, ein so genannter Aro­matase-Inaktivator, der den Fachärzten seit gut vier Jahren als Therapieoption zur Verfügung steht, als Alternative zum bisherigen so genannten Goldstandard Tamoxifen, dem es durch das günstigerer Nebenwirkungsprofil den Rang als Therapie der Wahl streitig macht, bewiesen. Führende Spezialis­ten haben im Rahmen eines Symposiums in San Antonio auch hervorgehoben, dass eine Behandlung mit Exemestan nicht den gefürchteten Knochenabbau (Reduzierung der Knochendichte) zur Folge hat und signifikante Brusttumorschrumpfungen bei postmenopausalen Frauen, die im Vorfeld eines operativen Eingriffs mit Exemestan behandelt worden sind ebenso deutlich zu Tage getreten. Therapien zur Reduktion des Tumorvolumens können für Frauen, die eine brusterhaltende Operation einer totalen Brustentfernung vorziehen, von gro­ßer Bedeutung sein.

Nebenwirkungen der Hormontherapie

Die Nebenwirkungen der Hor­montherapie gegen Brust­krebs sind, im Gegensatz zu der Chemotherapie, insgesamt geringer ausgeprägt und verbessern die Lebensqualität insgesamt erheblich.

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christina62

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Umstellung auf Exemestan bringt Vorteile
« Antwort #8 am: 11. Juni 2007, 18:52 »

Umstellung auf Exemestan bringt Vorteile

Bei Frauen mit Brustkrebs, die adjuvant mit Tamoxifen behandelt werden, ist die krankheitsfreie Überlebensrate höher, wenn sie nach zwei bis drei Jahren auf Exemestan umgestellt werden und nicht fünf Jahre Tamoxifen erhalten. Das belegt die IES (Intergroup Exemestane Study)-Studie .

An der Studie nahmen 4742 Frauen in der Postmenopause teil, die wegen eines Mamma-Ca bereits zwei bis drei Jahre adjuvant mit Tamoxifen behandelt worden und rezidivfrei waren (NEJM 350, 2004, 1081).

2362 Frauen wurden für zwei bis drei Jahre auf 25 mg/d Exemestan (in Deutschland als Aromasin® erhältlich) umgestellt, 2380 Frauen nahmen weiterhin 20 mg des Antiöstrogens ein. Primärer Endpunkt war die krankheitsfreie Überlebensrate.

Nach etwa 31 Monaten gab es insgesamt 449 Ereignisse wie Lokalrezidive, Fernmetastasen, Brustkrebs in der anderen Brust oder Tod. In der Exemestan-Gruppe wurden 183 Ereignisse dieser Art registriert, in der Tamoxifen-Gruppe hingegen 266. Das bedeutet eine signifikante relative Reduktion der Ereignisrate um 32 Prozent mit dem Aromatasehemmer.

Die Gesamtüberlebensrate unterschied sich nicht signifikant. Mit dem Aromatasehemmer gab es mehr Arthralgien und Diarrhoen als mit Tamoxifen. Mit dem Antiöstrogen gab es hingegen häufiger Vaginalblutungen, Muskelkrämpfe und thromboembolische Ereignisse.

Exemestan ist in Deutschland bisher zur Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs nach Progression unter einer Antiöstrogentherapie zugelassen.
Quelle:aerztezeitung

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