Matritech GmbH / 05.01.2009
Rauchstopp schützt vor Blasenkrebs
Freiburg (ots) - Ob Zigaretten, Zigarren oder Pfeife: Tabakkonsum
schadet nicht nur Lungen, Herz und Kreislauf, sondern kann auch
Blasenkrebs auslösen, vor allem, wenn viel und über Jahre geraucht
wurde. Wer Silvester mit dem Rauchen aufgehört hat, senkt das Risiko
erheblich. Früh erkannt, kann Blasenkrebs oftmals geheilt werden. Der
Urologe Professor Arnulf Stenzl von der Universitätsklinik Tübingen
rät langjährigen Rauchern deshalb zu einer
Früherkennungsuntersuchung.
An Blasenkrebs erkranken in Deutschland jährlich mehr als 28.000
Menschen. Ein bösartiger Tumor der Harnblase ist bei Männern der
vierthäufigste Krebs und steht bei Frauen an achter Stelle der
Krebserkrankungen. (1) Rauchen ist der bedeutendste Risikofaktor.
Etwa jeder zweite Fall von Blasenkrebs lässt sich darauf
zurückführen. Ob passives Rauchen ebenfalls das Risiko für
Blasenkrebs erhöht, ist bisher kaum bekannt. (2)
"Blasenkrebs wird häufig sehr spät diagnostiziert. Ein Grund dafür
ist, dass viele die Symptome nicht kennen", erläutert Stenzl.
Blutbeimengungen im Urin sind ein Alarmsignal. Aber auch Schmerzen
beim Wasserlassen und häufiger Harndrang können Zeichen für einen
Tumor in der Harnblase sein. "Die Symptome ähneln denen einer
Blasenentzündung. Daher besteht die Gefahr, dass die Beschwerden
zunächst falsch beurteilt werden und wertvolle Zeit vergeht, bis der
Tumor bekämpft wird", warnt der Tübinger Urologe Stenzl.
Stenzl rät bei Verdacht auf Blasenkrebs dringend dazu, einen Arzt
aufzusuchen. "Bei rechtzeitiger Therapie sind die Heilungschancen von
Blasenkrebs gut. Wer viele Jahre geraucht hat, sollte bei einem
Urologen einen Urintest zur Früherkennung machen." Auch die American
Urological Association (AUA) empfahl im November 2008 gefährdeten
Personen wie Rauchern dringend, verdächtige Symptome abklären zu
lassen und ihren Arzt auf das Risiko für Blasenkrebs anzusprechen.
Laut AUA ist sich nur jeder Dritte darüber im Klaren, dass Rauchen
die Hauptursache für Blasenkrebs ist. (3)
1. Krebs in Deutschland 2003-2004. Häufigkeiten und Trends. 6.
überarbeitete Auflage. Robert Koch-Institut (Hrsg) und die
Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V.
(Hrsg). Berlin, 2008.
2. Boffetta P: Scand J Urol Nephrol Suppl. 2008 Sep;(218):45-54.
3. Presseinformation der American Urological Association (AUA) vom
17.11.2008;
www.auanet.org (18.12.2009).
Rückfragehinweis:
Matritech GmbH
Joachim Hevler
Jechtinger Straße 13
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