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Rückenschmerzen, Deutschland
Josef:
Rücken schmerzen – Frauen leiden - Spezifische Therapien helfen schonend, schnell und effektiv
München im Oktober 2008. Große Lasten ruhen auf zarten Frauenrücken: Eine Vielzahl an Frauen erbringt Höchstleistungen im Job und kümmert sich gleichzeitig um Haushalt und Erziehung. Nicht selten führt dieser ständige Stress zu Erkrankungen der Wirbelsäule. „Wir legen großen Wert darauf, weibliche Rückenbeschwerden genau zu diagnostizieren und zielgerichtet zu behandeln. Besondere Beachtung finden hierbei Merkmale wie beispielsweise eine feiner ausgeprägte Muskulatur und Anatomie“, verdeutlicht Dr. Reinhard Schneiderhan, Wirbelsäulenspezialist aus München. Als Facharzt für Orthopädie bezieht er geschlechterspezifische Unterschiede in die Therapiewahl mit ein und weiß, welche zeitgemäßen Methoden Patientinnen von Schmerzen befreien.
Erhöhtes Risiko für Frauen
Noch immer befinden sich berufliche Tätigkeiten wie Pflege oder Verkauf fest in weiblicher Hand. Damit einhergehendes schweres Tragen oder andauerndes Stehen führt langfristig zu Bandscheibenverschleiß oder Schmerzen in Kreuz und Nacken. Darüber hinaus wirken sich auch biologische Faktoren negativ auf weibliche Rückengesundheit aus. Schwangerschaften oder große Brüste etwa strapazieren Bänder oder die sensiblen Lendenwirbel. „Bleibt zudem neben Kindern und Karriere kaum Zeit für Bewegung, kommt es leicht zu Schmerzen“, berichtet Dr. Schneiderhan. Auch die so beliebten Highheels und aktuellen XXL-Handtaschen verursachen Haltungsschäden. Trotz möglicherweise ungesunden Verhaltens: Frauen begeben sich bei Beschwerden schneller in Behandlung als Männer. „Vernünftig“, findet Dr. Schneiderhan, „denn eine zeitnahe Therapie erhöht die Heilungschancen.“ Dennoch bringen Patientinnen oftmals einen wahren Ärzte-Marathon hinter sich, bis eine korrekte Diagnose und Anwendung erfolgt.
Behandlung auf weibliche Bedürfnisse abstimmen
Wenn konservative Methoden keine Wirkung zeigen, finden Betroffene in der Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen dank moderner Verfahren schnelle Hilfe für typisch weibliche Wirbelsäulenerkrankungen. Beispielsweise Osteoporose: Frauen trifft der gefährliche Knochenschwund wesentlich häufiger als Männer. „Mithilfe der Kyphoplastie richten wir eingefallene Wirbel durch Einführen eines Ballons wieder auf. Nach dessen Entfernung entsteht ein Hohlraum, den wir mit Spezialzement auffüllen und dadurch stabilisieren“, erklärt Dr. Schneiderhan. Bei Bandscheibenvorfällen im Hals- und Lendenwirbelbereich, wie sie verstärkt bei Frauen auftreten, bieten sich minimalinvasive Methoden wie beispielsweise der Mikrolaser an.
Dabei genügt ein winziger Einstich mit einer feinen Punktionsnadel. Darin befindet sich eine dünne Glasfaser, die den Laserstrahl in die betroffene Bandscheibe leitet. Ausgetretenes Gewebe schrumpft und die Schmerzfasern in der Bandscheibe werden durchtrennt, damit sie keine Schmerzen mehr an das Gehirn weiterleiten können. „Ähnliche Effekte erzielen wir mit der Hitzesondentherapie“, sagt Dr. Schneiderhan. „Mittels einer nur 0,4 mm dünnen, 80 Grad heißen Sonde schalten wir Schmerzreize einfach ab.“ Minimalinvasive Verfahren wie diese verursachen kaum Narbenbildung und ermöglichen eine schnelle Rückkehr in den Alltag. „Vor allem für Mütter und berufstätige Frauen ein wichtiger Aspekt. Uns liegt in hohem Maße daran, Patientinnen schonend zu behandeln, von Einschränkungen zu befreien und somit ihre Lebensqualität deutlich zu verbessern“, betont Dr. Schneiderhan.
Praxis Dr. med. Schneiderhan und Kollegen
Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Anja Koutny
Eschenstr. 2, 82024 München/Taufkirchen
Tel: 089 / 61 45 10 0
Fax: 089 / 61 45 10 12
E-Mail:
Internet: www.orthopaede.com
Die Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen hat sich auf die Behandlung von Wirbelsäulen-Erkrankungen spezialisiert. Im Mittelpunkt steht ein interdisziplinäres Diagnose- und Therapiekonzept, welches durch Fachärzte aus Orthopädie, Neurochirurgie, Chirotherapie und Anästhesie umgesetzt wird. Rückenbeschwerden behandeln die Experten mit modernsten Methoden, wie minimalinvasive Verfahren. Mit über 10.000 Wirbelsäulenkatheter-, 8.000 Bandscheibenlaser- und 12.000 Hitzesondentherapien gehören sie zu den erfahrensten Spezialisten Deutschlands. Seit kurzem bietet die Praxisklinik diese Verfahren – sofern eine stationäre Behandlung medizinisch begründet ist – auch für Kassenpatienten auf Krankenschein an.
Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Leiter der Praxisklinik, ist Wirbelsäulenspezialist und Orthopäde. 2000 wurde er von der deutschen Wirbelsäulenliga e.V. zum Präsidenten ernannt. Neben der Mitgliedschaft in vielen internationalen Fachgesellschaften führt er die Bezeichnung Algesiologe (Schmerztherapeut) mit Anerkennung der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V.
Jutta:
Ärzte Zeitung, 03.11.2008
Hohe Folgekosten durch Rückenschmerzen
BERLIN (eb). Chronische Rückenschmerzen gehören in Deutschland zu den häufigsten Ursachen für anhaltende Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Sie verursachen pro Jahr Kosten von 25 bis 35 Milliarden Euro. Davon gehen aber nur etwa 22 Prozent auf Diagnose und Therapie zurück. Der größere Teil sind Folgekosten der Erkrankung. Darauf hat Dr. Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie, hingewiesen.
Dietmar E.:
Vor zehn Jahren noch 53 Prozent Rückenschmerz: Nur jeder Dritte geht zum Arzt
12.11.08 - Zwei von drei Bundesbürgern leiden zumindest gelegentlich unter Rückenschmerzen - vor zehn Jahren hatte dies auf 53 Prozent zugetroffen. Besonders stark angestiegen ist seit 1998 die Rate chronischer Beschwerden: von 17 auf 30 Prozent.
Rückenschmerzen,Bundesländer
Dies geht aus den neuesten Ergebnissen der Langzeitstudie des BKK Bundesverbands hervor, für die TNS Healthcare (vormals Emnid) im Frühjahr 6.013 Personen ab 14 Jahren befragt hatte. Rund die Hälfte der Befragten gab an, nur gelegentlich unter Rückenschmerzen zu leiden.
Nur noch 36 Prozent der Betroffenen suchen wegen Rückenschmerzen einen Arzt auf - zehn Jahre zuvor hatten dies noch 57 Prozent getan. Vom Arzt werden am häufigsten Medikamente, bevorzugt Schmerzmittel, verordnet (aktuell in 64 Prozent der Fälle, 1998 zu 47 Prozent.
Ebenfalls stark zugenommen hat die Verordnung von Krankengymnastik (61 gegenüber 22 Prozent) und chiropraktischen Maßnahmen (27 vs. 7 Prozent). Keine nennenswerten Veränderungen sind in puncto Masagen (49 vs. 46 Prozent), Spritzen (44 vs. 49 Prozent), Fangopackungen (32 vs. 25 Prozent) und Bestrahlungen (30 vs. 25 Prozent) zu registrieren.
Erneute Beschwerden in acht von zehn Fällen
Vier von fünf Betroffenen geben zwar an, dass die verordnete Therapie anschlägt, doch kehren die Rückenschmerzen bei 81 Prozent der Befragten schnell wieder. Jeder Fünfte (21 Prozent) war bis zu einer Woche schmerzfrei, bei jeweils 10 Prozent kamen die Schmerzen nach ein bis zwei beziehungsweise zwei bis vier Wochen wieder.
Regelmäßiger Sport hilft
Die mit 46 Prozent größte Gruppe der Befragten bilden "Personen mit gelegentlichen Kreuzschmerzen". Sie leiden eher selten unter Rückenschmerzen, treiben häufig drei- bis sechsmal pro Woche Sport, sind überwiegend männlich und berufstätig. Die verordneten Maßnahmen führen überdurchschnittlich häufig zu kompletter oder längerer Schmerzfreiheit.
Bildschirmarbeit
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_orthopaedie_wirbelsaeule-ruecken_rueckenschmerzen_122649754875.htm
hilde:
Ärzte Zeitung, 20.11.2008
Rückenschmerz? Kein Arztbesuch!
BKK-Umfrage: Immer mehr Bürger klagen über Schmerz
HAMBURG (di). Immer weniger Hamburger gehen wegen ihrer Rückenschmerzen zum Arzt - obwohl immer mehr täglich unter Schmerzen leiden.
Dies ergab eine Umfrage im Auftrag der Betriebskrankenkassen. Danach klagen heute 15 Prozent der Hamburger über tägliche Rückenschmerzen, vor zehn Jahren dagegen nur ein Prozent der Befragten. Aber: Damals ließen sich noch 59 Prozent der Patienten mit Rückenschmerzen ärztlich behandeln. Dieser Anteil sank bis heute auf 41 Prozent.
Weitere Ergebnisse der Umfrage: Rückenschmerzpatienten http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/schmerz/default.aspx?sid=521969
Richi:
12.02.2009
Der Qual ständiger Rückenschmerzen vorbeugen
Menschen mit chronischen Rückenschmerzen bewegen sich anders, denken anders und verhalten sich anders als schmerzfreie Personen. Bei den meisten Menschen verschwinden Rückenschmerzen nach kurzer Zeit wieder. Einige leiden jedoch dauerhaft darunter. "Bei einem Teil der Patienten mit chronischen Rückenschmerzen liegt nicht einmal ein struktureller Schaden, zum Beispiel ein Bandscheibenvorfall, vor", sagt Dr. Christian Puta von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Der Sportwissenschaftler hat im Rahmen seiner Promotion untersucht, ob stattdessen funktionelle Veränderungen für die Schmerzen verantwortlich sind.
Dafür hat ihn der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) nun als dritten Preisträger des DOSB-Wissenschaftspreises ausgewählt. Heute (6. Februar, 18 Uhr) ist Dr. Christian Puta und den anderen Preisträgern dieser Wissenschaftspreis des Deutschen Olympischen Sportbundes im Rahmen einer Festakademie an der Universität Jena überreicht worden.
Wie sich die Rumpfmuskulatur bei externen Störungen verhält, war zentrales Thema der mit Prädikat "summa cum laude" ausgezeichneten Dissertation von Christian Puta. "Grundannahme war, dass chronischer Schmerz generell mit veränderten Muskelreflexen einhergeht", erläutert der Sportwissenschaftler von der Universität Jena. Diese Veränderungen galt es, an betroffenen Patienten zu identifizieren und mit Ergebnissen von gesunden Kontrollpersonen zu vergleichen. Bei beiden Personengruppen wurden über die Hand externe Störungen eingeleitet. "Ziel war es, die Muskelfunktionen unter verschiedenen Be- und Entlastungssituationen zu untersuchen", erläutert Christian Puta. Dafür nutzte er sowohl die Bewegungsanalyse als auch die Oberflächenelektromyografie (EMG), mit der die elektrische Muskelaktivität gemessen wird.
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