"Konsument": Mittel bei Wechselbeschwerden nicht zu empfehlen
Utl.: Von Selbstmedikation ist abzuraten. Bei Wechseljahrsbeschwerden den Arzt aufsuchen.
Wien (OTS/VKI) - Für manche Frauen beginnen die Wechseljahre
bereits ab 40, andere werden damit erst mit 60 konfrontiert. So
unterschiedlich der Zeitpunkt ist, so verschieden sind auch die
Symptome, mit denen sich Frauen in den Wechseljahren
auseinandersetzen müssen: von plötzlichen Hitzewallungen,
Kopfschmerzen, Schlafproblemen bis hin zu Osteoporose oder Herz- und
Kreislauferkrankungen. "Konsument" hat elf Mittel zur Behandlung von
Beschwerden während der Wechseljahre - zwei rezeptpflichtige und neun
rezeptfreie - unter die Lupe genommen. Fazit: Alle getesteten
Präparate sind wenig geeignet. Im Falle von Wechseljahrsbeschwerden
ist statt einer Selbstmedikation der Gang zum Arzt ratsam. Über die
neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft und praktische Tipps
informiert zudem der neue "Konsument"-Ratgeber "Wechseljahre" -
abgerundet durch die persönlichen Erfahrungen von sechs Frauen.
Rund ein Drittel der Frauen leidet stark unter den Wechseljahren.
Präparate wie Agnukliman- Refeminin- oder Klymadon-Tabletten
versprechen Linderung. Hierbei handelt es sich um Präparate mit
Extrakten aus dem Wurzelstock der Traubensilberkerze (Cimicifuga),
die sich zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden etabliert haben.
Dennoch ist die therapeutische Wirkung nicht sicher nachgewiesen und
auch die Auswirkungen einer Langzeitanwendung sind nicht ausreichend
untersucht. Mehr noch: Cimicifuga-Präparate dürfen bei
östrogenabhängigen Tumoren - oder einer Vorgeschichte - nicht
eingenommen werden. Wechselwirkungen sind mitunter bei gleichzeitiger
Einnahme von Östrogenen möglich. Nicht nur bei diesen, sondern bei
sämtlichen getesteten Präparaten ist daher aus - diversen Gründen -
von einer Selbstmedikation abzuraten. Lediglich ein Arzt kann - auf
der Basis einer sorgfältigen Untersuchung - entscheiden, welche
Behandlung individuell sinnvoll ist.
"Dennoch kann man bzw. frau selbst zur Linderung von
Wechseljahrsbeschwerden beitragen: durch körperliche Fitness und eine
Ernährung, die auf viel Obst, Gemüse und Milchprodukten aufbaut",
erklärt "Konsument"-Gesundheitsredakteur Bernhard Matuschak.
Weitere Informationen zum Test sowie zum "Konsument"-Ratgeber
"Wechseljahre" gibt es im März-"Konsument" sowie auf
www.konsument.at.