Autor Thema: Strahlentherapie  (Gelesen 5209 mal)

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christina62

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Strahlentherapie
« am: 07. Mai 2007, 20:45 »
Bei der Strahlentherapie sollen Tumorzellen, die noch im Körper sein könnten, zerstören werden und damit das Risiko eines Wiederauftretens der Erkrankung, eines so genannten Rezidivs, verringern.
 Da Krebszellen für solche Schäden nicht mit einem entsprechenden Reparatur-mechanismus ausgestattet sind,  sterben die Zellen ab.

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen treten vor allem gegen Ende der Bestrahlung an der Haut auf. So muss mit einer Hautrötung gerechnet werden. Diese Veränderungen bilden sich nach Behandlungsende zurück.
Eine Übelkeit ist sehr selten  und geht auch gleich wieder vorbei.
Das Allgemeinbefinden kann durch eine Müdigkeit beeinträchtigt sein, insbesondere wenn zuvor körperlich anstrengende zusätzliche Behandlungen (Operation, Chemotherapie) erfolgt sind.
Bei einer Bestrahlung der Lymphknoten hinter dem Brustbein können vorübergehend Schluckbeschwerden auftreten.
Da die Haut wärden der Therapie sehr empfidöich ist, darf man kein Deo. Parfüm, enge Kleidung benutzen.
Babypflegeprodukte wie Babypuder oder Babyöl sind sehr gut geeignet, um die Haut zu beruhigen.
Muß aber vorher unbedingt mit einem Arzt abgesprochen werden.


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christina62

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Re: Strahlentherapie
« Antwort #1 am: 08. Mai 2007, 17:28 »
Hallo Ihr Lieben!

Habe heute meine 2.Strahlen-Behandlung hinter mir. Stehen ja eh nur mehr 28 an. :)
Aber auch die werde ich schaffen, wie so alles im Leben, stimmts Mädels !!

lg Christina
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christina62

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Re: Strahlentherapie
« Antwort #2 am: 16. Mai 2007, 00:55 »

Welche Nebenwirkungen hat die Strahlentherapie?

Akute Nebenwirkungen treten sofort bei der Behandlung auf. Sie verschwinden nach einigen Wochen wieder. Dazu zählen zum Beispiel gerötete oder leicht wunde Haut, Schluckbeschwerden, Müdigkeit und selten Übelkeit. Oft treten jedoch nach Ende der Therapie auch bleibende Nebenwirkungen auf. So kann sich etwa die Brust verkleinern und verfestigen. Die Haut kann Bräune und blaue Äderchen bilden. Teile der ebenfalls bestrahlten Lunge können vernarben. Sehr selten zieht die Bestrahlung die Achsellymphknoten in Mitleidenschaft. Die Lymphe fließt dann schlechter ab.

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Kara

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Re: Strahlentherapie
« Antwort #3 am: 17. Mai 2007, 22:47 »
Hallo Mädels!

Hatte im letzten Sommer auch 28 Bestrahlungen der linken Brustwand bis hin zum Schlüsselbein. Hatte während der Bestrahlungen kaum Nebenwirkungen, die Haut wurde vielleicht etwas brauner. Ich war auch ziemlich müde, aber ich denke das liegt auch daran, dass ich täglich 300 km zur Bestrahlung fahren mußte.

Aber als Spätfolgen muss ich sagen, sind bei mir schon einige Schädigungen aufgetreten (Lunge hat was abgekriegt, aber nur im CT bzw. Röntgen sichtbar, merke nichts davon - minimal, das Gewebe an der Brust ist knotig und verhärtet, Schmerzen bei Berührung der Rippen und des Brustbeines und sicherlich Begünstigung des Lymphödems meines linken Armes). Über all dies wurde ich kompetent aufgeklärt und bin daher nicht überrascht.

LG
Martina
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Schnecke

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Brustkrebs: Bestrahlung vor brusterhaltend-operiertes DCIS
« Antwort #4 am: 07. Juli 2007, 22:36 »

Bericht:

Bestrahlung bei brusterhaltend-operierten DCIS

News vom Senologiekongress in Lübeck: Es wird grundsätzlich jede Patientin mit einem brusterhaltend-operierten DCIS unabhängig von Tumorgröße und Grading bestrahlt.

esanum.de – die deutschsprachige Expertenplattform von Ärzten nur für Ärzte online

Allgemeines zu Duktales Carcinoma in situ, DCIS

Eigentlich sind Oberflächenkarzinome, wie schon der Name sagt, gar keine "richtigen" Karzinome: Sie bestehen zwar aus Krebszellen, ihnen fehlt aber - glücklicherweise - die wichtigste Eigenschaft von richtigen Karzinomen, das zerstörerische (infiltrative oder invasive) Wachstum in die Umgebung. Sie durchbrechen nicht die so genannte Basalmembran, die die Trennwand der Milchgänge und Drüsenläppchen zum umgebenden Brustgewebe bildet. Deshalb können sie auch keine Metastasen bilden. Sie wachsen innen, wie eine Auskleidung in den Milchgängen und Drüsenläppchen.

Wegen dieser Eigenschaften werden sie auch als Krebsvorstufen bezeichnet. Oberflächenkarzinome (lat. "in situ carcinome") wachsen zu 95 % in den Milchgängen, den Duktus (Duktales Carcinoma in situ, DCIS) und zu 5 % in den Drüsenläppchen, den Lobuli ( Carcinoma lobulare in situ, CLIS). Solange DCIS und CLIS tatsächlich am Ort verbleiben, bräuchten sie nicht behandelt zu werden; wenn man sie behandelt, so erfolgt dies vorbeugend.

Einerseits aus Angst, es könnte sich ein richtiger, invasiver Krebs daraus entwickeln, andererseits, weil man nie ganz ausschließen kann, dass an irgendeiner Stelle das Oberflächenkarzinom doch die Basalmembran durchbrochen hat und mikro-invasiv geworden ist. Man schätzt, dass sich nur ca. 50 % der in situ Karzinome zu invasiven (richtigen) Karzinomen entwickeln, und das in einem langen Zeitraum von 10 bis 20 Jahren. Die Entscheidung, nach Oberflächenkarzinomen zu suchen und sie dann ggf. zu operieren, ist deshalb problematisch, da wahrscheinlich die Hälfte der Patienten mit DCIS unnötigerweise behandelt werden.

Wachstumsformen und Prognosefaktoren

Das DCIS ist keine einheitliche Erkrankung. Wie bei den invasiven Karzinomen, haben die Tumorzellen Merkmale wie Diffenzierungsgrad (Grading) und Hormonrezeptoren. Man kann an ihnen auch weitere Prognosefaktoren, wie bei den invasiven Karzinomen, bestimmen, diese zusätzlichen Faktoren haben aber keine Bedeutung. Die klassische Einteilung (TNM-Schema), wie sie für die invasiven Karzinome verwendet wird, erlaubt für die Oberflächenkarzinome nur eine unzureichende Vorhersage über das Rezidivrisiko, also die Heilungschancen.

Nach unserem heutigen Wissen kommt dem Sicherheitsabstand, mit dem ein DCIS operativ entfernt worden ist, die größte Bedeutung zu, an zweiter Stelle steht das Grading. Zur Einschätzung des Rezidivrisikos, also der Gefährlichkeit eines DCIS, hat sich der sog. Van Nuys-Index (Van Nuys Prognostic Index, VNPI) bewährt. In ihm werden die Ausdehnung, das Grading und der Abstand zum gesunden Gewebe jeweils in drei Stufen bewertet und addiert.

Van Nuys Prognose Index   1   2   3
Größe (mm)   <=15   16-40   >=41
Absetzungsrand (mm)   >=10   1-9    <1
Pathologisches Grading   nonhigh grade ohne Nekrosen
nonhigh grade mit Nekrosen   high grade mit/ohne Nekrosen
Jeder prognostische Parameter (Größe, Rand, Grading) wird mit 1-3 Punkten eingestuft und addiert, so dass sich Indexwerte von mind. 3 bis max. 9 ergeben.

Die Prognose des DCIS bezüglich Rezidivrate korrelliert gut mit dem Indexwert. Das DCIS entsteht fast immer an einer Stelle in der Brust, breitet sich aber oft nicht kontinuierlich aus, so dass der Eindruck entsteht, es sei an verschiedenen Stellen gleichzeitig entstanden.
"Sprünge" von bis zu einem Zentimeter sind möglich. Erst Abstände von 4 cm zwischen Tumorherden lassen den Schluss zu, dass es mehrere Entstehungszentren gibt, das DCIS ist "multizentrisch" entstanden. Ein Problem bei der Diagnose "DCIS" ist, dass selbst bei sorgfältiger Aufarbeitung des entfernten Gewebes durch den Pathologen nie absolut sicher auszuschließen ist, dass doch an irgendeiner Stelle Krebszellen die Wand eines Milchganges durchbrochen haben und damit aus einer "Krebsvorstufe" ein invasives "richtiges" Karzinom geworden ist.

Je größer das DCIS ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer nicht sichtbaren (okkulten) Invasion. Bei einer Ausdehnung des DCIS von mehr als 5 cm ist dies in ca. 60% der Fälle gefunden worden. Ist die Größe nur halb so groß, ist dies dagegen sehr selten.

Diagnosestellung: Wie wird ein DCIS üblicherweise gefunden?

Oberflächenkarzinome kann man normalerweise nicht als Knoten oder Verhärtung tasten und auch im Ultraschall sind sie meist nicht zu erkennen. Die Verdachtsdiagnose wird eher zufällig gestellt, anlässlich einer Mammographie, wo kleine Verkalkungen, sog. Mikrokalzifikate, den ersten Hinweis geben. Das bedeutet aber nicht, dass sich hinter jedem Mikrokalk ein DCIS verbirgt. (Mehr siehe: Kalk in der Brust, was kann dahinter stecken?)
Auch zeigt sich nicht jedes DCIS durch Verkalkungen in der Mammographie. Wegen ihrer Neigung zu verkalken, werden Oberflächenkarzinome in Milchgängen am häufigsten im Rahmen von Mammographie-Screening-Programmen gefunden. Dort machen sie ca. 20% aller gefundenen Veränderungen aus, während es sonst nur einen Anteil von 5% an allen diagnostizierten Karzinomen haben. Wichtig ist, dass ein DCIS immer größer ist als das Kalkareal, weil nur abgestorbene Tumorzellen verkalken, die lebenden aber nicht. Deshalb ist es bei der Operation eines DCIS nie ausreichend, nur den Kalkbereich zu entfernen.

Wird in der Mammograhie Mikrokalk gefunden, brauchen Sie einen sehr erfahrenen und auf Brustdiagnostik spezialisierten Radiologen (Röntgenarzt), der zunächst eine Vergrößerungsaufnahme des auffälligen Bereichs anfertigen wird, um dann einzuschätzen, ob sich der Verdacht auf ein DCIS erhärtet, oder ob es sich eher um gutartige Veränderungen handelt.

Ist der Mikrokalk nicht oder nur gering verdächtig auf ein DCIS, können Sie abwarten und, je nach Sicherheit der Diagnose, Mammographiekontrollen durchführen lassen, spätestens nach einem Jahr. Ist der Kalk verdächtig auf das Vorliegen eines DCIS, kann nur eine stereotaktische Biopsie die weitere Klärung bringen.
Bei Verdacht: Biopsie jetzt oder abwarten?
An diesem Punkt sollten Sie zunächst überlegen, welchen Nutzen Ihnen die weitere Ablärung bringt. Aus dem Bauch heraus werden Sie wahrscheinlich glauben: Frühe Erkennung und frühe Behandlung gleich bessere Heilungschancen. Dem ist aber nicht immer so, insbesondere nicht beim DCIS, was ja (noch) kein invasiver (richtiger) Krebs ist. Es besteht nämlich bei diesen Veränderungen die Gefahr der Übertherapie. Da sich geschätzt nur die Hälfte der Oberflächenkarzinome zu "richtigen" invasiven Karzinomen entwickelt, werden auch ca. die Hälfte der behandelten Frauen unnötigerweise operiert, ohne dass Sie einen Nutzen davon haben.
Auch entwickeln sich invasive Karzinome aus Oberflächenkarzinomen sehr langsam, in ca. 10-20 Jahren. Sie haben also keine Eile mit der Entscheidung. Sie sollten sich mit einem Arzt, der sich mit dieser Problematik auskennt, beraten und dann enscheiden, ob Sie abwarten oder die Biopsie jetzt durchführen lassen. Dabei sind Ihr Alter und die Ausdehnung des Prozesse wichtige Entscheidungskriterien. In jungem Alter eher mehr machen, im Alter eher weniger.

Ein weitere Punkt, an dem Sie sich entscheiden können, ist nach der Biopsie und Vorliegen der Ergebnisse. Wurde z. B. ein DCIS geringer Ausdehnung und mit guter Differenzierung (Grading 1) in der Stanzhistologie gefunden, ist das Risiko der späteren Entwicklung eines invasiven Karzinoms besonders gering. Mit dieser Art des Voegehens haben wir wenig Erfahrung, insbesondere wissen wir nicht, ob ein durch Stanzbiopsie "verletztes" Oberflächenkarzinon in die Umgebung "versteut" wird.

Die Pathologen meinen, diese Gefahr sei nicht gegeben. Auch weisen Erfahrungen mit anoperierten Karzinomen darauf hin, dass eher keine Gefahr besteht. Also wäre: Verdächtigen Mikrokalk zunächst biopsieren zu lassen und anhand des Ergebnisses zu entscheiden ein erwägenswerter Weg.
Behandlung des DCIS

Haben Sie sich zu Behandlung entschlossen, ist die operative Entfernung die Therapie der Wahl. Es kann brusterhaltend operiert werden, indem der Kalkbereich mit einem ausreichenden Sicherheitssaum entfernt wird. Der Sicherheitsaum besteht aus zwei Bereichen: Die Ausdehnung des DCIS ist größer als der Kalkbereich. Um das DCIS sollte mindestens 1 cm gesundes Gewebe mit entnommen werden. Stellen Sie sich also nach bioptischer Sicherung der Diagnose DCIS auf eine Operation ein, die deutlich größer ist als der Kalkbereich. Da das DCIS meist nicht tastbar und bei der Operation auch nicht sichtbar ist, muss es vor der Operation markiert werden, damit es der Operateur überhaupt finden kann. Man kann schon, wenn eine Operation wahrscheinlich ist, den Kalkbereich bei der Stanzbiopsie durch Einspritzen von schwarzer Tusche markieren.

Das hat keine Nachteile, auch wenn nicht operiert wird. Die andere Möglichkeit ist die Markierung mit feinen Nadeln, die kurz vor der Operation unter Röntgenkontrolle in dem Kalkbereich platziert werden. Eine Röntgenabteilung ist ebenfalls für die Operation selbst erforderlich, denn das entnommen Gewebestück muss unbedingt geröngt werden, um sicher zu stellen, dass der Kalk komplett und mit Sicherheitssaum entfernt wurde. In Kliniken, in denen diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, sollten Sie sich nicht operieren lassen.

Eine Operation der Achselhöhle mit Entnahme von Lymphknoten ist nicht erforderlich. Sollte sich aber bei der Untersuchung des entnommenen Gewebes herausstellen, dass doch eine Invasion vorliegt und damit ein "richtiger" Krebs, ist die Entnahme von Lymphknoten u.U. nachzuholen.

Nachbestrahlung erforderlich?

Eine Nachbestrahlung der Restbrust senkt das Risiko eines Rezidivs z.T. erheblich. Für die ganz niedrigen Werte des Van Nuys-Prognose Index (VNPI) ist der zusätzliche Nutzen so gering, dass heute folgende Therapieempfehlungen in Abhängigkeit vom Prognoseindex gegeben werden:
VNPI   Therapieempfehlung
3-4   nur Tumorentfernung
5-7   Tumorentfernung und Bestrahlung
8-9   Entfernung der Brust

Ergänzende (adjuvante) Behandlung des DCIS: Bringt sie mehr Sicherheit?
Eine Zusatzbehandlung mit Tamoxifen senkt zwar das Risiko eines Lokalrezidivs, sie kann aber, wegen der damit verbundenen erheblichen Risiken und Nebenwirkungen, nicht generell empfohlen werden. Zu viele Patienten würden ohne Nutzen, aber mit gefährlichen Risiken behandelt werden. Eventuell ist eine Tamoxifen-Behandlung für Patienten mit positivem Östrogen-Rezeptor zu erwägen.

Das lobuläre Carcinoma in Situ (LCIS oder CLIS)
Wie der Name schon sagt, ist der Ursprung des CLIS die Drüsenläppchen (lobuli = ... ). Das CLIS ist relativ selten, nur ca. 5% der Oberflächenkarzinome gehen von den Drüsenläppchen aus. Das CLIS gilt als weniger gefählich als das DCIS. Da es nicht zu Verkalkung neigt, wird es meist per Zufall bei der Biopsie von unklaren oder verdächtigen Befunden in der Mammo- oder Sonographie entdeckt.

Einen Prognoseindex wie den Van Nuys-Index beim DCIS gibt es beim CLIS nicht. Die Therapie besteht in der einfachen Tumorentfernung, ohne Operation der Achselhöhle und ohne Nachbestrahlung, da das CLIS nicht strahlensensibel ist. Als Nachkontrolle sind jährliche Mammo- und Sonographiekontrollen ausreichend.



Gitti

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Brustkrebs: Leichtes Ausdauertraining während Bestrahlung verbessert Hb-Wert

Brustkrebs-Patientinnen profitieren während einer Radiotherapie von moderatem Ausdauertraining.
Das ergab eine randomisierte kontrollierte Untersuchung US-amerikanischer und kanadischer Forscher. Sie stellten fest, dass regelmäßiges Walking einen Abfall von Erythrozytenzahl und Hämoglobinkonzentration verhindert.

Jacqueline Drouin von der Abteilung für physikalische Therapie der University of Michigan-Flint und ihre Kollegen beobachteten 20 Patientinnen im Alter zwischen 35 und 65 Jahren, die sich im Rahmen einer Brustkrebserkrankung bestrahlen lassen mussten. Die Hälfte der Frauen nahm an einem leichten Trainingsprogramm teil und lief 3- bis 5-mal wöchentlich für 20 bis 45 Minuten. Die anderen Patientinnen absolvierten als Kontrollgruppe mehrmals wöchentlich ein Streching-Programm ohne Kreislaufbelastung.

Resultate: Während sich die Ausdauerwerte während der siebenwöchigen Studienphase in der Walking-Gruppe verbesserten, verschlechterten sie sich bei den Teilnehmerinnen im Streching-Programm. Gleichzeitig nahmen Erythrozytenzahl, Hämatokrit und Hb-Wert bei den Patientinnen mit Kreislauftraining zu, in der Kontrollgruppe sanken die Parameter dagegen. Die Differenzen waren jeweils signifikant ausgeprägt.

Drouin schließt aus den Ergebnissen, dass moderates Ausdauertraining ein sicheres und ökonomisches Verfahren ist, um die Erythrozytenmenge bei Brustkrebspatientinnen während einer Radiotherapie zu stabilisieren. Allerdings gibt die Wissenschaftlerin zu bedenken, dass die Studiengruppe im vorliegenden Fall sehr klein war und weitere Untersuchungen notwendig seien. (JG) Eine Meldung der Nachrichten Agentur Medizin, Berlin

Quelle: Cancer 107: 2490-5


Gitti

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Brustkrebs - Strahlentherapie nach brusterhaltenden Therapie
« Antwort #6 am: 27. Februar 2008, 23:46 »
Unzureichende lokale Brustkrebstherapie wird als wachsendes Problem gesehen

SAN ANTONIO (20.12.07) – Der Einsatz einer Strahlentherapie nach einer brusterhaltenden Therapie eines invasiven Karzinoms nimmt in den Vereingten Staaten ab – und dies ist ein Problem, äußerte sich Dr. Beth A. Virnig auf einem Brustkrebssymposium, das vom Cancer Therapy and Research Center gesponsert wurde.

Eine brusterhaltende Therapie ohne Bestrahlung stellt einen Mangel an adäquater lokaler Tumorkontrolle dar. Einige führende Epidemiologen sagen voraus, dass dies zu einer erhöhten Spätmortalität führt, auch wenn diese Annahme noch kontrovers gesehen wird. Unabhängig davon gibt es überzeugende Hinweise darauf, dass dieses Versagen zu einem erhöhten Risiko lokaler Rezidive führt, die weitere aggressivere Operationen – oft eine Mastektromie – und systemische Chemotherapie erfordern.

Die abnehmende Strahlentherapierate untermininiert damit den gesamten Anspruch der brusterhaltenden Therapie, Ergebnisse äquivalent zu einer Mastektomie, aber mit einer besseren Lebensqualität zu erbringen, erklärte Dr. Virnig von der University of Minnesota School of Public Health in Minneapolis.

“Auf Bevölkerungsebene gesehen wird dieser Trend einige wirkliche Probleme verursachen`, ergänzte sie in einem Interview. “Es scheint, dass wir am Ende die Behandlung für diese Frauen herausschieben, bis sie schließlich aggressivere Therapien benötigen, die andernfalls hätten vermieden werden können.“

Sie analysierte Behandlungstrends bei mehr als 175.000 im Surveillance, Epidemiology, and End Results (SEER)-Register des amerikanischen National Cancer Institute erfassten Frauen, die sich zwischen 1992 und 2003 aufgrund eines nicht metastasierten Mammakarzinoms einer Behandlung unterzogen. 1992, im Jahr nachdem ein NCI-Konsensusgremium bei Frauen mit frühen Brustkrebsstadien die brusterhaltende Therapie plus Bestrahlung als gegenüber einer Mastektomie zu bevorzugen erklärte, erhielten 41 Prozent der Patientinnen eine brusterhaltende Therapie. Diese Rate stieg bis 2003 auf 60 Prozent an. Der Einsatz von Strahlentherapie nach einer brusterhaltenden Operation fiel während dieses Zeitraums dagegen von 79 auf 71 Prozent ab.

Bei Patientinnen unter 55 Jahren mit brusterhaltender Operation fiel die Strahlentherapierate von 81 Prozent 1992 auf 67 Prozent 2003 ab. Eine Strahlentherapie wurde zudem bei Frauen mit Östrogenrezeptor-negativen Tumoren seltener eingesetzt.

“Insbesondere machte uns Sorge, dass bei den jüngeren Frauen die steilste Abnahme auftrat – und bei jenen mit östrogenrezeptornegativen Tumoren, da diese das höchste Rezidivrisiko haben und nicht Tamoxifen oder Aromataseinhibitoren als Sicherheitsnetz haben. Dies sind die Frauen, für die es derzeit wirklich keine andere präventive Therapie gibt als Chemotherapie oder Bestrahlung”, erklärte Dr. Virnig.

Die Aufgabe bestehe nun darin, ergänzte sie, herauszufinden, warum eine Abnahme der Strahlentherapien auftritt und wie man dem begegne. Es ist unklar, wieviel von diesem Problem durch Versicherungsfragen verursacht wird, durch Mangel an leichter Verfügbarkeit, oder das Zögern von Chirurgen, Patientinnen an radiologische Onkologen zu überweisen.

Dr. Kenneth Smith, Allgemeinchirurg in Columbia, Georgia, versicherte, dass die Raten lokaler Rezidive heutzutage mit einer brusterhaltenden Operation mit freien Resektionsrändern sicherlich geringer ist als in den 15 bis 20 Jahre alten Studien, die der Propagierung der brusterhaltenden Operation plus Strahlentherapie des National Cancer Institute zugrundelagen. Er schrieb die Abnahme der besseren Bildgebung, verbesserten Pathologie und Verfeinerungen in der operativen Technik zu. Dr. Smith hob hervor, dass eine Reihe jüngerer Studien von einzelnen Zentren nicht über einen Anstieg lokaler Rezidive nach brusterhaltender Operation alleine berichteten, zumindest nicht in Fällen eines duktalen Carcinoma in situ.

“Das Problem ist, dass Patientinnen, die diese Einrichtungen aufsuchen – das M.D. Anderson Cancer Center, die University of Minnesota oder das Memorial Sloan-Kettering Cancer Center – nicht die typischen Patientinnen und dies nicht die typischen Ärzte sind“, erwiderte Dr. Virnig.

Dr. Smith räumte ein, dass man Daten von hocherfahrenen Spezialisten nicht vernünftigerweise auf den “Typen [extrapolieren könne], der vielleicht fünf oder sechs Lumpektomien im Jahr durchführt.“

Jutta

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Brustkrebs: Strahlentherapie während der Operation
« Antwort #7 am: 15. Juli 2008, 19:19 »
Mammakarzinom: Bestrahlung schon während der Operation

15.07.08 - Bei Patientinnen mit kleinem Mammakarzinom kann schon während der Operation das Tumorbett bestrahlt werden. Die Bestrahlung wird dadurch zielsicherer und das umliegende Gewebe geschont. Auf eine anschließende Radiotherapie könnte sogar verzichtet werden. Noch steht die Methode auf dem Prüfstand.

Bei der herkömmlichen Brust erhaltenden Operation des Mammakarzinoms wird in der Regel die gesamte Brust mehrfach bestrahlt. Die Bestrahlungsfelder werden zum Ende als "boost" auf die ehemalige, engere Tumorregion verkleinert. Diese klassische Behandlung, bei der üblicherweise Linearbeschleuniger eingesetzt werden, dauert etwa sieben Wochen.

Ein neues Therapieverfahren zur Teilbrustbestrahlung wird nun im Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg etabliert. Dabei wird bei geeigneten Patientinnen mit kleinen Mammakarzinomen schon während der Operation bestrahlt.

Nachdem der Tumor entfernt ist, kann das Tumorbett mit "Intrabeam®" - einem Kugelapplikator, der eine Röntgenquelle enthält - schonend direkt bestrahlt werden. Auf diese Weise wird die relevante Hochrisikoregion innerhalb der Brust zielsicher bestrahlt und umliegendes Normalgewebe, insbesondere die Haut, geschont.
Weniger Nebenwirkungen und kürzere Therapiedauer

Erste wissenschaftliche Untersuchungen deuten darauf hin, dass ........ http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_brustkrebs_mammakarzinom_121612824192.htm&n=1

Richi

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Brustkrebs während der OP bestrahlen
« Antwort #8 am: 12. November 2008, 21:37 »

Eine neue Methode erlaubt es Ärzten nun, einen Teil der Bestrahlung bereits
während der Operation punktgenau zu verabreichen. 30.10.2008

Ältere Patientinnen profitieren besonders von der Methode;


Eine Strahlentherapie kam bislang immer nach der brusterhaltenden Operation zum Einsatz. Doch es kann auch anders gehen. Sobald der Chirurg den Tumor entfernt hat, werden Strahlen direkt auf die Wundhöhle gerichtet. Ziel ist es, eventuell verbliebene Tumorzellen sofort unschädlich zu machen. "An der Stelle, an der ein Brusttumor entfernt wurde, bilden sich bis 90 Prozent aller Rezidive. Deshalb ist es sinnvoll, dieses Hochrisikogebiet sofort, hochdosiert und gezielt zu bestrahlen", berichtet Professor Frederik Wenz, Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) und Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie des Universitätsklinikums Mannheim.

Hierzu führen die Ärzte einen kugelförmigen, bis zu fünf Zentimeter großen Strahlenkopf direkt in die Wundhöhle ein. Dieser erlaubt eine punktgenaue Bestrahlung: Am Zielort ist die Strahlendosis sehr hoch, zur Umgebung hin fällt sie steil ab. Umliegendes Gewebe bleibt verschont. "Die bisherigen Studienergebnisse sind sehr vielversprechend: Nach fünf Jahren bildeten sich bei weniger als zwei Prozent der Patientinnen neue Tumore in der operierten Brust", berichtet Wenz.

Geeignet ist das IORT-Verfahren (intraoperative Radiotherapie) vor allem für ältere Patientinnen mit kleinen und wenig aggressiven Tumoren. Hier kann die neue Methode die herkömmliche Strahlentherapie von außen möglicherweise komplett ersetzen. Dies wird jedoch derzeit noch in einer klinischen Studie überprüft.

In den meisten Fällen kommt nach Operation und IORT noch eine Bestrahlung der gesamten Brust von außen zum Einsatz. "Die Dauer dieser ambulanten Strahlentherapie verkürzt sich durch die vorherige IORT um etwa zwei Wochen. Auch dies ist für unsere Patientinnen natürlich ein Vorteil", berichtet Wenz.

Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften

Dietmar E.

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Verzögerte Strahlentherapie erhöht Rezidivrisiko bei Brustkrebs
« Antwort #9 am: 03. Dezember 2008, 19:32 »
Mammakarzinom: Verzögerung der Radiotherapie erhöht Rezidivrisiko

Mittwoch, 3. Dezember 2008

New York – Eine rasche und zu Ende geführte Strahlentherapie kann beim Mammafrühkarzinom die Prognose verbessern, wie die Analyse eines US-Krebsregisters in Cancer (2008; doi: 10.1002/cncr.23923) zeigt.

Verzögerungen der Radiotherapie sind in den USA offenbar nicht selten. Bei 16 Prozent aller Frauen über 66 Jahre mit einem Frühkarzinom (Stadium I) oder einem duktalen Carcinoma in situ (DCIS), bei denen diese Therapie verordnet wurde, kam es zu Terminproblemen. Bei drei Prozent wurde die Radiotherapie nach den Recherchen von Heather Gold vom Weill Cornell Medical College in New York nicht zu Ende geführt.

Gold hat die Daten ..... siehe http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=34635
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

hilde

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Brustkrebs: Bestrahlung nach Operation
« Antwort #10 am: 18. Januar 2009, 17:10 »
Nach brusterhaltender Operation

Mammakarzinom: Mit Nachbestrahlung nicht länger als 20 Wochen warten

16.01.09 - Bei einem lokal begrenzten Mammakarzinom ist in vielen Fällen eine brusterhaltende Operation möglich. Eine Nachbestrahlung ist hier Standard und sollte nicht später als 20 Wochen nach dem Eingriff begonnen werden - sonst verschlechtert sich die Prognose deutlich.

In einer Studie mit 6.284 Brustkrebs-Patientinnen hatten Forscher um Ivo A. Olivotto von der British Columbia Cancer Agency untersucht, welcher Abstand zwischen Tumoroperation und Bestrahlung am günstigsten ist.

Bei den Teilnehmerinnen lag jeweils ein Mammakarzinom in einem frühen Stadium vor, das noch keine Metastasen gebildet hatte (T1-T2, N0-N1, M0). Alle Patienten wurden brusterhaltend operiert und erhielten im Anschluss eine Strahlentherapie (40-50 Gy in 15-25 Fraktionen), jedoch keine Chemotherapie.

Der zeitliche Abstand zwischen Operation und Radiotherapie http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_onkologie_brustkrebs_mammakarzinom_123210590308.htm

Evi

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Brustkrebs und Strahlentherapie (Brachy)
« Antwort #11 am: 26. Januar 2009, 20:21 »

Brachytherapie-Symposium in Linz

2007 fand in der Landwirtschaftskammer in Linz das 5. Brachytherapie-Symposium statt -  ein Dreiländertreffen der Deut-schen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Strah-lentherapie und Radio-Onkologie (DEGRO, ÖGRO, SASRO). Die Tagung beschäftigt sich mit einem kleinen Zweig der Strahlentherapie, nämlich der Brachytherapie. Damit gemeint sind Bestrahlungen aus kurzer Dis-tanz. Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Linz – ein Unter-nehmen der Vinzenz Gruppe -  ist mit Vorträgen über Brustkrebs, Prosta-takrebs sowie Tumoren im Bereich der Gebärmutter und des Analkanals vertreten, ebenso mit einem Bericht über eine neue Methode in der Pla-nung der Nadelapplikationen bei Brustkrebs.

Mit der Brachytherapie ist der Radio-Onkologie ein wertvolles Werkzeug ver-fügbar, denn diese Maßnahme erlaubt es eine hohe Dosis auf ein genau defi-niertes Volumen im Körper zu applizieren. An der Tagung wird über die metho-dischen Fortschritte berichtet, insbesondere in der Dosis-Planung, die durch bildgebende Verfahren, wie Computertomographie oder Magnetresonanz, un-terstützt wird. Damit ergeben sich bessere klinische Ergebnisse im Vergleich zu früheren Methoden, sodass hier ein deutlicher Fortschritt in der Qualität der Be-handlung gegeben ist. 

Am Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Linz wurde diese Methode 1980 im gynäkologischen Bereich begonnen. Seit 1984 kann auch über vorü-bergehend in den Körper eingesetzte Nadeln Strahlung appliziert werden. Seit 1987 werden auch Lungentumoren und Speiseröhrentumoren von innen be-strahlt, zumeist in Ergänzung zur äußeren Strahlenbehandlung.

Allgemeine Information zur Brachytherapie

Bei der Brachytherapie spricht man von Bestrahlungen aus kurzer Distanz (griech. brachys: nah, kurz). Der Gegensatz dazu sind die Bestrahlungen von außen mit dem Linearbeschleuniger (Teletherapie). „Mit der Brachytherapie wird über Katheter, Sonden, Nadeln oder sonstigen Applikatoren eine Strahlen-quelle in den Körper eingefahren oder an die Körperoberfläche herangebracht, um dort in einem eng begrenzten Volumen eine entsprechende Dosis für die Krebsbehandlung abzugeben. Diese Maßnahme erlaubt es, eine hohe Dosis auf ein genau definiertes Volumen im Körper zu applizieren.“ erklärt Prim. Doz. Dr. Josef Hammer, Leiter der Abteilung für Radio-Onkologie am KH der barm-herzigen Schwestern in Linz. Der Vorteil daraus ist eine konformale Bestrah-lung, also eine nur auf ein Zielvolumen begrenzte Verabreichung einer Strah-lendosis. Angewendet wird diese Methode bei Krebs der Lunge und der Speise-röhre, bei Brustkrebs und in der Behandlung gynäkologischer Tumoren (Ge-bärmutter, Scheide) sowie bei Tumoren der Prostata.

Bild 1: Prim. Doz. Dr. Josef Hammer, Leiter der Abteilung für Radio-Onkologie am KH der Barmherzigen Schwestern Linz
Bild 2: Dosies-Plan bei Brachytherapie von Brustkrebs
Bild 3: Endocavitäre Bestrahlung der Gebärmutter
Bild 4: Dosisverteilung nach Seed-Implantation in der Prostata


Ansprechpartner für Rückfragen:
Prim. Univ. Doz. Dr. Josef Hammer,
Leiter der Abteilung für Radio-Onkologie
KH der Barmherzigen Schwestern Linz
TEL :        0732/7677 – 7320
E-MAIL :  josef.hammer@bhs.at



   Claus Hager, MSc
Leitung Servicebereich PR & Marketing
KH der Barmherzigen Schwestern Linz
A-4010 Linz, Seilerstätte 4
TEL :        0732/7677 – 4884
MOBIL :   0664/8190781
E-MAIL :  claus.hager@bhs.at
WEB :      www.bhs-linz.at


Evi

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Brustkrebs - Brachystrahlentherapie
« Antwort #12 am: 26. Januar 2009, 20:23 »

http://www.strahlenklinik.uk-erlangen.de/e138/e922/e937/e968/e1154/index_print_ger.html

Eine präzise und schonende Form der Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation wegen Brustkrebs

Die Brachytherapie stellt eine strahlentherapeutische Spezialmethode dar, die es ermöglicht, die erkrankte Stelle in der Brust so präzise zu bestrahlen, dass benachbarte Gewebe und Organe nicht belastet werden. Dabei bringt man in das Gewebe der Brust, wo das Risiko eines Tumorrückfalls besonders hoch ist, auf operativem Wege die Strahlenquelle ein (sog. interstitielle Brachytherapie).

Die interstitielle Brachytherapie ist bei Mammakarzinom-Patientinnen in zwei Situationen angezeigt:

1. Als Dosisaufsättigung (Boost) nach der üblichen postoperativen perkutanen Homogenbestrahlung der Brust am Ort des besonderen Rückfallrisikos.

2. Als alleinige strahlentherapeutische Modalität nach einer brusterhaltenden Operation.
 
Bei der interstitiellen Brachytherapie des Brustkrebses werden nach der Tumorentfernung zunächst dünne Plastikkatheter unter Durchleuchtungskontrolle in die Umgebung der Resektionshöhle eingebracht. Das geschieht in Kurznarkose und dauert etwa 15 Minuten. Anschließend verbleibt die Patientin weiterhin in der Abteilung für Operative Strahlentherapie, wo dann auch die eigentliche Bestrahlung erfolgt. Die Plastikkatheter (Tubes) werden an ein sog. Afterloading-Gerät angeschlossen, das eigentliche Bestrahlungsgerät. Es führt, wenn das Personal den Bestrahlungsraum verlassen hat, den Strahler nacheinander in die Tubes ein, so dass das „Tumorbett“ sozusagen von innen bestrahlt wird. Nach Abschluss des Bestrahlungsvorganges zieht das Afterloading-Gerät die Strahlungsquelle wieder in den Tresor zurück. Auch die Plastiktubes werden entfernt; dies geschieht ohne Narkose und ist schmerzfrei.

Strahlendosisverteilung (dargestellt mit Hilfe der Computertomographie [CT]) in der Brust ist konzentriert nur auf das Risikogewebe.
 
Erfolgt nur eine Boostbestrahlung mit relativ geringer Dosis, kann die Patientin schon am selben oder nachfolgenden Tag die Klinik verlassen. Von ihrem Körper geht keinerlei Strahlung mehr aus. Im Fall einer alleinigen Brachytherapie dauert die Bestrahlung 4-5 Tage. In der Regel bleibt die betreffende Patientin von Montag bis Freitag in unserer Klinik.

In Erlangen wird die Brachytherapie des Mammakarzinoms ausschließlich mit Iridium-192-Strahlern im PDR- oder HDR-Afterloading-Verfahren durchgeführt. Dies erlaubt, die Verteilung der Strahlendosis im Zielgebiet so zu optimieren, dass Über- und Unterdosierungen jeglicher Art vermieden werden.


Beurteilung

Unsere bisher 8jährige Erfahrung zeigt in Übereinstimmung mit anderen europäischen und amerikanischen Kliniken, dass bei einer sehr strengen Auswahl der für diese Strahlenmethode geeigneten Patientinnen die Behandlungsergebnisse denjenigen mit der herkömmlichen, großvolumigen Homogenbestrahlung der Brust von außen ebenbürtig sind. Geeignet für diese Methode der Teilbrustbestrahlung sind Frauen, die aufgrund definierter Prognoseparameter (Tumorgröße, Tumorbeschaffenheit, Wachstumsmuster, Hormonrezeptorstatus, kein Lymphgefäß- oder Lymphknotenbefall etc.) ein geringes Rückfallrisiko in der verbliebenen, nicht bestrahlten Restbrust haben.

Die Vorteile für die Patientin durch die interstitielle Brachytherapie liegen in der genau justierbaren Dosisverteilung, der Hautschonung und nicht zuletzt auch in einer deutlichen Verkürzung der Behandlungszeit.

Zusammenfassung

Die Brachytherapie des Brustkrebses stellt eine bewährte Behandlungsmethode dar. Sie ermöglicht eine schonende und präzise postoperative Strahlenbehandlung nach brusterhaltender Entfernung der Krebsgeschwulst. Das gilt einmal für die Dosiseskalation nach Homogenbestrahlung der Brust, aber auch als alleinige strahlentherapeutische Modalität bei dafür speziell ausgewählten Patientinnen.


Evi

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Brachytherapie auch bei Brustkrebs
« Antwort #13 am: 26. Januar 2009, 20:25 »

 Brachytherapie als Alternative bei Brustkrebs

Die Brachytherapie ist eine Strahlenbehandlung bei der durch kurzfristiges Einbringen von radioaktiven Strahlern in die Tumorregion der Krebs zerstört wird. Tests mit dem neuen Verfahren wurden positiv abgeschlossen.

Vielen Frauen mit Brustkrebs wird unnotwendig die ganze Brust entfernt. Der Wissenschaftler Robert Kuske von Arizona Oncology Services argumentiert, dass Patientinnen durch die notwendige Bestrahlung von weniger radikalen Eingriffen abgeschreckt werden. Laut Kuske überwindet die so genannte Brachytherapie diese Hindernisse. Er geht davon aus, dass bei 80 Prozent der Betroffenen brusterhaltende Eingriffe möglich wären. Frühere Studien der University of Gdansk haben ergeben, dass die Brust bei mehr als der Hälfte der Frauen entfernt wurde. An dieser Studie nahmen 4.700 Frauen aus 37 Ländern statt.

Kuske leitete Tests zur Wirksamkeit der Brachytherapie, bei der radioaktive Quellen direkt im erkrankten Gewebe platziert werden. Bei diesem Verfahren sind die restliche Brust und die umgebenden Organe nicht betroffen. Für die Behandlung sind vier bis fünf Tage erforderlich. Eine konventionelle Strahlenbehandlung dauert sechs bis sieben Wochen.

Bei den durchgeführten Tests wurde die Brachytherapie gut vertragen. Die Krebserkrankung kehrte nur bei drei bis vier Prozent der Frauen wieder. Michelle Barclay von Breakthrough Breast Cancer erklärte, dass die Entscheidung für eine teilweise oder ganze Entfernung der Brust eine sehr schwierige sei. "Wir wissen, dass sich manche Frauen für eine Brustentfernung entscheiden, damit das Risiko eines erneuten Auftretens der Krebserkrankung so gering wie möglich ist."

Über die Brachytherapie:
Brachytherapie: die interstitielle Brachytherapie ist eine lokale Strahlenbehandlung, bei der ionisierende Strahlungsquellen in das Tumorgewebe selbst eingebracht werden. Heute wird als Strahlenquelle üblicherweise Jod 125 verwendet. Normalerweise wird die Strahlenquelle im Rahmen eines stereotaktischen Eingriffs schonend in das Tumorgewebe eingebracht.

Die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie der Uni Erlangen beschreibt das Verfahren so: Die Applikationsschläuche werden unmittelbar im Anschluss an eine brusterhaltende Operation, also in derselben Narkose, in das Tumorbett eingeführt. Dorthin, wo das höchste Rückfallrisiko bestehen würde. Anschließend wird der Strahler mit Hilfe eines computergesteuerten Afterloadinggerätes in das Zielgebiet eingefahren. Die Bestrahlung dauert jeweils nur einige Minuten und wird stündlich wiederholt. Während der gesamten Behandlung bleibt die Patientin im Strahlen-OP. Die Behandlung dauert in der Regel nicht mehr als 2 Tage. Danach werden die Kunststoffschläuche wieder entfernt.

Die Brachytherapie der Brust erfolgt entweder im Zusammenhang mit einer Bestrahlung der Brust von außen oder als alleinige Postoperative Strahlenbehandlung.

WANC 08.04/pte

http://www.brustkrebs-web.de/aktuell/08_04_brachytherapie.php

Evi

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Brustkrebs, Brachytherapie, Weiterentwicklung
« Antwort #14 am: 26. Januar 2009, 20:27 »

19. Juli 2005

Starke Pulse statt niedriger Dauerbestrahlung

Heidelberger Strahlenexperte für die Weiterentwicklung der "Brachytherapie" ausgezeichnet – Hohe Effektivität bei Brustkrebs nachgewiesen

Für seine wegweisende Weiterentwicklung eines strahlentherapeutischen Verfahrens zur Tumorbehandlung hat Privatdozent Dr. Wolfgang Harms, Oberarzt der Abteilung Radioonkologie und Strahlentherapie des Universitätsklinikums Heidelberg, den mit 5.000 Euro dotierten Hanns-Langendorff-Preis erhalten. Der Preis ist nach dem renommierten früheren Freiburger Radiologen Langendorff benannt. Die Auszeichnung wurde im Juni 2005 bei der Deutsch-Österreichischen Tagung der Gesellschaften für Medizinischen Strahlenschutz in Salzburg verliehen.

Der Heidelberger Wissenschaftler konnte zeigen: Gepulste Kurzzeitbestrahlungen mit höheren Dosen sind ebenso effektiv und sicher wie kontinuierliche, niedrig dosierte Bestrahlungen aus naher Distanz. "Wir haben im Tierexperiment und in klinischen Langzeitstudien erstmalig nachgewiesen, dass die beiden Bestrahlungsformen ebenbürtig sind und späte Nebenwirkungen nicht häufiger auftreten", erklärt Dr. Harms.

Brachytherapie hat die Therapie gynäkologischer Tumoren revolutioniert

Bei der Brachytherapie handelt es sich um eine Kurzdistanz-Bestrahlung: Radioaktive Mini-Strahler (ca. 1 mm Länge) werden mit Hilfe von Hohlnadeln direkt in Tumoren implantiert oder sehr nahe an sie herangebracht. Da die Strahlendosis mit wachsendem Abstand zur Strahlenquelle stark abnimmt, wird das gesunde Gewebe geschont und der Tumor intensiv bestrahlt. Die Brachytherapie wird vor allem bei lokal begrenzten Tumoren erfolgreich angewendet, z. B. bei Prostata-, Brust-, Mundhöhlen-, Speiseröhren- und Lungenkrebs.

Bestrahlungen mit geringen Dosen über mehrere Tage (Continuous Low Dose Rate – CLDR Brachytherapie) haben die Therapie fortgeschrittener gynäkologischer Tumoren revolutioniert und lange Zeit dominiert. Aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung und geringem Risiko von Nebenwirkungen bei effektiver Dosis gelten sie noch heute als Goldstandard.

PDR Brachytherapie ist effektiv und für Patient und Pflegepersonal angenehm

Anfang der neunziger Jahre wurde die so genannte Pulsed Dose Rate (PDR) Brachytherapie entwickelt, deren Ebenbürtigkeit jetzt von den Heidelberger Forschern erwiesen worden ist. Wie die CLDR Brachytherapie hat sie eine große therapeutische Breite – eine günstige Relation von Wirkung zu Nebenwirkung. Darüber hinaus bietet sie erhebliche Vorteile für Patient und Pflegepersonal wie verbesserten Strahlenschutz und längere Bestrahlungspausen, in denen der Patient vom Pflegepersonal besser versorgt werden und sich frei bewegen kann. Zudem ermöglicht das neue Verfahren eine wesentlich genauere Bestrahlung von Tumoren, da deren Planung auf der Basis von Computertomogrammen erfolgen kann.

Kein erneuter Tumor bei 96 Prozent der Brustkrebspatientinnen

Wie effektiv die PDR-Brachytherapie ist, konnten die Heidelberger Wissenschaftler jetzt in einer klinischen Studie, an der 113 Hochrisiko-Patientinnen mit Brustkrebs nach brusterhaltender Operation teilnahmen, zeigen: Der Tumor war nach 61 Monaten bei nur etwa 4 Prozent der Frauen lokal wieder aufgetreten. Hautentzündungen und Gefäßerweiterungen durch die Bestrahlung waren selten; 90 Prozent der Patientinnen beurteilten das kosmetische Ergebnis als gut oder sehr gut.

Auch eine zweite Studie hat die hohe Effektivität bei gleichzeitig niedriger Nebenwirkungsrate bestätigt: 58 Patientinnen mit erneut aufgetretenem Brustkrebs an der Brustwand nach bereits durchgeführter Operation, Chemo-/Hormontherapie und Bestrahlung konnten mit Hilfe der PDR Brachytherapie erneut bestrahlt werden. Die Ergebnisse waren sehr ermutigend, da bei ca. 70 Prozent der Patientinnen erneut eine komplette Tumorrückbildung erzielt wurde.

Rückfragen an:
Privatdozent Dr. med. Wolfgang Harms
Universität Heidelberg
Klinik für Radioonkologie
Im Neuenheimer Feld 400
69120 Heidelberg
Tel: 06221 – 56 82 01
E-Mail: wolfgang.harms@med.uni-heidelberg.de

Literatur:
1. Harms W, Krempien R, Hensley FW, Berns C, Wannenmacher M, Fritz P. Results of chest wall reirradiation using pulsed-dose-rate (PDR) brachytherapy molds for breast cancer local recurrences. Int J Radiat Oncol Biol Phys 2001;49:205-10.
2. Harms W, Krempien R, Hensley FW, Berns C, Fritz P, Wannenmacher M. 5-year results of pulsed dose rate brachytherapy applied as a boost after breast-conserving therapy in patients at high risk for local recurrence from breast cancer. Strahlenther Onkol 2002;178:607-14.