Autor Thema: Rauchen/Passivrauchen macht schwer krank bzw. tötet  (Gelesen 821 mal)

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Evi

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Donnerstag, 19. Februar 2009

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=35515

Medizin Studie: Rauchen tötet unabhängig von der sozialen Herkunft

Glasgow – Rauchen senkt bei Männern und Frauen die Lebenserwartung. Die schädliche Wirkung des Tabakrauches ist dabei unabhängig von der sozialen Schicht. Für alle Bevölkerungsgruppen lohnt es sich nach den Ergebnissen einer Langzeitbeobachtungsstudie im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 338: b480) das Rauchen aufzugeben.

Die Schädlichkeit des Tabakrauchens ist seit mehr als 50 Jahren bekannt. Wie drastisch die Auswirkungen auf die Lebenserwartung sind, hatten vor einigen Jahren die Oxford-Epidemiologen Richard Peto und Richard Doll in einer Studie an britischen Ärzten gezeigt: Raucher starben im Durchschnitt zehn Jahre früher als Nichtraucher (BMJ 2004; 328; 1519). Jetzt liegen erstmals Daten aus einer Langzeitstudie vor, die alle Schichten der Bevölkerung berücksichtigt.

In Renfrew und Paisley, zwei Vorstädten der schottischen Großstadt Glasgow, waren 1972 (fast) alle 45- bis 64-Jährigen Einwohner nach ihren Lebensgewohnheiten befragt und danach medizinisch untersucht worden. Laurence Gruer von der Universität Glasgow und Mitarbeiter haben in den Sterberegistern nach den damaligen Teilnehmern gesucht und die Mortalität mit den Angaben zum Rauchen sowie zum Sozialstatus in Beziehung gesetzt.

Dabei zeigte sich die aus anderen Studien bekannte Tatsache, wonach die Sterberate in oberen sozialen Schichten niedriger ist als in unteren. Diese Unterschiede waren aber gering im Vergleich zu den Auswirkungen des Rauchens, wie die folgenden Zahlen verdeutlichen: Nach 28 Jahren lebten noch 56 Prozent der weiblichen Nichtraucher (Männer: 36 Prozent) aus der Unterschicht gegenüber 41 Prozent der weiblichen Raucher aus der Oberschicht (Männer 24 Prozent).

In allen Schichten lag die Überlebensrate bei den Exrauchern in der Nähe der Nichtraucher. Der Verzicht auf das Rauchen lohnt sich deshalb insbesondere für ein Mitglied der Unterschicht: Die Auswirkung auf die Lebenserwartung ist größer als bei einem sozialen Aufstieg.

Weiter zeigen die Ergebnisse, dass die schichtspezifischen Unterschiede in der Lebenserwartung bei den Nichtrauchern ausgeprägter sind als bei den Rauchern. Die Überlebensraten von männlichen Rauchern waren in der Oberschicht nur um 6 Prozent höher als in der Unterschicht. Bei den männlichen Nichtrauchern  waren es (nach den Angaben in Tabelle 5) 17 Prozent.

Frauen haben eine höhere Lebenserwartung als Männer. Dieser Vorteil geht nach den Ergebnissen der Studie jedoch weitgehend verloren, wenn sie rauchen. In der Unterschicht hatten weibliche Raucher sogar eine leicht niedrigere Überlebensrate als männliche Nichtraucher.

Weder Reichtum noch ein weibliches Geschlecht können, so ein Fazit der Epidemiologen, die toxischen Auswirkungen des Tabakrauchens aufhalten. Für die Public Health Forschung bedeuten die Ergebnisse, dass die soziale Ungleichheit in der Lebenserwartung sich am ehesten durch Maßnahmen gegen das Rauchen in der Gesellschaft abstellen lassen.

© rme/aerzteblatt.de

Gitti

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Passivrauchen tötet!!!
« Antwort #1 am: 08. März 2009, 18:35 »

Seit 2002 bekannt, sehr geehrter Herr (Promi)RA. Dr. Ainedter,
Vorstandmitglied bei der Österreichischen Krebshilfe,
der dies nicht wahr haben möchte,
zu Gunsten der Tabak Lobby!


Krebs durch Passivrauchen

Rauchen, vor allem auch Passivrauchen, soll noch gefährlicher sein als bisher schon bekannt. 3000 Studien zusammengefasst. WHO schlägt Alarm.

LONDON

Tabakrauch ist nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowohl für Raucher als auch Passivraucher noch stärker Krebs erregend als bisher bekannt. Experten der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO erklärten am Donnerstag in London, das Risiko für Tumore, die durch Rauchen verursacht werden, sei höher als bis jetzt angenommen. Neu sei die Erkenntnis, dass auch Magen-, Leber-, Gebärmutterhals-, Gebärmutter-, Nieren- und Nasenstirnhöhlenkrebs vom Rauchen verursacht würden. Und ganz wichtig: Auch Passivrauchen kann Krebs auslösen.

Die Studie, die noch in diesem Jahr vollständig veröffentlicht werden soll, ist die erste derart umfassende seit 1986, die die Forschung über Tabakrauch und Krebs zum Inhalt hat. Dazu führten die Experten die Ergebnisse von mehr als 3000 Studien zusammen, an denen Millionen Menschen beteiligt waren. Daraus konnten sie Schlüsse ziehen, die bei kleiner angelegten Untersuchungen nicht möglich waren. "Wir lernen noch immer, wie schädlich genau das Rauchen von Zigaretten ist", sagte der Vorsitzende des Gremiums, Jonathan Samet. An der Untersuchung waren 29 führende Experten aus zwölf Ländern beteiligt.

Erstmals kam die Krebsagentur der UNO offiziell zu dem Schluss, dass Passivrauchen Krebs verursacht: Auf Grundlage der Einzelstudien der vergangenen 20 bis 30 Jahre erkannten die Forscher an, dass sich durch das Einatmen des Rauchs das Risiko für Lungenkrebs um 20 Prozent erhöht.

"Jetzt fangen wir an zu sehen, was passiert, wenn eine Generation in jungen Jahren zu rauchen anfängt und ihr ganzes Leben lang raucht. Bisher hatten wir nur Momentaufnahmen", sagte Samet, Leiter der Epidemiologie an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. "Das Gesamtbild ist beunruhigender als das, was wir sahen, als wir nur die Einzelteile hatten."

Weltweit gibt es rund 1,2 Milliarden Raucher. Die Hälfte von ihnen stirbt nach Erkenntnissen der Forscher vorzeitig an Krebs, Herzerkrankungen oder anderen Krankheiten, die auf das Rauchen zurückzuführen sind.

Das beste Vorbeugungsmittel sei, mit dem Rauchen aufzuhören, erklärten die Forscher. Veränderte Inhaltsstoffe der Zigaretten etwa brächten nur geringe positive Effekte. "Wir glauben, dass die Fakten für sich sprechen", erklärte Jerry Rice, Leiter der Abteilung für Krebs erregende Substanzen der WHO-Agentur. "Die effektivste Art, sich einer karzinogenen Substanz nicht auszusetzen ist, sich davon fern zu halten."

© SN., 21. Juni 2002

Gitti

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Mitraucher leben risikoreich

12. 1999 | 11:00

ACHTUNG:
Stand war 1999; mittlerweile sind die Zahlen noch weitaus höher!


Passivrauchen macht krank und kann Krebs auslösen.
In Deutschland sterben jährlich 400 'Mitraucher'.
Auch wenn es Raucher ungern zur Kenntnis nehmen wollen: Dass bei Menschen, die beständig dem Zigarettenqualm ausgesetzt sind, dabei aber gar nicht rauchen, das Krebsrisiko ansteigt, ist inzwischen bewiesen worden. Wie übrigens auch der Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs hinlänglich bekannt ist.

Der Krebsforscher Nikolaus Becker erklärte dazu bei einem Kongress in Jena: Noch mehr Studien darüber anzufertigen, hätte nur noch einen politischen Hintergrund - etwa um neue gesetzliche Regelungen zum Nichtraucherschutz zu begründen, betonte der Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums.
Nach Berechnungen des Krebs-Forschungszentrums sterben allein in Deutschland jährlich 400 Menschen an einem Lungenkrebs, den sie sich als Passivraucher zugezogen haben. Eindeutig sei auch der Zusammenhang zwischen Intensität der Belastung und dem Krebsrisiko.
Die Gefahr zu erkranken sinke dagegen wieder, wenn jemand nicht mehr mit rauchenden Arbeitskollegen in einem Büro sitze oder der Lebensgefährte mit dem Rauchen aufhöre, sagte Becker.

Bei den unfreiwillig Mitrauchenden gebe es - wie beim "echten" Raucher - eine ähnliche Entwicklung, wenn sie sich dem Qualm entziehen können: Nach drei bis fünf Jahren ohne Zigaretten(rauch) sinke erstmals das Krebsrisiko, nach 15 bis 20 Jahren sei es genauso groß wie bei Nichtrauchern.
Mehr Gewicht als weiteren Studien zum Thema Passivrauchen gab Becker Forschungen zu Früherkennung und dem Zusammenhang von Ernährung und Krebs. "Hier gibt es ein viel, viel größeres Präventionspotenzial."

© SN.

Josef

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Passivrauchen schlägt aufs Hirn
« Antwort #3 am: 17. März 2009, 01:26 »
03/03/09,12:00, Elsevier

Passivrauchen schlägt aufs Hirn

Auch Passivraucher tragen ein erhöhtes Risiko für kognitive Einbußen…

Aktives Rauchen erhöht das Risiko von kognitiven Schäden und Demenz. Exzessives Mitrauchen von Nichtrauchern wirkt sich offenbar auch auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns aus, ergab eine Untersuchung von US-Forschern um David Llewellyn, die das British Medical Journal veröffentlichte.

In einer Querschnittsstudie mit annähernd 5.000 nicht rauchenden mindestens 50 Jahre alten Erwachsenen, die Teilnehmer der Health Survey for England waren, untersuchten die Wissenschaftler die Konzentration von Cotinin im Speichel. Cotinin ist ein Abbauprodukt des Nikotins und Biomarker für die Passivrauchexposition. Die Probanden nahmen an einer kognitiven Testbatterie teil, die verbales Gedächtnis, rechnerische Fähigkeiten, Zeitorientierung und Wortflüssigkeit erfasste.

http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_Praxisradar_Detail?articleItemId=eb9ad206ee5daf89b1796921628438ab
Alles, was wir uns in der Vergangenheit schwer erkämpfen mussten,
hinterlässt gewisse Spuren auf unserer „zerbrechlichen“ Seele,
doch sollten wir deshalb die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verlieren.
Carola-Elke