Autor Thema: R A U C H E N : Lungen-, Blasen-, Brustkrebs, und .....  (Gelesen 6147 mal)

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Siegfried

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R A U C H E N : Lungen-, Blasen-, Brustkrebs, und .....
« Antwort #30 am: 12. Februar 2008, 14:32 »
Hallo Dietmar
Wenn du dem Fahrer etwas gesagt hättest wäre die Wirkung gleich null gewesen, aber ein Anruf in der Firma ist da schon zielführender.
Keine Firma läst sich gerne nachsagen sie würde ihre Kunden schädigt.
Ich kenne inzwischen viele Firmen in denen das Rauchen im Firmenwagen nicht gerne gesehen, oder sogar verboten ist.
Leider werden Behinderte von Vielen nicht als Menschen oder nur als Untermenschen gesehen, und so wird es als nicht so schlimm angesehen, wenn sie mitrauchen. 
Hallo Erika
Auch in Wien sind 99% der Taxis Nichtraucherzonen, also so schlimm sind die Wiener auch wieder nicht. Im Gegenteil, es gibt schon ziemlich viele Rauchfreie Zonen in Wien, schon lange bevor in den Zügen der Öbb das Rauchen untersagt wurde, waren in den Lokalbahnen in Wien die Raucherwagons aus dem Verkehr gezogen und da könnte ich Dir noch einiges aufzählen.
Liebe Grüße Siegfried

Admin:
Die Innungssekretärin war super und verständnisvoll. Die Firmenleitung versuchte ich zu erreichen: Chef auf Urlaub. Dass 99 % der Taxis Nichtrauchertaxis sind wage ich zu bezweifeln. Hat doch die Innung gesagt: "Nichtrauchertaxis müssen als solche gekennzeichnet sein." Bei 99 % NR.-Taxis wäre es einfacher die Rauchertaxis zu kennzeichnen. Dietmar
« Letzte Änderung: 12. Februar 2008, 16:08 von admin »

Dietmar E.

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Seit wenigen Tagen bin ich Teilnehmer eines internationalen Informations- und Diskussionsnetzwerks
gegen das Rauchen und für den Nichtraucherschutz.

Rauchen und Fehlernährung sind mit jeweils ca. 30% die Hauptursachen
für Krebserkrankungen!


Alle Berichte dieses Netzwerks (wissenschaftliche -, politische Beiträge, Leserbriefe, Aktionen etc.) über das
Rauchen und Passiv- oder Zwangsmitrauchen werden in der Regel an Herrn Dr. med. Helmut Weber, Haan Deutschland
dr.weber.haan@t-online.de gemailt und dieser versendet die Infos und Links dann in einer oder mehreren täglichen Emails an alle - derzeit ca. 150 Teilnehmerinnen und der Teilnehmer - dieses Email-Kreises.

Herr Dr. Weber ist aufgrund seines früheren Berufes (Arzt/Ministerialrat a. D.) und seines umfangreichen Fachwissen (Facharzt für Arbeitsmedizin, Öffentliches Gesundheitswesen, Sozial- und Umweltmedizin) sehr kompetent.
Anerkannte Ärzte und Wissenschaftler in Deutschland, aber auch von der Universität Wien, also hochrangige aktive Professoren und Doktoren aus der Medizin und der Forschung und viele aktive, engagierte und interessierte Personen an diesem Thema, liefern ebenfalls Beiträge.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg informiert über deutschsprachige Artikel aus Zeitungen etc. im Rahmen der weltweiten Organisation (GLOBALink) zur Tabakkontrolle. Auch dieser Artikel leitet Herr Dr. Weber weiter.

Alles kostenfrei ist. Niemand muss einen Beitrag leisten oder aktiv mitarbeiten. Viele wollen sich nur informieren.

Achtung, liebe Forumsmitglieder in der Schweiz und anderen Staaten: Ihr seit ebenfalls herzlich und ausdrücklich von Herrn Dr. Weber eingeladen an diesem einmaligen Informations- und Diskussions-Netzwerk teilzunehmen! 


Hier der Text das Merkblatts von Herrn Dr. Weber mit den wenigen Formalitäten:


Nationaler und internationaler Internet/E-Mail-Arbeitskreis
gegen das Rauchen und für den Nichtraucherschutz

Kostenlos und ohne Verpflichtung

Zweck:
Informationen
Gedankenaustausch
Gemeinsames Vorgehen

Formalitäten:
Sie teilen dem Moderator: Dr. Helmut Weber in 42781 Haan, Deutschland
(E-Mail-Adresse: dr.weber.haan@t-online.de)

Namen, Adresse, E-Mail-Adresse, Telefon-Nummer, Bundesland oder Land mit.

Ihre Adresse und Ihre Telefon-Nummer werden vom Moderator ohne Ihre ausdrückliche Billigung/Zustimmung nicht weitergegeben!


Nur Ihr Name, die E-Mail-Adresse und das Bundesland / Land (Ausland)
werden in eine Teilnehmerliste (derzeit ca. 150 Personen) aufgenommen.

Diese Teilnehmerliste erhalten auch Sie und werden begrüßt!

Sie können dann damit Ihre Informationen, Ihre Meinung und Ihre Diskussionsbeiträge an alle Personen der Teilnehmerliste im In- und Ausland weiterleiten.

Zur Vereinfachung können Sie aber auch den Moderator bitten, dass er Ihre Beiträge an alle anderen Personen der Teilnehmerliste weiterleitet. Dies ist die Regel.

Eine Beendigung der unverbindlichen Zusendung ist jederzeit mit einem sinngemäßen Hinweis möglich: „Bitte nehmen Sie mich aus dem Verteiler“ oder „Streichen Sie mich aus dem Verteiler“.

« Letzte Änderung: 13. Februar 2008, 01:29 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Werner

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R A U C H E N : Lungen-, Blasen-, Brustkrebs, und .....
« Antwort #32 am: 03. April 2008, 21:49 »

"Rauchergen" begünstigt Lungenkrebs

3.4.08-Reykjavik, Houston
Genvarianten auf dem Chromosom 15 erklären (wenigstens teilweise), warum manche Menschen trotz langjährigem Rauchen an Lungenkrebs erkranken, andere jedoch nicht. Zu diesem Ergebnis kommen gleich drei Forscherteams in Nature und Nature Genetics. Unklar ist, ob die Gene die Nikotinsucht fördern (und damit die Zahl der gerauchten Zigaretten steigern) oder direkt an der Pathogenese der Krebserkrankung beteiligt sind.

Alle drei Teams haben genomweite Assoziationsstudien durchgeführt. Dabei wird im Datenwust des Genom nach Häufungen von bestimmten Genvarianten (SNPs) bei einer bestimmten Erkrankungen gesucht. Die Firma deCODE aus Reykjavik hat das Genom von 11.000 isländischen Rauchern "gescannt" (Nature 2008; 452, 638-641). Die Forschergruppe um Paul Brennan von der International Agency for Research on Cancer in Lyon analysierte die Daten von 4.500 Lungenkrebspatienten aus 18 Ländern (Nature 2008; 452, 633-637) und die Ergebnisse von Christopher Amos vom M. D. Anderson Cancer Center in Houston basieren auf den Genen von mehr als 3.000 Rauchern (Nature Genetics 2008; doi: 10.1038/ng.109). Alle stießen dabei auf die gleichen Assoziationen auf dem Chromosom 15q24.

Diese Marker erhöhen das Risiko (als Raucher), an einem Lungenkrebs zu erkranken um 30 Prozent, wenn sie einfach (Heterozygotie) vorhanden sind. Wenn die Merkmale auf beiden Chromosomen (Homozygotie) vorhanden sind, steigt das Risiko sogar um 70 bis 80 Prozent. Da etwa die Hälfte aller Menschen (europäischer Herkunft) wenigstens ein Merkmal tragen, ist die Bedeutung in der Gesamtbevölkerung enorm. deCode, vermutet, dass die Varianten für 18 Prozent aller Lungenkrebserkrankungen verantwortlich sind. Sie würden auch zehn Prozent aller Erkrankungen an der peripheren arteriellen Verschlusserkrankung erklären, schreiben die Forscher. Nach einer anderen Zahl steigt das Lebenszeitrisiko eines Rauchers auf einen Lungenkrebs von 15 auf 23 Prozent, wenn er homozygot auf die gefundenen Genvarianten ist. Bei keiner anderen bisher durchgeführten genomweiten Assoziationsstudie wurde ein derart bedeutendes Erkrankungsrisiko gefunden.

In zwei Punkten sind sich die Forscher uneins. Dies betrifft zum einen die Frage des Wirkungsmechanismus. Da im Chromosom 15q24 Teile des nikotinergen Acetylcholin-Rezeptors kodiert sind, vermuten die Forscher von deCode, dass die Varianten die Suchtwirkung von Nikotin verstärken. Tatsächlich ist denkbar, dass Zigaretten bei einigen Menschen eine stärkere Wirkung haben, die dann eher die zur Sucht führenden Belohnungsreaktionen im Gehirn auslösen. Die beiden anderen Teams halten diese Hypothese jedoch nicht für gesichert.

Unklar ist zum zweiten, ob die Genvarianten das Krebsrisiko auch bei Nichtrauchern erhöhen. Bei einem Lebenszeitrisiko von etwa einem Prozent für Nichtraucher dürfte diese Frage jedoch eher nebensächlich sein. © rme/aerzteblatt.de

Dietmar E.

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R A U C H E N : Lungen-, Blasen-, Brustkrebs, und ..... COPD
« Antwort #33 am: 22. April 2008, 00:03 »
COPD - chronisch obstruktive Atemwegserkrankung

COPD steht für "Chronic Obstructive Pulomonary Disease" und bezeichnet chronisch obstruktive Atemwegserkrankungen, somit die dauerhaften (chronischen) Formen der Bronchitis. Nach Schätzungen leiden ca. 10-15 Prozent aller Erwachsenen in Deutschland daran. Die Dunkelziffer liegt bei annähernd 50%. Das heißt, die Hälfte aller Betroffenen weiß nichts von ihrer Erkrankung. Da die Diagnosefindung in die Hand des ausgewiesenen Facharztes gehört und bei den meisten Patienten nur unter Belastung diagnostizierbar ist, wird die COPD auch heute noch leicht übersehen. Sie äußert sich bei körperlicher Anstrengung in Form von akuter Atemnot im Gegensatz zum Asthma, dessen negativer Einfluss auf die Lungenfunktion immer präsent ist.

Unter dem Krankheitsbild COPD fasst man die chronisch obstruktive Bronchitis und das Lungenemphysem zusammen. Merkmale sind die so genannten AHA-Symptome: Auswurf, Husten, Atemnot. Im Unterschied zum Asthma treten diese Beschwerden nur unter Belastung auf. Später und vor allem unbehandelt können sie sich zu einer Daueratemnot ausweiten. Hauptrisikofaktoren für eine COPD sind Rauchen (aktives wie passives Rauchen), die Belastung durch Schadstoffe am Arbeitsplatz, Luftverschmutzung sowie erblich bedingte Faktoren.

COPD ist eine langsam fortschreitende Krankheit mit einem irreversiblen Verlust der Lungenfunktion. Deshalb kann durch entsprechende Therapien das Fortschreiten der COPD lediglich verlangsamt oder aufgehalten werden. Heilbar ist die Krankheit nicht.

Volkswirtschaftlich sinnvoll ist es aber allemal, der Erkrankung vorzubeugen und die Zeit bis zum Einsetzen einer akuten Verschlimmerung hinauszuzögern. "Im Sinne einer prognoseorientierten und wirtschaftlichen Antibiotikatherapie lohnt es sich, die Zahlen zur Prävalenz (= Krankheitshäufigkeit) der chronischen Bronchitis in Deutschland im Auge zu behalten," führt Prof. Dennis Mowak die Ergebnisse seiner Studie auf dem "49 Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V." in Lübeck aus. "Eine frühe adäquate Behandlung der COPD, die auf eine weiterreichende Stabilisierung des Krankheitsbildes abzielt und die weitere Progression hemmt, ist das Ziel."

Als Basistherapie stehen heute Bronchodilatatoren und inhalative Kortikosteroide zur Verfügung. Rasch und effizient wirksame Antibiotika sind im Falle einer akuten Verschlechterung der Symptome einzusetzen. Hier hat sich Moxifloxacin als sehr sinnvoll bewährt, da es schnell und sicher den akuten Anfall beherrscht, aber auch hilft, die Zeit bis zum Auftreten einer erneuten Akutverschlimmerung hinauszuzögern. (MEDIZIN ASPEKTE, 04/08)
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)