Autor Thema: Gesundheit für das Volk, nicht für die Politiker  (Gelesen 15149 mal)

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BM. Stöger, bitte 2 Mrd. Euro abholen ....
« Antwort #1 am: 09. Juli 2012, 20:54 »


Volkswirtschaft könnte durch mehr Compliance Milliarden gewinnen

Montag, 9. Juli 2012

Gütersloh – Rund 20 Milliarden Euro könnte die deutsche Volkswirtschaft 2012 zusätzlich erwirtschaften, wenn chronisch kranke Arbeitnehmer bei der Bewältigung und Behandlung ihrer Krankheit mehr Unterstützung erhielten und dadurch therapietreuer wären. Das berichten die Bertelsmann Stiftung und die Strategieberatung Booz & Company in einer gemeinsamen Studie namens „Productivity gains from improving therapy adherence“.

Danach leiden in Deutschland unter der erwerbsfähigen Bevölkerung im Alter von 16 bis 65 Jahren 21,2 Prozent an Bluthochdruck, 17 Prozent an chronischen Rücken­schmerzen, 8,5 Prozent an Asthma, 5,2 Prozent an Depressionen und 3,8 Prozent an Arthritis. Sie verursachen erhebliche Produktivitätsausfälle. So kosteten wiederholte Fehlzeiten und Arbeitsunfähigkeit allein bei den Krankheitsbildern Depression und Rückenschmerzen in Deutschland bis zu 21 beziehungsweise 26 Milliarden Euro jährlich.

Weiter ..... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50816

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Krebsvorsorge ausbauen

Montag, 9. Juli 2012

dpa

Berlin – Die Bundesregierung will die Früherkennung und Therapie von Krebser­krankungen verbessern und die Krankenkassen zu einem größeren Engagement zwingen. Ähnlich wie schon bei der Brustkrebsvorsorge für Frauen sollen Versicherte künftig von ihrer Kasse gezielt auch zur Darmkrebs- und Gebärmutterhalskrebsvorsorge eingeladen werden, wie die Frankfurter Allgemeinen Zeitung am Montag mit Berufung auf einen Referentenentwurf von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) für ein "Krebsplan-Umsetzungsgesetz" berichtete.

Die Krebsvorsorge soll demnach organisatorisch verbessert, ausgebaut und mehr an den medizinischen Fortschritt angepasst werden. Anstelle der heute geltenden starren Altersgrenzen, bei deren Erreichen die Kassen die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen übernehmen, sollen medizinische Kriterien gelten. Damit könnten Personengruppen,

Heute werden Frauen von 50 bis 69 Jahre zur Brustkrebsvorsorge eingeladen, eine Darmspiegelung zur Krebsvorsorge zahlt die Kasse ab 55 Jahren. Nach dem Willen Bahrs sollen ferner die Länder einheitliche Krebsregister einführen.

Für gesetzliche Kassen soll die Teilnahme verpflichtend sein, privaten bleibt sie freigestellt. Das neue Programm könnte möglicherweise 2015 an den Start gehen, wie es in dem Bericht weiter heißt. Die Zusatzkosten könnten sich demnach auf 100 Millionen Euro im Jahr belaufen.

Laut Regierung nimmt die Zahl der Krebserkrankungen zu. Mehr als 218.000 Menschen sterben derzeit jährlich an Krebs, jeder vierte Todesfall geht auf diese Krankheit. Allerdings nehmen weniger als die Hälfte der anspruchsberechtigten Frauen und nur rund 21 Prozent der Männer eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung in Anspruch.

© afp/aerzteblatt.de ................... http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/50805

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Studie: Österreichs Gesundheitssystem teuer bei mittelmäßigen Ergebnissen
WKÖ-Vizepräsident Schelling: "Krankheitssystem in Gesundheitssystem umwandeln" -
Österreichs Gesundheitssystem krankt bei Effizienz und Patientennutzen


Wien (OTS/PWK466) - Österreichs Gesundheitssystem wird oftmals als
eines der besten dargestellt. Unbestritten ist, dass die Ausgaben für
Gesundheit hierzulande hoch sind: 2010 waren das 31,4 Mrd. Euro, das
sind rund 11 Prozent des BIP. Die Betriebe stemmen einen
beträchtlichen Anteil der Gesundheitsausgaben und sind deshalb ganz
besonders an einem effizienten und zielgerichteten Einsatz der Mittel
interessiert. So tragen die österreichischen Unternehmen im Rahmen
des Dienstgeberanteils zur Sozialversicherung ca. 27, 6 Milliarden
Euro (Daten aus 2011) zu den "sozialen Töpfen" bei, während auf die
Dienstnehmer rund 15,6 Milliarden entfallen.

Dass sich die hohen Ausgaben aber nicht gleichsam auf den
Gesundheitszustand der Bevölkerung, die Patientenversorgung und
Effizienz des Systems insgesamt niederschlägt, belegt nun eine
Analyse des Instituts für Höhere Studien (IHS) im Auftrag der
Plattform Gesundheitswirtschaft Österreich, eine Initiative der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und des FOPI (Forum der
Forschenden Pharmazeutischen Industrie in Österreich).

"Ein relativ hoher Ressourceneinsatz bei einer nur mittelmäßigen
Wirkung für die Patienten ergibt eine eher geringe
Gesundheitssystemeffizienz. Das bedeutet: Unser Gesundheitssystem
könnte wesentlich patientenorientierter und effizienter arbeiten.
Ziel muss es daher sein, den eigentlichen Patientennutzen zu stärken
und Effizienzpotenziale zu heben. Denn anders ist das solidarisch
finanzierte Gesundheitssystem langfristig nicht finanzierbar",
betonte Hans Jörg Schelling, WKÖ-Vizepräsident und Vorsitzender des
Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger, in
einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem
IHS-Gesundheitswirtschsftsexperten Thomas Czypionka und
FOPI-Vizepräsident Ingo Raimon.

Für die Studie "Public Sector Performance: Gesundheit" wurden
verschiedene Methoden der Effizienzmessung in Gesundheitssystemen
gegenübergestellt und analysiert. Ziel war es, aufzuzeigen, in
welcher Relation Kosten und Ergebnisse im heimischen
Gesundheitssystem stehen und wie Österreich damit im internationalen
Vergleich abschneidet. Fazit: Die outcomeorientierte Performance des
heimischen Gesundheitssystems liegt im internationalen Vergleich nur
im Mittelfeld. Die Effizienz des Gesundheitssystems liegt nur im
hinteren Drittel im internationalen Vergleich.

FOPI Vizepräsident Ingo Raimon unterstrich: "In einem effizienten
Gesundheitssystem können die Menschen gesünder alt werden. Die
aufgezeigten Ansätze gehen in eine klare Richtung: bessere Nutzung
der vorhandenen Ressourcen und Investition in innovative Lösungen,
die die Bevölkerungsgesundheit verbessern und somit Kosten im
nachgeschalteten Bereich verringern."

Ein nachhaltig finanziell gesundes, effektives und effizientes
Gesundheitssystem bietet laut Raimon die beste Grundlage für die
Schaffung von "Headroom for Innovation" - und damit für die
Absicherung und den weiteren Ausbau der Qualität im Zugang der
österreichischen Bevölkerung auch und gerade zu innovativen
Arzneimitteln.

Laut Raimon brauchen wir in Österreich innovationsfreundliche
Rahmenbedingungen "from research to retail", damit die Ergebnisse
pharmazeutischer Innovation ihren größtmöglichen Nutzen entfalten
können, für einzelne Patienten und für das österreichische
Gesundheitssystem.

"Derzeit haben wir eine einrichtungsorientierte Finanzierung, aber
keine bedarfsorientierte Versorgung. Ohne eine umfassende
Gesundheitsreform wird es nicht möglich sein, Effizienzsteigerungen
im System zu erreichen", betonte Schelling mit Verweis auf die
aktuelle politische Punktuation.

Dabei gehe es aber nicht nur um effizienzsteigernde und
kostendämpfende Schritte, sondern auch um die Förderung von
Eigenverantwortung, unterstrich Schelling: "Prävention ist nicht nur
eine Frage des Geldes, sondern in erster Linie des Bewusstseins. Hier
liegt die Verantwortung im Wesentlichen bei jedem Einzelnen". (PM)

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Kontrovers wurde der Antrag der Abgeordneten Norbert Hofer (F),
Wolfgang Spadiut (B) und Kurt Grünewald (G) betreffend

Kostenersatz für komplementäre Heilmethoden

diskutiert. Es gehe ausschließlich um
jene Methoden, die erprobt und anerkannt sind, erklärte Hofer dazu.
Abgeordneter Grünewald räumte ein, dass manches vielleicht Placebo-
Effekte habe, aber es komme vielfach auf die Zuwendung an, die man
den PatientInnen entgegen bringt. Viele Tumorkranke seien froh, wenn
sie komplementärmedizinische Methoden anwenden könnten, und man
sollte es ihnen auch erlauben, sofern diese nicht schädlich sind,
meinte er und stellte gleichzeitig klar, dass er gegen jegliche
"Abzocke" eintrete beziehungsweise strikt die Anwendung schädlicher
Methoden verurteile. Zu diesem Themenkomplex gab Abgeordnete Sabine
Oberhauser (S) zu bedenken, dass die Preise für
komplementärmedizinische Behandlungen sehr hoch seien und sie daher
bezweifle, dass diese dann in gleicher Quantität und Qualität bei
niedrigen Kassentarifen angeboten werden. Sie regte aber an, die
Leistungskataloge zu überarbeiten, um zu analysieren, was man
eventuell herausnehmen könnte, um die dadurch eingesparten Mittel für
komplementärmedizinische Behandlungen zur Verfügung zu stellen. Eine
klare Ablehnung der Forderung der Oppositionsabgeordneten kam von S-
Mandatar Johann Maier. Es gebe klare Regelungen, betonte er, und es
komme auf die wissenschaftliche Anerkennung an. Es werde vieles
angeboten, was absolut nichts bringe. Maier lobte insbesondere das
Vorgehen der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse in dieser
Frage.


Anmerkung:

Als Krebspatientenvertreter und KfK-Bundesobmann bin ich über die Unkenntnis der meisten Abgeordneten entsetzt!

Alleine, dass es an der Komlplementärmedizinischen Abteilung im AKH-Wien(!)
für einen Mann mit Krebs
seit 3 Jahren keinerlei Beratung geschweige Therapie gibt

und es seit ca. 1 Jahr auch
für Frauen mit Krebs
mit Darmkrebs, Hautkrebs, Kehlkopfkrebs, Leber-, Lungen- oder Magenkrebs, Bauchspeicheldrüsen-. Gallenlasen-,
Schilddrüsen-, Speiseröhrenkrebs, usw., usw.
an der Komlplementärmedizinischen Abteilung im AKH-Wien keinerlei Beratung geschweige Therapie gibt.
Nur bei Gynäkologischen Krebserkrankungen gibt es dort Hilfe.
Eine Frechheit bzw. ein Thema für die Gleichbehandlungskommission bzw. EU-Gerichtshof, oder .....?


Anderseits unterstützen Krankenkassen (z. B. die WGKK) die Krebspatienten mit Medikamenten zum Rezeptkostenpreis, welche anerkannte Verbesserungen bringen (in unseren Selbsthilfegruppen "Krebspatienten für Krebspatienten" berichten wir regelmäßig darüber im Detail!). Aber NIEMAND sagt den jährlich 38.000 neuen Krebspatienten etwas davon!!!


Blödsinn auch die Abgeordneten-Pseudo-Pauschalaussage "Komplementärmedizin ist so teuer" oder "wirkungslos".


Richtig ist viel mehr, dass die Politiker scheinbar zu blöd sind, dies gesundheitsbezogen "zu managen". Aber auch sonst liegt das "Österreichische Gesundheitssystem arg darnieder!


Positiv beim Blick über die Landesgrenze:

So gibt es Länder, wo Krebspatienten um 50.- Euro "Privatkosten" im Quartal an der Klinik personifizierte komplementärmedizinische Beratungen und ggf. Behandlungen bekommen. Aber das will der Raucherschutzminister Stöger mit "seinen" Abgeordneten nicht und liest scheinbar lieber

"jährlich 18.000 Krebstote in Österreich"!


http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120620_OTS0301/gesundheitsausschuss-befasst-sich-mit-thema-lebensmittelsicherheit-abgeordnete-holen-stellungnahmen-zur-frage-der-hausapotheken-ein



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Hausapotheken beim Landarzt
« Antwort #6 am: 14. Juli 2012, 17:41 »


Aus dem Parlament, 20.6.12

Hausapotheken: BürgerInnen sehen ärztliche Versorgung in Gefahr
Zum Thema Hausapotheken lagen dem Gesundheitsausschuss nicht nur eine
Bürgerinitiative und zwei Petitionen, sondern auch ein von
Abgeordneten des BZÖ, der Grünen und der ÖVP gemeinsam eingebrachter
Entschließungsantrag vor. Im Konkreten geht es um die Erhaltung der
ärztlichen Hausapotheken in den Gemeinden Irdning (1921/A[E]),
Grafenegg (29/BI), Kirchstetten (120/PET) und Kapelln (151/PET).
Das Problem ist überall das gleiche: Die BürgerInnen fürchten, dass
die Landarztstelle in ihrer Gemeinde nicht mehr nachbesetzt werden
kann, weil sie ohne angeschlossene Hausapotheke für
AllgemeinmedizinerInnen zu wenig attraktiv bzw. überhaupt nicht
gewinnbringend zu führen ist. Hintergrund ist eine im Jahr 2006
erfolgte Novellierung des Apothekengesetz, demzufolge HausärztInnen
keine Apotheke mehr dürfen, wenn im Umkreis von sechs Kilometern eine
öffentliche Apotheke zur Verfügung steht.
Die Ausschussmitglieder beschlossen einstimmig, zu den vorliegenden
Anliegen schriftliche Stellungnahmen der jeweiligen Landesregierungen
und Gemeinden sowie des Hauptverbands der Österreichischen
Sozialversicherungsträger, der Österreichischen Ärztekammer und der
Österreichischen Apothekerkammer einzuholen und somit die Debatte
darüber zu vertagen.
Abgeordnete Anna Höllerer (V) machte darauf aufmerksam, dass dieses
Problem besonders den ländlichen Raum betrifft und sich die Situation
zuspitzen werde, nachdem in den nächsten Jahren viele ÄrztInnen in
diesen Regionen in Pension gehen werden. Abgeordneter Wolfgang
Pirklhuber (G) appellierte an den Minister, hier seinen
Ermessensspielraum zu nützen, und Abgeordneter Wolfgang Spadiut (B)
rief Stöger auf, mit Apothekerkammer und Gemeinden in Verhandlungen
einzutreten, da die Frage für die Einwohner ein großes Problem
darstelle.
Der Gesundheitsminister wies auf die Versorgungspflicht der
ApothekerInnen hin, die angehalten sind, Medikamente zuzustellen. Die
derzeitige Regelung richte sich nach der Entscheidung des
Verfassungsgerichtshofs, fügte er hinzu und bekräftigte, dass der
Rechtsstaat eben rechtsstaatliche Kriterien brauche. Das Ganze sei
ein umkämpftes Feld, zumal es hier um viel Geld gehe, so Stöger.

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120620_OTS0301/gesundheitsausschuss-befasst-sich-mit-thema-lebensmittelsicherheit-abgeordnete-holen-stellungnahmen-zur-frage-der-hausapotheken-ein

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10 Rahmengesundheitsziele für Österreich
« Antwort #7 am: 19. Juli 2012, 21:42 »


10 Rahmengesundheitsziele für Österreich

Bundesminister Stöger präsentierte am 24.Mai 2012 bei der 2. Bundesgesundheitskonferenz zehn Rahmen-Gesundheitsziele für Österreich. Sie sollen als Rahmen für die Steuerung des Gesundheitswesens dienen und die Handlungsschwerpunkte für die nächsten 20 Jahre vorgeben. Ziel ist es, dass die ÖsterreicherInnen dadurch zwei Jahre länger gesund leben können.

Ein aus mehr als 30 Personen bestehendes Fachgremium, in dem alle relevanten Organisationen und politischen Felder vertreten sind, hat die Ziele im Laufe des letzten Jahres erarbeitet. Die breite gesellschaftliche Einbindung wurde gewählt, weil etwa auch soziale Sicherheit, ein guter Umweltzustand und der Bildungsstatus zur Gesundheit beitragen. Über eine Internet-Plattform hatte auch die Bevölkerung Gelegenheit, an der Entstehung der Ziele mitzuwirken. Knapp 4.300 online-Einträge wurden abgegeben.
Strategie "Gesundheit für alle"

Die Rahmen-Ziele sind bewusst allgemein formuliert. So stellen etwa gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen für alle Bevölkerungsgruppen durch Kooperation aller Politik- und Gesellschaftsbereiche ein Ziel dar. Es soll für gesundheitliche Chancengerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und sozioökonomischen Gruppen, unabhängig von Herkunft und Alter gesorgt werden.

Die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung soll verbessert, die Gesundheit durch sozialen Zusammenhalt gestärkt werden. Ein gesundes Aufwachsen für Kinder und Jugendliche soll bestmöglich unterstützt, gesunde Ernährung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln für alle zugänglich gemacht werden.

Natürliche Lebensgrundlagen wie Luft, Wasser und Boden sowie alle unsere Lebensräume sollen auch für künftige Generationen nachhaltig gesichert werden. Gesunde und sichere Bewegung im Alltag soll durch entsprechende Gestaltung der Lebenswelten gefördert werden, ebenso die psychosoziale Gesundheit in allen Bevölkerungsgruppen. Auch soll eine qualitativ hochstehende und effiziente Gesundheitsversorgung für alle nachhaltig sichergestellt werden.
Präsentation der Rahmengesundheitsziele

Minister Stöger hat bei der 2. Bundesgesundheitskonferenz die Rahmen-Gesundheitsziele vorgestellt. "Ein Thema ist mir ganz besonders wichtig: das Ernährungsverhalten und die Ernährungschancen", betonte der Minister. Dabei geht es um Fragen wie den Zugang zu gesundem Essen im Alltag. "Da haben wir mit dem NAP.e und der Initiative Schulbuffet bereits viel erreicht", erklärte Stöger der auch die Bedeutung von Solidarität betonte: "Nur ein solidarisches Gesundheitssystem ist in der Lage, gesundheitliche Chancengleichheit aller Menschen in Österreich weiter zu bringen."

Im Rahmen der Veranstaltung berichtete auch Luxemburgs Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo über die Erfahrungen seines Landes mit der Erarbeitung von Gesundheitszielen.

Dr. Matthias Wismar, European Observatory (WHO), der den Prozess international begleitet hat, berichtete ebenfalls über seine Erfahrungen.

Sektionsleiterin Priv. Doz. Dr. Pamela Rendi-Wagner beschrieb den Prozess der im Sinne einer „Health in all Policies“-Strategie alle relevanten PartnerInnen in die Erarbeitung der Rahmen-Gesundheitsziele eingebunden hat. Die Ziele selbst wurden von Mitgliedern des Fachplenums präsentiert. Den weiteren Weg, die Erarbeitung konkreter Maßnahmen, beschrieb Mag. Christa Peinhaupt, Leiterin des FGÖ. Sie verwies weiters auf das Ziel "Anhebung der Lebenserwartung in Gesundheit um zwei Jahre".
Die kommenden Schritte

In weiterer Folge sollen die Rahmen-Gesundheitsziele im Juni von der Bundesgesundheitskommission beschlossen werden. Danach sollen von dem 38-köpfigen Fachgremium, das die Ziele erarbeitet hat, konkrete Maßnahmen dazu erarbeitet werden. Erste konkrete Vorschläge sollen bis Ende des Jahres vorliegen. (24.05.2012)

http://www.bmgf.gv.at/home/Startseite/aktuelle_Meldungen/10_Rahmengesundheitsziele_fuer_Oesterreich


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AKH-Wien: Zu wenig Ärzte und MR-Geräte für "Krebs-Geheimwaffe"
« Antwort #8 am: 20. Juli 2012, 23:09 »


Zu wenig Ärzte und MR-Geräte für Krebs-Geheimwaffe


Warteliste am AKH

18.07.2012, 18:10

Es ist das Wunderding im Kampf gegen Hirntumore – das "Gamma- Knife" aus dem Wiener AKH bestrahlt zielgenau bösartige Metastasen, nach nur zwei Stunden Behandlung sind viele spurlos verschwunden. Bloß: Die Warteliste wird immer länger. Weil es zu wenig Ärzte und MR- Geräte gibt.
Die Top- Ärzte Klaus Kitz (Bild 2 rechts) und Engelbert Knosp (Bild 2 links) schwärmen von dem Hightech- Gerät in den allerhöchsten Tönen: kurze Bestrahlung, keine Öffnung des Schädels, eine Genauigkeit von 0,1 Millimetern. "Und die Patienten liegen am nächsten Tag nicht auf der Intensiv, sie sitzen fit im Garten", erklärt Dr. Kitz.
Fataler Mix aus zu wenigen Ärzten und fehlenden MR- Geräten
Nur hat leider nicht jeder Patient auch etwas davon. 100 Personen stehen auf der Warteliste, die täglich länger wird. Ein Mix aus zu wenigen Ärzten und fehlenden MR- Geräten, die zur Voruntersuchung benötigt werden, machen das "Gamma- Knife" ab 15 Uhr zu einem Geisterapparat.
AKH: "Warteliste ist leicht abzuarbeiten"
Kritik kommt auch aus der Politik: "In ganz Österreich gibt es nur ein Gerät", warnt FPÖ- Stadtrat David Lasar. Und Bezirksrat Hans Jörg Schimanek fordert raschest mehr Mediziner. Aus dem AKH aber heißt es: "Die Warteliste ist leicht abzuarbeiten", so der stellvertretende Direktor Wetzlinger. Es liege an der "inneren Organisation" der Abteilungen.
Fakt ist: Ein verlängerter "Gamma- Knife"- Betrieb würde die Zahl der geheilten Patienten jedenfalls verdoppeln.
http://www.krone.at/Nachrichten/Zu_wenig_Aerzte_und_MR-Geraete_fuer_Krebs-Geheimwaffe-Warteliste_am_AKH-Story-328226
Michael Pommer, Kronen Zeitung
siehe: www.gehirntumor.at und www.gehirntumor.de

Anmerkung:
Bekanntlich entsteht in Wiener Neustadt/NÖ. ein "Tumor-Zentrum".
Um die Eröffnung ordnungsgemäß und rechtzeitig durchzuführen, braucht es zig Ärzte, die bereits jetzt international geschult werden müssen.
Nein müssten, denn auch hierfür fehlen angeblich zig Ärzte!
PS: Auch die anderen MRT, CT, Großgeräte haben ab Mitte des Nachmittags Nachtruhe; den Patienten wird daher schon vorher empfohlen: "Besser Sie machen die Untersuchung außer Haus, denn bei uns im AKH dauert es viel zu lang![/b]

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2030 könnten bei uns 10.000 Mediziner fehlen!
http://www.krone.at/Oesterreich/2030_koennten_bis_zu_10.000_Mediziner_fehlen-Aerztebedarfsstudie-Story-328437?utm_source=krone.at&utm_medium=RSS-Feed&utm_campaign=%D6sterreich

--------------------------------------------------------------------

Wiener Neustadt Tumor-Zentrum, in Bau:
http://www.medaustron.at/medizin/chance/

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EIN  HEISSES  EISEN  ÜBER  DAS  AKH  ff.  ist:

http://meduniwien.wordpress.com/

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Die Stadt Wien ist für die Großgeräte zuständig ...
Regionaler Strukturplan Gesundheit (RSG) Wien
Planungskonzept für den Bereich Medizintechnische Großgeräte
Wissenschaftliche Grundlagen
http://www.wien.gv.at/gesundheit/einrichtungen/gesundheitsfonds/pdf/planungen-bereich-mtg.pdf
« Letzte Änderung: 20. Juli 2012, 23:18 von admin »

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Ärzteschwemme? Nein! Sondern Ärztemangel!
« Antwort #9 am: 21. Juli 2012, 21:03 »

Bei meinen notwendigen Besuchen stellte ich es in Tirol und Wien persönlich fest,

bei den Treffen der Selbsthilfegruppen, speziell in Wien, höre ich es monatlich:



1) Die Wartezeiten  in den Krankenhäusern sind ein Wahnsinn

2) Die Wiederbestellungstermine, meist 9 Uhr, werden "von den Ärzten" nicht eingehalten

3) Notwendige bildgebende Untersuchungen werden nicht durchgeführt, sollen "auswärts" gemacht werden

4) Ärzte, Oberärzte, ja Professoren werden zu Aktenträger

5) Operationen werden immer öfter verschoben, ohne Grund, meinen die Patienten

6) Unnötig weit gestreckte Wiederbestellungstermine, bei oft großen Wohnortentfernungen

7) Ärzte nehmen sich oft viel zu wenig Zeit zur Aufklärung der Erkrankung, geschweige zum Erklären von "anderen" Therapiemöglichkeiten

8) Chronisch Kranke, z. B. KrebspatientInnen, bekommen keine Beratung geschweige Therapie mit Komplementärmedizin, also begleitend zur Schulmedizin

9) Ärzte wandern aus, in die neuen deutschen Bundesländer, in die Schweiz, nach .....

10) ..........

Fortsetzung folgt, leider!


-----------------------------------------------------


Aber auch bei den niedergelassenen Ärzten gibt es meist große Unzufriedenheit bei den Patienten.

Es gibt quasi keine Ärzte-GmbHs und Gruppenpraxen. Nach ein paar Stunden Arbeit ist die teure Praxis geschlossen, leider. Ansonsten wären dadurch die Wartezeiten kürzer, zudem würden die Spitalsambulanzen entlastet. Somit hätten die Ärzte mehr Zeit für die Patienten und wären dadurch auch in ihrem Beruf zufriedener.

---------------------------------------------------------------

Ärzteausbildung, Fortbildung, Arbeitszeiten, etc.


Auch hier "krankt" es enorm in Österreich, wodurch eine Grundmisere entstand!


 
« Letzte Änderung: 21. Juli 2012, 21:25 von admin »

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"Was war meine Leistung", als (Gesundheits)Politiker
« Antwort #10 am: 22. Juli 2012, 21:25 »


"Was war meine Leistung", als (Gesundheits)Politiker


Zu SVA-Programm Gesundheitsvorsorge,

bzw. Stöger und Wehsely und WGKK.

http://www.krebsforum.at/index.php/topic,3728.msg14232.html#msg14232


Diese WGKKler und Rote ff. sollten mal auf der Straße "spionieren",
und nachsehen, wie es wirklich ist mit der Gesundheitsvorsorge.

Nicht nur Junge sind Weltmeister beim Rauchen und Saufen.

Auch die 1.000 Passivrauchtoten/Jahr sind den Roten (Stöger, Wehsely ff.) egal! Genauso wie die 1000en Passivrauch-Schwersterkrankten!

Und DAS nennen "unsere Politiker" Gesundheitspolitik? Eine bodenlose Frechheit!

Da denkt jeder an Korruption und Amtsmissbrauch, beimm Tschik- und Alkoholmissbrauch, statt gezielter Prävention!

Und die unbefriedigende Beteiligung der Wiener und .... bei der Gesundheitsvorsorge ist allseits bekannt.
Statt die SVA-Maßnahmen positiv anzuerkennen, gibt es politischen Kleinkrieg-K(r)ampf Rot + Rot gegen Schwarz,
und die ÖsterreicherInnen sind dem "Was war meine Leistung Vertretern" egal!


Siehe die Beiträge dazu ........


http://www.krebsforum.at/index.php/topic,3728.msg14232.html#msg14232

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Gesundheit für das Volk, nicht für die Politiker
« Antwort #11 am: 08. September 2012, 17:20 »


Kurier - Alle Achtung und zu empfehlen (gleich noch kaufen, falls online, bitte Mitteilung an info@krebspatienten.at):

Kurier 7.8.12, Seite 14, ganzseitig, Bericht zum zum Tabakgesetz ohne Nichtraucherschutz

Kurier 8.9.12, Seite 21, ganzseitig, Berichte über Bildung, Politik, Gesundheit, Integration, Wirtschaftspolitik und

                     Seite 22. ganzseitig, 25 "Menschen" sprechen mir aus der Seele, und "Handeln statt reden, bei ....."



Jetzt Links zum 8.9.12 online:

http://kurier.at/nachrichten/4511319-die-buerger-machen-politik.php

+

http://kurier.at/nachrichten/4511250-kurier-kampagne-wir-verbessern-oesterreich.php

+ .........
« Letzte Änderung: 08. September 2012, 19:28 von admin »

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Ukrain, "in aller Krebspatienden Munde"
« Antwort #12 am: 15. September 2012, 16:12 »


Nachstehende Beiträge wurden - gesammelt - hierher übertragen.

Übrigens stand darüber in der Krone letztens jeden 3. Tag ein Bildbeitrag.


"UKRAIN", im Kurier, "Salomonisch"

Im Kurier vom 8.9.12, greift Martina Salomon Ukrain ff. auf .....


Medizinischer Humbug: Ab wann ist er strafbar?

Salomonisch - die Kolumne von Martina Salomon, stellvertretende KURIER-Chefredakteurin
 
Diese Woche wurde in Wien unter großem Polizei-Einsatz ein 75-jähriger Chemiker verhaftet, der ein angebliches Krebsmittel entwickelt hat. Es enthält vorwiegend bekannte Pflanzenextrakte, scheint also nicht ernsthaft giftig zu sein. Wäre es das, müsste man nach der Verantwortung der Gesundheitsbehörden fragen, die offenbar Jahrzehnte zugeschaut haben.
Der schrullige Chemiker kämpft seit Jahren um Anerkennung seines Mittels, betrieb in Wien ein Geschäftslokal und hat auch weltweit Kunden gefunden – die manchmal ihre letzte Hoffnung in sein Mittel setzten. Aber es heilt Krebs gar nicht, sagen Mediziner.

Hokuspokus  .............. http://kurier.at/nachrichten/4511239-medizinischer-humbug-ab-wann-ist-er-strafbar.php


---------------------------------------------------------


Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Samstag, 08. September 2012 16:24
An: 'martina.salomon@kurier.at'; Helmut.Brandstaetter@kurier.at
Betreff: Medizinischer Humbug (Salomonisch am 8.9.12 im Kurier s. 25)


Sehr geehrte Frau Salomon,

ich erinnere mich an die Veranstaltung in der Urania "Alternativmedizin …..".
Damals habe ich mich beschwert, über das Nichtangebot komplementärmedizinischer Beratung/Therapie für Männer und Frauen mit Krebs (außer gynäkol. Krebserkrankungen), und dass kein Lehrstuhl für Komplementärmedizin, geschweige Naturheilkunde, in Österreich besteht (mehrere in Deutschland/Schweiz). Laut PK. vom Leiter der Kompl. Med. Abt. am AKH Prof. Dr. Leo Auerbach wünschen 91 % der KrebspatientInnen eine Komplementärmedizin. Warum geschieht dann nichts, sogar das Gegenteil?
Ich berichtete über Scharlatane, und schließlich weiß ich aus eigener Erfahrung über Ukrain, seit fast 15 Jahren. Und warum schaut da das BMfG und das BKA ff. so lange zu?

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher


PS: Danke, dass der Kurier (wieder) "Dem Volk aufs Maul schaut" …. http://www.krebsforum.at/index.php/topic,5961.msg14443.html#msg14443
PS: Zu Ukrain … http://www.krebsforum.at/index.php/topic,6025.msg14423.html#msg14423

 
UKRAIN - Der Tiroler Adler sieht mehr


Zu: http://www.krebsforum.at/index.php/topic,6025.msg14421.html#msg14421



Seit weit über 10 Jahren wird das Produkt "Ukrain", oder Ucrain",

Krebspatienten angeboten, speziell in Wien,

aber auch in .....

Ich, und auch Vorstandsärzte am AKH Wien wissen es seit mindestens 1999 !

Warum greift man erst jetzt ein?



Die Injektionstherapie ist lange,

die Kosten pro Injektion einschließlich Verabreichung sind gigantisch,

auch Scientology sei damit in Verbindung gebracht worden, oder wird es immer noch.


--------------------------------------------------------------


Nicht nur die Krone berichtet regelmäßig über "Therapien" für Krebspatienten,

die durch Scharlatane durchgeführt, nichts brachten, außer, dass sie sauteuer waren.


Warum fallen Krebspatienten da hinein?

Bist du Krebspatient, oder ein(e) Bekannte(r)?
Es ist naheliegend, dass man als Krebspatient noch länger leben will, koste es was es wolle.
Aber versuche einmal im AKH Wien einen Termin an der Komplementärmedizinischen Abteilung zu bekommen.
DAS war bisher kein Problem, für Kassenpatienten, für Privatpatienten, vorausgesetzt, man wusste davon,
denn die Ärzte im AKH, speziell die Professoren und Oberärzte, informieren die Krebspatienten darüber überwiegend nicht!


Und seit ca. 3 Jahren,
kein Krebspatient bekommt mehr am AKH Wien (Allgemeinen Krankenhaus) einen "Zutritt" zur Kompl. Abt., weder Beratung, noch Behandlung!


Und seit rund 1 Jahr,
keine Krebspatientin bekommt mehr am AKH Wien (Allgemeinen Krankenhaus) einen "Zutritt" zur Kompl. Abt., weder Beratung, noch Behandlung,
außer bei einer gynäkologischen Tumorerkrankung!



Wen wundert es dann, dass in Österreich laufend Krebspatienten an Scharlatane geraten,
wenn sich das AKH Wien so unmenschlich zur Komplementärmedizin verhält.



Zudem es in Österreich keinen Lehrstuhl Komplementärmedizin gibt,
glaublich auch keinen Lehrstuhl Naturheilkunde,
wie sollen sich Medizinstudenten schulmedizinisch begleitend ( = komplementärmedizinisch) ausbilden?



In Summe: äußerst unbefriedigend!


Fast so wie das Tabakgesetz, quasi ohne Nichtraucherschutz, zudem eine Gesetz ohne Exekution, denn niemand ist für Kontrollen zuständig!

Hinweis zur Unterstützung, neu: www.unterzeichne.at 

Rund 40 % aller Krebserkrankungen entstehen im Zusammenhang mit Tabakrauch. Aber das ist BM. Stöger egal.
Weiterhin sind rund 2/3 aller Lokale ohne Nichtraucherschutz lt. Tabakgesetz.

Wenn du auch für eine Veränderung bist, dann hier abstimmen: http://www.unterzeichne.at bzw.
https://www.parlament.gv.at/SEC/Zustimmen.shtml?popup=true&gpCode=XXIV&inr=46&ityp=BI&ebiDocumentUri=%2FPAKT%2FVHG%2FXXIV%2FBI%2FBI_00046%2Findex.shtml


 
Heute 22.00 im ORF2: Krebs-Wunderarzt in Wien verhaftet
« Antwort #2 am: 04. September 2012, 22:12 »


In der ORF-Vorschau sah ich gerade das verwendete Produkt,
ob es darum geht ("Ukrain"), sieht man um 22 Uhr.



Krebskranke getäuscht: Festnahmen

Mit einem in Österreich nicht zugelassenen Medikament sollen krebskranke Personen getäuscht worden sein. Am Dienstag hat das Bundeskriminalamt nach längeren Ermittlungen zwei Personen unter Betrugsverdacht festgenommen, die das „Allheilmittel“ vertrieben hatten.

Das Medikament solle eine vollständige Heilung jeglicher Krebserkrankungen, Strahlenkrankheiten, AIDS und vieler weiteren Krankheiten bewirken, wurde von den Verkäufern versprochen. Es wurde an eine Vielzahl von Krebskranken verkauft, die pro Ampulle angeblich 77 Euro bezahlten.

Fünf Millionen ergaunert

Der 75-jährige Betreiber einer Vertriebsfirma in Wien-Wieden und eine 40 Jahre alte Mittäterin wurden festgenommen, gegen weitere Mittäter besteht der Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs. Sie sollen das in Österreich und im EU-Raum nicht zugelassene Präparat „Ukrain“ hergestellt und vertrieben haben. Die Schadenssumme wird derzeit auf rund fünf Millionen Euro geschätzt.

200.000 Ampullen sichergestellt

Neben den beiden Festnahmen wurden 26 Hausdurchsuchungen in Wien und Niederösterreich durchgeführt. Dabei waren neben Polizeibeamten auch Mitarbeiter der Agentur für Ernährungssicherheit im Einsatz. Beweisgegenstände wie Computer und Laptops wurden beschlagnahmt, mehr als 200.000 „Ukrain“-Ampullen wurden sichergestellt.

Die Vernehmungen und weitere Erhebungen sind noch im Gange. Gegen die Verdächtigen hatte das Bundeskriminalamt bereits seit Jänner 2012 ermittelt. Die Firma existiert laut Bundeskriminalamt seit 1994.

Publiziert am 04.09.2012

http://wien.orf.at/news/stories/2548611/



PS: Auch hier im Forum gab es mehrfach Beiträge zu Ukrain.
Einfach auf der 1. Seite http://www.krebsforum.at
re. oben bei Suche "Ukrain" bzw. "Ucrain" eingeben.


TV-Heute noch:
SAT1: Leben mit Krebs
22.25, 3SAT: Kampf gegen den Krebs


Jeder Dritte erkrankt in seinem Leben an Krebs.
Wohl mit ein Grund, über gehäufte TV-Sendungen zu Krebs.
 
« Letzte Änderung: 04. September 2012, 22:28 von admin »
Moderator informieren    178.191.49.53 (?)


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Das tödlichste Ding der Welt

3. März 2012, 12:15

 
    "Der Tabakindustrie ist es wieder einmal gelungen, sich unsichtbar zu manchen." Sie sehen alles, aber agieren völlig geheim, meint ihr Kritiker Robert Proctor.

Rabenschwarz und ellenlang: US-Historiker Robert Proctor bringt das Sündenregister der Tabakindustrie auf den jüngsten Stand

Mehr als zehn Jahre lang hat Robert Proctor an dem Ziegel mit dem provokanten Titel gearbeitet: Am Dienstag dieser Woche erschien das Buch "Golden Holocaust: Origins of the Cigarette Catastrophe and the Case for Abolition" in den Vereinigten Staaten (Der Untertitel auf Deutsch etwa: "Die Ursprünge der Zigarettenkatastrophe und ein Plädoyer für die Abschaffung"). Robert Proctor, renommierter Wissenschaftshistoriker an der Stanford University in Kalifornien, erstellt darin ein Sündenregister der Tabakindustrie. Und dieses ist lang und umfangreich (752 Seiten).

Während des Lesens schwankt man zwischen Wut angesichts der kriminellen Energie der Tabakmanager und Fassungslosigkeit darüber, wie sich zahllose Politiker, Behörden, Universitäten, Mediziner, Juristen, Historiker, Journalisten und Hollywoodgrößen über Jahrzehnte hinweg kaufen oder einlullen ließen - oder beides.

Ein deutschsprachiger Leser stolpert zunächst einmal über den Titel: "Golden Holocaust"? Der anerkannte Wissenschafter Proctor ist sich der Problematik des Titels sehr wohl bewusst, wie er im Gespräch mit dem STANDARD klarstellt. Schließlich hat er sich mit seinen Büchern zur " Rassenhygiene" und zur Krebsforschung im Nationalsozialismus einen Namen gemacht. "Ich weiß, dass der Genozid an den europäischen Juden nicht mit den Opfern des Rauchens zu vergleichen ist. Mit dem Begriff Holocaust verwende ich eine starke Rhetorik, die auch auf Provokation setzt", bekennt Proctor.

Ist das nötig? Mittlerweile bemüht sich selbst die Tabakindustrie kaum einmal mehr, die krebserregende Wirkung ihres Produkts zu leugnen. Rauchfreie Zonen allerorten, deutliche Warnungen auf den Packungen, hohe Strafzahlungen für die Konzerne. Dass deren Bosse keine Anwärter für den Friedensnobelpreis sind - geschenkt. "Old news", Hund beißt Mann. Ja, aber genau das ist das Problem, sagt Proctor. Die eigentliche Katastrophe steht uns noch bevor. Im 20. Jahrhundert starben etwa 100 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums (jeder zweite Raucher).

Hunderte Millionen Tote

Derzeit geht die Weltgesundheitsorganisation WHO jährlich bereits von etwa sechs Millionen Toten aus, Tendenz steigend. Allein in China, dem großen Wachstumsmarkt der Tabakindustrie mit noch stark unterentwickelter Regulierung, werden im Laufe des 21. Jahrhunderts vermutlich hunderte Millionen Menschen vorzeitig sterben, weltweit bis zu einer Milliarde.

"Der Tabakindustrie ist es wieder einmal gelungen, sich unsichtbar zu machen", sagt Proctor. In seinem Buch verwendet er gerne das Bild des verspiegelten Glases, hinter dem sich die Zigarettendreher verstecken. Sie sehen alles, aber agieren völlig geheim.

Infolge eines gerichtlichen Vergleichs mit 46 US-Bundesstaaten im Jahr 1998 wurde die US-Tabakindustrie nicht nur zu immensen Schadenersatzforderungen in dreistelliger Milliardenhöhe verurteilt, sondern auch dazu, ihre Unterlagen aus den zurückliegenden Prozessen offenzulegen.

So entstand die Legacy Tobacco Documents Library, die derzeit 13 Millionen Dokumente enthält. Die Strategie der Tabakkonzerne war es, das Archiv mit dieser schieren Flut an Papier unbenutzbar zu machen, sagt Proctor. Aber sie hatten die Rechnung ohne Internet und Volltextsuche (http://legacy.library.ucsf.edu) gemacht. Insgesamt mehr als 70 Millionen Seiten über Produktion, Werbung und Forschung der Tabakindustrie liefern zahlreiche Nuggets für "Golden Holocaust". Aber der Reihe nach.

Als sich in den USA Anfang der Fünfzigerjahre ein wissenschaftlicher Konsens herausbildete, dass Rauchen Lungenkrebs hervorruft, waren Philip Morris und andere Konzerne alarmiert. In offiziellen Stellungnahmen betonten sie immer wieder, dass sie "nie ein Produkt herstellen und vertreiben werden, von dem gezeigt wird, dass es Ursache für Krankheiten ist". Gleichzeitig initiierten sie, so Proctor, eine der "ehrgeizigsten und erfolgreichsten Betrugskampagnen der Moderne".

Um sich als verantwortliche Industrie zu stilisieren, gründeten sie das Council for Tobacco Research und investierten hunderte Millionen Dollars, um die Gefahren des Rauchens zu untersuchen - vermeintlich. Denn kein Beleg war ihnen gut genug. Diese Alibiforschung diente einzig und allein dem Zweck, Zeit zu schinden, um dergestalt weiter möglichst viele Zigaretten verkaufen zu können. "Zweifel ist unser Produkt" heißt es beispielsweise in einem internen Memo von Brown & Williamson aus dem Jahre 1969. Bis in die Neunzigerjahre war für die Tabakindustrie die Frage der Gesundheitsgefährdung durch Rauchen offen, nicht bewiesen, umstritten.

Nachdem sich die Tabakindustrie Heerscharen von Medizinern und Chemikern, ja halbe Universitäten mit ihren Millionen dienstbar gemacht hatten, waren als nächstes die Historiker dran, die Hand aufzuhalten. Von den Achtzigerjahren an wurde die Tabakindustrie mit enormen Schadensersatzforderungen überzogen. Bei den Prozessen war die entscheidende Frage, ob und ab wann bekannt gewesen sei, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist. Die Verteidigung verfolgte eine gleichermaßen dreiste wie schizophren anmutende Doppelstrategie.

Nebel werfen, Zweifel säen

Einerseits: Otto Normalraucher müsse klar gewesen sein, welches Risiko er einging. Er dürfe sich jetzt nicht beschweren, dass er an Lungenkrebs sterbe. Andererseits: Der Industrie sei kein Vorwurf zu machen, sie habe ja forschen lassen, aber eben keinen stichhaltigen Beweis liefern können. Und überhaupt: Geschichte sei einmal kompliziert und könne nicht vom Standpunkt der Gegenwart aus beurteilt werden.

Gutachten von Historikern sollten dies belegen. Nur seien diese von Auslassungen und Verzerrungen gekennzeichnet, so Proctor. Denn wieder galt es: Nebel werfen und Zweifel säen. Proctor scheut sich nicht, seine Kollegen an den Pranger zu stellen: Er listet 48 Historiker auf, die meist anonym als Experten für die Tabakindustrie arbeiteten und dafür Honorare in Millionenhöhe erhielten.

Nur 500.000 Dollar erhielt Sylvester Stallone dafür, dass er in fünf "Rocky"-Filmen Zigaretten von Brown & Williamson paffte. Die lange Liste der Schauspieler und Studios, die qua Product-Placement Werbung für Zigaretten machten, liest sich fast wie ein Who's who der Kinogeschichte - und das bis zum heutigen Tag, siehe Sigourney Weaver in "Avatar". Die qualmenden Kinohelden sollen die "starters" animieren, wie die Marketingstrategen von Big Tobacco sagen, die Jugendlichen.

Sechs Billionen Zigaretten werden Jahr für Jahr hergestellt und geraucht (als Zahl ausgeschrieben: 6.000.000.000.000). Proctor kann anhand der bis dato geheimen Unterlagen mit einer enormen Fülle erschreckender Details zeigen, wie die Tabakindustrie von jeher bis ins Kleinste an dem ein Gramm schweren Stängel herumfeilt: von Geruch und Brennbarkeit des Tabaks über die Farbe des Papiers - am besten Elfenbeinweiß - bis hin zur Konsistenz der Asche.

Arsen, Blei und Asbest waren in früheren Jahren drin, Pflanzenschutzmittel und weitere Karzinogene sind es bis heute. Und natürlich Polonium 210 - ja, Radioaktivität wird auch inhaliert. Der Nikotingehalt wird bewusst hoch gehalten, damit die Nutzer abhängig werden. Filterzigaretten und "Light"-Marken machen Zigaretten keineswegs gesünder, für Proctor ein weiteres Täuschungsmanöver der Tabakindustrie.

Klar: in "Golden Holocaust" spricht ein Mann mit einer Mission, aber er tut es ohne Schaum vor dem Mund. Die Polemik ist wohldosiert, der Moralingehalt gut verträglich. Das Buch liest sich blendend, glänzt mit Aperçus und mit Witz.

Seriöse historische Forschung und ein politisches Anliegen müssen einander nicht ausschließen. Robert Proctor unterbreitet am Ende Vorschläge zur Reduktion des Tabakkonsums. Und er ist, der Leser wundert sich ein wenig, tatsächlich optimistisch, dass die Menschen langfristig das Rauchen aufgeben werden. Und damit sie das tödlichste Ding, das sie je erfunden haben, nicht mehr zwischen die Lippen stecken werden: die Zigarette. (Oliver Hochadel/DER STANDARD, Printausgabe, 3./4. 3. 2012)

Robert N. Proctor: "Golden Holocaust. The Origins of the Cigarette Catastrophe and the Case for Abolition". 40 USD / 752 S. University of California Press, Berkeley 2012

Link: Online-Ausstellung der Stanford School of Medicine über Werbeplakate der Tabakindustrie

http://derstandard.at/1330390260822/Das-toedlichste-Ding-der-Welt

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A -Zu wenig Geld für klinische Studien.
« Antwort #14 am: 29. September 2012, 14:12 »



DAS ist nicht neu, bald bei jeder Wortmeldung von "Krebsspezialisten (von Zielinski, uber Sevelda, bis ... )" hört man es!

Zu wenig Geld für klinische Studien.

http://kurier.at/nachrichten/gesundheit/4513573-ueberlebensrate-bei-krebs-steigt.php



Jetzt aber entdeckte ich ein Interview mit dem "Onkologie-Papst" aus dem Westen,
der meint, es ist genügend Geld da ....., interessant!
http://www.springermedizin.at/fachbereiche-a-z/i-o/innere-medizin/onkologie/?full=30659
« Letzte Änderung: 06. Oktober 2012, 01:00 von admin »

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Stöger: Es gibt keine Zweiklassenmedizin ....
« Antwort #15 am: 06. Oktober 2012, 00:23 »




... auch wenn dies mit "48 Bogen-Plakaten" auf den Hauptstraßen anders lautet:

Kommen Sie zu uns, und sie werden sofort eine Klinik mit Bestärzten zur Operation erhalten! (lt. "Fluß")

Und das ist Stögers Super Eineklasse-Gesundheitssystem!




Wahlärzte sichern Gesundheitsversorgung - bereits jeder dritte Österreicher geht zum Wahlarzt

Österreichweite Telefonumfrage vom Sommer 2012 bestätigt die Bedeutung der Wahlärzte für das österreichische Gesundheitssystem

Wien (OTS) - Mehr als die Hälfte der niedergelassenen Ärztinnen und
 Ärzte in Österreich ordiniert in einer wahlärztlichen Praxis. "Das
 öffentliche Gesundheitssystem, das im wohnortnahen Bereich durch
 niedergelassene Kassenärztinnen und -ärzte repräsentiert wird, könnte
 mittlerweile ohne die "ergänzende Funktion" der Wahlärztinnen und
 Wahlärzte nicht aufrecht erhalten werden", betont Dr. Christoph
 Reisner, Präsident der Ärztekammer für Niederösterreich, anlässlich
 einer heute, Mittwoch, stattfindenden Pressekonferenz.
 Vergleicht man die Ärztedaten aus den Jahren 1990, 2000 und 2010,
 ist folgende Entwicklung deutlich erkennbar: "Während sich die
 gesamte Ärztezahl in Österreich in den letzten Jahren 20 Jahren um 75
 Prozent auf rund 40.000 vergrößert hat, ist die Zahl der
 Kassenärztinnen und -ärzte mit rund 7.650 nahezu konstant geblieben.
 Im Spital wurde um etwa 60 Prozent aufgestockt. Die Wahlärzteschaft
 hat sich im Vergleichszeitraum nahezu auf das Sechsfache vergrößert",
 so Dr. Reisner.
 

Patienten sehen Spitalstätigkeit von Wahlärzten als Vorteil

 Der Umstand, dass etwa ein Drittel der Wahlärztinnen und Wahlärzte
 hauptberuflich im Spital tätig ist, bringt für die Patientinnen und
 Patienten Vorteile. "Dadurch wird sichergestellt, dass die große
 medizinische Erfahrung und Kompetenz der Spitalsärzte auch in der
 wohnortnahen Gesundheitsversorgung zur Verfügung stehen. Die
 Wahlarztpraxis ist damit auch eine unentbehrliche Einrichtung in der
 Optimierung der Nahtstellen zwischen Krankernhäusern und ambulanter
 Betreuung", betont Dr. Reisner.
 

Wolfgang Bachmayer, Geschäftsführer der OGM Gesellschaft für
 Marketing und für die Telefonumfrage verantwortlich, bestätigt diesen
 Trend aus Sicht der befragten Patientinnen und Patienten: "Bereits
 jeder dritte Befragte gab an, ein- oder mehrmals im heurigen Jahr in
 wahlärztlicher Behandlung gewesen zu sein. Bei der Befragung im Jahr
 2008 war das noch ein Viertel der Befragten. Hier ist eine
 Entwicklung in Richtung Wahlärzte klar erkennbar." Lediglich in Wien
 liegt der Wert weiterhin bei 25 Prozent und ist damit am niedrigsten,
 was wohl "an der städtischen Struktur und der damit verbundenen hohen
 Ärztedichte" liegt. Dr. Josef Huber, Präsident der Ärztekammer für
 Kärnten, analysiert die Beweggründe für den immer häufigeren
 Wahlarztbesuch: "Ein Internist mit Kassenvertrag hatte rein
 statistisch gesehen im Jahr 1990 etwa 13.000 Einwohner zu versorgen.
 2010 waren es schon 15.500 Einwohner. Da ist es vollkommen klar, dass
 die Wartezeiten auf einen Arzttermin länger und die Behandlungszeiten
 kürzer werden müssen." Das artikulieren auch die Patientinnen und
 Patienten in unserer Umfrage ganz deutlich: "Raschere Termine und
 mehr Zeit für den Patienten sind die hauptsächlichen Beweggründe für
 Wahlarztpatienten, das Kassensystem zu umgehen. Beide Umfragewerte
 haben sich annähernd gleich von 18 Prozent im Jahr 2008 auf 35
 Prozent im Jahr 2012 entwickelt."
 

98 Prozent der Patienten sind hochzufrieden mit ihrem Wahlarztarzt

 Haben sich die Patientinnen und Patienten erst einmal entschieden,
 zum Wahlarzt zu gehen, sind sie hochzufrieden. "Mit einem
 Zufriedenheitsgrad von 98 Prozent ist die Wahlärzteschaft sicherlich
 ganz oben in der Wertung der Dienstleister angesiedelt. Was
 keinesfalls eine Abwertung der Kolleginnen und Kollegen im
 Kassenbereich bedeutet, sondern ganz im Gegenteil. Drei von vier
 Wahlarztpatienten attestieren auch Kassenärzten eine sehr gute oder
 eher gute Betreuung." Trotzdem sind 42 Prozent der Patienten
 überzeugt, bei Wahlärzten eine bessere medizinische Qualität zu
 bekommen. "Aus meiner Sicht ist das jedoch die "gefühlte" Qualität,
 die sich nicht aus besserer fachlicher Kompetenz, sondern einfach aus
 einer "Mehrzeit für den Patienten" ergibt", so Dr. Huber.
 

Kürzungen im öffentlichen Gesundheitssystem fördern Zweiklassenmedizin

Im Hinblick auf die geplante Gesundheitsreform fordert Univ. - Prof.
 Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer für Wien, dass die
 Wahlärztegruppe als "stabilisierendes Element" in bevorstehende
 Reformüberlegungen miteinzubeziehen sei. "Wahlärztinnen und Wahlärzte
 sind aus der österreichischen Gesundheitsversorgung nicht mehr
 wegzudenken. Sie schließen mittlerweile eine große Lücke in der
 allgemeinmedizinischen und fachärztlichen Gesundheitsbetreuung. Sie
 entlasten das stark strapazierte Kassensystem."
 Genaue Daten sind nicht vorhanden, Schätzungen lassen jedoch zu,
 dass bereits ein Viertel bis ein Drittel aller "kassenärztlichen
 Arbeitszeit" von Wahlärztinnen und Wahlärzten geleistet wird. Und die
 Entwicklung könnte sich im Zuge der Gesundheitsreform so fortsetzen:
 "Einsparungen im öffentlichen System führen unweigerlich zu einer
 stärkeren Inanspruchnahme der Privatmedizin, was Wahlärztinnen und
 Wahlärzten zugute kommt. Gleichzeitig bedeutet es aber auch eine
 Verabschiedung vom Solidarprinzip, das unser Gesundheitssystem in
 Österreich ausmacht. Patienten, die sich eine Behandlung beim
 Wahlarzt nicht leisten können, werden dann einen erschwerten Zugang
 zur medizinischen Versorgung haben", so Dr. Szekeres.
 

Niederösterreicher wissen über Wahlärzte sehr gut Bescheid

 Obwohl der Trend in Richtung Behandlung beim Wahlarzt deutlich
 erkennbar ist, hinkt der Informationsstand seitens der Patientinnen
 und Patienten über das Wahlarztsystem hinterher: "Der Wissensstand
 ist noch verbesserungswürdig. Dass es eine Rückerstattung gibt, ist
 zwar 73 Prozent der Befragten bekannt, über die Höhe wissen jedoch
 nur vergleichsweise wenige Personen, nämlich 15 Prozent, Bescheid",
 so Bachmayer. 89 Prozent der Niederösterreicher wissen zum Beispiel,
 dass Wahlarzthonorarnoten bei der Kasse eingereicht werden können.
 Das ist ein Spitzenwert. In Kärnten wissen 83 Prozent Bescheid, in
 Wien 76 Prozent. Schlusslicht ist die Steiermark, wo der Wissenstand
 zur Refundierung von Wahlarzthonoraren bei lediglich 57 Prozent
 liegt. In Wien und Niederösterreich sind die Patienten am besten
 informiert, nahezu jeder fünfte Befragte konnte sogar spontan die
 Höhe mit 80 Prozent beziffern. Dr. Reisner verweist auf
 Niederösterreich, wo bereits in den vergangenen Jahren unter seiner
 Präsidentschaft einige Wahlärztekampagnen durchgeführt werden
 konnten. "Unser Bundesland ist in Sachen Aufklärung führend. Nur
 sechs Prozent aller Patienten können mit dem Begriff "Wahlarzt"
 nichts anfangen, österreichweit sind es 21 Prozent. Immerhin eine
 Steigerung, 2008 waren es noch 30 Prozent. Die Aufklärungskampagne
 mit Schwerpunkten der vergangenen Jahre in Niederösterreich trägt
 Früchte, es gibt aber trotzdem noch viel zu tun", so Dr. Reisner.
 

Die Tendenz zum Einreichen der Honorarnoten steigt leicht, mit 78
 Prozent im Vergleich zu 75 Prozent im Jahr 2008. "Trotzdem reicht
 immer noch knapp jeder vierte Patient die Honorarnote nicht bei der
 zuständigen Kasse ein", so Dr. Huber. Die Gründe laut Befragung: "Nur
 vier Prozent sind nicht über die Rückerstattungsmöglichkeit
 informiert, 2008 waren das noch 18 Prozent." Für 15 Prozent ist die
 Rückerstattung zu gering (2008 lag der Wert bei 16 Prozent)
 beziehungsweise für 19 Prozent der Aufwand zu groß (2008 waren dies
 14 Prozent). Für Dr. Huber ist die Rechnung vollkommen klar: "Die
 Versorgungswirksamkeit nimmt zu, gleichzeitig nimmt aber die
 Rückerstattung ab. Das System ist grotesk. Kassenärzte überschreiten
 immer mehr Limits, dadurch sinkt der Rückverrechungsanteil für den
 Wahlarztpatienten." Wahlärzte haben laut Dr. Huber schon einen hohen
 Stellenwert im System, obwohl der Aufwand seitens der Kasse mit etwa
 sechs Millionen Euro zu 85 Millionen Euro für Kassenärzte pro Jahr in
 Kärnten eher gering ist. "Das sollte auch von der Kasse durch eine
 stärkere Unterstützung, beispielsweise beim Ordinationsbedarf,
 anerkannt werden."
 

Gesundheitssystem darf nicht durch medizinische Kürzungen finanziert werden

 In Bezug auf die kommende Gesundheitsreform ist man im südlichsten
 Bundesland eher restriktiv. Nur zwei Prozent der Kärntner wären mit
 Einschränkungen der ärztlichen Leistungen einverstanden. Der
 Durchschnitt der Österreicher sieht dies anders, hier könnten sich
 sogar zehn Prozent der Bevölkerung medizinische Kürzungen vorstellen,
 in Oberösterreich liegt der Wert sogar bei 19 Prozent. 42 Prozent der
 Kärntner, 43 Prozent der Wiener und 31 Prozent der Niederösterreicher
 wollen eine andere Lösung als Einschränkungen der medizinischen
 Leistungen, eine Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge oder eine
 Erhöhung oder Einführung eines Selbstbehalts (österreichweit 30
 Prozent).
 

Patienten wünschen sich Hausbesuche und Medikamente direkt vom Arzt

Über die zentralen Patientenwünsche berichtet Dr. Szekeres aus der
 Studie: "54 Prozent der Österreicher halten Hausbesuche für wichtig.
 In diesem Punkt sind sich die Österreicher einig, es sind kaum
 Unterschiede zwischen den Bundesländern erkennbar. Die
 Medikamentenabgabe direkt durch den Arzt wünschen sich 66 Prozent der
 Österreicher. Spitzenreiter ist das Burgenland mit 83 Prozent, Wien
 liegt sicherlich aufgrund der hohen Apothekendichte bei 58 Prozent.
 Ganz klar erkennbar ist auch, dass während der normalen
 Ordinationszeiten der Besuch der Ordination eines Vertrauensarztes im
 Vergleich zur Spitalsambulanz der Vorzug gegeben wird."
 

Zum Abschluss richtet Dr. Szekeres einen Appell an die Politik in
 Bezug auf die bevorstehende Gesundheitsreform: "Besonders kritisch
 sehe ich eine Kopplung der Gesundheitsausgaben an das BIP, wie es im
 Zuge der Gesundheitsreform geplant ist. Diese Maßnahme ist sachlich
 in keiner Weise nachvollziehbar, denn Krankheit und
 Wirtschaftswachstum entwickeln sich niemals konform." Gerade sozial
 schwächere Menschen, von denen es in wirtschaftlich schlechten Zeiten
 mehr gibt, sind häufiger krank und auf das öffentliche
 Gesundheitssystem angewiesen. "Die logische Folge wäre, dass in
 diesen Zeiten mehr und nicht weniger Geld ins System fließen müsste.
 Dazu kommt, dass die Therapiemöglichkeiten in der Medizin immer
 umfangreicher und besser, aber auch teurer werden. Eine Entwicklung,
 die nicht aufzuhalten sein wird." Nicht zu vernachlässigen ist auch
 folgender Aspekt: Die Gesundheitsausgaben haben eine große Bedeutung
 für die Wirtschaft. "Jeder ausgegebene Euro trägt
 überdurchschnittlich zum Wirtschaftswachstum bei. Hier den Sparstift
 anzusetzen, ist eine politische Entscheidung, die einen Rückschritt
 bedeutet und somit abzulehnen ist", so das Resümee des Wiener
 Ärztekammerpräsidenten.

« Letzte Änderung: 06. Oktober 2012, 01:12 von admin »

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Krebs in Österreich: Nährboden für Kurpfuscher
« Antwort #16 am: 06. Oktober 2012, 00:51 »


18.9.12, Leserbrief

Krebs in Österreich: Nährboden für Kurpfuscher

Mit Ukrain und dem Verantwortlichen hatte ich vor 13 Jahren erstmals Kontakt. Laufend werden wir damit, und mit vielen anderen fragwürdigen Mitteln, in den Selbsthilfegruppen "Krebspatienten für Krebspatienten" konfrontiert. Warum das so ist? Jeder Dritte erkrankt in seinem Leben an Krebs, fast 40 % sind passiv oder aktiv Tabakrauchgeschädigte, also süchtig, was die Tumorbehandlung erschwert. Die ganze Familie steuert bei, um der Krebserkrankung entgegen zu wirken. Wohl 99 % vertrauen bei uns der hervorragenden Schulmedizin, aber mehr als 80 % wollen eine zur Schulmedizin begleitende Therapie(Studie Prof. Auerbach, AKH). Es gibt aber in Österreich keinen Lehrstuhl Komplementärmedizin bzw. Ganzheitsmedizin bzw. Naturheilkunde, obwohl sich selbst Prof. Frass, Onkologe am AKH Wien, regelmäßig dafür stark macht. Daher, nur einige Stunden können sich unsere Medizinstudenten ein wenig darüber informieren und wenige Ärzte bilden sich intensiv hierzu weiter.

Ein Krebspatient ist völlig verzweifelt. Er bekommt überwiegend keine psychologische Hilfe auf Krankenschein, sofort nach Überbringung der Diagnose Krebs, wie es BM. Stöger auf Anfrage versicherte. Bestenfalls wird das Psychopharmaka Mittel erhöht. Ob Kassen- oder Privatpatient, er erfährt nichts von einer Abteilung Komplementärmedizin. Früher war es im AKH Wien für alle Krebspatienten kein Problem, in der dortigen Komplementärmedizinischen Abteilung eine Beratung und Therapie zu bekommen. Angeblich, da bei mehr Männern Krebs (Prostata) festgestellt wurde, gab es vor Jahren eine Aufnahmesperre für Männer an der Abteilung von Prof. Auerbach. Und seit einem Jahr haben auch Patientinnen mit Darm-, Lungen-, Magen-, Speiseröhre-, Schilddrüse-, Kehlkopfkrebs, etc., dort keinen Zutritt mehr! Lediglich mit gynäkologischen Tumoren bekommt man dort Hilfe.

Ein Rundruf in Univ. Kliniken und großen Landes-/Bezirkskliniken brachte überwiegend die Auskunft: Was, Komplementärmedizin, nein, so etwas gibt es bei uns nicht! Somit züchtet sich Österreich selbst den Nährboden für Scharlatane bei Krebspatienten. In Tirol merke ich, dass das sogar ärger ist als in Bayern, obwohl dort sogar Heilpraktiker ohne Medizinstudium seit Jahrzehnten tätig sind, meist komplementärmedizinisch, mit Absprache des behandelnden Onkologen. Und in Südtirol zahlt der Krebspatient einen geringen Quartalsbeitrag und bekommt Komplementärmedizin vom Feinsten. Aber bei uns in Österreich ….?

Dietmar Erlacher, Krebspatient
Leiter von Krebsselbsthilfegruppen


           
                               K f K
       Verein Krebspatienten für Krebspatienten
         Netzwerk Onkologischer Selbsthilfegruppen
                            Österreich
      Wien, St. Pölten, Linz, Salzburg, Innsbruck, Graz
        Zentrale: 1220 Wien, Steigenteschg. 13-1-46
    Krebs-Hotline 9 bis 21 Uhr:  0650-577-2395
    info@krebspatienten.at    www.krebsforum.at
Initiative Rauchfreie Lokale: www.rauchsheriff.at
                  NEU: www.unterzeichne.at
              Dietmar Erlacher, Bundesobmann

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Was haben Zigaretten, Zucker, Salz gemeinsam? Schädlich!
« Antwort #18 am: 26. Oktober 2012, 23:47 »


Der Mensch braucht Zucker und Salz.

Aber BM. Stöger ist nicht in der Lage, dies zu steuern!

Noch dilletantischer sein Verhalten beim Nichtraucherschutz!



5.10.12  - "Sündensteuer" auf Zucker und Fett gefordert

In Frankreich, Dänemark und Finnland werden ungesunde Produkte bereits besteuert.

Experte will Konsumenten von Softdrinks und "Junkfood" belasten - Einige Länder Europas bereits als Vorreiter - Langfristige Wirkung der Maßnahme noch unklar
Salzburg - Sogenannte "Sündensteuern" auf ungesunde Speisen und Getränke würden Geld für Gesundheits-Prävention in die knappen Staatskassen spülen und damit volkswirtschaftlich außerordentlich nützlich sein. Das betonte am Donnerstag Armin Fidler, Chefberater für Gesundheitsfragen der Weltbank, beim European Health Forum Gastein (EHFG). Eine Reihe von Ländern setzt bereits auf Abgaben auf Fette und Zucker.
"Typische Lebensstil-Erkrankungen wie Diabetes, Krebs, Herz-Kreislauf-Probleme oder chronische Lungenbeschwerden, nehmen bereits ruinöse Ausmaße für die Volkswirtschaften an", warnte Fidler. Sie machen laut WHO in Europa bereits 77 Prozent der Krankheitslast und 86 Prozent aller Todesfälle aus - und die Prognosen gehen von weiteren Zuwächsen aus. So wird etwa die Zahl der Diabetes-Patienten in der EU von 2010 bis 2030 auf geschätzte 66 Millionen Menschen anwachsen.
"Die indirekten Kosten dieser Erkrankungen übersteigen die direkten bei weitem. Sie bringen eine Verkürzung der gesunden Lebensspanne und einen Produktivitätsverlust in den sogenannten besten Jahren mit sich", so Fidler. Dabei irritiere, dass diese Krankheiten in hohem Maße auf weithin bekannte und vermeidbare Risikofaktoren zurückgehen: Bewegungsmangel, ungesunde Ernährung, zu viel Alkohol und Rauchen.

Einfluss auf Konsumverhalten

Eine mögliche Strategie, dem Problem zu begegnen, seien Steuern auf Junkfood, Zucker, Transfette oder gesättigte Fettsäuren - bei gleichzeitiger Subventionierung von Obst und Gemüse. "Das würde nicht nur Mittel für den Gesundheitsbereich lukrieren, sondern auch das Konsum- und Ernährungsverhalten der Menschen beeinflussen", sagte Fidler. Ein zweckgebundener Einsatz der Mehreinnahmen sei dabei wichtig. "Damit es die Konsumenten verstehen." Zudem würden auch Wirtschaft und Handel unter Druck kommen, gesündere Produkte anzubieten.
Offiziell trete die Weltbank aber noch nicht für die neuen "Sündensteuern" ein, so Fidler. Während sich bei Tabaksteuern nachweislich gezeigt habe, dass die höhere Besteuerung von Zigaretten etwa junge Menschen vom Rauchen abhalte, müsse das im Bereich Zucker und Fett noch evaluiert werden: "Wir wissen noch nicht, wie lange die Wirkung solcher Maßnahmen anhält und zu einer Verhaltensänderung führt."

Zuckersteuer in Frankreich

Nichtsdestotrotz werden ungesunde Produkte in manchen EU-Ländern bereits besteuert: So hat Dänemark im Vorjahr eine Steuer für Lebensmittel eingeführt, die mehr als 2,3 Prozent gesättigte Fette enthalten, Finnland eine Steuer auf gezuckerte Getränke und Süßigkeiten, Frankreich eine zusätzliche Besteuerung für Getränke, die Zucker oder Süßstoffe enthalten. Ungarn hat mit der Einführung einer "Junkfood-Steuer" auf Lebensmittel und Getränke mit hohem Zucker-, Fett- oder Salzanteil für Aufmerksamkeit gesorgt. Auch in Irland und Großbritannien wird das Thema diskutiert. Alleine in Frankreich sollen über eine Zuckersteuer von gerade einmal zwei Cent auf 33 cl Limonade 280 Millionen Euro pro Jahr lukriert werden.
"Regulatorische Eingriffe dieser Art mögen umstritten sein. Ihre Wirksamkeit wurde allerdings in zahlreichen Studien belegt", so Fidler. Im Kleinen hätten das etwa Forscher der Universität Oxford gezeigt: Laut einer im Mai 2012 im British Medical Journal publizierten Studie, führte eine Abgabe von 35 Prozent auf zuckerhaltige Getränke (0,34 Euro) in einer Kantine zu einem Verkaufsrückgang von 26 Prozent.


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Offener Brief an die Nationalrats-Präs. Dr. Prammer
« Antwort #19 am: 26. September 2013, 19:01 »
xa8eazz



S.g.Frau NR.-Präs. Prammer!


Sie erhielten von uns in über 4 Jahren rund 1.000 ausgewählte Anzeigen wegen Nichteinhaltung des Nichtraucherschutzes lt. Tabakgesetz (von rund 19.000) in Kopie, und etliche Ersuchen zur Gesetzesänderung für "Generell rauchfreie Lokale und lückenlose Kontrollen durch die Behörden." Geschehen ist nichts! Sie hätten es "in der Hand" (gehabt), mit Ihrem Genossen Stöger ("Gesundheitsminister").

Wir "Krebspatienten für Krebspatienten" bedauern auch Ihre schlimme Krebserkrankung und wünschen viel Erfolg bei der Bewältigung und hoffentlich gesamter Gesundung durch unsere hervorragenden Mediziner.

Hinweis:
Besser wäre die Vorsorge, daher wiederhole ich unsere Forderung: "Generell rauchfreie Lokale und lückenlose Kontrollen durch die Behörden."
Ihr Onkologe, Österreichs "oberster Krebsarzt" Prof. Dr. Christoph Zielinski sagte bei der Pressekonferenz vor einigen Monaten im AKH Wien: [/b]

"Rund 40 % der Krebserkrankungen entstehen durch passives/aktives Tabakrauchen",
"Österreich ist EU-Letztrangig beim Nichtraucherschutz",
"ich schäme mich dafür".

Anm.: Wir Krebspatienten schämen uns auch, über unsere "Spitzen"-Politiker!

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Erlacher, Krebspatient

Bundesobmann vom Verein Krebspatienten für Krebspatienten, krebspatienten.at
vulgo Rauchsheriff, rauchsheriff.at

-----

Bitte JETZT möglichst viele Meldungen/Anzeigen, laut dieser Vorlage, denn auch der Zugang zum Nichtraucherraum und zu den WCs muss rauchfrei sein!
http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=562.msg2110#msg2110

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"Qual der Wahl? - Weg mit ÖVP / SPÖ! Daher .....
« Antwort #20 am: 26. September 2013, 19:36 »



Gesundheit für das Volk, nicht für die Geldtasche der Politiker!



"Qual der Wahl? GRÜN?


Gesundheit, Behinderung, Nichtraucherschutz waren kein Wahl-Thema, fast.

Nur die GRÜNEN forderten diesbezüglich Verbesserungen ein.


Endlich Nichtraucherschutz, rauchfreie Lokale - nur mit den GRÜNEN möglich!

Wir wählen daher GRÜN!



Kein Nichtraucherschutz? Meldungen/Anzeigen laut dieser Vorlage

http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=562.msg2110#msg2110


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GRÜNE, aktuell zum Nichtraucherschutz bisher und nach der Wahl
« Antwort #21 am: 26. September 2013, 19:56 »


26.9.13
https://www.facebook.com/groups/207474724730/
Stefan Strasser

Man kann bei den Grünen Fragen stellen, das habe ich gerade gemacht:

Sie haben sich für Nichtraucherschutz ausgesprochen.
Minister Stöger verweist oft auf die fehlende Parlamentsmehrheit.
Was können Sie also im Falle einer Regierungsbeteiligung verändern und erreichen?




3-Tage-Wach Team
26.09.2013 um 17:35



hallo,

wir sind ja die einzige partei, die ganz klarstellung zum nichtraucherInnenschutz bezogen haben,
und haben dafür auch vom zuständigen ressort viele positives feedback bekommen.

es ist ganz klar: die tabaklobby hat massiv mobilisiert, auch viele gastronomen und tabaktrafikantInnen hatten angst und haben der ihnen nahestehenden partei (...) die rute ins fenster gestellt. zwischenzeitlich hat sich gezeigt, dass die befürchtungen, das tabakgesetz würde arbeitsplätze und steuereinnahmen kosten, panikmache war. wir werden weiterhin für mehr lebensqualität, prävention und schutz von nichtraucherInnen kämpfen und sind zuversichtlich, dies in einer regierung umsetzen zu können!

lieber gruß

von hermine

(für das 3tw team)

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xxa87bzz



Ja, bitte "Die Grünen wählen", für Umsetziung des Nichtraucherschutzes,
möglichst überall, mit sofortigen, behördlichen Kontrollen!

Bis dorthin Anzeigen, Anzeigen, Anzeigen, laut dieser Vorlage:


http://www.rauchsheriff.at/rauchfrei/index.php?topic=562.msg2110#msg2110




Von: Erlacher Dietmar [mailto:erlacher.dietmar@aon.at]
Gesendet: Freitag, 27. September 2013 21:34
An: 'Dialogbüro des grünen Parlamentsklubs'
Betreff: Nichtraucherschutz? Dann Die Grünen wählen; auch Verwandte, Freunde, Bekannte bitten!

Danke!

Abschriftlich an Verteiler und …..




Von: Dialogbüro des grünen Parlamentsklubs [mailto:dialogbuero@gruene.at]
Gesendet: Freitag, 27. September 2013 13:47
An: Erlacher Dietmar
Betreff: Ihr Mail an die Grünen: Offener Brief zu "Wiener Wiesn"


Sehr geehrter Herr Erlacher,
 
vielen Dank für Ihr Mail.

Die Grünen werden sich auch weiterhin für die Gesundheit, speziell den Schutz von NichtraucherInnen, Kindern und Jugendlichen sowie ArbeitnehmerInnen einsetzen.
Wir werden jedenfalls dran bleiben, uns weiter stark in Sachen NichtraucherInnenschutz zu machen!
Es war immer klar: Nur ein generelles Rauchverbot in allen Lokalen schafft eine gleiche und faire Situation für alle, die österreichische Lösung schafft Konkurrenz und Unübersichtlichkeit. Leider haben sich hier entsprechende Lobbyisten durchgesetzt.
Da es keinen ausreichenden Schutz für NichtraucherInnen, Kinder und Jugendliche, die ca. 300.000 Beschäftigten in der österreichischen Gastronomie, ganz speziell auch für Lehrlinge gegen Passivrauchen gibt, muss jemand den Mut haben, hier Position zu beziehen. Wir haben den Mut!


Mit besten Grüßen
Ihr Dialogbüro der Grünen

_________________________________________

DRAN BLEIBEN - GRÜNE INFOS FÜR SIE! Wir freuen uns, wenn Sie weitere Informationen über die Aktivitäten der Grünen erhalten wollen. Hinterlassen Sie Ihre Emailadresse unter GRUENE.AT/mitmachen und bleiben Sie in Kontakt mit uns.

DIALOGBÜRO - DIE GRÜNEN - DER GRÜNE KLUB IM PARLAMENT
Löwelstraße 12 . 1017 Wien . Österreich

GRUENE.AT

 
________________________________________
Von: "Erlacher Dietmar" <erlacher.dietmar@aon.at>
An: "eva glawischnig-piesczek" <eva.glawischnig-piesczek@gruene.at>, "kurt gruenewald" <kurt.gruenewald@gruene.at>, "werner kogler" <werner.kogler@gruene.at>, "martin margulies" <martin.margulies@gruene.at>, "maria vassilakou" <maria.vassilakou@gruene.at>, infopool@gruene.at, pilz@gruene.at, "peter pilz" <peter.pilz@gruene.at>
CC: "manfred neuberger" <manfred.neuberger@meduniwien.ac.at>, "kurt aigner" <kurt.aigner@gmx.at>
Gesendet: Donnerstag, 26. September 2013 23:52:13
Betreff: Offener Brief zu "Wiener Wiesn"

Sehr geehrte Damen und Herren,
 
die unten stehende Mitteilung zur Kenntnis mit der Bitte um Antwort!
 
Mit freundlichen Grüßen
 
Dietmar Erlacher, Krebspatient
 
 
 
Von: Krebspatienten [mailto:info@krebspatienten.at]
Gesendet: Donnerstag, 26. September 2013 23:22
An: alois.stoeger@bmg.gv.at; franz.pietsch@bmg.gv.at; manfred.neuberger@meduniwien.ac.at; kurt.aigner@gmx.at
Cc: michael.haeupl@wien.gv.at; sonja.wehsely@ggs.wien.gv.at; oliver.birbaumer@wien.gv.at; Harald.Kaltenboeck@wien.gv.at; karin.spacek@wien.gv.at
Betreff: Offener Brief zu "Wiener Wiesn"
 
Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister Stöger,
 
für den Nichtraucherschutz in Wien ist es eine schlimme Niederlage, dass bei der "Wiener Wiesn" wieder Raucherlaubnis in ALLEN Zelten besteht, obwohl sich schon im Vorjahr unzählige Besucher darüber aufregten.
 
Bitte veranlassen Sie jetzt unverzüglich Luftqualitätsmessungen in den Zelten/Hallen, in denen geraucht wird.
Da sich Tabakrauch an allen Oberflächen ablagert und wieder an die Umgebungsluft abgegeben wird, besteht auch für Tages-Besucher (hunderte Kinder und Jugendliche), eine erhebliche Gesundheitsgefahr.

Deshalb sind solche Ausnahmen grundsätzlich abzulehnen!
Bitte halten Sie sich in Zukunft einfach an Ihre eigenen Gesetze und Ziele: Rauchfreie Lokale haben Vorrang (somit auch rauchfreie Groß-Veranstaltungen!).

Schöne Absichtserklärungen veröffentlichen reicht eben nicht, die schönen Worte müssen auch gelebt, d. h. in der Realität umgesetzt werden, auch und gerade gegen die finanziellen Interessen weniger!

Mit freundlichen Grüßen


Dietmar Erlacher, Krebspatient
« Letzte Änderung: 27. September 2013, 23:34 von admin »

Dietmar E.

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Unter 12, 13, 14, 15 Jahre, aber Rauchen!
« Antwort #23 am: 13. Januar 2016, 15:18 »
x8299y



Kärnten sagt Rauchen den Kampf an

Das Land Kärnten startet eine Rauchervorsorge und will Unterstützung für ein rauchfreies Leben geben. 130.000 Kärntner sind Raucher, ein Viertel der 15-Jährigen greift verbotenerweise schon regelmäßig zur Zigarette.

Rauchen ist eigentlich erst ab 16 erlaubt, trotzdem rauchen knapp 25 Prozent der 15-Jährigen. Für das Land Kärnten eine bedenkliche Entwicklung, so Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SPÖ). Bei den 17-Jährigen rauchen 33 Prozent und 94 Prozent der Raucher beginnen spätestens mit 25 zu rauchen. Um vor allem die Jugendlichen vom Griff zur Zigarette abzuhalten, soll nun vor allem verstärkt in Schulen mit Kursen und Workshops dagegen gearbeitet werden. Barbara Drobesch-Binter, Leiterin der Landesstelle für Suchtprävention, sagte, man habe ein spezielles Programm für Schulen, den „Nikotinparcours“ für elf- bis 13-Jährige. Vorträge bewirken bei Kindern und Jugendlichen gar nichts.

........ http://kaernten.orf.at/news/stories/2752147/


« Letzte Änderung: 15. Januar 2016, 18:33 von Dietmar E. »
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)