Autor Thema: Rauchen: wie schädlich ist es .....  (Gelesen 4113 mal)

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Gitti

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Rauchen: wie schädlich ist es .....
« am: 30. Juni 2007, 20:58 »

http://cms.nosmoking.at/index.php?option=com_content&task=category&sectionid=1&id=22&Itemid=82

Medizinische Folgen


Rauchen und Gesundheit ist UNVEREINBAR!
Titel
Lebenserwartung
Zahngesundheit
Krebserkrankungen
Einleitung
Haut
Sexualität und Fertilität
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Atemwegserkrankungen

Krebserkrankungen

Etwa 30 bis 40 Prozent aller Krebserkrankungen sind auf das Rauchen zurückzuführen. Raucherinnen und Raucher haben ein bis zu vierfach erhöhtes Krebsrisiko.
 
Lunge

80 bis 90 Prozent aller Lungenkarzinome sind direkte Folge des Rauchens. Unter Nichtrauchern kommt diese Todesursache praktisch nicht vor.Ursache dafür ist nicht nur das teerartige Kondensat, das sich an Filter, Lippen, Nägeln und vor allem in der Lunge festsetzt. Zusätzlich zu schädlichen Inhaltsstoffen wie Teer, Ruß oder Nitrosaminen enthält Tabakrauch auch radioaktive Substanzen, die das Lungengewebe angreifen.
 
Kehlkopf, Mundhöhle, Speiseröhre und Magen

Das Risiko für eine Krebserkrankung in einer dieser Körperregionen ist bei Rauchern um ein Vielfaches erhöht. Beispielsweise sind 90 % aller Patienten mit einem Tumor der Mundschleimhaut Raucher. In der Mundhöhle ist der Rauch am höchsten konzentriert und wirkt am stärksten ein.
 
Nieren und Blase

Die Giftstoffe des Tabaks werden vor allem über die Nieren ausgeschieden und schädigen dabei die Nieren selbst und die harnableitenden Wege, also Harnleiter, Harnblase und Harnröhre. Nierenentzündungen sind deshalb bei Rauchern nicht nur häufiger, sie verlaufen auch meist ungünstiger. Rauchen ist die mit Abstand häufigste Ursache für Nieren- und Blasenkrebs.

Gitti

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PASSIV-Rauchen: wie schädlich ist es .....
« Antwort #1 am: 30. Juni 2007, 21:01 »

Passiv Rauchen

Die Auswirkungen des Passivrauchens werden vielfach unterschätzt. Luftverschmutzung durch Tabakrauch ist nicht nur eine Belästigung, sondern eine tödliche Gefahr. Beim „Mitrauchen“ werden die gleichen Schadstoffe und Gifte aufgenommen wie beim aktiven Rauchen und verursachen ähnliche medizinische Folgen. So ist das Lungenkrebsrisiko passiv rauchender Menschen um etwa 30% im Vergleich zu Menschen ohne Rauchexposition erhöht. Wer 15 Jahre in stark verrauchten Räumen arbeiten muss, weist ein doppelt so hohes Lungenkrebsrisiko auf wie Personen, die ihrer beruflichen Tätigkeit in rauchfreier Umgebung nachgehen. Allein durch unfreiwilliges Einatmen von Tabakrauch am Arbeitsplatz sterben in Österreich jährlich jeweils mehr als 500 Menschen an Herzinfarkt bzw. Schlaganfall und zirka 90 Personen an Lungenkrebs.

Da die negativen Auswirkungen mit Dauer und Dosis der Rauchexposition zunehmen, sind Lebenspartner und Kinder sowie Arbeitskollegen von Rauchern besonders gefährdet. Ungeborene (siehe Rauchen & Schwangerschaft), Säuglinge (siehe Rauchen & Stillzeit) sowie Kinder und Jugendliche sind besonders sensibel gegenüber den Einwirkungen des Tabakrauchs.

Beim Rauchen atmet der Raucher nur ein Viertel des gesamten Rauches ein (Hauptstromrauch). Drei Viertel (Nebenstromrauch) verglimmen und verbreiten sich in der Raumluft. Der Nebenstromrauch enthält mindestens ebenso viele Schadstoffe wie der Nebenstromrauch. Manche Gifte wie die krebserregenden Nitrosamine, Stickoxide oder Formaldehyd sind im Nebenstromrauch, dem Passivraucher ausgesetzt sind, in vielfachen Konzentrationen enthalten.

Gitti

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Für Kinder+Jugendliche: Wie schädlich ist das PASSIV-Rauchen
« Antwort #2 am: 30. Juni 2007, 21:03 »

 Kinder & Jugendliche      

Tabakrauch ist der häufigste Schadstoff in Wohnungen. Wie Studien zeigen, sind über 100 Erkrankungen bei Kleinkindern auf den blauen Dunst in den eigenen vier Wänden zurückzuführen. Das Risiko an Mittelohrentzündung zu erkranken steigt um 57%, jenes für Atemwegserkrankungen um 62%. Das Asthmarisiko ist um mehr als das Doppelte erhöht.

Deutsche Epidemiologen haben errechnet, dass bei jedem vierten bis fünften Kind, das wegen einer Atemwegserkrankung oder Mittelohrentzündung im Spital behandelt werden muss, Passivrauchen die Ursache der Erkrankung ist.

Nachgewiesen ist auch, dass Passivrauchen die schulischen Leistungen von Kindern beeinträchtigt.
 
Nicht zuletzt geben rauchende Eltern ihren Kindern ein schlechtes Vorbild ab. Rauchen Mutter und/oder Vater, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind in Zukunft selbst zum Glimmstängel greift, deutlich erhöht. Dabei spielen nicht nur die Nachahmung und die leichtere Verfügbarkeit von Zigaretten eine Rolle. Die Nikotinexposition, die oft bereits im Mutterleib beginnt, beeinflusst die Hirnentwicklung und erhöht die Bereitschaft des Heranwachsenden selbst dieser Sucht zu verfallen.

Edi

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Endlich, Züge der ÖBB sind rauchfrei.

Dass Raucher hauptsächlich Blasenkrebs bekommen (ca. 10 % aller Raucher) ist schon arg!

Siehe auch gier im Forum!


Interessant auch:



Nikotinbelastung in Deutschland

 

Das Deutsche Krebsforschungszentrum

(DKFZ) hat erstmals im ganzen Bundesgebiet

Messungen auf lungengängige Partikel

in deutschen Gastronomiebetrieben

und in Fernreisezügen durchgeführt. Die

Messungen wurden in Berlin, Hannover,

Bremen, Erfurt, Dresden, Köln, Münster,

Frankfurt, Stuttgart und München erstellt

und stellen den deutschen Beitrag einer

weltweiten Studie dar, an der sich 24 Länder

beteiligten. „Die Gesundheitsbelastung

in der deutschen Gastronomie und

in Fernreisezügen ist derart gravierend,

dass Mitarbeiter und Gäste eigentlich

Schutzmasken mit Luftfilter tragen müßten“,

fasst die Herausgeberin der Publikation,

Dr. Martina Pötschke-Langer, die

Ergebnisse zusammen.

Das DKFZ nimmt diese Messungen

zum Anlass, um in einem Memorandum

den Gesundheitsschutz der Bevölkerung

einzufordern: „Die Gesundheitsgefährdung

durch Passivrauchen ist wissenschaftlich

derart gut belegt, dass der

Gesetzgeber sofort handeln muss“,


fordert Prof. Dr. Otmar D. Wiestler,

Vorstandsvorsitzender des DKFZ:

„Gemeinsam mit über fünfzig führenden

wissenschaftlichen und medizinischen

Fachgesellschaften und Gesundheitsorganisationen

erklären wir nachdrücklich,

dass es ein Gebot der Stunde ist,

die Bevölkerung – und insbesondere die

Mitarbeiter in der Gastronomie und in

Zügen – durch ein Bundesgesetz zu

schützen und Rechtssicherheit zu schaffen.

Nur eine rauchfreie Gastronomie und

rauchfreie Züge vermindern für die

Betroffenen das Risiko, Krebs, Atemwegserkrankungen

und Herz-Kreislauferkrankungen

zu entwickeln und daran

zu versterben“.

Aus der Sicht des DKFZ ist es an der

Zeit, Regelungen, die in anderen europäischen

Ländern mit großem Erfolg und

ohne wirtschaftliche Einbußen greifen,

endlich auch in Deutschland zu treffen.


Also: „Die Gesundheitsgefährdung

durch Passivrauchen ist wissenschaftlich

derart gut belegt, dass der

Gesetzgeber sofort handeln muss“,
,

und was geschieht in Österreich?

Die Gesundheitsministerin ist nicht und nicht willens, die Nichtraucher vor den Rauchern zu schützen!

« Letzte Änderung: 16. November 2007, 15:36 von Edi »

Gitti

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Liebestöter Zigarette
« Antwort #4 am: 05. Dezember 2007, 23:22 »
Liebestöter Zigarette:

Rauchen begünstigt Erektionsstörungen

Auch wenn der Packungstext auf Zigarettenschachteln eindringlich
darauf hinweist, muss die Suchtmedizin in regelmäßigen Abständen
darauf aufmerksam machen, was die meisten Raucher einfach verdrängen:
Hoher täglicher Tabakkonsum erhöht nicht nur die Wahrscheinlichkeit
einer koronaren Herzerkrankung und eines Schlaganfalles, er beeinträchtigt
auch nachweislich die erektile Funktion des Mannes.

 Obwohl die negativen Folgen des Tabakkonsums hinlänglich bekannt sind, raucht Schätzungen zufolge noch immer mehr als ein Viertel der österreichischen Bevölkerung. Dabei müssen etwa 9.000 Menschen jedes Jahr ihr Leben lassen. Dennoch beeindrucken diese Zahlen die wenigsten Raucher, weshalb man in der Aufklärungsarbeit dazu übergegangen ist, diese bei ihrer Männlichkeit zu packen und darauf hinzuweisen, dass Rauchen ein enormer Risikofaktor für Erektionsstörungen (der so genannten  erektilen Dysfunktion) ist.

Potenzstörung als Warnsignal

Neueste Untersuchungen zeigen, dass Raucher durchschnittlich ein um 31% erhöhtes Risiko für eine erektile Dysfunktion als Nichtraucher.
Männer, die täglich mehr als 20 Zigaretten rauchen haben demnach ein um 60% erhöhtes Risiko für eine erektile Dysfunktion (Potenzschwäche) als Nichtraucher. Der Zusammenhang war bei den Untersuchungen abhängig von der Dosis: Die Gefahr einer Erektionsstörung war bei Männer mit geringerem Zigarettenkonsum niedriger¹.
Da Rauchen nachweislich die Gefäße schädigt, kommt es bei Rauchern immer wieder zu Problemen beim Liebesspiel. Da die Penisarterie eine der dünnsten des Körpers ist, kommt es in diesem Bereich leicht zu Verstopfungen, mit dem Ergebnis, dass der für die Erektion nötige Blutfluss dadurch stark verringert ist.
Das Auftreten von Erektionsstörungen muss somit als erstes Warnsignal für eine generalisierte Gefäßerkrankung gesehen werden.

Vorbeugung durch Aufklärung

Die Deutsche Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion (Impotenz) hält nüchtern fest, was sich scheinbar vor allem bei Jugendlichen noch nicht ausreichend herumgesprochen hat: Nikotin ist ein starkes Gift. Ein 80 kg schwerer Mensch stirbt an einer Einmal-Dosis von 80 mg Nikotin innerhalb kurzer Zeit. Wer 20 Zigaretten am Tag raucht, führt seinem Körper in dieser Zeit etwa 80 bis 140 mg Nikotin zu. Diese Menge wirkt nur deshalb nicht tödlich, weil der Körper das Nikotin relativ rasch abbauen kann. Wer am Tag etwa 10 bis 20 Zigaretten raucht, bekommt so ganz allmählich eine chronische Nikotin-Vergiftung. Nikotin ist ein Gefäß-Gift und verursacht zu hohen Blutdruck und Verschlusskrankheiten der Arterien.
Besonders hinterhältig an den möglichen dramatischen Auswirkungen des Rauchens ist der Umstand, dass diese vor allem jugendlichen Rauchern nicht auffallen, weil die Anzeichen erst in einem späteren Lebensabschnitt auftreten. Erschreckende 30% der Burschen und Mädchen im Alter von 13 bis 14 Jahren haben Umfragen zufolge bereits zum Glimmstängel gegriffen. Ein Umstand der offenbart, dass die ganze Aufmerksamkeit der Gesundheitspolitik deshalb auf der Aufklärung Jugendlicher liegen muss.

Ursachen der Erektile Dysfunktion im Überblick

Grundsätzlich muss zwischen organischen, psychischen und medikamentenbedingten Ursachen unterschieden werden.
•   die  Arteriosklerose ist der häufigste Grund für Potenzstörungen ab der Lebensmitte.
•   allein das Vorhandensein eines  Diabetes kann mit statistisch signifikanter Wahrscheinlichkeit
sexuelle Störungen wie zum Beispiel erektile Dysfunktion auslösen
•   Medikamente mit unerwünschten Nebenwirkungen auf die Erektion
(besonders Arzneimittel gegen Bluthochdruck, psychische Beschwerden und Schmerzen)
•   Stress und seelische Probleme nehmen die Lust, hemmen die Erektion oder verstärken eine körperlich bedingte Sexualstörung

Bei organischen Ursachen für Erektionsstörungen unterscheidet man:
1. Störungen bei der Durchblutung (vaskuläre Ursachen), d.h. zu geringe Blutzufuhr (arteriell) oder erhöhter Blutabfluss
2. Schädigungen im zentralen oder peripheren Nervensystem (neurogene Ursachen)
3. Hormonstörungen (endokrine Ursachen)
4. Schädigungen des Schwellkörpergewebes (kavernöse Ursachen)

Wer unter mangelnder Potenz leidet sollte unbedingt mit seiner Partnerin darüber sprechen, da Erektile Dysfunktion immer ei9n Paarproblem darstellt. Außerdem sollte ein Spezialist aufgesucht werden, der die neuesten und besten Methoden für dauerhaften  Nikotinentzug nennen kann. Denn dem schädlichen Dunst ein für alle Mal zu entsagen wäre der wichtigste Therapieschritt: Es steht mittlerweile nämlich fest, dass sich bei 25% der Exraucher innerhalb eines Jahres nach Tabakkarenz die Erektionsfähigkeit wieder verbessert hat - bedeutet, dass sich das Aufhören auch in diesem Zusammenhang jedenfalls lohnt.
------------------------------------
¹ Quellen: “Association between Smoking, Passive Smoking, and Erectile Dysfunction. Results from the Boston Area Community Helath (BACH) Survey.” und Tulane University: "Prevent Smoking to Reduce Risk of Erectile Dysfunction" (07/2007):


Dietmar E.

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Hauptverband aller Sozialversichungsträger Österreichs
« Antwort #5 am: 21. Dezember 2007, 23:16 »

Diese Institution hat im nachstehenden "Text" viel geschrieben!

Aber was hat sie erreich in 6 Monaten nach dieser Tagung?

Was wurde umgesetzt?

Nichts, nicht einmal das Rauchverbot in Gaststätten, auch nicht irgendwie!



Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger
 
1031 Wien, Kundmanngasse 21
 


Für ein rauchfreies Österreich

 
 
Der Beitrag der Sozialversicherung für ein längeres und rauchfreies Leben
 

Nr. 18 vom 30. Mai 2007

Rauchen ist heute die wichtigste vermeidbare Ursache von Krankheit und vorzeitigem Tod. Die Hälfte aller Raucher wird an den Folgen ihrer Sucht sterben, ein Viertel zwischen dem 35. und dem 69. Lebensjahr - das bedeutet eine durchschnittliche Abnahme der Lebenserwartung um 20 bis 25 Jahre. Täglich sterben in Österreich 38 Menschen an den Folgen ihrer Sucht. Neben den gesundheitlichen Folgen des Tabakkonsums stellt auch der Passivrauch eine massive Bedrohung für die Gesundheit dar. Mit 1029 Todesfällen pro Jahr   übertrifft das Passivrauchen die Zahl der Verkehrstoten deutlich.

Ein zentrales Anliegen der Sozialversicherung ist es, für ein längeres Leben bei guter Gesundheit zu sorgen. Der Gesundheitsförderung und Prävention kommt dabei ein zentraler Stellenwert zu. Internationale Erfahrungen zeigen, dass nur gemeinsame und abgestimmte Maßnahmen nachhaltig ein rauchfreies Leben fördern können. Österreich liegt jedoch in der Umsetzung von wirksamen Maßnahmen der Tabakprävention im europäischen Vergleich weit abgeschlagen, so Dr. Josef Probst, stellvertretender Generaldirektor im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger.

Maßnahmen im Bereich der Aufklärung, des Nichtraucherschutzes und der Raucherentwöhnung besitzen großes Potenzial und rechnen sich für die Betroffenen. In einem rauchfreien Österreich könnten jährlich 150.000 Lebensjahre gewonnen werden, so Konrad Köck, Generaldirektor der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse. Köck weiter: „Zwei Drittel aller Raucher gelten als „dissonant“ — das heißt, sie sind unglücklich mit ihrer Sucht und wollen aufhören. Immer mehr Einrichtungen der Sozialversicherung bieten ambulante und stationäre Raucherentwöhnung an. Auch das Rauchertelefon — ein Beispiel für eine gelungene Kooperation zwischen den Krankenversicherungsträgern und den Ländern - das heute genau vor einem Jahr aus der Taufe gehoben wurde, war vom Start weg so erfolgreich, dass schon bald das Beraterteam aufgestockt werden musste.“

Die Beratungs- und Entwöhnungsangebote der Sozialversicherung sind jedoch nur ein Glied in der Kette einer abgestimmten und gemeinsamen Anti-Tabakstrategie. Die Umsetzung eines ausgeweiteten Nichtraucherschutzes, wie im Regierungsprogramm vorgesehen, sowie intensive Aufklärungs- und Informationskampagnen sind weitere wichtige Schritte, so Konrad Köck abschließend.


Schulterschluss aller relevanten Institutionen zur Umsetzung einer nationalen Anti-Tabak-Strategie gefordert.
 

„Laut Artikel 5 des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauches soll eine umfassende sektorübergreifende nationale Anti-Tabak-Strategie für Österreich entwickelt werden. Wir haben bereits anlässlich des Welt-Nichtrauchertages 2006 auf diese Situation hingewiesen“ analysiert Dr. Josef Probst die Lage für Österreich. Der Hauptverband lädt sämtliche relevanten Stakeholder ein, sich an der Entwicklung und Umsetzung einer nationalen Anti-Tabak-Strategie zu beteiligen. Probst: „Nur durch eine gemeinsame, alle Politik- und Gesellschaftsbereiche umfassende Kraftanstrengung können wir dem Problem des Tabakkonsums und den daraus resultierenden Folgen für die Menschen und das Gesundheitswesen Einhalt gebieten“. Dabei sei es wichtig, auch in der Gesetzgebung Lösungen zu finden, die sich an internationalen wirksamen Maßnahmen orientieren, so Dr. Probst abschließend zur aktuellen Diskussion um den Nichtraucherschutz in Gastronomiebetrieben.

Im Anschluss an das Pressegespräch findet heute, ab 10:30 Uhr, im Hotel Meridien – 1010 Wien, Opernring 13–15, ein Fachsymposium anlässlich des Welt-Nichtrauchertages 2007 statt. Teilnehmer sind neben dem stv. Generaldirektor Dr. Josef Probst (Hauptverband) und Generaldirektor Konrad Köck (Niederösterreichische Gebietskrankenkasse) die Generalsekretärin der Initiative Ärzte gegen Raucherschäden, OA Dr. Irmgard Homeier, Univ.Prof. Dr. Rudolf Schoberberger (Zentrum für Public Health, Institut für Sozialmedizin) sowie der Leiter des Arbeitskreises für Rehabilitation der ÖGP, Prim. Dr. Alfred Lichtenschopf.
 
 
 
 
"Zu meiner Zeit gab es Dinge, die tat man, und Dinge, die man nicht tat, ja, es gab sogar eine korrekte Art, Dinge zu tun, die man nicht tat." (Sir Peter Ustinov)

Jutta

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ÖSTERREICH MUSS FREI WERDEN !
« Antwort #6 am: 02. Februar 2008, 16:15 »
Lieber Dietmar,
unser Forumsbetreiber!


Ich habe vor vielen Jahren geraucht. Dann musste ich im Büro passiv mitrauchen, leider!
Das Nachstehende soll keine Werbung sein, aber ein Beispiel, dass Gastronomie und Nichtrauchen zusammen passt.

Der vom Kurier angekündigte "Internetkalender" wo Nichtraucher im Internet suchen müssen,
wo sie rauchfrei essen können/dürfen ist, wenig lustig, sondern eine Zumutung!

Besser ist es, die Medien setzen sich für ein generelles Rauchverbot in Gaststätten ein.

Bitte kannst du das Flugblatt gegen das Rauchen hier unten anhängen/abspeichern.

Danke!

Noch einen schönen Nachmittag und viel Erfolg beim ORF 2 Auftritt am Montag
in "Winterzeit" gegen 17.45 Uhr. Wir halten dir alle ganz fest die Daumen!

Gruß Jutta


PS: Durch Rauchen und Passivrauchen entsteht Krebs!



14.01.2008

Nichtraucherschutz: Ärztekammer zeichnet Wein&Co aus

Rauchverbot in der Gastronomie zentrales gesundheitliches und ärztliches Anliegen – Dorner: Entscheidungsschwäche und Versagen der Regierung

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) hat Montag dem Handels- und Gastronomiebetrieb Wein & Co eine Auszeichnung für vorbildlichen Nichtraucherschutz überreicht. In den Bars und Restaurants dieses Unternehmens gilt seit Jahresanfang ein generelles Rauchverbot.

Mit dieser Maßnahme habe Wein & und Co einen mutigen und konsequenten Schritt zu einem Zeitpunkt gesetzt, da die Regierungskoalition durch Streit, falsche ökonomische Rücksichtnahmen und Entscheidungsschwäche ein zentrales Ziel der Gesundheitsvorsorge aus den Augen verliere, so ÖÄK-Präsident Walter Dorner anlässlich der Verleihung des Zertifikates in Wien.

Die Ärztekammer rief das Zertifikat für vorbildlichen Nichtraucherschutz Ende 2006 ins Leben, um „Gesundheits-innovative“ Gastronomiebetriebe zu prämiieren. Dieses Gütesiegel gestattet rauchfreien Betrieben, die vom Qualm unbehelligte frische Luft als besonderes Qualitätsmerkmal nach außen darzustellen. Dorner: „Auch die meisten Raucherinnen und Raucher schätzen beim Essen klare Verhältnisse. Vor allem geht es aber um den Arbeitnehmerschutz. Denn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Gastronomie haben ebenso Anspruch auf ein gesundes Arbeitsklima wie Menschen, die in Büros oder in anderen öffentlichen Räumen arbeiten.“ Die Regierung rief der Ärztepräsident auf, „ihre Parteiquerelen nicht auf Kosten der wichtigsten Gesundheitsanliegen auszutragen“. Es sei inakzeptabel, die Gesundheitspolitik an „nicht repräsentativen Klientelinteressen einiger Wirtschaftstreibender auszurichten“. Der Gesundheitsschutz sei ein gesamtgesellschaftliches Anliegen, das mit Vernunft und behutsam, aber zielorientiert und zügig umzusetzen sei. Die aktuellen politischen Meinungsverschiedenheiten zum Rauchverbot in Lokalen bezeichnete der höchste österreichische Ärztevertreter als „Schande“.

Wein & Co sieht im Rauchen einen genusseinschränkenden Faktor, der den Ausdruck von Aromen und Nuancen reduziere. Rauchen sei ein Reizthema, das eine sachliche Diskussion nur schwer möglich mache. Das Warten auf den Gesetzgeber bringe nichts, so müsse man selbst initiativ werden, umreißt Geschäftsführer Heinz Kammerer die Beweggründe für das mit 1. Jänner in seinem Unternehmen in Kraft getretene Rauchverbot.

Wein & Co hat in Österreich 16 Filialen mit 120 Mitarbeitern, an fünf Standorten in Wien, Salzburg und Graz werden Bars betrieben, wo es auch kulinarische Angebote gibt.

Wein & Co ist der neben der Trattoria „Regina Margherita“ in Wien, dem Alpenverein mit seinen annähernd 500 Hütten-Gaststätten und der Restaurantkette „NORDSEE“ der vierte Gastronomiebetrieb, der das Zertifikat der Österreichischen Ärztekammer für vorbildlichen Nichtraucherschutz erhält. Weitere Ketten, größere und kleinere Restaurants würden die Ärzte- Auszeichnung demnächst erhalten, kündigte ÖÄK-Chef Dorner an.

 

Jutta

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Passivrauchen ist Krebs! Schutz gefordert!
« Antwort #7 am: 04. Februar 2008, 12:22 »
Weltkrebstag 2008
 
In Österreich muss man weiterhin in den Gaststätten mitrauchen. Immer noch fehlt das generelle Verbot!
Schlimm ist es auch bei Kindern: Sie werden nicht gefragt. Kinder haben keine Wahl. Wenn ein Erwachsener in ihrer Gegenwart eine Zigarette ansteckt, rauchen sie mit.

4000 verschiedene giftige und krebserregende Substanzen, wie Arsen, Benzol, Blausäure, Blei, Kadmium, Kohlenmonoxid und Teer füllen dann die kleinen Lungen. Das kann zu Asthma führen oder dies verschlimmern, zu Lungenentzündungen, Bronchitis und Mittelohrentzündungen. Zumindest ihr späteres Lungenkrebsrisiko steigt. Zum diesjährigen Welt-Krebstag am 4. Februar  rufen die Deutsche Krebshilfe, das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN und die Welt-Krebsorganisation (UICC) deshalb gemeinsam dazu auf, Kinder vor dem Passivrauchen zu schützen.

Und wer aussteigt, tut das dann nicht nur für die Gesundheit der Kinder sondern hat auch selbst was davon: Bereits nach einem Tag ohne Zigarette arbeiten Geruchssinn und Geschmacksnerven fast völlig normal. Nach zwei Tagen schmeckt somit die Pizza nach Pizza, der Döner nach Döner. Bereits nach drei Monaten erhöht sich die Lungenkapazität um 30 Prozent, der Raucherhusten verschwindet nach neun Monaten. Nach einigen Jahren reduziert sich die Gefahr zu Blasenkrebs und Lungenkrebs.

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Indien: Eine Million Menschen sterben am Rauchen
« Antwort #8 am: 14. Februar 2008, 11:19 »
Indien: Eine Million Menschen sterben am Rauchen
   Informationskampagne soll über Risiken informieren

   Toronto/Neudelhi (pte/14.02.2008/10:00) - Eine Million Menschen werden in
   Indien im Jahr 2020 den Folgen des Rauchens zum Opfer fallen. Bereits
   jetzt kann das Rauchen für 900.000 Todesfälle jährlich verantwortlich
   gemacht werden, wie Wissenschaftler der University of Toronto
   http://www.utoronto.ca nachgewiesen haben. Die im The New England Journal
   of Medicine veröffentlichte Studie warnt, dass Maßnahmen ergriffen werden
   müssen, wenn die Anzahl der Opfer nicht weiter steigen soll. Vorausgesagt
   wird, dass das Rauchen bald die Ursache für 20 Prozent aller Todesfälle
   bei Männern und für fünf Prozent bei den Frauen sein wird. Dabei handelt
   es sich um die Altersgruppe zwischen 30 und 69 Jahren.

   Das Team um Prabhat Jha hat berechnet, dass Männer, die Bidis rauchen,
   ihre Lebenserwartung ungefähr um sechs Jahre verkürzen. Männer, die
   normale Zigaretten rauchen, verkürzen ihr Leben um ungefähr zehn Jahre.
   Bei Bidi-Raucherinnen sinkt die Lebenserwartung um ungefähr acht Jahre.
   Diese Zahlen basieren auf der Analyse der Todesfälle in einem Sample von
   1,1 Millionen Haushalten in allen Teilen Indiens. Durchgeführt wurde die
   Befragung von rund 900 Mitarbeitern vor Ort. Bei den Männern, die
   zwischen 30 und 69 Jahren starben, wurden rund 38 Prozent der Todesfälle
   durch Tuberkulose verursacht, 32 Prozent starben an Krebs und 20 Prozent
   an Gefäßerkrankungen.

   Der leitende Wissenschaftler Prabhat Jha betonte, dass die extremen
   Risiken durch das Rauchen die Forscher erstaunt hätten. Die Menschen
   begännen in Indien später als in Europa oder Amerika zu rauchen. Zudem
   rauchten sie auch weniger. 120 Millionen Menschen sollen laut BBC in
   Indien rauchen. Laut Studie können 61 Prozent der Raucher damit rechnen,
   im Alter zwischen 30 und 69 Jahren zu sterben. Bei Nichtrauchern liegt
   dieser Wert bei 41 Prozent. 62 Prozent der Raucherinnen sind im gleichen
   Zeitraum ebenfalls einem Sterberisiko ausgesetzt. Bei Nichtraucherinnen
   sind es nur 38 Prozent. Amartya Sen von der Harvard University
   http://www.harvard.edu meinte, dass es bemerkenswert sei, dass ein
   einzelner Faktor für fast einen von zehn Todesfällen in Indien
   verantwortlich ist. Auch Indiens Gesundheitsminister Abumani Ramadoss
   zeigte sich alarmiert. "Die Regierung von Indien versucht alle
   notwendigen Schritte einzuleiten um das Rauchen zu kontrollieren. Vor
   allem sollen die vielen Armen und Analphabeten über die Risiken
   informiert werden."

Gitti

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Rauchen: ist es schädlich?
« Antwort #9 am: 14. Februar 2008, 23:44 »

Bitte weiß wer,
wie viele schädliche Zusatzstoffe im jetzigen Zigarettentabak sind,
welche sind die wichtigsten, mit welchen Auswirkungen?

N i k o t i n


Nikotin ist ein Alkaloid mit direkter parasympathomimetischer Wirkung. Unabhängig von der Art der Aufnahme und der Quelle (Zigarette, Kaugummi, Pflaster, oder Inhalation) wird Nikotin rasch in die Blutbahn aufgenommen und erreicht in wenigen Sekunden das Gehirn.

Über die Aktivierung von verschiedenen Transmitterstoffen wie Dopamin und Noradrenalin wird ein Gefühl des Wohlbehagens und der Aufmerksamkeit empfunden. Dadurch entsteht beim Raucher der positive Effekt, der durch eine ständige Nikotinzufuhr aufrechterhalten wird. Dieser Effekt tritt nun unabhängig von der Art der Nikotinaufnahme ein. Ebenso ist es ohne Bedeutung, ob die Nikotinzufuhr als Nikotinersatztherapie oder auch als Zigarette ohne schädliche Nebenwirkung durch Rauchinhaltsstoffe erfolgt.

·     Nikotin steigert die Herz- und Atemfrequenz

·     Nikotin verengt die Gefäße und führt zu einem Anstieg des Blutdrucks

·     Nikotin führt durch Abkühlung der Haut zu Durchblutungsstörungen

·     Nikotin lässt durch gestörten Sauerstofftransport die Atemtiefe sinken

·     Nikotin steigert die Magensaftproduktion und Darmtätigkeit

·     Nikotin setzt Adrenalin (stoffwechselsteigernd und fettabbauend) frei

·     Nikotin steigert die allgemeine Stoffwechseltätigkeit

·     Nikotin setzt Noradrenalin, beta-Endorphin und Vasopressin frei

·     Nikotin erhöht die Blutkonzentration von Cortisol, Prolactin und Somatotropin.


"Ohne Rauch geht`s auch",

und schützt vor Impotenz, liebe Männer!


Tanja

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Rauchen: wie schädlich ist es ..... - Produkthaftung
« Antwort #10 am: 15. März 2008, 11:11 »
Hallo,
leider ist das Rauchen sehr oft Mitschuld beim Entstehen unserer und vieler Erkrankungen.
Hier im Forum ist es darüber leider sehr ruhig geworden, sowohl was die Schädiger
betrifft, als auch was es für Hilfen zum Aufhören gibt.
Auch finde ich, man sollte über das EU-weite Produkthaftungsgesetz tätig werden, das heißt,
Tabageschädigte sollten klagen, dass die Tabakhersteller zur Rechenschaften gezogen werden
und für die angerichteten Schäden zahlen müssen. Dadurch soll es zu einem Ende des Tabakverkaufes kommen.
Gruß Tanja
« Letzte Änderung: 15. März 2008, 11:11 von Tanja »

Gitti

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Rauchen: wie schädlich ist es .....
« Antwort #11 am: 17. März 2008, 22:13 »
Studie belegt strittige Frage

Rauchende Diabetiker riskieren Augen- und Nierenschäden


Rauchen schädigt bei Diabetikern die kleinen Blutgefäße und kann auf diese Weise Erkrankungen an Augen und Nieren beschleunigen - ohnehin typische Spätkomplikationen des Diabetes mellitus. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft anhand einer aktuellen Studie hin.

Bisher stand lediglich fest, dass Rauchen Atherosklerose in den großen Blutgefäßen fördert. Dies gilt für Gesunde und Diabetiker gleichermaßen. Die Folgen sind Herzinfarkt, Schlaganfall und Raucherbein.

Bei vielen Diabetikern kommt es jedoch auch zu einer Mikroangiopathie. Sie löst Durchblutungsstörungen in Auge und Niere aus, die zu Erblindung und Nierenversagen führen können. Bislang war unklar, ob Rauchen die Mikroangiopathie beschleunigt.

Daten von 12.000 Patienten ausgewertet

Ein Wissenschaftlerteam um die Diabetologin Petra Busch aus Heilbronn hat für die Studie die Daten von fast 12.000 Patienten mit Typ 1 Diabetes mellitus ausgewertet. Es handelte sich um die Krankenakten aus 182 Behandlungszentren.

Die Untersuchung zeigte, dass Diabetiker 2,4-fach häufiger an einer Retinopathie erkranken, wenn sie rauchen. Eine vermehrte Eiweißausscheidung im Urin - ein wichtiger Hinweis auf schwere Nierenschäden - wurde unter den Rauchern sogar um den Faktor 5,9 häufiger festgestellt.

Teilweise könnte dies an der schlechteren Blutzuckereinstellung bei den Rauchern liegen. Ihr HbA1c-Wert im Blut war deutlich höher als bei nichtrauchenden Diabetikern. Außerdem hatten die Raucher häufiger erhöhte Cholesterinwerte. Die Autoren appellieren deshalb an alle Diabetiker, nicht nur das Rauchen aufzugeben, sondern auch mit ausreichender Bewegung und ausgewogener Ernährung gesünder zu leben.

ag / Diabetologie und Stoffwechsel

Werner

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Rauchen: Ges. f. Arbeitsmedizin an Kdolsky
« Antwort #12 am: 22. März 2008, 18:18 »
Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin

 

Präsidentin: Dr.Christine Klien, Bregenz

Ehrenpräsident: Univ.Prof. Dr.Egmont Baumgartner, Hall in Tirol

Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirates: Univ.Prof.Dr.H.W.Rüdiger, Wien

 

Sekretariat: Arbeitsmedizinischer Dienst Linz Tel.: +43 - (0)732 - 78 15 60-0

Kaplanhofstraße 1 Fax: +43 - (0)732 - 78 45 94

A - 4020 Linz e-mail: office@amd.at

 

 

Frau Bundesministerin

Dr. Andrea Kdolsky

Radetzkystraße 2 a

1030 Wien

 

07. Februar 2008

 
Tabakgesetznovelle und Arbeitnehmer/innenschutz

 

Sehr geehrte Frau Bundesministerin!

Die Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin mit mir als Präsidentin begrüßt die Entscheidung zur Überarbeitung des Novellenvorschlags für das Tabakgesetz.

Im Namen unserer Mitglieder und im Interesse der von uns betreuten Personen fordern wir, alle ArbeitnehmerInnen - und somit auch jene MitarbeiterInnen des Gastgewerbes - vor Gesundheitsschäden durch Tabakrauch wirksam zu schützen.

 

Bereits 2001 wurde die verstärkte Lüftung als Alternative zum Rauchverbot am Arbeitsplatz aus dem § 30 ArbeitnehmerInnenschutzgesetz mit der Begründung gestrichen, dass das Krebsrisiko auch durch die besten Lüftungs- und Luftreinigungsanlagen nicht auf akzeptable Werte gesenkt werden kann. Die damals in der Begründung zitierten wissenschaftlichen Studien sind seither durch weitere Experimente und Feldstudien bestätigt, aktualisiert und dahingehend ergänzt worden, dass in Innenräumen ohne Rauchverbot auch ein Herzkreislaufrisiko für NichtraucherInnen unvermeidlich ist.

 

Raucherräume in der Gastronomie sind aus arbeitsmedizinischer Sicht daher nur akzeptabel, wenn dort nicht serviert wird und gewährleistet ist, dass der Rauch von dort nicht in andere Räume dringt.

 

Dazu sind eine bauliche Trennung, selbstschließende Türen, separate Belüftung und ein Unterdruck im Raucherraum erforderlich. Raucherlokale und Rauchersektionen ohne Selbstbedienung sind in jedem Fall aus arbeitsmedizinischer Sicht abzulehnen.

 

Die gegenwärtigen Schadstoffbelastungen in österreichischen Lokalen lassen Gesundheitsschäden beim nichtrauchenden Personal erwarten und erfordern eine rasche Maßnahme, und zwar ein Rauchverbot wie an allen anderen Arbeitsplätzen in Österreich und wie in den meisten Ländern Nord- und Westeuropas sowie in Italien.

 

Während die von der Tabakindustrie präferierte Lösung das Gesundheitsrisiko weder für das

Personal noch für die Gäste beseitigt, für die Gastronomie mit beträchtlichen Kosten verbunden und kaum administrierbar ist, stellt ein Rauchverbot für alle Lokale die billigste, leicht überwachbare und einzig medizinisch verantwortbare Lösung dar.

 

Die Österreichische Gesellschaft für Arbeitsmedizin fordert Sie daher auf, umgehend ein umfassendes Rauchverbot in allen österreichischen Lokalen und Gastronomiebetrieben auszusprechen.

 

Nur so kann Arbeitnehmer/innenschutz in der Gastronomie umfassend und nachhaltig gelingen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Für die Österreichische Gesellschaft

für Arbeitsmedizin

Dr. Christine Klien

Präsidentin

 

Kopie:

Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer

Finanzminister Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer

Richi

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Rauchen, beinträchtigt massiv die Immunabwehr
« Antwort #13 am: 22. April 2008, 09:47 »
Wie Rauchen das Immunsystem drosselt

Montag, 21. April 2008

Louisville – Nikotin beeinträchtigt neutrophile Granulozyten in ihrer Funktion, Bakterien aufzuspüren und zu zerstören. Das fanden Wissenschaftler der University of Louisville, School of Dentistry, Kentucky, in Kooperation mit internationalen Forschern heraus. Die Arbeitsgruppe publizierte seine Ergebnisse im Journal „BioMed Central – Cell Biology“ (doi:10.1186/1471-2121-9-19).

Das Knochenmark produziert ständig neutrophile Granulozyten. Nach ihrer endgültigen Differenzierung verlassen die Zellen ihren Bildungsort. Im Blutkreislauf haben sie eine Lebensdauer von wenigen Stunden. Bisher war bekannt, dass Nikotin auf Neutrophile wirkt und chronische Raucher für bakterielle und entzündliche Erkrankungen anfälliger macht. Doch gab es nach Angaben der Forscher noch keine Studien, welche die Mechanismen der Nikotineinwirkung während der Differenzierung genau beschreiben. Diese wollte die Arbeitsgruppe um David Scott daher genauer untersuchen.

Die Forscher stellten den Differenzierungsprozess in einem Modell nach. Ausgangspunkt waren promyelozytische HL-60-Zellen, die sich unter der Gabe von Dimethylsulfoxid (DMSO) zu Neutrophilen differenzierten. Die Wissenschaftler untersuchten diesen Vorgang zusätzlich unter der Gabe von Nikotin und DMSO. Sie konnten hierbei feststellen, dass die Anwesenheit von Nikotin den Anteil von weit differenzierten Zellen (Metamyolozyten, stabkernigen Neutrophilen und segmentkernigen Neutrophilen) erhöhte. Ansonsten schien Nikotin keine weiteren Differenzierungsmarker zu beeinflussen.

Jedoch waren nikotinbehandelte Neutrophile schlechter in der Lage, Bakterien aufzuspüren und zu zerstören. Hierfür war die Unterdrückung des sogenannten oxidative burst verantwortlich. Das bezeichnet die Freisetzung lytischer Radikale durch Granulozyten und Makrophagen zum Zweck der Vernichtung eingedrungener Bakterien.

„Man muss jedoch einräumen, dass unser Modell mit DMSO-differenzierten HL-60-Zellen dem normalen menschlichen Neutrophilen nicht vollkommen gleicht“, schränkte Scott ein. Die Forscher der University of Louisville hoffen dennoch, dass ihre Beobachtungen einen Beitrag zur Entwicklung neuer therapeutischer Strategien gegen entzündliche Erkrankungen liefern.

© hil/aerzteblatt.de

Evi

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Re: Rauchen: wie schädlich ist es .....
« Antwort #14 am: 22. April 2008, 13:29 »

Rauchen ist Selbstmord,

Nichtraucher zu Passivraucher werden zu lassen, ist Mord!


Kurier vom 22.4.2008, Seite 15

unter anderem ........


"In Bluttests findet man bei Rauchern erhöhte Mengen an IgE-Immunglobulinen", sagt Univ.-Prof. Erika Jensen-Jarolim vom Institut für Pathophysiologie. Das sind Antikörper des Abwehrsystems, die sich gegen allergieauslösende Eiweiße richten. Somit haben Raucher - aber auch Kinder von Rauchern - ein erhöhtes Risiko, an Neurodermitis, Heuschnupfen und Asthma zu erkranken.


Anmerkungen:

Ergänzung 1:
somit Raucher, "Raucherkinder", Passivraucher

Ergänzung 2: Risiko an .........., aber auch COPD, Lungenkrbs, Blasenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs ............