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Vit. D
admin:
Info folgt!
Dietmar E.:
NATUR(liches) Vitamin D
Wir sollten doch auf das Vit. D achten, auch wegen der Osteoporose. Aber auch wegen der Anfälligjeit auf Knochenmetastasen und/oder Prostatakrebs etc.
Komme gerade von 90 Minuten joggen retour.
Bekanntlich produziert der Körper mit Hilfe der Sonne das natur(liche) Vit. D; wird wohl das Beste diesbezüglich sein.
Wieviel cm2 sonnenbestrahlte Haut, über welchen Zeitraum, sind frei zu halten, um den durchschnittlichen Tagesbedarf zu erreichen?
Ist da ein Unterschied, ob ich bewegungslos zur Sonne schaue, Oberschenkel und Unterarme unbedeckt, oder ob ich detto jogge?
Vit. D gehört zu den nicht wasserlöslichen Vitaminen. In wie weit ist auf der vorbeschriebenen Art eine Speicherung möglich und erwünscht?
Bitte hat jemand darüber etwas "abgespeichert", oder weiß eine Stelle zum Fragen bzw. einen Link?
Besten Dank im Voraus!
Dietmar E.:
Horst teilt mir mit:
Hallo,
Licht als „Vitamin“
Definitionsgemäß sind Vitamine Substanzen, die der Körper selbst nicht herstellen kann aber zum Leben benötigt und daher zuführen muss. Die Vorstufen des sogenannten Vitamin D werden aber vom Körper selbst hergestellt. In diesem Falle wäre also das notwendigerweise zuzuführende „Vitamin“ das Licht, das zu dem 7-Dehydro-Cholesterin hinzukommen muss.
Die erforderliche Menge der UVB-Strahlung kann berechnet werden durch die Menge Vitamin D3, die bei einer minimalen Erythemdosis in der Haut gebildet wird: 10.000-25.000 IE Vitamin D3 (10.000 IE entsprechen 250 µg; 12,5 µg entsprechen der Menge von 500 IE, die bei der Rachitisprophylaxe für Säuglinge täglich zugeführt wird). Für blasse Haut ist die minimale Erythemdosis an einem sonnigen Sommermittag in den südlichen USA nach 4-10 Minuten erreicht, ein afrikanischstämmiger Schwarzer benötigt entsprechend 60-80 Minuten. Je höher der Sonnenstand, desto höher ist das Verhältnis von UVB- zu UVA-Licht, da das kürzerwellige UVB-Licht durch die Athmosphäre wesentlich stärker absorbiert wird. Daher kann im Winter oberhalb einer Breite von 37° (Paris liegt auf dem 49. Breitengrad) nur noch wenig bis gar kein Vitamin D über die Haut gebildet werden [4]. Um also 1000 IE Vitamin D3 in der Haut zu bilden, muß man bei hohem Sonnenstand 40 % seiner Körperoberfläche für 25-50 % der Zeit bis zum Erreichen eines Sonnenbrandes dem Licht aussetzen. Bei niedrigem Sonnenstand mit vorwiegendem UVA-Anteil des Sonnenlichtes ist die Grenze zwischen Vitamin-D-Bildung und Sonnenbrand schmal oder eben gar nicht erreichbar. Es existiert ein internetbasierter Rechner, der für einen einzugebenden Ort und andere Bedingungen berechnet, wie lange die täglichen Lichtverhältnisse eine Vitamin-D-Bildung in der Haut erwarten lassen (Publikation unter [3], Website unter [4]).
Das eigentliche „Vitamin“ (im übertragenen Sinne) ist also das Sonnenlicht. Aus historischen Gründen wird Calciferol aber noch als Vitamin bezeichnet. Aufgrund seiner endogenen Synthese und der Tatsache, dass seine Wirkung neben dem Syntheseort auch andere Gewebe betrifft, weist Vitamin D auch hormonalen Charakter auf. Biochemisch zählt es zu den Secosteroiden, die wiederum in ihrer Struktur den Steroiden ähneln. Über die Substanz „Vitamin D3“ ist also eigentlich das „in das Reagenzglas gebannte Sonnenlicht“ (Meinhard von Pfaundler *1872, †1947) wirksam .
Dietmar E.:
RuStra hat mir am 18.3. mitgeteilt, siehe:
http://forum.prostatakrebs-bps.de/showthread.php?p=9444#post9444
und gleich anschließend meinte Günther dazu:
Dr. Strum: "Die Antwort auf die Frage nach der besten Form und Art der Anwendung des Vit. D ist sehr bedeutsam. Hierzu möchte ich einige wichtige Notizen von Dr. Glenn Tisman, Onkologe weitergeben -
1. Die Halbwertzeit von gewöhnlichem Vitamin D3 (25 Hydroxy Cholecalciferol) beträgt 16 Tage. Es wird im Körper aktiviert innerhalb von 2 – 6 Stunden
2. Calcitriol (1,25-Dihydroxycholecalciferol) hat eine Halbwertzeit ist 3 – 6 Stunden und wird sofort im Körper aktiviert.
3. Gewebe, wie auch das normale Prostatagewebe, Prostatazellen, Prostatakrebszellen, Darmzellen, Darmkrebszellen und Knochen können das gewöhnliche Vitamin D3 (Hydroxy Cholecalciferol) in Calcitriol umwandeln.
4. Einnahme von Rocaltrol alleine führt zu einem Vitamin D Mangel
5. Rocaltrol verschwindet innerhalb von 12 – 15 Stunden und beschränkt die Vitamin D Aktivität auf das Vitamin D3 (25 Hydroxy Cholecalciferol) und seine Umwandlung in der Prostata in Calcitriol, die reduziert wird durch Rocaltrol. Die Gabe von Rocaltrol alleine an Prostatakrebskranke führt zu einem Vitamin D Defizit dieser Personen, den ich selber festgestellt habe. 75% meiner Krebspatienten haben einen Vitamin D Defizit und die meisten Prostatakrebs Patienten mit Knochenmetastasen haben außerdem sekundären Hyperparathyroidismus (Störung der Nebenschilddrüse; Überfluß an Parathormon, Phosphat und Kalzium können diese Störung auslösen). Deshalb nehmen meine Patienten 4.000 internationale Einheiten Vitamin D3 Cholecalciferol. Außerdem rezeptiere ich noch Rocaltrol wie gewöhnlich. Ob dies die optimale Vitamin D3 Dosis für Patienten mit Rolcaltrol Einnahme ist, müssen weiter Beobachtungen zeigen.
Dr. Myers fügte hinzu -
Eine einzige Gabe Calcitriol bedeutet 16 Stunden pro Tag ohne Vitamin D Behandlung. Ausreichend hohe Dosen Vitamin D3 Cholecalciferol sichert eine andauernde Versorgung mit Calcitriol, rund um die Uhr. Es gilt auch Sicherheitsaspekte zu beachten. Der Körper besitzt mehrere Abwehrmaßnahmen gegen zu hohe Mengen von Vitamin D3 Cholecalciferol und seine Umwandlung in Calcitriol, jedoch wenige Mechanismen gegen zu hohe Calcitriolmengen, die toxisch sein können. Außerdem ist Vitamin D3, Cholecalciferol sehr preiswert.
Dietmar E.:
Rudolf hält fest, dafür danke:
Das ist das Problem bei beinahe Jahrzehnten Forum und Myriaden von Beiträgen: Dass die Redundanz langsam steigt u. der Überblick nicht unbedingt besser wird. Deswegen habe ich heute Nachmittag die Seite
http://www.promann-hamburg.de/VitD.htm
aktualisiert und dort unter
http://www.promann-hamburg.de/Texte/VitD/VitD-Forum.pdf
alles, was ich gefunden habe, zusammengetragen - allein die Sucherei auf KISP, BPS, bei mir auf der Platte usw. hat knapp zwei Stunden gedauert. Jetzt sinds 37 Seiten, demnächst sicher mehr?
Anm.: jeden zweiten Tag hinaus in die Sonne, zum Nordic walking, Joggen, Radfahren etc., und "Haut zeigen": Füße und Arme frei, Gesicht zur Sonne, und schon gibts Vit. D.!
Und Bewegung hilft Krebspatienten so wie so: weniger Depressionen, bessere Immunabwehr, wesentlich weniger Rezidivanfälligkeit bzw. Sekundärtumor (Brustkrebs sogar bis 40 % !).
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