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Spontanheilung - gibt es das wirklich?
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Tanja:
Was habt ihr für "Erfahrungen", besser wahrscheinlich "Infos", zur Spontanheilung?
Ich bin ein gläubiger Mensch, aber ich glaube nicht alles!
Dass es hin und wieder einmal zu einer Spontanheilung bei Krebs kommen kann, davon bin ich überzeugt.
Die Gründe die dazu notwendig oder ausschlaggebend waren, sind aber so vielfältig, dass das für mich nicht mehr nachvollziehbar ist.
Wer Zeit und Interesse hat, kann weiterlesen, oder das Buch kaufen:
Wunder sind möglich
Spontanheilung bei Krebs
Von Herbert Kappauf
192 Seiten
EUR 19,90
ISBN 3-451-28108-2
Ein Tumor bildet sich zurück, ohne dass er behandelt wird. Metastasen verschwinden vom Röntgenbild eines Patienten und treten auch nach Jahren nicht mehr auf. Die Breite der wissenschaftlichen Information zu den unerklärlichen Rückbildungen bei Krebs hat der Arzt und Krebsspezialist Herbert Kappauf aus Nürnberg jetzt in einem für jeden Laien verständlichen Buch zusammengefasst. Viele Fallberichte von genesenen Patienten machen das Buch zu einer anschaulichen Lektüre.
Jährlich werden in Fachzeitschriften weltweit 20 bis 30 solcher Fälle berichtet. Unter ihnen häufen sich schwarzer Hautkrebs, Nierenzellenkarzinome, Lymphome - das sind Tumoren im Lymphsystem - und kindliche Neuroblastome, Tumoren, die das vegetative Nervensystem befallen. Selten dagegen bilden sich Lungen-, Darm-, Brust- oder Magenkrebs von alleine zurück. Wer an Krebs erkrankt, hat eine Chance von ungefähr eins zu 60- bis 100.000 ohne Behandlung gesund zu werden.
Das ist nicht viel, aber für den Forscher genug, um nach den Gründen zu fragen. Sechs mögliche Gründe sieht Kappauf in biologischen Abläufen der Krebsbildung: wenn zum Beispiel Prozesse der Zellteilung oder des Absterbens von Zellen außergewöhnlich verlaufen, wenn Hormone das Krebsgeschehen beeinflussen, wie man vom Brustkrebs weiß, oder wenn Immunzellen die Krebszellen angreifen. Wahrscheinlich kommt es bei einer Spontanheilung zu einer glücklichen Verkettung von Umständen. Denn aus allem, was man darüber weiß, lassen sich bislang keine Behandlungsempfehlungen ableiten. Auch keine Empfehlungen, was ein Kranker tun könnte, um eine Spontanheilung wahrscheinlicher zu machen.
Das gilt auch für die Vorstellung, den Krebs mit positiven Gedanken oder einer gesünderen Einstellung zum Leben besiegen zu können. Von der Forschung her lässt sich dies nicht belegen. Aber Gedanken und Einstellungen helfen, mit dem Krebs besser zu leben, sich wohler zu fühlen und sich vielleicht durch die Krankheit so zu verändern, dass man das Wesentliche am Leben erkennt. Daher gehen die Empfehlungen des Arztes alleine dahin, wie ein Leben mit dem Krebs besser gelingen kann. Und dann mag der eine oder andere auch das Wunder einer Spontanheilung erleben.
P. Christoph:
Ich habe 2 Bekannte, die seit über 10 Jahren von Krebs geheilt sind. Durch Gebet.
Auch bei Billy Smith passieren manchmal Spontanheilungen von Krebs.
Billy Smith vom 29. August bis zum 12. September, jeden Abend für Heilungsgottesdienste um 19:30 in Attnang-Puchheim sein.
Billy dient schon seit fast 30 Jahren im Heilungsdienst und erlebt regelmäßig außergewöhnliche Heilungen und Wundern. Ich selbst bin fast 2 Jahre mit ihm als Übersetzer und Reisebegleiter unterwegs gewesen.
Eine besondere Gabe scheint er im Bereich der Rückenprobleme/Bandscheibenprobleme/Hüftprobleme/Hörprobleme zu haben. Da in diesem Bereich sehr oft Spontanheilungen eintreten. Aber auch in vielen anderen Bereichen!
"Großer Phönixsaal"
Marktgasse 6-8
ATTNANG-PUCHHEIM
Infos auf: www.heilungen.org
SAT1 Fernsehbericht:
http://www.sat1.de/ratgeber_magazine...content/28492/
Mit freundlichen Grüßen und Gottes Segen,
Pater Christoph Blohberger +
Pastor von St. Paulus, Evangelikal-Episkopale Kirchengemeinde Gmunden
admin:
Krebsrückbildung
"Spontanheilung wird ein Geheimnis bleiben"
http://derstandard.at/1304551786836/Krebsrueckbildung-Spontanheilung-wird-ein-Geheimnis-bleiben
von Marietta Türk | 17. Mai 2011, 14:28
Artikelbild: Spontanrückbildungen sind ein reales - aber seltenes - Phänomen - Foto: IMBA
Spontanrückbildungen sind ein reales - aber seltenes - Phänomen
Artikelbild: Markus Horneber: "Es macht wenig Sinn, auf Spontanremissionen zu warten, dafür sind sie viel zu selten" - Foto: privat
Markus Horneber: "Es macht wenig Sinn, auf Spontanremissionen zu warten, dafür sind sie viel zu selten"
Tumore, die aus medizinisch nicht erklärbaren Gründen verschwinden, sind der Wissenschaft nach wie vor ein Rätsel - Markus Horneber über bekannte Fälle, Fehleinschätzungen und Konsequenzen
Die Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapie, eine Forschungsgruppe der Deutschen Krebshilfe an der Onkologie des Nürnberger Klinikums, beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Alternativ- und Komplementärmedizin. Die Mediziner stoßen dabei immer wieder auf Patienten, bei denen sich Tumore scheinbar ohne medizinische Erklärung zurückbilden. Nach einem Patientenaufruf Ende der 1990er-Jahre wurden die Fälle von der Arbeitsgruppe dokumentiert und ausgewertet. Aktuell werden Daten an ein Register in Norwegen weitergeleitet. Marietta Türk spricht mit dem Leiter der Gruppe, Markus Horneber über das reale Phänomen der spontanen Tumorrückbildungen, Fehleinschätzungen und die Konsequenzen für die Krebsforschung.
derStandard.at: Was ist der Unterschied zwischen Spontanheilung und Spontanremission?
Horneber: Das sind zwei unterschiedliche Dinge. Bei Spontanremissionen bildet sich der Tumor zurück - ohne dass etwas gemacht wurde, was nach heutigen Kenntnissen diese Rückbildung mit sich bringt. Solche spontanen Rückbildungen sind insgesamt sehr selten und unter ihnen gibt es eine noch viel seltenere Untergruppe, bei der der Tumor ganz verschwindet und nicht wieder zurückkommt. Das ist dann eine Spontanheilung - ein außerordentlich seltenes Ereignis.
derStandard.at: Das heißt, es handelt sich um ein reales Phänomen.
Horneber: Genau, das ist eindeutig nachgewiesen. Um einen solchen Nachweis führen zu können, braucht man eine gesicherte Diagnose und ein Röntgenbild, auf dem man den Durchmesser des Tumors und dessen Rückgang nachweisen kann.
derStandard.at: Gibt es Krebserkrankungen, bei denen das Phänomen besonders häufig auftritt?
Horneber: Ja, beim frühkindlichen Nervenkrebs, dem Neuroblastom, bilden sich in einer bestimmten Gruppe 90 Prozent der Krebserkrankungen von selbst zurück. Bei den Krebserkrankungen im Erwachsenenalter treten Spontanrückbildungen am häufigsten bei den bösartigen Erkrankungen des Lymphsystems, den Lymphomen auf. Das weiß man, da es bei einigen Lymphomen Zeiten gibt, in denen nicht behandelt wird und in denen Lymphknotengruppen von alleine wieder kleiner werden. Etwa jeder fünfte dieser Patienten hat in seinem Krankheitsverlauf solche Phasen.
Ähnlich ist es bei Melanomen: hier kann es sein, dass der Haupttumor verschwindet, wenn Lymphknotenmetastasen entstehen. Beim Nierenzellkarzinom wurde dagegen beobachtet, dass sich nach der Entfernung der Niere die Lungenmetastasen zurückbilden. Insgesamt gibt es kaum eine Krebsart, bei der nicht auch solche spontanen Rückbildungen dokumentiert sind, aber das sind alles wirkliche Raritäten.
derStandard.at: Das heißt bei einer spontanen Rückbildung ist in weiterer Folge nicht automatisch mit einer Heilung zu rechnen?
Horneber: Nein, so eine Rückbildung von Lymphomen kann eine gewisse Zeit andauern, trotzdem bleibt die Erkrankung da und kann auch an einer anderen Stelle fortschreiten. Das ist dann ein Mischbild zwischen Rückbildung und Fortschreiten der Erkrankung zu gleicher Zeit.
derStandard.at: Angeblich sind 80 Prozent der berichteten Spontanheilungen nicht haltbar. Welche Fehleinschätzungen können passieren?
Horneber: Es gibt zwei Hauptfehler: entweder die Ursache ist eigentlich die onkologische Behandlung oder es hat gar kein nachgewiesenes Tumorleiden bestanden.
derStandard.at: Wie kommt es dazu?
Horneber: Es kann sein, dass jemand seine eigenen Handlungen - wie Rauchstopp, Ernährungsumstellung, Entspannungsverfahren oder auch pflanzliche Therapien - als hoch bewertet und die Rückbildung stärker darauf zurückführt als auf die konventionelle onkologische Behandlung, über die nur Ernüchterndes zu hören und lesen war.
derStandard.at: Gibt es einen Erklärungsansatz für die seltenen bewiesenen Fälle?
Horneber: Es gibt bisher noch keine bündige Wenn-dann-Erklärung. Ich bin aber ziemlich sicher, dass all jene Mechanismen, über die wir in der Krebsforschung diskutieren - wie sich Blutgefäße bilden, wie das Immunsystem reagiert, wie Krebszellen Signale senden und verarbeiten - hierbei eine Rolle spielen.
Man kann es sich vielleicht, wie eine große Anzahl ungeordneter Zahnräder vorstellen, die sich in einem Moment alle miteinander richtig verzahnen und das Ganze dadurch in Bewegung kommt. So kommen bei einem Menschen mehrere Faktoren zusammen und plötzlich dreht sich das Radwerk Richtung Rückbildung. Das ist nicht ausgeschlossen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr klein. Das genaue Zusammenspiel der Faktoren wird aber möglicherweise immer oder noch sehr lange ein Geheimnis bleiben.
derStandard.at: Können Sie von einem konkreten Fall aus Ihrer Praxis berichten?
Horneber: Wir hatten einen Mann mit weit fortgeschrittenem Lungenkrebs. Es war klar, dass er nicht mehr lange leben wird. Im Herbst hat er den Garten vorbereitet, weil er wollte, dass es seine Frau im Frühling, wenn er nicht mehr da ist, ordentlich hat. Im Frühling hat er sich wieder in den Garten gestellt, weil er für den Sommer vorbereitet werden musste. So ist die Zeit vergangenen und ein Jahr später war er bei uns in der Ambulanz und große Teile des Lungenkarzinoms waren verschwunden. Unseres Wissens hat er gar nicht viel anderes gemacht als das, was ich gerade erzählt habe.
derStandard.at: Es wird immer wieder über Spontanheilungen bei Pilgerfahrten berichtet. Wie erklären Sie das?
Horneber: Hier gilt Ähnliches wie bei den erwähnten Umstellungen im Leben. Jemand führt die Rückbildung auf etwas, das er aus eigener Kraft geschafft hat zurück. Das muss und werde ich respektieren, aber um es dann als Spontanremission bezeichnen zu können, brauche ich die oben erwähnten Nachweise.
derStandard.at: Haben Spontanrückbildungen Konsequenzen für die Krebsforschung?
Horneber: Nicht unmittelbar, dafür sind sie viel zu selten. Für mich ist all die Forschung in diesem Bereich indirekt auch Forschung des Spontanremissionsphänomens. Je besser wir die Vorgänge der Krebsentstehung verstehen, umso besser werden wir auch die seiner Rückbildung kennen. Dabei berücksichtigen wir auch das Zusammenspiel seelischer und körperlicher Faktoren. Wir wissen ja, dass es seelische Belastungsfaktoren gibt, die einen hemmenden Einfluss auf die Körperkräfte haben und sich dadurch Krankheit über Jahre hinweg entwickeln kann. Diese Zusammenhänge sind beim Krebs jedoch viel unklarer als oft behauptet wird. Die so genannte Krebspersönlichkeit gibt es daher genauso wenig, wie es gesicherte Verhaltensweisen gibt, die zu Spontanremissionen führen.
derStandard.at: Können Patienten und Mediziner irgendwie mithelfen an den erwähnten "Zahnrädchen" zu drehen?
Horneber: Unsere langjährige Erfahrung legt nahe, dass es wenig Sinn macht, auf Spontanremissionen zu warten, dafür sind sie viel zu selten. Wir müssen vielmehr dafür sorgen, dass wir möglichst gut die erwähnten "Zahnrädchen" ordnen. Dabei sind die gemeinsame Entscheidung und fachkundige Durchführung der konventionellen Therapie die ersten und wichtigsten Schritte, aber es zählen auch Dinge wie: welche Unterstützung habe ich, wie gehe ich mit Stress während der Behandlung um, wie ernähre ich mich, welche zusätzlichen Behandlungen sind nützlich und wie halte ich meinen Körper in Schwung. Man könnte sagen, dass sich dadurch lauter kleine Spontanremissionskräfte summieren und in der Behandlung zusammen wirken. (derStandard.at, 17.05.2011)
MARKUS HORNEBER ist Krebsspezialist und Leiter der Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapie, eine Forschungsgruppe der Deutschen Krebshilfe an der Onkologie des Nürnberger Klinikums.
Literaturtipp zum Thema
Im Rahmen der Studien der Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapie hat der Mediziner Herbert Kappauf das Thema Spontanheilung systematisch bearbeitet und in Folge das Buch "Wunder sind möglich. Spontanheilung bei Krebs", erschienen im Herder Verlag, geschrieben.
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