1. Österreichisches Krebsforum

K R E B S A R T E N - - nur registriert kann man ALLE angeführten Krebsarten lesen! => Lungenkrebs => Forschung und News => Thema gestartet von: Josef am 08. Juni 2008, 16:59

Titel: Lungenkrebs, was hilft zur Diagnose?
Beitrag von: Josef am 08. Juni 2008, 16:59

Wo Lungenkrebs im Blut Spuren hinterlässt

Genaktivitätstest in weißen Blutkörperchen soll in Zukunft bei der Diagnose helfen

In Zukunft könnte ein einfacher Bluttest ausreichen, um Lungenkrebs schon in einem frühen Stadium zu diagnostizieren. Die Basis dafür haben nun US-Mediziner gelegt: Sie entdeckten eine Gruppe von 15 Genen, die in den weißen Blutkörperchen von Lungenkrebspatienten ein anderes Aktivitätsmuster zeigen als bei gesunden Menschen. Der Test detektiere die Krankheit im Moment mit einer Zuverlässigkeit von 87 Prozent, berichtete Teammitglied Anil Vachani von der Universität von Pennsylvania auf einer Konferenz der American Thoracic Society in Toronto. Sollte sich der Test auch in größeren Studien bewähren, könnte er einmal das zum Teil aufwendige und langwierige Diagnoseverfahren vereinfachen und beschleunigen.
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Viele Hinweise auf Lungenkrebs werden bei CT- oder Röntgenuntersuchungen des Brustkorbs entdeckt, die eigentlich aus einem anderen Grund durchgeführt wurden. Allerdings: "Bei solchen Untersuchungen zeigen sich bei 20 bis 60 Prozent der Patienten Knoten in der Lunge", erläuterte Vachani. Diese hohe Rate an falsch positiven Ergebnissen macht es nötig, die Diagnose mit Hilfe von weiteren CT-Scans, PET-Untersuchungen oder Biopsien abzuklären. Ein Verfahren, das eine höhere Zuverlässigkeit hat, würde also nicht nur die Ausgaben für die Untersuchungen drastisch verringern, sondern vor allem den Betroffenen die Ungewissheit und die Sorgen ersparen.

Der neue Bluttest sei ein vielversprechender Kandidat für solch ein Verfahren, betonte Vachani. Er reagiert nicht, wie andere Schnelltests für Krebs, auf Eiweißmoleküle oder andere Substanzen, die von den entarteten Zellen freigesetzt werden. Vielmehr nutzt er die Entdeckung aus, dass weiße Blutkörperchen, die Soldaten des Immunsystems, bei ihren Patrouillen mit den Krebszellen in der Lunge interagieren. Dabei werden verschiedene Gene zusätzlich an- und andere ausgeschaltet, konnten die Forscher zeigen. Mit Hilfe der Blutproben von 44 Lungenkrebspatienten und 52 Kontrollprobanden identifizierten sie 15 Erbgutabschnitte, deren Aktivität mit einer hohen Zuverlässigkeit die Anwesenheit entarteter Zellen in der Lunge widerspiegelten.

"Wir planen jetzt, weitere Studien durchzuführen, um den Nutzwert dieses Ansatzes für die Lungenkrebsdiagnose in größeren Bevölkerungsgruppen bewerten zu können", berichtete ....... http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/291529.html
Titel: PET/CT im präoperativen Staging des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms präziser
Beitrag von: Josef am 15. Juli 2008, 00:40
14/07/08

Elsevier

Von Fran Lowry

PET/CT im präoperativen Staging des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms präziser als konventionelle Bildgebung
Dr. Donna E. Maziak (Foto: Copyright ASCO/Scott Morgan)

CHICAGO (EGMN) – Bei Patienten mit bioptisch bestätigtem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom im Frühstadium kann die Kombination aus18-Fluorodeoxyglucose (FDG)-PET und Schädel-CT dem Stadium unangemessene Operationen verhindern, indem sie ein präziseres Staging als eine konventionelle Bildgebung ermöglichen. Darauf deutet eine randomisierte Studie hin.

Von 163 Patienten, die auf eine Positronenemissionstomographie/Computertomographie (PET/CT) randomisiert wurden, wurden 23 (14 Prozent) korrekterweise höher gestuft, was eine unangemessene Operation verhinderte, verglichen mit elf (sieben Prozent) von 157 Patienten, die auf die konventionelle Bildgebung randomisiert worden waren (p= 0,05), berichtete Dr. Donna E. Maziak auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology.

Die an acht Zentren durchgeführte Studie fand zudem heraus, dass per herkömmlicher Bilddiagnostik 46 Patienten (30 Prozent) fälschlicherweise herabgestuft wurden, wohingegen die PET/CT fälschlicherweise 18 Patienten (elf Prozent) herabstufte (p= 0,00003).

„Diese Ergebnisse zeigen, dass die PET das konventionelle Staging bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im Frühstadium ersetzen kann“, erklärte Dr. Maziak von der University of Ottawa.

Die Studie wurde .......... http://www.univadis.de/medical_and_more/de_DE_News_Article_Medical?profileAOI=11&profileAOIName=Onkologie&articleItemId=cd9f3ffa4ee912ce26b5cd901b397b63
Titel: Lungenkrebs, was hilft zur Diagnose?
Beitrag von: Dietmar E. am 18. März 2009, 18:43
18.03.2009    

EANS-News: Epigenomics AG / Epigenomics AG startet Entwicklungsphase für
Lungenkrebstest nach erfolgreicher klinischer Evaluation

Utl.: Test soll die Diagnose von Lungenkrebs nach positivem CT-Befund unterstützen

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  ots.CorporateNews übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer
  europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt der Mitteilung ist das Unternehmen
  verantwortlich.
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Berlin und Seattle, USA, (euro adhoc) - 18. März 2009 - Epigenomics AG
(Frankfurt, Prime Standard: ECX) ein Molekulardiagnostikunternehmen, das Tests
für Krebs auf der Basis von DNA-Methylierung entwickelt, hat eine positive
Entwicklungsentscheidung für einen  diagnostischen Labortest für Lungenkrebs
getroffen. Die Entscheidung folgt einer erfolgreichen klinischen
Evaluationsphase, in der retrospektiv gesammelte Bronchiallavage-Proben von
mehreren hundert Patienten mit Verdacht auf Lungenkrebs untersucht wurden. Diese
Evaluation zeigte, dass die Lungenkrebs-Biomarker des Unternehmens dazu geeignet
sind, Patienten mit Lungenkrebs korrekt zu identifizieren.

Derzeitige Richtlinien für die Krebsvorsorge empfehlen keine systematische
Vorsorge zur Früherkennung für Lungenkrebs. Patienten, die aufgrund von
Symptomen oder Zufallsbefunden unter Verdacht stehen an Lungekrebs erkrankt zu
sein, werden typischerweise durch Röntgenbilder oder Computer-Tomographie (CT)
des Brustraums und Bronchoskopie untersucht, um diesen Verdacht zu bestätigen
oder Lungenkrebs auszuschließen. Als Bronchoskopie wird die augenscheinliche
Begutachtung bronchialer Luftwege mit einem Endoskop bezeichnet. Oft kann jedoch
der verdächtige Bereich der Lunge nicht direkt mit dem Endoskop eingesehen
werden. In diesen Fällen wird der entsprechende Bereich mit Salzlösung gespült,
um Zellen für die weitere zytologische Untersuchung durch einen Pathologen zu
gewinnen, ein Vorgang der als Bronchiallavage bezeichnet wird.

Das Ergebnis der zytologischen Untersuchung dieser Bronchiallavage-Proben ist
häufig nicht eindeutig, kann also eine bösartige Erkrankung weder bestätigen
noch ausschließen. Diese unklaren Fälle bringen den für den Patienten
verantwortlichen Lungen-Facharzt in eine sehr schwierige Situation, denn er
muss eine Entscheidung über das weitere diagnostische Vorgehen treffen. So wird
oft durch eine zweite Computer-Tomografie nach mehreren Monaten untersucht, ob
die verdächtigen Knoten gewachsen sind. Alternativ können die Betroffenen
invasiv mit einer Nadel oder chirurgisch biopsiert werden. Diese weiteren
Vorgehen bedeuten also entweder einen Verlust wertvoller Zeit bis zum
Behandlungsbeginn oder setzen den Patienten dem Risiko von Eingriffen aus, die
mit einer erheblichen Morbidität und Mortalität einhergehen.

In der klinischen Evaluation, die in Zusammenarbeit mit Prof. John Field
(Universität Liverpool), Studienleiter des Liverpool Lung Cancer Projects, das
von der Roy-Castle-Lungenkrebsstiftung (Liverpool/UK) finanziert wird, sowie
Prof. Dr. Christian Witt und Dr. Bernd Schmidt von der Charité -
Universitätsmedizin (Berlin) durchgeführt wurde, konnte Epigenomics in mehr als
400 Patienten mit Verdacht auf Lungenkrebs bestätigen, dass sich mit Hilfe der
firmeneigenen DNA-Methylierungs-Biomarker zuverlässig die Mehrzahl der
Krebsfälle nachweisen lässt. Die Untersuchung der retrospektiv gesammelten
Bronchiallavage-Proben von Patienten mit Krebsverdacht, für die später gezeigt
werden konnte, dass sie an Lungenkrebs erkrankt waren oder keinen Krebs hatten,
zeigte so gut wie gar keine falsch positiven Ergebnisse. Dies traf sogar bei
Proben zu, bei denen die zytologische Untersuchung keine eindeutigen Diagnose
geliefert hatte.

"Diese klinische Evaluation hat die Anwendbarkeit von Epigenomics' Biomarkern
als Hilfsmittel zur Diagnose von Lungenkrebs bestätigt. Besonders wenn die
derzeitige diagnostische Aufarbeitung von Probenmaterial aus Bronchoskopien
kein eindeutiges Ergebnis liefert, könnte ein Test auf der Basis dieser
Biomarker die Diagnose vereinfachen und beschleunigen, in dem er Patienten mit
bösartigen Lungenerkrankungen ohne die Notwendigkeit weiterer invasiver
Verfahren identifiziert. Dieses Testverfahren könnte die frühere Diagnose von
Lungekrebs ermöglichen, in einem Stadium in dem die Heilungschancen höher
sind", schlussfolgert Prof. John Field, der die Ergebnisse der Studie auf der
bevorstehenden 100. Jahrestagung der American Association for Cancer Research
in Denver, Colorado, USA am 21. April 2009 vorstellen wird.

Mit rund 386.300 neuen Fällen im Jahr 2006 in Europa und ungefähr 215.000 neuen
Fällen im Jahr 2008 in den USA ist Lungenkrebs eine der häufigsten
Krebserkrankungen und ist für 20 Prozent aller Krebstoten verantwortlich, mehr
als jede andere Krebsart. Alleine in Deutschland werden jedes Jahr 200.000
Bronchoskopien durchgeführt, die weitaus meisten davon aufgrund des Verdachts
auf Lungenkrebs. Obschon die meisten dieser invasiven Prozeduren in
spezialisierten Zentren durchgeführt werden, führt die Bronchoskopie in
Verbindung mit der Untersuchung von Gewebe oder Zellen durch einen Pathologen
in vielen Fällen nicht zu schlüssigen Ergebnissen und erfordert eine
weitergehende diagnostische Aufarbeitung der Patienten.

Epigenomics will den diagnostischen Test an ausgewählten klinischen Zentren zu
Studienzwecken bereits in diesem Jahr zur Verfügung stellen. Die Markteinführung
eines CE-markierten diagnostischen Testkits durch Epigenomics ist für die erste
Hälfte des Jahres 2010 geplant. Zusätzlich zur direkten Vermarktung wird
Epigenomics in bestimmten Marktsegmenten und Regionen voraussichtlich mit
Partnerunternehmen zusammenarbeiten.

"In-vitro-diagnostische Tests für Lungenkrebs könnten einen enormen
medizinischen Bedarf in einem Gebiet decken, das in den letzten Jahrzehnten so
gut wie keine Innovation gesehen hat. Mit einem Bestätigungstest als
Nachuntersuchung bei einer nicht eindeutigen Bronchoskopie können wir
möglicherweise den Patienten in naher Zukunft enorme Hilfestellung geben. Das
zukünftige Produkt wird einen sehr attraktiven und stark zentralisierten
Nischenmarkt adressieren, in dem wir bereits Kooperationen mit führenden
Lungenkrebsexperten aufgebaut haben. Dies gibt uns die Möglichkeit, das Produkt,
zumindest in einigen Regionen, direkt zu vermarkten und damit einen größeren
Anteil der Wertschöpfung selber zu realisieren", erklärte Geert Nygaard,
Vorstandsvorsitzender der Epigenomics AG.

Informationen zur Konferenzpäsentation

Das Poster mit der Abstract-Nr. LB-254 und dem Titel "SHOX2, a novel biomarker
for the detection of lung cancer in bronchial fluid", von John K. Field, Volker
Liebenberg, Dimo Dietrich, Triantafillos Liloglou, Martin Walshaw, Olaide Raji,
Thomas Schlegel, Christoph Kneip, Juergen Distler, Reimo Tetzner, Christian
Witt, Michael Fleischhacker und Bernd Schmidt wird in der Postersession "Late-
Breaking Research: Clinical Research 2" in Halle B-F am 21. April 2009 zwischen
13:00 und 17:00 auf der 100. Jahrestagung der American Association for Cancer
Research, 18 - 22 April 2009, Colorado Convention Center, Denver, Colorado,
USA, präsentiert werden.